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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA 2,4 nach Prostataentfernung



Marianne
27.11.2007, 10:06
Hallo,

mein Vater ist 63. Ihm wurde im Juli diesen Jahres aufgrund eines Tumors die Prostata entfernt. Laut den Ärzten hat er das Krankenhaus gesund verlassen. Jedoch hatte mein Vater jetzt die erste Nachuntersuchung und es wurde ein PSA-Wert von 2,4 festgestellt. Laut den Ärzten müsste der PSA-Wert bei 0,0 liegen. Weitere Untersuchungen folgten. Der Arzt ging von Metastasen aus. Nach vielen weiteren Untersuchungen (CT) konnte jedoch nichts festgestellt werden. Und die Aussage der Ärzte war wieder, dass nichts ist. Jetzt sagen die Ärzte allerdings, dass er wohl doch Metastasen im Körper haben muss. Es handelt sich wohl um "Mikrometastasen", die man bei den Untersuchungen nicht erkennen kann. Es ist eine Vermutung der Äzrte aufgrund des hohen PSA-Wertes. Mein Vater wird jetzt bestrahlt und er muss eine Hormontherapie machen.
Meine Frage: ist eine Bestrahlung denn sinnvoll, wenn die Ärzte gar nicht wissen, wo die Metastasen sind? Hat jemand Erfahrung mit einer Hormontherapie. Wie wirkt sich das aus?
Sollen wir einen Spezialisten aufsuchen oder ist es wirklich nicht möglich, diese "Mikrometastasen" im Körper festzustellen.
Wir sind momentan wirklich verzweifelt, weil wir hilflos sind und denken, dass diese vorgeschlagenen Therapien nicht sinnvoll sind.

Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe!

MfG

Marianne

Harro
27.11.2007, 10:21
Bitte um zusätzliche Informationen

Hallo, Marianne, ein PSA von 2.4 nur 5 Monate nach Prostatektomie ist nicht gut. Mikro-Metastasen lassen sich in der Tat kaum herausfiltern. Eine Hormonbehandlung ist sicher als erste Therapie nach diesem Befund angebracht, wobei die Bestrahlung eigentlich nur Sinn macht, wenn man weiß, wo sich z. B. das Rezidiv befindet. Bitte, informiere uns noch über weitere Einzelheiten auch zur Vorgeschichte. Wichtig auch Biopsiebefund und pathologischer Befund nach Operation.

"Fürchte dich nicht vor der Veränderung, eher vor dem Stillstand" (Lao Tse)

Gruß Hutschi

LudwigS
27.11.2007, 10:36
Hallo Marianne, CT ist für Prostatakrebs so ziemlich das "blindeste" Gerät.
Wenn man da was sieht, tut es fast schon weh.
Es gibt empfindlichere Verfahren.
Bei PSA über 2 sieht man in der Regel damit etwas.

Gruss Ludwig

Hans-W.
27.11.2007, 12:10
Hallo Marianne,
Mikrometastasen können so ziemlich überall sein wenn einmal in die Blutbahn eingedrungen. In dem Falle Deines Vaters wird man davon ausgehen, dass entweder nicht das komplette Prostatagewebe bezw. Gewebe in der Umgebung herausoperiert wurde. Das bedeutet, dass man diese Gegend (Prostataloge) und die unmittelbar nahen Lymphknoten im Becken bestrahlen möchte um Krebszellen in diesem Bereich zu erwischen. Ein Knochenszintigram wird zeigen ob Makrometastasen vorhanden sind. Wenn nicht, ist die Bestrahlung in Zusammenhang mit einer 2HB sinnvoll weil die Hormonbehandlung die Bestrahlung besser wirken lässt, auch noch nach der Bestrahlung. Ich würde eine IMRT Bestrahlung vorschlagen weil diese sehr effektiv und genau ist, was gute Erfolge bei möglichst wenigen Nebenwirkungen verspricht. Die Auswirkung der Hormontherapie ist auf jeden Fall zu verkraften, wenn auch nicht immer angenehm. Nicht jeder hat die gleichen Beschwerden bei einer Hormontherapie. Hitzewallungen, Müdigkeit, Libidoprobleme, Erektionsstörungen, etc. wie hier schon oft genug beschrieben. Das sind aber alles Dinge, die man zwangsläufig in Kauf nimmt um das Endziel Heilung oder Langfristige Besserung zu erreichen. Ich hoffe, das hilft ein Wenig, was Information betrifft.
Alles Gute für Euch,
Hans-W.

HansiB
27.11.2007, 14:45
Hallo Marianne,

du sprachst von hohem PSA, wie war er vor OP, sinnvoll wären mehrere Messungen u.v.m.

Gruß Hans

WinfriedW
28.11.2007, 14:48
CT ist für Prostatakrebs so ziemlich das "blindeste" Gerät.
Wenn man da was sieht, tut es fast schon weh.
Es gibt empfindlichere Verfahren.
Bei PSA über 2 sieht man in der Regel damit etwas.Ich sage nur USPIO und Cholin PET/CT und zwar sofort und vor Einleitung der Hormonblockade!


... Ich würde eine IMRT Bestrahlung vorschlagen weil diese sehr effektiv und genau ist, was gute Erfolge bei möglichst wenigen Nebenwirkungen verspricht. ...Hilft aber auch nur dann wirklich, wenn das Tumorgewebe auch getroffen wird. Daher zunächst die Diagnostik!

WW