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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernährung bei Untergewicht???



lienchen
27.11.2007, 10:22
Hallo,

unser Freund mit metastasierendem Prostatakrebs hat mittlerweile einen
BMI von 19. Dies ist zwar noch nicht bedrohlich, aber er sieht schon ziemlich abgemagert aus.
Habt ihr irgendwelche Tipps bzgl. spezieller Nahrungsergänzungsmittel oder einer speziellen Ernährung, die eventuell zur Gewichtzunahme führt?
Sein Appetit ist normal.

Gruß lienchen

Tochter75
27.11.2007, 11:43
Unter Umständen ist eine Cortison-Behandlung bei Kachexie sinnvoll. Wurde das schon mit den behandelnden Ärzten erötert? Ansonsten gibt es ja auch hochkalorische Aufbaunahrung in den Apotheken.
Gruß, Melanie

lienchen
27.11.2007, 12:15
Hallo Tochter 75,

nein, bisher hat der Arzt nichts unternommen, es scheint ihn auch gar nicht zu interessieren.
Habe auch schon über Ergänzungsnahrung aus der Apotheke nachgedacht, diese ist nur ziemlich teuer (ca. 280 Euro) im Monat. Das ist bei einer kleinen Rente schon fast unerschwinglich.

Gruß lienchen

Stefanie
27.11.2007, 19:47
Hallo lienchen,

hatte bezüglich der Zusatzernährung im hochkalorischen Bereich letzten Monat ein sehr nettes Telefongespräch mit einer AOK-Beratungsärztin. Sie erklärte mir, dass der Grundkalorienbedarf des Kranken selbst zu tragen ist, egal ob in Form von Zusatzshakes aus der Apotheke oder in Form von Brot. Alles was darüber hinaus benötigt würde, könnte man auf Rezept bekommen.
Es wäre jedoch viel einfacher, sich Maltodextrinpulver zu besorgen und dies in alle Speisen einzumischen. Dies würde die Speise dann um viele Kalorien anreichern. Da es geschmacksneutral ist, durchaus überall machbar.
Weiterhin riet sie mir, in alle Speisen, wo möglich, Butter und Sahne unterzurühren.
Vielleicht helfen diese einfachen Tips schon ein bissel.

Viele Grüße.
Stefanie

lienchen
27.11.2007, 21:56
Hallo Stefanie,

danke für die Tipps. Das mit dem Maltodextrinpulver werde ich ihm sofort durchgeben. Die Zugabe von Sahne und Butter habe ich auch schon empfohlen, hat aber bisher noch keinen Gramm mehr auf die Waage gebracht.

Gruß lienchen

Tochter75
28.11.2007, 10:11
Es gibt ja auch diese hochkalorischen Sportlerkekse und ähnliche Nahrungsergänzungen. Vielleicht gibt es da ja eine günstige Alternative zur Aufbaunahrung.
Ansonsten würde ich doch noch mal mit dem Arzt über Kortisonbehandlung sprechen, das wird oft gemacht, wenn die Krebspatienten schwächer werden, weil das Kortison nicht nur den Appetit anregt, sondern auch richtig energetisch "puscht". Es hat natürlich auch Nebenwirkungen, deshalb muss man es genau abwägen.

Gruß, Melanie

HansiB
28.11.2007, 10:16
Hallo Töchter und Frauen (hättr beinahe gils gesagt),

gerade Butter und Sahne ins Essen zu rühren, ist das Letzte, was ich machen würde, da bleib ich leber zu dünn. Mich würde mehr interessieren, bin ich überhaupt Untergewichtig, oder Untergewichtig wegen der Ernährungsumstellung, oder wegen dem PK. Lieber zu wenig, als zu viel. Wenns dem Ende zu geht, hilft ein wenig auf den Rippen auch nichts.

Da könnte man ja auch auf die Idee kommen, ich habe es schon erlebt, Dextroenergen auf den Tisch zu legen, bei einer Vortrag für PKler!!! Nur weiter so, mit der Ernährung des PK.

Stefanie
28.11.2007, 10:35
Hallo Hans,

bei diesem BMI sollte man schon etwas unternehmen. Was nützt einem körperliche Kraftlosigkeit?????

Die Tipps der Ärztin stammten übrigends aus einer Beratung für einen PK-Patienten und nicht aus einem Kochbuch!

Stefanie

HansiB
28.11.2007, 10:50
Hallo Stefanie,

so viele Fehler in einer Klammer. Ich hatte einen Zimmerkolegen (Gehirnbestrahlt) bei meinem Staging im Jan. 2005, zuckerkrank, er wurde normal Ernährt, ich verlangte damals schon reduzierte Ernährung. Ich habe ihm den Zucker für die Getränke weggenommen. Von mir aus kann jeder machen was er will. Die Ärzte haben in der Regel, keine Ausbildung für Ernährung, ich auch nicht.