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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Strahlentherapie Knochenmetastasen



JochenR
17.06.2006, 16:12
Hallo, ihr Mitstreiter, melde mich erstmals im neuen Forum, hatte aber im alten Forum seit Okt. 05 Kontakte

Ich bin 67 J. Im Okt. 05 wurden bei mir ein fortgeschrittener PK mit Nachweis von 3 lymphogenen Metastasen und Knochenmetastasen im Beckenbereich diagnostiziert (Leber und Lunge o. B.). aPSA war 205, Klassifikation G IIb, Gleason-Score 4 + 4 = 8, 6 von 6 Stanzen positiv. Nach DHB mit Casodex und 3-Mon.-Spritzen Zoladex + Zometa verringerte sich der PSA auf 0,07 (seit Febr. 06) zurück: Testestoronwert = 0,11.
Ende Mai 06 erneute CT und Knochenszintigramm. Ergebnis: lymphogene Metastasen nicht mehr nachweisbar, deutlicher Rückgang der Speicherkapazität der Knochenmetastasen. Niemand kann jedoch sagen, wann PK hormonrefraktär wird. Erst- und Zweitmeinung: Ablehnung radikaler Prostatektomie. Von Sitzbeschwerden bei längerem Sitzen abgesehen, fühle ich mich relativ gut. Mein Urologe schlug nun Afterloading + perkutane Strahlentherapie vor. Die Strahlenklinik der hiesigen Universität lehnte dies ab, hält vielmehr eine klassische externe Bestrahlung der Knochenmetastasen (10 x 3 Gy) zur Verbesserung der Sitzbeschwerden vor. Wegen der Nebenwirkungen habe ich Bedenken. Wer kann mir Ratschläge geben? Mit besten Wünschen an alle Jochen R.

WinfriedW
18.06.2006, 11:45
.... aPSA war 205, Klassifikation G IIb, Gleason-Score 4 + 4 = 8, 6 von 6 Stanzen positiv. Nach DHB mit Casodex und 3-Mon.-Spritzen Zoladex + Zometa verringerte sich der PSA auf 0,07.

Gemessen an deiner Ausgangssituation ist das ein hervorragendes Ergebnis. Herzlichen Glückwunsch!



... externe Bestrahlung der Knochenmetastasen (10 x 3 Gy) zur Verbesserung der Sitzbeschwerden vor. Wegen der Nebenwirkungen habe ich Bedenken. ...

Wenn es sich darauf beschränkt, werden nach meiner Einschätzung die Nebenwirkungen minimal sein. 10 x 3 Gy ist eine insgesamt niedrige Dosis von 30 Gy. Wenn sich das Strahlenfeld auf die Knochenmetastasen beschränkt, sollten Blase und Darm geschont werden.

Dein Urologe würde mehr tun. Darüber wäre nachzudenken. In diesem Falle wären das Strahlenfeld, die Dosis und in der Folge die Nebenwirkungen größer .

WW

Bernhard A.
18.06.2006, 19:28
Hallo Jochen !
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Ich an Deiner Stelle würde auch versuchen die Tumorlast weiter zu verringern. Das kannst Du durch OP oder Afterloading, jeweils mit adjuvanter perkutanter Bestrahlung, in sehr erheblichen Umfang erreichen. Evt. wäre die reine Bestrahlungschine altersbedingt der bessere Weg. Lass Dich durch die erste Absage nicht entmutigen. Auch über eine IMRT-Bestrahlung solltest Du nachdenken. Die Bestrahlung der Knochemetastasen solltest auf jeden Fall warnehmen. Da Deine DHB so gut anschlägt, müßte sich eine Tumorlastreduzierung lohnen. Damit hättest Du vielleicht auch eine Chance auf eine DHB-Pause. Kannst Du Deinen Uro nicht vor den „Karren spannen“ und bei den Bestrahlungskliniken anfragen lassen ?
Weiterhin alles Gute für Dich wünscht
Bernhard A.
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Horst 1
18.06.2006, 22:44
Hakllo Jochen,
die Knochenmetastasen würde ich bestrahlen lassen. Bei 30 gy sind die Nebenwirkungen minimal. Dann kannst Du wieder ohne Schmerzen sitzen. Wenn Dein PSA bei 0,07 , und der Krebs noch nicht Hormonrefraktär ist,
würde ich mir überlegen ob ich schon Seeds oder richtige Bestrahlung machen lassen würde. Wer sagt denn, ob der Krebs refraktär wird?
Da würde ich erstmal abwarten und das PSA immer im Auge behalten.
Alles Gute für Dich
Horst 1

JochenR
20.06.2006, 18:00
Besten Dank an Winfried, Bernhard und Horst für die guten Wünsche. Nach gestriger Rücksprache mit meinem Urologen möchte ich die nächsten Befunde noch abwarten und mich dann bzgl. einer Bestrahlung der Knochenmetastasen entscheiden. Übrigens: Neben der Hormontherapie und Bisphosphonat nehme ich Selenase-Trinkampullen (200 µg/tgl.), Vitamin C und spritze 3x wöchentl. Mistelpräparat Helixor A.Grüße an alle von JochenR

WinfriedW
20.06.2006, 19:18
...Neben der Hormontherapie und Bisphosphonat nehme ich Selenase-Trinkampullen (200 µg/tgl.), Vitamin C und spritze 3x wöchentl. Mistelpräparat Helixor A.Grüße an alle von JochenR
Bisphosphonat (Zometa) und Natriumselenit bekomme ich auch. An Mistel glaube ich nicht, drum nehme ich es nicht und stattdessen Calcitriol.

Welchen Vorteil haben eigentlich Selenase-Trinkampullen (200 µg/tgl.)? Ich stelle gerade um auf Cefasel 300µg Tabletten und zwar aus Kostengründen. Mir hat sich die die Sinnhaftigkeit der Trinkampullen nicht erschlossen.

WW

JochenR
12.07.2006, 17:11
Hallo WW,
habe mich für Trinkampullen entschieden, nachdem ich mich bei der Biologischen Krebsabwehr Heidelberg, NL Dresden beraten ließ (soll schneller vom Körper aufgenommen werden, soll direkter wirken und soll höher dosiert werden können). Außerdem verschreibt es mir mein Hausarzt und die TK übernimnmt die Kosten.
Gruß JochenR