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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fettsäuren - Stoffwechsel: Omega 6 / Omega 3



RuStra
03.11.2007, 14:22
ich hab jetzt die erste Folie, zu den O6- und O3-Fettsäuren, fertig,

s. hier (http://www.promann-hamburg.de/Fishoil.htm). Dort runterscrollen.

die zweite Folie geht zu den Eicosanoiden ...

Rudolf

HansiB
03.11.2007, 17:50
Hallo Rudolf,

danke, sieht ja richtig schön aus. Hoffentlich machen die PKler auch was damit, ich zweifle immer daran.

Gruß Hans

RuStra
03.11.2007, 18:24
Hallo Rudolf,

danke, sieht ja richtig schön aus. Hoffentlich machen die PKler auch was damit, ich zweifle immer daran.

Gruß Hans


Das hängt ganz von den Anregungen ab, die man (Mann, aber auch Frau) bekommt, hier ist eine klitzekleine, man nur als Bedienungsanleitug nehmen muss, die aber dann so gut wie jeden Tag beim Essen hilfreich ist:

man/frau nehme das, was zwischen den beiden omega-6-fettsäuren Dihomogammalinolsäure (DGLA) und Arachidonsäure (AA) passiert:

Da tritt das Enzym D5D in Aktion und katalysiert zur Arachidonsäure (AA).

Insulin aktiviert diesen Prozess.
EPA, Seamöl, Curcumin hemmen diesen Prozess.

Also möglichst den Insulin-Pegel unten halten (durch Essen von Kohlehydraten mit einem niedrigen glykämischen Index)
und möglichst Sesamöl dem täglichen Salat hinzufügen, auch einen Schuss geröstetem Sesamöl, das hemmt besonders gut. Ebenfalls Curcumin. Was man auch supplementieren kann, genau wie EPA.

tschüss et
Bon appétit!
Rudolf

HansiB
04.11.2007, 11:35
Hallu Rudolf,

was glaubst du, was ich seit bald 3 Jahren mache . Ich nehme Leinsamenöl, wir sprachen früher schon darüber.

Gruß Hans

Jürgen M.
04.11.2007, 13:16
Hallo Rudolf,

Curcumin zählt z.B. bei Dr. Myers zu den Ergänzungsmitteln die er nicht empfielt, vermutlich wegen der fehlenden Studien dazu. Ein uneingeschränkte Empfehlung ist daher problematisch. Damit befindet sich der Patient wieder einmal im "Spannungsfeld diverser Informationsquellen", da mir z.B. von Anfang an Curcumin empfohlen wurde. Hier im Forum gab es ja diesbezüglich auch schon eine kontroverse Diskussion. Was bleibt ist Unsicherheit.

Schöne Grüße
Jürgen M.

RuStra
04.11.2007, 14:51
Hallo Rudolf,

Curcumin zählt z.B. bei Dr. Myers zu den Ergänzungsmitteln die er nicht empfielt, vermutlich wegen der fehlenden Studien dazu. Ein uneingeschränkte Empfehlung ist daher problematisch. Damit befindet sich der Patient wieder einmal im "Spannungsfeld diverser Informationsquellen", da mir z.B. von Anfang an Curcumin empfohlen wurde. Hier im Forum gab es ja diesbezüglich auch schon eine kontroverse Diskussion. Was bleibt ist Unsicherheit.

Schöne Grüße
Jürgen M.

Jürgen, das sehe ich nicht so. Auch unsere onkologischen Säulenheiligen in USA sind nicht unangreifbar, können auch nicht alles wissen.
Warum sollen wir ihnen gegenüber nicht auch ständig nachfragen?
In Sachen Curcumin gabs die Warnung, dass BCl2 damit gefördert wird. Da ist aber nix weiter nachgekommen. Auch Prof.Bonkhoff hat Curcumin wieder im Programm. Studien zu Curcumin gibts genug, allen voran diese hier.
Kein Naturstoff, der so nachhaltig alle Signalwege von Krebszellen hemmt wie Curcumin, das ist meiner Wahrnehmung nach der Stand. Für die Praxis gibts das Dosis- und das Resorptions-Problem: WIKUTO war zu gering dosiert, die Einnahme von Kapseln über den Magen-Darm-Trakt lässt sich unterstützen, auch durch Einreiben eines Olivenöl-/Curcumin-Gemisches (eine Tisso-Kapsel reicht) auf den Unterleib - eine gelbe Sauerei, aber es dürfte helfen.

grüsse,
Rudolf

RuStra
04.11.2007, 14:56
Hallu Rudolf,

was glaubst du, was ich seit bald 3 Jahren mache . Ich nehme Leinsamenöl, wir sprachen früher schon darüber.

Gruß Hans

Ja, und wo landest Du da in dem Schaubild?
Links, Omega-6, indem Du mehr Linolsäure bekommst.
Rechts, Omega-3, indem Du mehr ALA bekommst - beides ist da wohl drin, oder?

Und was bedeutet das?
Dass, wenn Du in dem linken Stoffwechselweg nicht aufpasst, Du mehr Vorläufer-Fettsäuren der Arachidonsäure aufnimmst, wozu soll das gut sein?

machs gut,
Rudolf

Friedhelm
05.11.2007, 22:00
ich hab jetzt die erste Folie, zu den O6- und O3-Fettsäuren, fertig,

s. hier (http://www.promann-hamburg.de/Fishoil.htm). Dort runterscrollen.

die zweite Folie geht zu den Eicosanoiden ...

Rudolf

Hallo Rudolf,

kann ein Laie zu Deiner Folie auch irgendwo eine Erläuterung finden?

vG

Friedhelm

RuStra
05.11.2007, 23:00
Hallo Rudolf,

kann ein Laie zu Deiner Folie auch irgendwo eine Erläuterung finden?

vG

Friedhelm

Hallo Friedhelm,

mein erster Blick galt eben Deiner PKG - ob ich der entnehmen kann, dass Du in einer in einer SHG bist oder sogar eine leitest. Denn wie wir als Laien uns selbst was beibringen, das wird in Gruppen entschieden, möglichst in kleinen Gruppen, in denen gut gelernt werden kann.

Diese Folie bzw. das Plakat, von dem ich die ppt-Folie abgemalt habe, ist aus entstanden, um die immer wieder hochkommenden Diskussionen in der SHG über Fischöl und Ernährung zu ordnen.

Es gibt 3 wirklich gute Überblicke, die sehr sehr viel dieser Debatte ordnen können und die schon bei einer ganzen Reihe PK-Männer genutzt werden:

1. Ein Überblick über den eigenen Fettsäure-Status mittels der Messung von 14 Fettsäuren beim Labor Bayer in Stuttgart. Da bekommt man nicht nur Werte für sich selbst, sondern auch eine Erläuterung, was sie bedeuten und was man vielleicht machen müsste.

2. So motiviert, kann man dann sich die angesprochene Folie nehmen, wie Omega-6 und Omega3-Fettsäuren verstoffwechselt werden. Natürlich gehört davor eine Vorstellung, was Fettsäuren überhaupt sind, wie sie aufgebaut sind und warum die z.B. Omega-6 bzw. -3 heissen.

3. Wenn man dann noch weiter gehen will, muss man sich die Eicosanoide anschauen. Aus dem DGLA (Dihomogammalinolsäure) und dem AA (Arachidonsäure) entstehel entzündungshemmende und entzündungsfördernde Hormongruppen, Prostaglandine usw.

So, die Folie zu 2. nun genauer:

4 Fettsäuren in der Omega-6-Kette und
4 Fettsäuren in der Omega-3-Kette.

Dazwischen die (grünen) Enzyme, die die Umwandlung katalysieren, die sowohl für O6 wie O3 gleich sind.

Die Kästchen unter den Fettsäuren zeigen an, was das für eine Fettsäure ist: 18:2 in rot für die Linolsäure bedeutet, dass es 18 Kohlenstoffatome gibt und 2 Doppelbindungen - EPA hat 20 Kohlenstoffatome und 5 Doppelbindungen - AA auch 20, aber nur 4 Doppelbindungen. Im Vergleich dieser beiden letzten kann man auch schön den Unterschied O6 und O3 sehen: Vom "hinteren" Ende der Fettsäure an die Kohlenstoffatome gezählt, lande ich beim EPA schon bei dem dritten an der ersten Doppelbindung, während ich bei der AA erst beim sechsten Kohlenstoffatom die erste Doppelbindung habe.

So, jetzt kann man von oben nach unten sich die (Fett-)Ernährung vorstellen: Das mengenmässig meiste, das wir in uns reinkippen, ist Linolsäure, links oben. Wenn wir wie Hansi Leinsamen nehmen, bekommen wir auch ALA, rechts oben.
Wenn wir nun genügend katalyierende Enzyme haben, entstehen im Fettstoffwechsel die 6 anderen, 3 links, 3 rechts.

In dem Bayer-Laborblatt kann man nun suchen und einige in der Folie wiederfinden. Das ist schon mal ganz nett.

Aber richtig interessant wirds erst, wenn man diskutiert, in welche Richtung man seinen Fettstoffstatus verändern möchte und warum.
Allerdings läuft diese Diskussion nicht richtig ohne die Einbeziehung der Eicosanoide.
Immerhin aber kann man auch schon an dieser Folie einiges sehen, ich schrieb das schon: Hemmung der D5D sollte man machen und die Aktivierung vermeiden. Daraus folgt u.a. Supplementierung von EPA. Und damit wären wir auch beim DHA, wie man an der Folie auch sieht. Wieviel davon nun wieder, ist unklar, vor allem das Verhältnis EPA:DHA. Im Moment beginnt hier von Dr.Kremer über ein neues Krill-Öl-Produkt von Tisso auf den Weg gebracht ein neues Experiment: Krill-Öl mit einem Verhältnis 7:1.

Also habe Geduld, bis ich die andere Folie fertig habe.

Übrigens gibts von Sears eine Reihe interessanter von uns damals übersetzter Texte, findest Du hier. (http://www.promann-hamburg.de/Sears.htm)

tschüss,
Rudolf

Friedhelm
06.11.2007, 11:38
Hallo Friedhelm,


1. Ein Überblick über den eigenen Fettsäure-Status mittels der Messung von 14 Fettsäuren beim Labor Bayer in Stuttgart. Da bekommt man nicht nur Werte für sich selbst, sondern auch eine Erläuterung, was sie bedeuten und was man vielleicht machen müsste.


tschüss,
Rudolf

Hallo Rudolf,

danke für die schnelle Antwort. Den Fettsäure-Status habe ich bereits in Stuttgart bestimmen lassen. Das AA/EPA - Verhältnis war ohne Fischöl 4,2. Ich will aber noch weiter runter kommen und nehme daher jetzt täglich 1,5 g Fischöl.

Um den Rest dessen, was Du geschrieben hast, zu verstehen werde ich brauche wohl doch noch etwas länger.

vG

Friedhelm

RuStra
06.11.2007, 16:16
Das AA/EPA - Verhältnis war ohne Fischöl 4,2. Ich will aber noch weiter runter kommen und nehme daher jetzt täglich 1,5 g Fischöl.


das ist zwar besser als nix, aber auch nichts durchgreifendes - warum nicht mal, zumindest für ein paar Monate, 5 g? aber nicht "fischöl", sondern EPA/DHA?



Um den Rest dessen, was Du geschrieben hast, zu verstehen werde ich brauche wohl doch noch etwas länger.


warum? so schwer ist das nicht, es reicht eine vernünftig organisierter tagesordnungspunkt in einer gruppensitzung. meine vorstellung ist, dass der BPS sich kümmert um die erarbeitung und bereitstellung von didaktischem material zu jeden für uns PKler wichtigen Thema. Die Blockung von PK-fördernden Eicosanoiden, z.b. Prostaglandinen des COX-2-Weges, ist weiss Gott ein wichtiges Thema. Diese unterlagen sollten dann für jede gruppe / jeden grupppenleiter runterladbar und handhabbar sein.

grüsse aus dem regnerisch-stürmischen hh,
rudolf

ps.: wenn du willst, schicke ich Dir per mail eine excel-datei, in der schon ein paar Bayer-Labor-Werte versammelt sind, ist nicht schlecht zum vergleichen ...

Friedhelm
06.11.2007, 23:02
ps.: wenn du willst, schicke ich Dir per mail eine excel-datei, in der schon ein paar Bayer-Labor-Werte versammelt sind, ist nicht schlecht zum vergleichen ...

Hallo Rudolf,

danke für das Angebot. Schick mir die Datei mal bitte rüber.

vG

Friedhelm