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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : pflanzliches Omega 3 Öl - gut oder schlecht??



wolf44
22.01.2008, 13:27
Hallo,

ich habe mir vor ein paar Tagen Omega-3-Perilla Kapseln gekauft. Ein pflanzliches Omega 3 Produkt, das doppelt soviel Omega 3 Fettsäure enthält wie das Fischöl. Jetzt habe ich gesehen, dass es sehr viel Alpha-Linolensäure enthält und etwas gegoogelt. Gefunden habe ich nur einen Hinweis bei Wikipedia, dass diese Säure bei Prostatakrebs eventuell gerade das Gegenteil dessen bewirkt, was ich erreichen möchte.

Wer kann mich hier aufklären - oder soll ich mir lieber gleich Fischölkapseln kaufen.

Gruß Wolf

editiert, um Missverständnisse auszuschließen

Helmut.2
22.01.2008, 15:19
Hallo Wolf44,

hier kannst Du alles über Speiseöle im Überblich (http://www.prostatakrebse.de/informationen/lbs-index.html) -> Ernährung anwählen, erfahren! Du solltest weniger Omega 6 und mehr Omega 3 zu Dir nehmen und mindestens 2 mal wöchentlich Salzwasser-Fisch einnehmen!

Gruß, Helmut

Wolfgang aus Berlin
24.01.2008, 18:09
Hallo wolf44,

ich zitiere mal aus einem älteren Beitrag von GottfriedS:"
Pflanzliche Oele enthalten noch mehr Omega-6, und beim Omega-3 nur die Vorstufe ALA (alpha-Linolensäure), die der Körper erst noch umwandeln muss zu den eigentlich wirksamen DHA und EPA. Diese Umwandlung erfolgt bestenfalls zu 10%, oft aber erheblich weniger, da diverse Katalysatorsubstanzen genügend vorhanden sein müssen, und die Aufnahme und Umwandlung aktiv behindert wird durch Transfette und Omega-6. Die untengenannte Studie fand, dass unter üblicher "moderner" Ernährung sogar nur 0.2% ALA in EPA umgewandelt wurden! Pflanzliches Omega-3 erscheint demnach praktisch wertlos. Es fällt übrigens auf, dass die Verkäufer von pflanzlichen Omega3-Präparaten gezielt den Unterschied zwischen ALA und EPA vertuschen und stattdessen gerne pauschal von "Omega-3" sprechen, oder gar so tun, als wäre bereits ALA die Wirksubstanz." Zitat Ende

Perilla-Öl hat eine besondere Eigenschaft, es ist teuer, sonst nichts.

Gruß Wolfgang

Kampf der Massenverdummung! Wider den Beschiss!

wolf44
24.01.2008, 19:16
Hallo Wolfgang,

also viel Geld für wenig Wirkung. Meine Frau - überzeugte Vegetarierin - nimmt die Kapseln jetzt und ich suche mir Fischöl.
Gruß Wolf

Wolfgang aus Berlin
24.01.2008, 19:42
Hallo Wolf,

wenn ich mich noch mal klar ausdrücken darf, Perilla-Öl ist eher ungesund, weil ja nur 0,2 bis 10 % "Omega 3" nutzbar sind. Allerdings in diesen geringen Mengen als Nahrungsergänzungsmittel, im Verhältniss zur normalen Nahrung, die ja vorrangig Omega 6 enthält, zum Glück praktisch wirkungslos. Da sieht es mit den üblichen Ölen, von Sonnenblume über Palmöl bis Kokos, die man in der Küche verwendet, schon schlechter aus. Glücklicherweise nimmt eine Vegetarierin nicht noch tierisches Fett, wie der Alles-Esser, zu sich. Da spart sie schon mal einen Haufen minderwertiger Fette. Weitgehend neutral verhält sich Olivenöl, es enthält vorrangig Omega9.

Gruß Wolfgang

Helmut.2
24.01.2008, 23:09
Lieber Wolfgang aus Berlin,


Da sieht es mit den üblichen Ölen, von Sonnenblume über Palmöl bis Kokos, die man in der Küche verwendet, schon schlechter aus. Glücklicherweise nimmt eine Vegetarierin nicht noch tierisches Fett, wie der Alles-Esser, zu sich. Da spart sie schon mal einen Haufen minderwertiger Fette. Eine bessere pflanzliche Omega3-Quelle ist Leinöl, was aber an der 10-%-Regel nichts ändert. Neutral verhält sich Olivenöl, es enthält vorrangig Omega9.

Üblichen Ölen, von Sonnenblume über Palmöl bis Kokos, wird in unserer bzw. meiner Küche nicht verwendet und tirische Fette schon garnicht!

Meine Favoriten ist Rapsöl -Rapso®- und Olvenöl, Olivenöl nehme ich ausschießlich zum Fisch backen und zwar Lachs in viel Olivenöl und Rosmarien, die Temperatur unter 60 - 80 ºC Deckel auf und etwa 30 min. und ein wunderbarer zarter Lachs kommt zum Vorschein. Es gibt noch mehr Salzwasser Fische die man so braten kann!

Rapsöl ist für den Rest des Essens zuständig ob gedünstetes Gemüse oder Salate gleich welcher Art!

So, Wolfgang, wenn Du schon einen Beitrag bringst über Öle und ihren Vor und Nachteil, warum denn so kurz gehalten? schreibe doch einen Beitrag so in dieser Art wie es schon im KISP erläutert worden ist, wenn Du meinst, daß dieser nach wissenschaftlichen ermessen schon längst überhohlt ist.

Übrigens, die Öle werden bei mir immer im Kühlschank aufbewahrt wegen der Oxydation!

Gruß, Helmut

Olivenbaum
27.01.2008, 12:24
Hallo allerseits,

(biologisches) Kokosfett ist ein extrem gesundes Öl - v.a. wenn man etwas erhitzen möchte, da es sich dadurch nicht großartig verändert. Aber auch kalt ist es super!
Ich weiss, dass für die meisten, da Kokosfett ein gesättigtes Fett ist, dies nicht mehr diskutiert wird, WEIL GESÄTTIGTE FETTE IMMER UNGESUND SIND (das hat uns ja die Margarineindustrie jahrelang in die Köpfe gepflanzt), aber ein wenig zu googeln - es gibt jetzt auch ein deutsches Buch von Peter Königs zum Thema - lohnt sich hier.

Auch Rapsöl ist ein Thema für sich. Ist man schwermetallbelastet, fixiert es die langkettigen Fettsäuren im Gehirn und sollte deshalb gemieden werden.
Da wir ja alle mehr oder (selten)weniger SM-belastet sind ...... !
Ich empfehle meinen Patienten jedenfalls keins.
Auch glaube ich, das ist aber meine persönliche Meinung, dass es mit Rapsöl wie mit Tofu und Sojamilch steht: Durch EU-Subventionen weiss man einfach nicht mehr, wohin mit dem Zeug, und dann wird die Werbetrommel für potentiell ungesunde Produkte gerührt, um es unter das Volk zu bringen.

Fischöl, Kokosfett, Olivenöl und Ghee sind neben biologischer Butter meine Favoriten.

Grüße

Oliver

Harro
27.01.2008, 15:12
Ghee

Hallo, Oliver, als leider kein Küchenfan oder Hobbykoch, war mir das Wort Ghee nicht geläufig. Es handelt sich also um Butterschmalz:

http://de.wikipedia.org/wiki/Butterschmalz

Und dieses Fett ist eines Deiner Mitfavoriten! Warum?

"Das einfachste, was wir besitzen, ist die Sprache, die wir sprechen. Wir verstehen sie nur nicht"

Gruß Hutschi

Olivenbaum
27.01.2008, 16:18
Ghee wird in der ayurvedischen (indischen) Medizin seit Jahrtausenden eingesetzt.
Nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als "Anupanam", eine Trägersubstanz, die in der Lage ist, Nährstoffe (auch Kräuterextrakte etc.) in tiefere Gewebe zu transportieren (wie Honig z. B auch).
Es stärkt das Verdauungsfeuer und nährt und kräftigt alle Gewebe, ist eiweissfrei und daher meist auch für Kuhmilchallergiker geeignet.
"Butterschmalz" ist meiner Meinung nach nicht die richtige Übersetzung, da viele eben diesen dann kaufen - dies aber kein Ghee ist.
Ghee macht man am besten selbst, obwohl man ihn mittlerweile auch im Bioladen (dann teurer) bekommt.
Da viele wirklich glauben, dass der Chlolesterinspiegel im Blut mit der Höhe des aufgenommenen Cholesterins korreliert (was nicht stimmt), sei noch bemerkt, dass bei regelmäßiger Einnahme von Ghee (auch ausserhalb einer Ayurveda-Kur) dieser sinkt - offensichtlich durch eine Normalisierung der Zellfunktionen.

Grüße

Oliver