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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lähmungserscheinungen im Gesicht auf Grund von Metastasen oder Neuropathie??



Andreas78
29.01.2008, 17:46
Sehr geehrte Herren,

mich würde Ihre Meinung zum Gesundheitszustand meines Vaters interessieren.
Er ist zur Zeit quasi ein Pflegefall. Er hatte im Oktober 2004 die Diagnose eines T4 PKs bekommen. Danach HB3, schnelle Ausbilding eines HuPKs (Mitte 2005). Daraufhin Ketokonazol, Taxotere, Bestrahlung (auch befallener Lymphknoten), Thalodomid, Estradurin, Actos...
Estradurin hatte gut funktioniert bis April 2007 (PSA 8). Danach Nierenversagen. PSA stieg auf 13. Dann im Sommer nochmals Taxotere. PSA stieg auf 16. Danach Bruch der Hüfte. OP, Reha, Versuch mit Actos und Convulex. Erneutes Nierenversagen im Dezember 2007. Eine TURP musste durchgeführt werden. Seit 24.12. ist er zu hause. Die Prognose ist natürlich sehr schlecht.
Es wurde eine zweifache Biopsie des Tumormaterials durchgeführt (Bonkhoff und Institut in München): beide Biopsien tumorfrei.
Seit Jahresbeginn probieren wir es mit einer Kombi aus Leukinen, Lanreotiden und Estradurin.
Sorry für den abgehackten Schreibstil, aber nun zu meiner Frage.
Er hat seit einiger Zeit entsetzliche Schmerzen in den gesamten Beinen, d.h., Brennen, Lähmungserscheinungen,... Im Spann/ Gelenk ist es am Schlimmsten.
Darüber hinaus hat er seit 10 Tagen eine Gesichtslähmung. Das Auge und der Mundwinkel hängen nach unten. Die Stirn kann nicht gerunzelt werden. CT steht demnächst an. Der Arzt schließt eine Embolie/ Schlaganfall aus.
Hormonspritze nimmt er weiterhin durchgängig seit Oktober 2004.
Nun zu meiner Frage:
Kann es sich hierbei um eine Polyneuropathie handeln? Hat es evtl. Metastasen im Kopf? Sein letzter gemessener PSA-Wert Anfang Dezember war 42.
Falls es sich um Neuropathie handelt, welches Medikament könnte es ausgelöst haben?
Ich weiß, es ist extrem schwierig, das aus der Ferne zu beurteilen, aber evtl. können Sie mir hier ein paar Tips geben.
Unser Arzt schließ eine Neuropathie deswegen aus, weil er sagt, dass diese während der Medikamenteneinnahme austreten muss und nicht, nachdem man das Medikament (z.B. Thalidomid) abgesetzt hat.
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Helmut.2
29.01.2008, 18:02
Hallo Andreas78

CT steht demnächst an. Der Arzt schließt eine Embolie/ Schlaganfall aus.

Erst wenn durch das CT nachgewiesen ist, daß dein Vater kein Schlaganfall hat oder hatte, kann der Arzt hinterher sagen, das habe ich ja gleich gesagt aber besser ist ein CT zu machen!

Ich kann nicht daran glauben, daß es die Metastasen sein sollen, die eine Gesichtsentgleisung hervor rufen sollen, schlimm, tut mir Leid

Gruß, Helmut

HansiB
29.01.2008, 19:07
Hallo Andreas,

ich kenne Neuropathie und Schmerzen von Metastasen (vom 5. Lendenwirbel), fern davon im li. Fuß. Die Schmerzen sind lange schon weg, die Neuropathie ist noch leicht vorhanden, besonders in der warmen Badewanne. Es gibt 2000 Möglichkeiten einer Neuropathie, deshalb habe ich noch nie versucht was dagegen zu machen.

Ich kann mir nicht vorstellen, als Laie, daß die Gesichtslähmung von einer Metastase herrührt.

Auch die aufgezählten Medikamente werden von einigen genommen, auch da hat man noch nicht von solchen Lähmungserscheinungen gehört. Was eine solche Menge an Medikamenten bewirkt, ist natürlich fraglich. Bringt das LHRH noch einen Vorteil, wie ist der T-Wert?

Ich würde mich in so einem Fall (auch sonst nicht) nicht
nur auf die Schulmediziner verlassen und einen versierten Heilpraktiker zu Rate ziehen.

Man hört doch immer wieder von Nervenproblemen, bei Patienten, die deswegen von einem Arzt zum nächsten gehen, ohne Hilfe.

Viel Erfolg, Konrad

Andreas78
30.01.2008, 08:09
Hallo Hansi,

herzlichen Dank für Dein Feedback. Der T-Wert ist im absoluten Kastrationsbereich.
Ich glaube, hier ist die herrschende Meinung, die 3-Monstsspritze weiterzugeben, um hormonabhängigen Krebs nicht weiter entstehen zu lassen.
Ich bin mir in der Tat nicht sicher, ob das einen Vorteil bringt.