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HorstK
13.02.2008, 19:46
Gelesen in: http://www.aid.de/
Freundliche Grüße
Horst

Weltkrebsforschungsorganisation: Wie sich das Krebsrisiko senken lässt

(aid) – Die Lebensführung spielt eine entscheidende Rolle in der Krebsentstehung. Zu diesem Schluss kommt der Bericht der internationalen Krebsforschungsorganisation (WCRF), dessen deutsche Zusammenfassung jetzt vorliegt. Neun Fachinstitutionen und 21 unabhängige Experten werteten über 20.000 Studien aus zu den Themen Ernährung, körperliche Aktivität, Körpergewicht und Krebsrisiko. Davon zogen sie rund 7.000 Studien zur Endbewertung heran. Die Ergebnisse bestätigen frühere Aussagen, dass das Risiko an Krebs zu erkranken, sich insbesondere durch das Meiden von Tabakrauch und durch eine entsprechende Ernährungsweise deutlich senken lässt. Die Experten raten:

· Bleiben Sie so schlank wie möglich (BMI 18,5-25).
· Seien Sie täglich körperlich aktiv.
· Essen Sie energiereiche Lebensmittel nur selten und verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke.
· Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel. Essen Sie täglich mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst und zu jeder Mahlzeit Getreideprodukte aus Vollkorn oder Hülsenfrüchte.
· Begrenzen Sie den Verzehr von rotem Fleisch und vermeiden Sie verarbeitete Fleischprodukte.
· Schränken Sie den Konsum alkoholischer Getränke ein.
· Begrenzen Sie Ihren Salzkonsum und vermeiden Sie die Aufnahme verschimmelter Lebensmittel.
· Decken Sie Ihren Nährstoffbedarf ausschließlich durch Lebensmittel und nicht durch Nahrungsergänzungsmittel.

Der vollständige Bericht umfasst 520 Seiten und liegt in englischer, spanischer und chinesischer Sprache vor.

Quelle: World Cancer Research Fund (WCRF)/American Institute for Cancer Research: Ernährung, körperliche Aktivität und Krebsprävention. Eine globale Perspektive.
Zusammenfassung.
Den Bericht finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=799 (http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=799)

Schorschel
13.02.2008, 21:03
Ein sehr interessanter Bericht, bei dem es allerdings um die Krebsprävention geht, nicht um Ernährungsempfehlungen für bereits an Krebs Erkrankte wie uns hier im Forum.

Ob wir unseren erhöhten Bedarf an Radikalenfängern etc. nur durch Lebensmittel decken können, bezweifle ich, aber vielleicht äußern sich unsere NEG-Profis hierzu noch.

Schorschel

Olivenbaum
17.02.2008, 08:51
Besonders der letzte Punkt ist interessant.
Steigende Verkaufszahlen in jeder - noch so schwachsinnigen - Branche werden euphorisch gefeiert. Endlich konsumieren die Leute wieder!
In jeder Branche? NEIN!
Die kleine, aber immer größer werdende Branche der Nahrungsergänzungsmittelhersteller schafft es langsam aber sicher, der Pharmaindustrie die Schweissperlen auf die Stirn zu treiben.
Und schon werden Stimmen laut: Geben Sie Ihr Geld nicht für so etwas Unnötiges aus! Schnell werden "Studien" auf den Markt geworfen, die dann auch noch "Gefahren" ableiten (Vit E- synthetisch, Zimt etc.)
Obwohl sich die seriösesten Studien nur Pro - natürlicher - Nahrungsergänzungen (natürlich gezielt) aussprechen, hört man immer nur: Vorsicht! Sparen Sie Ihr Geld und schützen Sie Ihre Gesundheit! Essen Sie 5 mal am Tag Obst und Gemüse.
Schnell legt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung noch einen drauf: In den Gemüse und Obstsorten ist noch genauso viel an Vitaminen/Mineralien etc. drin, wie vor 50 Jahren (wer bezahlt die eigentlich, für solche, alle Studien widersprechenden, Aussagen?)
Und: Unsere Bauern gehen gezielt mit dem Einsatz von Pestiziden um - immer unter den zulässigen Grenzwerten.
HALLO?
Von Bio kein Wort. Von 15 verschiedenen Pestiziden pro Weintraube oder Apfel, jeweils unterhalb der Grenzwerte, auch kein Wort. Eine kürzlich veröffentliche Studie des Bundesumweltamtes zeigt, dass praktisch alle Kinder voller längst verbotener Pestizide (DDT etc.) sind. Also sind Nährstoffe/Mineralien und Vitamine, schon zur Entgiftung, wichtiger denn je.
Nur was passiert?
Heimlich still und leise, aber jedes Jahr aufs Neue, versucht die Pharmaindustrie unter dem Deckmantel des "Verbraucherschutz" (das sind die Beamte, die VOR Zulassung des Killer-Gen-Maises in Deutschland für Monsanto in dessen Mais- Werbefilmen auftreten und danach diesen dann zulassen (Seehofer hatte dagegen nichts einzuwenden, warum wohl?)
a) Nahrungsergänzungsmittel verschreibungspflichtig zu machen
b) jetzt ganz neu "Reinheitszertifikate" für Vitamine vorzuschlagen, was bewusst so viel Geld kosten soll, dass kein mittelständisches, schon Jahrzehnte auf Nahrungsergänzungsmittel spezialisiertes Unternehmen sich dieses leisten kann - nur eben die Pharmaindustrie.
Tabak wird immer wieder als größtes aller Übel publik gemacht. Ja, die Politiker sind um unsere Gesundheit besorgt! haha
Nur: Vor 60 Jahren haben die Leute alle "Kette" geraucht. Und?
Es scheint noch andere Gefahren zu geben, sonst wären damals auch schon alle krank gewesen.
Den ganzen Tag mit einem angeschalteten Handy rumzurennen und ein Schnurlostelefon zu Hause zu haben ist mit Sicherheit ungesünder als 20 "Camel ohne" am Tag. Studien des namhaften Karolinska Instituts in Stockholm zeigen dies eindeutig.
Und: Dieser Tage wird in Brüssel um das Verbot von Amalgam in den Zahnarztpraxen beraten.
Wir müssen keine Hellseher sein, um das Ergebnis vorherzusagen!
Meine Empfehlung: Burgersteins Handbuch der Nährstoffe und:
Mit 40 ist man entweder ein Narr oder sein eigener Arzt.
In diesem Sinne
Oliver

Ulrich
17.02.2008, 09:29
Einen gewissen Einblick, mit welch harten Bandagen derzeit gekämpft wird, kann man auf folgender Internetseite bekommen:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/fileadmin/pza/2000-50/pol3.htm

Zitat: Unter der Adresse www.phaona.com will eine niederländische Apotheke aus Bergen in den deutschen Markt einsteigen.

Dabei haben die deutschen Bürokraten samt ihrer Lobby die Anbieter guter Nahrungsergänzungsmittel längst aus Deutschland vertrieben. Das Milliardengechäft machen stattdessen überwiegend Niederländer als Wiederverkäufer von US-Produkten.

Helmut.2
18.02.2008, 00:52
Hallo Ulrich,

was für eine alte Kamelle (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/fileadmin/pza/2000-50/pol3.htm) hast denn da ausgegraben! Wir leben in der Gegenwart in hoffentlich friedlichen, nützlichen Zukunft und nicht in der Vergangenheit mit einem meterlangen Bart!
Gruß, Helmut