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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thalidomid , Hilfe bei refr. PCA ?



LiselG
10.02.2008, 21:19
Hallo,
bin neue Teilnehmerin im Forum, die PKH meines Mannes habe ich endlich einstellen können , nun meine Fragen: da nach der HB2 die Therapie mit Nizoral (Ketoconazol) nichts mehr bringt ,kann Thalidomid( in Verbindung mit Methothrexat u. Celebrex) noch helfen? Wie bekommen wir das Medikament? Oder wäre eine Studie besser?---Ob Nizoral den PSA-Wert maskiert? und die Krebszellen inzwischen immer aggressiver werden können?---Es ist erschreckend wie schnell die Werte gestiegen waren!---Ich bin noch Neuling im Umgang mit dem Computer!
Herzliche Grüsse! LiselG

Helmut.2
11.02.2008, 10:42
Liebe LieslG,

Leider kann ich Dir nicht viel zu deinen bzw. deines Mannes Wünschen nach den von Dir erfragten Medikamenten machen aber schaue mal da rein, auf Medikamente (http://www.prostatakrebse.de/informationen/lbs-index.html) gehen dann auf die gewünsche Medikamente klicken.

Über Methothrexat (http://www.rheuma-online.de/a-z/m/methotrexat.html) kann ich Dir nur dieses anbieten aber wenn Du noch mehr wissen willst, dann gehe doch mal googlen oder habe noch was geduld eventuell wird sich noch Jemand melden der Erfahrung mit dem beziehen der Medikamenten hat, ganz speziell mit Thalidomid! (http://www.google.de/search?q=Thalidomid&hl=de&rlz=1T4GFRD_deDE223DE224&start=10&sa=N)

Alles Gute für Euch
Helmut

RalfDm
11.02.2008, 11:46
Hallo LiselG,

Helmut hat schon auf die Seite über Thalidomid im Forumextrakt verwiesen, wo auch beschrieben ist, wie man daran kommt. Ich hoffe, die Information gilt noch. Die Bezugsquellen und Preise haben sich in der Vergangenheit häufig geändert.
Auf der genannten Seite wird auch auf eine Untersuchung am National Cancer Institute in den USA verwiesen, derzufolge die Ansprechrate auf Thalidomid bei hormonrefraktärem Prostatakrebs zwischen 58 und 68 % liegt. Thalidomid kann also helfen, ob es das bei einem bestimmten Patienten auch tut, lässt sich nicht vorhersagen - jeder Krebs und jeder Patient ist anders.
Zu Methothrexat kann ich gar nichts sagen, das Mittel ist mir nicht bekannt. Celebrex dagegen wird von amerikanischen "PK-Onkologen" viel eingesetzt, und auch einige deutsche Ärzte verschreiben es ihren PK-Patienten. Für die Ansprechrate gilt wohl sinngemäß das gleiche wie für Thalidomid.
Deinem Mann alles Gute!

Ralf

Helmut.2
11.02.2008, 19:32
Hallo, LiselG,

bin neue Teilnehmerin im Forum, die PKH meines Mannes habe ich endlich einstellen können
Ich habe mal versucht das Profil etwas zu verstehen aber beim besten willen, wenn auch einiges doch klar ist fehlen z.B. die Einheiten wie T = Testosteon in ng/ml oder ich nehme an daß es in nmol/l heisen soll? Bitte, schreibe immer das Datum wenn möglich TT-MM-JJJJ aus so kann man auch den PSAVZ = PSA-Verdoppelungszeit besser errechnen!

Es ist sehr verständlich, Liebe Lisel, daß dein Mann und Du verzweifelt seit aber je genauer Ihr die Daten und die zu nehmende Medikamente von wann bis wann genommen wurden und wie waren danach die Blutwerte angebt, desto besser können wir Euch Tips und Anregungen geben.

Du schreibst: Seit Januar starke Müdigkeit, Ängste und Depressionen! das ist natürlich bei solch einer schweren Krankheit und nennt es Fatigue (http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/051_fatigue.pdf) chronische Müdigkeit bei Krebs! Und das ist für Dich Hilfe für Angehörige (http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/042_gespraechshilfen.pdf) und noch einen Hinweis für Euch beide KID (http://www.krebsinformationsdienst.de/) da könnt Ihr auch Hilfe holen nicht nur bei uns im BPS bzw. BPS-Forum!

Du schreibst in Profil; Diabetes der seit 2003 mit Metformin und Amaryl behandelt wir: Wird dein Mann von einem Diabetologe beträut? das muß unbedingt sein und den Langzeitzucker-Wert Hb A1c 1/4jährlich machen lassen.

Noch einen Rat, laßt 1/4Jährlich mindestens das kl. Blutbild machen und dabei muß sein: GPT-GGT-Leberwerte; PSA; T-Testosteron; HDL-LDL-LDL/HDL-Blutfett-Werte; KREA-Kreatinin; AP-Alkalische Phosphatase aber Bitte mit Einheiten angeben oder vom Arzt angeben lassen!

Es ist erschreckend wie schnell die Werte gestiegen waren
Eventuell wäre es ratsam das Casodex weg zu lassen, weil sonst der Krebs sich von diesem ernährt? aber das sollten Andere noch bestätigen oder auch nicht gut nennen!
Noch eine Wichtige Frage, seit Ihr mit dem Urologen zufrieden?

Ich bin noch Neuling im Umgang mit dem Computer!
Es ist noch keine Meisterin/Meister vom Himmel gefallen, wir Alle, habe mal ganz klein und zaghaft mit dem PC Bekannschaft gemacht und wer behauptet, er kenne sich 100 %ig damit aus! Da möchte ich mich lieber nicht äußern.

Wünsche Euch alles Gute
Helmut

Helmut.2
12.02.2008, 19:27
Hallo, Liebe LiselG,

in der Zwischenzeit habe ich mal über Thalidomid -> Lenalidomid recherchiert und habe vom Deutsche Ärzteblatt (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30552) dieses Thema gefunden aber auch im hier im Forum habe ich einen Beitrag von WinfriedW gelesen, daß wer mehr von dem o.g. Medikament wissen möchte, sollte sich an Ihn wenden!

Gruß, Helmut

PeterP
20.02.2008, 19:27
Hallo LislG,
habe Dir gerade eine Mail gesandt, melde Dich mal.
Gruß PeterP

LiselG
24.02.2008, 18:39
LiselG
Hallo liebes Forum,
vielen Dank für die vielen und hilfreichen Informationen.
Meine letzte Nachricht ging ins Leere,so versuche ich es erneut. Vom Thalidomid haben wir Abstand genommen, es kann ja auch die Thrombose fördern. Da der PSA nun 82,90 beträgt,haben wir uns für die Chemo mit Docetaxel entschieden. Sie soll 1x wöch. verabreicht werden und niedrig dosiert sein. Wir hoffen, dass sie gut vertragen wird.
Ausserdem bekommt mein Mann noch Dexamethason, vor während und nachher.
Seine Leberwerte sind ja trotz Keto noch in Ordnung, das Blut auch. So gibt es Hoffnung.
Viele liebe Grüsse LiselG

Helmut.2
24.02.2008, 19:54
Liebe Lisel,

wir Wünschen deinem Mann bei dieser Therapie alles Gute und hoffen, daß sie auch positive Wirkung bringt!

Mit Lieben Grüßen
Helmut

WinfriedW
27.02.2008, 09:56
Hallo, Liebe LiselG,

in der Zwischenzeit habe ich mal über Thalidomid -> Lenalidomid recherchiert und habe vom Deutsche Ärzteblatt (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30552) dieses Thema gefunden aber auch im hier im Forum habe ich einen Beitrag von WinfriedW gelesen, daß wer mehr von dem o.g. Medikament wissen möchte, sollte sich an Ihn wenden!

Gruß, HelmutHallo Helmut,

ich habe zwischenzeitlich mit LiselG telefoniert und mit ihr über Thalidomid gesprochen.

Ich nahm eine Zeit lang Thalidomid zusätzlich zu Taxotere. Nachdem es anhand der PSA-Entwicklung zunächst so aussah als würde ich von davon profitieren, stieg der PSA-Wert doch sehr bald wieder an. Thalidomid hat immunmodulierende Effekte und bringt möglicherweise bei langfristiger Einnahme einen Benefit. Es gibt hier einige Mitstreiter, die Thalidomid schon längerfristig einnehmen. Ich denke z. B. an C. Lingensa u. m. W. auch Josef Blaim. Die könnten hierzu vermutlich etwas sagen. Vor diesem Hintergrund spiele auch ich immer mit dem Gedanken Thalidomid wieder zu nehmen. Liesels Mann hat sich jetzt für Taxotere entschieden. Liesel und ihr Mann müssen sich allerdings darüber im Klaren sein, dass diese Therapie relativ bald auch nicht mehr ausreichend sein wird. Dann steht erneut die schwierige, von den Urologen allgemein mit Schweigen ("Wir können nichts mehr für Sie tun") beantwortete Frage an, welche Therapie folgen sollte bzw. könnte. Thalidomid alleine wird's nicht richten. Es könnte aber eine Komponente in einem Medikamentenmix sein.

Nebenwirkungen von Thalidomid sind einmal ein Thromboserisiko und das Auftreten von Neuropathien, die u. U. nicht reversiebel sein können. Ich hatte eine Thrombose und eine Lungenembolie (Zufallsbefund), lange nachdem ich Thalidomid abgesetzt hatte. Seither spritze ich mir Heparin (Fraxodi®), dem auch eine Metastasen hemmende Wirkung nachgesagt wird. Auch die anderen Medikamente, die wir so nehmen, sind mit hohen Risiken behaftet - Taxotere vorneweg! Es ist wichtig, dass der Arzt den Patienten beobachtet und dass auch der Patient sich selbst beobachtet und seine Beobachtungen dem Arzt mitteilt. Dann sind die Risiken m. E. beherrschbar.

Lenalidomid (Revlimid®), das mit geringeren Nebenwirkungen behaftet sein soll, kannst du m. E. vergessen, weil zu teuer. Das wird bei der derzeitigen Datenlage kein Arzt auf Kassenrezept verschreiben und selbst bezahlen geht beim Normalverdiener auch nicht.

WW

Helmut.2
27.02.2008, 13:02
Hallo Helmut,
ich habe zwischenzeitlich mit LiselG telefoniert und mit ihr über Thalidomid gesprochen. Ich nahm eine Zeit lang Thalidomid zusätzlich zu Taxotere. Nachdem es anhand der PSA-Entwicklung zunächst
Hallo Winfried,
Herzlichen Dank, daß Du für Lisel und Mann ausführliches über Thalidomid und was noch zu beachten war, geklärt hast!

Hoffen, daß Lisel und Mann eine Gute Entscheidung getroffen haben und Dir alles Gute für Dich
Helmut