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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zometa prophylaktisch - wie lange? Frage auch an Urologe



ray106
15.06.2006, 16:08
Hallo,
im alten Forum kam schon mal die Frage nach der Anwendung von Zometa prophylaktisch. Da die Mehrzahl der befragten Personen dazu rieten, habe ich mich nun dazu entschlossen. Mein Urologe hält eigentlich nicht viel davon, wenn keine Metastasen vorhanden sind. Nun aber die Frage, wie lange und oft soll es genommen werden. Mein operierender Prof meint 1 Jahr monatlich. Wie im anderen Beitrag aufgeführt, gibt es eine Studie mit 4 Jahren und alle 3 Monaten. Mein Urologe meint, wenn, dann monatlich für immer.
<o:p> </o:p>
Was ist richtig?
Danke für alle Überlegungen. Ray

Urologe
15.06.2006, 19:19
Hallo

die PROPHYLAKTISCHE Zometagabe wird dreimonatlich durchgeführt - Dauer: solange Hormontherapie gegeben wird, bzw. ein Jahr ohne HT.

Gruss
fs

PeterP
16.06.2006, 23:47
Hallo
eine Frage, die vielleicht viele interessiert, weil Zometa nicht gerade billig ist:
Übernimmt die Krankenkasse mittlerweile die prophylaktische Zometagabe alle 3 Monate?
Peter Pohlmann

Urologe
17.06.2006, 11:07
Hallo

Antwort: NEIN

Daher sollte vorher eine Knochendichtemessung (DEXA oder qCT) - ca 40€ - gemacht werden.

Bei Nachweis einer Osteopenie oder Osteoporose
könnte man das geltende Recht u.U etwas "dehnen"

Gruss
fs

sandu1
19.06.2006, 20:30
Hallo

die PROPHYLAKTISCHE Zometagabe wird dreimonatlich durchgeführt - Dauer: solange Hormontherapie gegeben wird, bzw. ein Jahr ohne HT.

Gruss
fs

Hallo,

eine Frage habe ich wegen der Kiefernekrose. Mit welcher Wahrscheinlichkeit entwickelt sich diese unter Zometa? Muss man sich prophylaktisch vor Beginn der Zometagabe evtl. auch manchen Zahn ziehen lassen?

Mit bestem Dank
sandu1

WinfriedW
20.06.2006, 11:55
... Mit welcher Wahrscheinlichkeit entwickelt sich diese unter Zometa? Muss man sich prophylaktisch vor Beginn der Zometagabe evtl. auch manchen Zahn ziehen lassen?

Die Wahrscheinlichkeit dieser Komplikation ist eher gering. Die Komplikationen sind aber, wenn sie dann auftreten, ernst zu nehmen.

Wenn eine Zahnextraktion ansteht, dann solltest du es vorher machen lassen, prophylaktisch natürlich nicht.

WW

fstlev
21.06.2006, 19:49
Bei mir wurde (nach OP und Bestrahlung) jetzt während der HT Osteoporose diaknostiziert. Inwischen Schmerzen in fast allen Gelenken und Fraktur des 8.BWK. Die 40€ für den Osteoporose-check (DXA) habe ich investiert. Ergebnis:Fracture Risk:High
Jetzt verschreibt der Arzt Alendron-Hexal 10mg TAB112 ST N3. Die tägliche einnahme ist nicht unproblematisch, da ich Magen/Speiseröhre vorbelastet bin. Es gibt diese Bisphposphonate wohl auch als Wochen- oder Monatsdosis, die mir das Risko der Speiseröhrenbeschwerden erheblich vermindern würde, aber nur für frauen zugelassen! Wobei die Indikation doch die gleiche ist. Deutsche Bürokratie???

Urologe
21.06.2006, 22:26
Hallo,

bei Ihrer Diagnose Osteoporose mit Fraktur und Magenproblemen bei oralen Biphosphonaten ist es kein Problem Zometa-Infusionen zu geben (keine Argumentationsprobleme vor der KAsse) - verträglicher und höchste Wirksamkeit. Calcium + Vit D3 gehören aber dazu.

Gruss
fs

HansiB
02.07.2006, 17:22
Nach ca. 8 Monaten Zometa-Infusion war eine Wurzelbehandlung bei mir erforderlich. Das kann natürlich auch ein Zufall sein, ist aber verdächtig, da ich sonst kaum Probleme mit meinen Zähnen habe. Es ist sehr zu empfehlen, nicht nur alle Zähne sanieren zu lassen, sondern auch alle sonstigen Entzündungen als PK-Patient zu bekämpfen. Wegen Zometa hatte ich meinen Zahnarzt nicht gefragt, aber er meinte, dass es sehr selten Probleme bei PK-Patienten im Mund- und Zahnbereich gibt. Ich nehme Zometa natürlich weiter, mittlerweile seit 13 Monaten, vielleicht kann Michael als Fachmann sich dazu äußern.

Michael
02.07.2006, 17:58
Hallo,
alle Kiefernekrosen, die ich in meiner Praxis zu Gesicht bekam hatten kausal mit Zometa in keinster Weise etwas zu tun. Es waren meist Strahlenschäden nach Bestrahlungen von Kiefertumoren, allerdings kann meine Beobachtung nicht repräsentativ sein, da in meinem Patientengut nur wenige waren, die einen PK hatten; diese allerdings wiesen keine Kiefernekrosen auf. Leider habe ich mich, ehrlich gesagt, wie die meisten meiner Kollegen, wenig mit dem Problem auseinandergesetzt.
Michael