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WinfriedW
28.11.2007, 15:59
.... jetzt haben es die Urologen auch schon gemerkt:

DGU-Generalsekretär Prof. Michael Stöckle kritisiert die mangelnde innovative Qualität der akademischen Urologie. (http://www.uro.de/news/berufspolitik/,navigation_id,64,artikel_id,110708,_psmand,4.html )

WW

Harro
28.11.2007, 16:28
Ob diese Mängelrüge kurzfristig Abhilfe schafft?

Hallo, Winfried, sicher könnte jeder von uns mehr oder weniger viel über Pannen berichten, die sich in urologischen Praxen zugetragen haben. Ich möchte hier auch grundsätzlich keine allgemeine Verunglimpfung starten, indem ich meine eigenen negativen Erfahrungen noch einmal Revue passieren lasse. Nein, ich beschränke mich heute mal auf einen längeren Telefonanruf eines Betroffenen, der mich dringend um Rat gefragt hat. Dabei habe ich im Laufe des Gespräches unter anderem erfahren, daß ihm Zometa im Schnelldurchgang im wahrsten Sinne des Wortes eingetrichtert wurde und er abends im Bett liegend massive Herzprobleme hatte, die Angstgefühle auslösten. Ein LHRH-Analoga-Implantat führte auf der Bauckdecke zu einer größeren blasenförmigen Wölbung, die auch Besorgnis auslöste. Die Antwort des Urologen am Telefon: "Das macht nichts, das kommt beim ersten Mal häufiger vor." Ende meines Kurzberichtes.

"Wir denken selten beim Licht an Finsternis, beim Glück ans Elend, bei der Zufriedenheit an Schmerz - aber umgekehrt jederzeit"
(Immanuel Kant)

Gruß Hutschi

WinfriedW
28.11.2007, 17:14
Ob diese Mängelrüge kurzfristig Abhilfe schafft?Nee!

Allerdings geht es in dem Artikel gar nicht um den täglichen Pfusch beim niedergelassenen Urologen, sondern um den „weiterhin eher wachsenden Rückstand der Innovationsfähigkeit der akademischen Urologie im Vergleich zu anderen Fachgebieten“.

Das ist für uns, die wir ganz dringend auf Fortschritte hoffen, besonders triest und lässt sich durch einen Urologenwechsel nicht beheben.

WW

Günter Feick
28.11.2007, 19:13
Das ist für uns, die wir ganz dringend auf Fortschritte hoffen, besonders trist und lässt sich durch einen Urologenwechsel nicht beheben.
Zitat, Prof. Stöckle, Generalsekretär der DGU: „... weiterhin eher wachsenden Rückstand der Innovationsfähigkeit der akademischen Urologie im Vergleich zu anderen Fachgebieten“. Zitatende
WW

Hallo Winfried,

ja, es ist so, die Prostatakrebsforschung ist in Deutschland nicht gut aufgestellt, auch aus den Gründen, welche Prof. Stöckle genannt hat. Wir werden aber nur per Forschung bessere Therapien bekommen können. In Anerkennung dieser Tatsache haben Rudolf Stratmann, Hamburg, Hans Dieter Bokemeyer, Magdeburg und ich am 9. Nov. das Symposium "Prostatakrebsforschung - Status u. Strategie" in der Habichtswald Klinik, Kassel organisiert.

Teilgenommen haben -

Radiologie: Prof. Heverhagen, Zentrum für Radiologie, Universitätsklinik Marburg
Urologie: Dr. Schlomm, Urologie, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf
Pathologie: Prof. Bonkhoff, Berlin
Onkologie: Prof. Reichle, Abteilung für Hämatologie u. Internistische Onkologie, Uniklinik Regensburg
Komplementäre Onkologische Therapie: Dr. Jutta Hübner, Onkologische Abteilung, Habichtswald Klinik, Kassel u. Leiterin Arbeitskreis Komplementäre Onkologische Therapien, Dt. Krebsgesellschaft
Grundlagenforscher: PD Dr. Sültmann,DKFZ, Division of Molecular Genome Analysis

Die Zielsetzungen waren -

Bestandsaufnahme der jetzigen Ziele, Strukturen und Finanzierung der Prostatakrebs Forschung
Diskussion über den Status quo
Besprechung der Chancen für eine Optimierung der jetzigen Prostatakrebs Forschung
Überlegungen über neue Strukturen gemeinsamen Handelns in der Prostatakrebs Forschung

Resümee der Anwesenden aus der Prostatakrebs Selbsthilfe -

* Forschungsverbünde u. Netzwerke müssen entstehen.
* Translationale Forschung muss verstärkt werden, um Wissenstransfer zu beschleunigen.
* Ärzte müssen wissen, was Patienten wollen und Grundlagenforscher müssen wissen, was Kliniker brauchen.
* Forschungsprojekte müssen konzipiert, beantragt und finanziert werden, einschließlich einer ausreichenden adminstrativen Infrastruktur, um Ärzten u. Forschern die Möglichkeit zu geben sich auf die Tätigkeitsbereiche zu konzentrieren die für eine erfolgreiche Forschung notwendig sind.

Wir aus der Prostatakrebs Selbsthilfe wollen versuchen die enstandenen Verbindungen und Ergebnisse, über das Symposium hinaus, weiter zu entwickeln, um zu einer fokkussierten, vernetzten und finanzierten Prostatakrebsforschung zu kommen. Wer, wenn nicht wir, die Betroffenen, sollten der Motor werden für diese Entwicklungen. Unsere Vision ist ein nationales Prostatakrebs Forschungsprogramm.

Günter

P. S.: Frau Dr. Hübner hat uns als Hausherrin sehr unterstützt und uns die Möglichkeit gegeben in der Habichtswald Klinik tagen zu können.

Dr. Strum, Dr. Eichhorn u. Prof. Barentsz haben uns im Vorfeld mit ihren Beiträgen geholfen das Thema zu überblicken u. zu strukturieren.

HansiB
28.11.2007, 19:52
Hallo Günter,

da wünsche ich viel Erfolg bei den Visionen.

Gruß Hans

Günter Feick
04.12.2007, 23:15
Liebe Mitstreiter,

endlich, eine gutes Projekt der Prostatakrebsforschung.

Günter

30. November 2007
Forscher der Martini-Klinik und des UKE holen nationales Forschungsprojekt für Prostatakrebs nach Hamburg

Eine Heilung des Tumors bei einer Früherkennung ist möglich. Derzeit gibt es jedoch keine Methode, die es erlaubt, das individuelle Risiko von Prostatakrebspatienten vorherzusagen. In einem einzigartigen Forschungsnetzwerk werden die Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Martini-Klinik am UKE sowie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg neue diagnostische und therapeutische Ansätze für Prostatakrebs ermitteln.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFNplus) einen entsprechenden Forschungsantrag bewilligt. Damit ist die finanzielle Basis geschaffen worden, um für die Dauer von drei Jahren mit Hilfe moderner Methoden der Humangenomforschung und der medizinischen Systembiologie molekulare Veränderungen in Tumoren aufzuspüren und optimale Diagnose- und Prognosekriterien für das Prostatakarzinom zu ermitteln. In enger Kooperation von Ärzten und Grundlagenwissenschaftlern soll eine rasche Integration der Forschungsergebnisse in die klinische Routine erzielt werden.

Grundlage für den Forschungsverbund ist die über 10.000 Patienten umfassende Tumordatenbank von Martini-Klinik und Urologischer Klinik des UKE mit Gewebeproben der Prostata, Blut und Serum. Die seit 1991 geführte Datenbank ermöglicht umfassende Untersuchungen, wie sie bislang nicht möglich waren.

Der Forscherverbund unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Holger Sültmann (DKFZ) besteht aus Wissenschaftlern der Abteilung Molekulare Genomanalyse des DKFZ (Prof. Dr. Annemarie Poustka) sowie Wissenschaftlern und Ärzten aus Hamburg. Prof. Dr. Hartwig Huland und Prof. Dr. Markus Graefen, Chefärzte der Martini-Klinik, sowie Oberarzt Dr. Thorsten Schlomm leiten den klinischen Teil des Projektes. Vom UKE sind das Onkologische Zentrum mit Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, die Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie mit Prof. Dr. Jakob R. Izbicki und das Institut für Pathologie mit Prof. Dr. Guido Sauter eingebunden. Weitere Partner sind das Zentrum für Nanotechnologie mit Prof. Dr. Horst Weller, das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin und das Biotechunternehmen Qiagen Hamburg GmbH mit Dr. Thomas Laue.

Rückfragen bitte an Dr. Thorsten Schlomm, Oberarzt der Martini-Klinik,
(0 40) 4 28 03-13 14, tschlomm@uke.de

HansiB
05.12.2007, 12:25
Hallo Günter,

danke für die interessanten Informationen aus berufenem Munde (Feder). Meine Tür ist zu und das schon lange.
Genau das ist doch mein Thema. Ich bin kein Googler, aber mit Gefühl und Nachdenken, sollte das selbstverständlich sein.
Wie oft, habe ich empfohlen, lasst CRP messen (Dr.fs gleichfals) bei srark, schnell gestiegenem PSA und auch sonst. Unser Freund Fritz hatte mal einen Wert von 40. Bei mir <0,6, jetzt <1 Ref. < 5 mg/l, so sollte es sein.
Auch die Marker wie IG Werte A, G, E, M sollten mal gemessen werden. Bei mir natürlich im positiven Referenzbereich. IGE z.B. 17, keinerlei Allergiegefahr.
Die Kosten für mich aus dem Labor (dazu braucht ich keinen Arzt) CRP 5,60, IG Werte/ 4,10 EUR, das sollte sich jeder leisten können.
Bei meinen diesbezüglichen mehrmaligen Hinweisen, wie immer, keinerlei Reaktion. Ich kann nur sagen, jeder wie er kann.
Gruß Konrad

WinfriedW
05.12.2007, 22:12
Hallo Günter,

danke für die interessanten Informationen aus berufenem Munde (Feder). Meine Tür ist zu und das schon lange.
Genau das ist doch mein Thema. Ich bin kein Googler, aber mit Gefühl und Nachdenken, sollte das selbstverständlich sein.
Wie oft, habe ich empfohlen, lasst CRP messen (Dr.fs gleichfals) bei srark, schnell gestiegenem PSA und auch sonst. Unser Freund Fritz hatte mal einen Wert von 40. Bei mir <0,6, jetzt <1 Ref. < 5 mg/l, so sollte es sein.
Auch die Marker wie IG Werte A, G, E, M sollten mal gemessen werden. Bei mir natürlich im positiven Referenzbereich. IGE z.B. 17, keinerlei Allergiegefahr.
Die Kosten für mich aus dem Labor (dazu braucht ich keinen Arzt) CRP 5,60, IG Werte/ 4,10 EUR, das sollte sich jeder leisten können.
Bei meinen diesbezüglichen mehrmaligen Hinweisen, wie immer, keinerlei Reaktion. :( Ich kann nur sagen, jeder wie er kann.
Gruß KonradIch finde, Konrad alias HansiB, dein Beitrag ist an dieser Stelle deplatziert. Ich finde die Verbindung zu Günters Beitrag davor nicht. Ich denke du solltest mit deinem Thema einen eigenen Thread mit dazu passender Überschrift eröffnen. Dann bekämst du vielleicht mehr Reaktionen.

WW

HansiB
06.12.2007, 09:16
Hallo Winfried,

du hast recht, ich habe den falschen Thread erwischt, man ist halt nicht mehr der Jüngste (im Kopf, nach 3 Jahren HB). Vielleicht kann es jemand richtig zuordnen, ich kann es nicht.

Gruß Konrad