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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PSA explodiert weiter



hheinrichS
25.02.2008, 20:39
Hallo liebe – auf die eine oder andere Art – ‚Mitbetroffene’.
Ich habe mich seit Wochen nicht mehr aufraffen können, hier
im Forum teilzunehmen – war ich doch in der Vergangenheit
einer der eifrigsten Leser. Mit Ratschlägen konnte ich ohnehin nicht dienen, ich war stets mehr an Informationen, Erfahrungen,
Hinweisen und Neuigkeiten interessiert. Mein Krankheitsverlauf
ist hier seit Jahren bekannt; neu hinzugekommen sind außer<O:p</O:p
Mehranreicherungen im Skelett, Nachweis von Metastasen in<O:p</O:p
den Lymphbahnen an der Aorta und einem Stau des Lymphab-<O:p</O:p
flusses im rechten Unterschenkel das explosionsartige Ausreißen<O:p</O:p
des PSA: 2.07 = 11,71 ng/ml – 07.07 = 73,43 ng/ml – 12.07 = 85,15<O:p</O:p
ng/ml und jetzt im Januar 2008 bei 175,08 ng/nl. (Testo bei 0,90).<O:p</O:p
Hier in meiner SHG Braunschweig gibt es keinen vergleichbaren Fall. Alle unterhalten sich informativ zu einer bevorstehenden OP andere nach Total-OP über PSA-Werte im „0,und-Bereich“. Mir hilft das alles wenig. Ich habe meine Prostata als Herd allen Übels noch und weis, dass davon der Teufel weiter in den ganzen Körper kommt. Deshalb lassen sich auch die sonst üblichen PSA-Werte hier m.E. nicht zum Vergleich heranziehen. <O:p</O:p
Aber ich bin mir sicher, es gibt Betroffene mit gleichem oder ähnlichem Schicksal. Bei mir wurde im Februar 2002 im UKE die Radikal-OP wegen des Kapseldurchbruches und Streuung des Krebses abgebrochen – bei wem bitteschön und wo ebenfalls.<O:p</O:p
Mich interessiert zwar alles und vieles, ganz speziell jedoch die Erfahrungen dieser “KOLLEGEN“. Ihre Therapien, Onkologen usw. usw. Vielleicht rafft sich doch der eine und andere auf, mit mir über diesen Weg Kontakt aufzunehmen und mir seine Erfahrungen mitzuteilen !! Mir ist sehr daran gelegen, insbesondere von „neuen“Therapien, Medikamenten,<O:p</O:p
Nahrungsergänzungsmitteln p.p. zur Erhaltung der Lebensqualität zu hören. Was gibt’s wo?<O:p</O:p
Sicher habe ich wieder angefangen, Eure Beiträge zu lesen mit einem für mich sehr niederschmetterndem Ergebnis: CHEMO bis <O:p</O:p
zu maximal 30 Einheiten, erhebliche Nebenwirkungen und für immer<O:p</O:p
kaputte Hände und Füße p.p. mit dem Ergebnis „ austherapiert „ <O:p</O:p
(siehe Beiträge in jüngster Zeit: dorschowa/Winfried/Carola-Elke u.a.). Und das ganze wirkt lediglich bei max. 40 % der Männer.<O:p</O:p
Um mich herum sind in letzter Zeit vier (!) Freunde an Krebs ver-<O:p</O:p
storben – die Chemo hatte allen nicht helfen können; oder hat sie <O:p</O:p
gar dazu beigetragen, den Prozeß abzukürzen? Alle vertrugen die<O:p</O:p
ersten Chemo gut, doch dann kamen die Blutprobleme / - austausch bis nichts mehr ging. Deshalb lese ich auch gern von Euch, wenn’s über Jahre gut geht !!! Damit stirbt auch meine Hoffnung zuletzt.<O:p</O:p
ANMERKUNG: Bisher waren meine Beiträge im Forum „Diagnostik,<O:p</O:p
Therapie & Co.“ unter dem Titel ‚ Hormonentzug wirkt nicht mehr ‚<O:p</O:p
Ich bin sicher in dieses Forum zu gehören.<O:p</O:p
Grüß Euch alle, hessu<O:p</O:p

HansiB
25.02.2008, 21:28
Hallo Heinrich,

in mir wirst du auch keinen Freund der Chemo finden. Ich schreibe schon seit Jahren dagegen, in letzter Zeit weniger, man resigniert.

Über neue Medikamente, kann ich dir nicht viel sagen. Es wird versucht mit Ketokonazol + Volon, der PSA und T ging bei mir runter, aber die Leberwerte explodierten. Manche nehmen Contergan oft mit anderen Medikamenten, sodass keinem ein Nutzen zugeordnet werden kann.

Ich bevorzuge naturheilkundliche Hilfen, wie Ozon- Th. Vit C hochdosiert 30gr. Infusionen, Selen, Granatapfelelixier wirst du kennen. Akupunktur, Mistel. Meine Zelluläre Bierhefe als Entgiftung, natürlich Ernährungsumstellung, wirst du gemacht haben. Hohes HDL durch Omega 3 Kapseln versuchen.

Nicht zu vergessen Zell Symbiose Th. schau was Ulrich da geschrieben hat.

Bei mir war es anders herum, aPSA war hoch, jetzt ohne Medikamente ist er relativ niedrig mit 12,36, allerdings ganz ohne lokale Therapien.

Es wäre hilfreich wenn du dein Profil ausfüllst.
Momentan läuft eine Expertensprechstunde unter
www.experten-sprechstunde.de (http://www.experten-sprechstunde.de) da kann man Fragen stellen!

Viel Erfolg, Konrad

Helmut.2
25.02.2008, 21:36
Hallo hessu, (hheinrichS

des PSA: 2.07 = 11,71 ng/ml – 07.07 = 73,43 ng/ml – 12.07 = 85,15 <?XML:NAMESPACE PREFIX = O /><O:P< class=inlineimg title="Zunge rausstrecken" font alt="" border="0" src="images/smilies/tongue.gif" O:p</O:P<><>ng/ml und jetzt im Januar 2008 bei 175,08 ng/nl. (Testo bei 0,90).<O:P< class=inlineimg title="Zunge rausstrecken" font alt="" border="0" src="images/smilies/tongue.gif" O:p</O:P<><>

Da Du ja keine genaue Datum angegeben hast habe ich bei der Berechnung des PSAVZ einfach die Daten vom 31.12.2007 und 31.01.2008 angenommen und hier kam als Resultat eine PSA Verdoppelungszeit von etwa 30 Tagen oder 1 Monat zustande!

Ein PET-CT würde klären, woher Du den schnellen PSA Anstieg hast und ich vermute, daß es Lympfknoten sind die -wenn Du zu deinem Pech auch Glück hast- herraus operiert werden könnten!

Wegen einer Chemo würde ich Dir dringenst einen Chemosensibilisierungstest machen lassen und dazu höhrst Du dir die DVD von Bad Reichenhall an, den Vortag dazu hielt Frau Dr. Ursula Jacob

Aber ich bin mir sicher, es gibt Betroffene mit gleichem oder ähnlichem Schicksal. Bei mir wurde im Februar 2002 im UKE die Radikal-OP wegen des Kapseldurchbruches und Streuung des Krebses abgebrochen – bei wem bitteschön und wo ebenfalls.
Jetzt weiß Du wohl, warum die UKE einen so guten OP Erfolg haben! wenn es prenzlig wird ziehen sie die Schwänze ein!

Sie hätten Dir wenigstens das Stamm-Tumor entfernen können, sollen und jetzt müsstest eigentlich wieder zu denen zurück um zu Fragen ob sie eine Lösung für dein Problem hätten!

Ein Profil zu hinterlegen, wäre auch micht das verkehrteste!

Wünsche Dir alles Gute
Helmut

Horst a
25.02.2008, 21:43
Hallo Heinrich,
ich kann Dir auch keinen Rat geben, aber die Mitteilung, dass das Krankenhaus in Rendsburg die OP auch abgelehnt hat, weil der Krebs zu weit ist. Ich sollte sehen, wie ich woanders weiterkomme.
Heute ist mein PSA auf 0,16 und das Testo auf 12-16.
Horst a

LudwigS
25.02.2008, 21:57
Hallo Heinrich,
ich kann Dir auch keinen Rat geben, aber die Mitteilung, dass das Krankenhaus in Rendsburg die OP auch abgelehnt hat, weil der Krebs zu weit ist. Ich sollte sehen, wie ich woanders weiterkomme.
Heute ist mein PSA auf 0,16 und das Testo auf 12-16.
Horst a

...entspricht einem Testo von 3,5 - 4,5 ng/ml.

Gruss Ludwig

Helmut.2
25.02.2008, 21:57
Hallo Horst a,

Von Heinrich

Nachweis von Metastasen in<?XML:NAMESPACE PREFIX = O /><O:P< class=inlineimg title="Zunge rausstrecken" font alt="" border="0" src="images/smilies/tongue.gif" O:p</O:P<><>
den Lymphbahnen an der Aorta und einem Stau des Lymphab-<O:P< class=inlineimg title="Zunge rausstrecken" font alt="" border="0" src="images/smilies/tongue.gif" O:p</O:P<><>
flusses im rechten Unterschenkel das explosionsartige Ausreißen...
Wenn die Lympfknote mal so groß sind, daß der Abfluß verhintert wird, dann muß der raus! Aber das nächste Problem ist, das mit Sicherheit bestimmt noch mehr Lympfe befallen sind und dazu muß leider mit Chomo behandelt werden, aber mit welcher Kombination?

Gruß, Helmut

Andreas78
26.02.2008, 10:06
Hallo Heinrich,

ich kann jetzt nicht beurteilen, wie Dein Gesundheitszustand ist, wie mobil Du bist und wieviel Geld Du zur Verfügung hast.

Auch wenn Chemo viele Nachteile hat, würde ich Dir die Studie der Uni Regensburg empfehlen (allerdings ohne Glivec, da als mit Taxotere Vorbehandelter nicht in die Stuie kommst, sondern nur analog behandelt werden kannst). Diese Studie wurde bereits lang und breit im Forum diskutiert.
Im Ausland könntest Du an einer Studie zu Abirateronen teilnehmen. Infos zu dieser Studie findest Du auf der DVD vom Seminar in Bad Reichenhall.
Mein Vater probiert es gerade mit Leukinen, Lanreotiden und Estradurin. Der Erfolg ist bisher ganz gut. Ich werde, wenn wir die nächsten Werte haben, ausführlicher darüber berichten. Falls Du Dir Leukine nicht leisten kannst, kannst Du es auch nur mit den anderen beiden Medikamenten probieren (Du kannst aber auch versuchen, es bei Deiner Krankenkasse durchzudrücken, da Du ja quasi austherapiert bist; Kosten ca. 5000 EUR pro Monat).

Ich würde es zuerst mit den dritten geannten Option probieren. Falls das finanziell nicht möglich ist, würde ich es mit der Studie ausd Regensburg probieren.

Viele Grüße,
Andreas

jürgvw
26.02.2008, 15:59
Hallo Konrad,

Du schreibst: "in mir wirst du auch keinen Freund der Chemo finden. Ich schreibe schon seit Jahren dagegen, in letzter Zeit weniger, man resigniert."

Dass Du kein Freund der Chemo bist, nun ja, das ist Dein gutes Recht, und das darfst Du auch verkünden. Ist es aber zu verantworten, aus Deiner persönlichen Haltung heraus grundsätzlich gegen eine Therapie zu votieren (und damit Ratsuchende unsicher zu machen)?

Auch Du wirst nicht abstreiten können, dass Ketoconazol oder Taxotere in einer nicht unbedeutenden Anzahl von Fällen durchaus hilfreich sein können. Warum denn dagegen konsequent opponieren? Es würde doch durchaus genügen, Deinen persönlichen Standpunkt darzulegen, auch auf die Problematik der Nebenwirkungen hinzuweisen und aus Deiner Sicht bessere Therapien vorzuschlagen.

Dass ich weiss, wovon ich schreibe, das kannst Du in meinem Erfahrungsbericht zur Chemotherapie (Verabreichung einmal wöchentlich während drei Wochen, dann eine Woche Pause) beim KISP (www.prostatakrebse.de (http://www.prostatakrebse.de), TEXTE / JÜRG nachlesen. Ich machte im Sommer 2006 vier Zyklen einer solchen Therapie bei PSA ~ 35 und ergänzte sie intermittierend mit low dose Ketoconazol. Heute stehe ich bei PSA 0.67. Und fühle mich ert noch gesund.

Gruss!

Jürg

hheinrichS
26.02.2008, 20:47
Hallo Hans-Dieter, danke für den Hinweis auf die "Reichle-Studie", die ich mir gleich angesehen habe. Besonders interessant für mich, daß auch UKE
dabei ist, wo ich 2002 operiert wurde. Wenn sich noch Fragen ergeben sollten, komme ich gern auf Dein Angebot zurück. - Mein Dank gilt ebenso
Konrad, Helmut, Horst, Ludwig und Jürg. Ihr habt ja Recht; ich werde mein nicht mehr so kurzes Profil in den nächsten Tagen hier einstellen. - Wenn ich an die Standard-Chemo denke, graust mir davor. Wäre froh, wenn sie sich vermeiden ließe. Doch ob das mit Ketokonazol, das ich demnächst
erhalen soll, zu machen ist ??? Ich hoffe immer noch auf Hinweise zu anderen Therapien mit "alternativen Stoffen" oder Medikamenten. UKE
hatte mir s.Zt. gesagt, daß nach Keto noch einige Pfeile im Köcher stecken - aber welche das sind blieb offen. Gern würde ich mit meinem URO über "Zwischenlösungen" diskutieren. - Übrigens lieber Klaus, Dein
Hinweis vom 27.4.2007 auf URO "fs" ist bei mir völlig untergegangen -
herzlichen Dank dafür !!
Ich grüße Euch

Helmut.2
26.02.2008, 23:54
Hallo hheinrichS,

Konrad, Helmut, Horst, Ludwig und Jürg. Ihr habt ja Recht; ich werde mein nicht mehr so kurzes Profil in den nächsten Tagen hier einstellen. - Wenn ich an die Standard-Chemo denke, graust mir davor. Wäre froh, wenn ...
Eins nach em Anderen, das mit dem Profil wirst Du pö á pö auch noch hin bekommen, denn wichtiger sind jetzt deine Chemo-Therapie!

Besonders interessant für mich, daß auch UKE
dabei ist, wo ich 2002 operiert wurde.
Operiert? ich habe doch bei deinen Beiträgen doch gelesen, die UKE hätten dich wieder zugemacht ohne was zu machen? dabei habe ich erst kürzlich gelesen, daß eine OP in jedem Fall eine bessere wäre als nicht!

C´est la vie = Das ist das Leben oder wie der Bayer sagt: Wias lafft, lafft´s

Alles Gute und viel Erfolg bei deiner Chemo
Helmut

PeterP
27.02.2008, 01:26
Hallo hheinrichS,
Deine letzten Zeilen in dem o.g. letzten Thread waren:
" Trotz einiger Bauchschmerzen habe ich mich mit meinem URO darauf verständigt, zunächst doch die Linie des UKE anzunehmen.Grüß Euch! "
Das war wohl keine besonders gute Entscheidung.
Dr. F.E. hatte Dir am 26.4.2007 sehr gute Ratschläge gegeben, die auch heute noch aktuell für Dich sind - und jetzt auch schleunigst umgesetzt werden sollten.
Ich kann Dir im Moment nur raten, diesen Beitrag noch einmal zu lesen.
Alternative Therapien wie z.B. die Zellsymbiose-Therapie, Kohlehydratentzug bei TKTL1-positiven, Hochdosiertes Vitamin-C intravenös, Hyperthermie etc. sind wahrscheinlich nicht dazu geeignet, den momentanen dramatischen PSA-Anstieg schnell genug zu bremsen.

Die Vorurteile und schlechten Ergebnisse der Chemo-Therapien sind übrigens darin begründet, dass sie bei Prostatakrebspatienten meist viel zu spät und dann bereits bei einem schlechten Allgemeinzustand angesetzt werden. Der Misserfolg ist dann quasi schon vorprogrammiert und wird offenbar von der Schulmedizin billigend in Kauf genommen.

Wenn man dagegen rechtzeitig mit einer Low-Dose-Chemo beginnt, geht man kein großes Risiko ein. Es besteht ja die Möglichkeit, bei Unverträglichkeit jederzeit abzubrechen.
Bei sinnvollem Einsatz hat die Chemo als systemische Therapie sogar einen beträchtlichen Nutzen.
Die globalen Verunglimpfungen, die hier im Forum leider immer wieder auftauchen, sind leider sehr schädlich für die, die eine Chemo wirklich bräuchten und dadurch verunsichert werden.

Wer an meinen Worten zweifelt, sollte sich bitte einmal mit meinem Profil beschäftigen.

Alles Gute
PeterP
PeterP

HansiB
28.02.2008, 16:45
Hallo lieber Jürg,

ich halte mich wie erwähnt, bei der Beurteilung / Kritik der Chemo zurück, es wäre viel dazu zu sagen.

Ich kenne natürlich deine Chemo Erfahrung und deine PKG. Ich kenne aber auch die vielen schlimmer Betroffenen und die Klagen. Ein Freund, bei dem der PSA unter Chemo von 150 auf 160 steigt, von anderen auf 800. Dem Freund wurde wegen Wasseransammlungen im Lungebereich 2 Drainagen nach außen gelegt, sichtbar. Ich hoffe man darf das sagen.

Du weisst so gut wie ich, daß nach Studien geforscht wird, die die übliche Chemo (die Meisten bekommen diese) durch neue Medikamente verbessern, verstärken, Nebenwirkungen (hoffentlich) reduzieren.

Ich glaube es ist nicht falsch, sich skeptisch (als fast Einziger) als Gegenpol zu den Befürwortern zu äußern.

Insbesonders, wenn man wie ich, seit Jahren bisher allen Chemoempfehlungen wiederstanden hat und ich andere hilfreiche Möglichkeiten zumindest für mich aufweisen kann.

Hallo Peter P,

auch dein PK-Fortschritt ist mit meinem nicht vegleichbar, auch unsere Therapien nicht.

Ich finde es fahrlässig, den Leuten die Chemo nahe zu bringen, nur weil deine anscheinend bisher funktioniert hat. Auch du hast die leichte Chemo noch reduziert. Dr fs hält, wenn ich es richtig sehe nicht viel von einer "Leichten Chemo".

Deine Chemo war so hilfreich, daß du weiterhin LHRH + Avodart genommen hast, gleichzeitig dazu eine IMRT. Was hat den Benefit gebracht?

Wir haben von Dr. fs gerade von Problemen der RT gehört, leider nicht konkret. Die HB geht weiter bis jetzt zu Beginn der TET.

Ich drücke dir und anderen die Daumen zur Testosteron-Therapie.

Das sind alles Therapien, die ich vermutlich und andere nicht machen können. Auch mit meine PKG kann man sich beschäftigen.

Auch finde ich es falsch, den Leuten zu signalisieren, naturheilkundliche Möglichkeiten bringen nichts. Gerade für radikal therapierte, ist die Stimmulierung des Immunsystems notwendig, evtl. überlenensnotendig.

Kein Risiko bei Low Dosis soll woh ein Witz sein und bei "Unverträglichkeit" einfach abzusetzen. Man muss mit den Ärzten klar kommen, wer macht das schon. Das Immunsystem ist am Boden, auch wenn man es bei den Blutwerten noch nicht sieht und noch nicht spürt.

Gruß Konrad

PeterP
02.03.2008, 01:17
Hallo Konrad,
in meinem Beitrag an hheinrichS schrieb ich lediglich: "Alternative Therapien wie z.B. die Zellsymbiose-Therapie, Kohlehydratentzug bei TKTL1-positiven, Hochdosiertes Vitamin-C intravenös, Hyperthermie etc. sind wahrscheinlich nicht dazu geeignet, den momentanen dramatischen PSA-Anstieg schnell genug zu bremsen."
Damit meinte ich um Himmels Willen nicht, diese Therapien "bringen nichts". Ich beobachte diese Ansätze mit grösstem Interesse und werde sehr wahrscheinlich auch einmal in eine solche Richtung gehen. Aber man benötigt Zeit und Ruhe (und auch etwas Kleingeld), um an so etwas heranzugehen. Es sind Voruntersuchungen erforderlich, man muss dafür Ärzte finden und muss auch zu diesen reisen können. Unter Umständen funktioniert es dann nicht richtig und man muss etwas anderes probieren. Bei homöopatischen Präparaten heißt auch erstmal herantasten an die richtige Dosis. Das kann einige Monate dauern - ich denke, dass sich hheinrichS das bei seiner momentanen PSA-Verdoppelungszeit nicht leisten kann.
Er benötigt jetzt eine aggressive Therapie, die den Fortschritt soweit verlangsamt, dass er an andere Wege herangehen kann.
Da sein PSA-Anstieg schon unter starker Hormonblockade stattfindet, bleiben jetzt im Prinzip nur Ketokonazol als Secondline-HB oder Chemo mit Taxotere.

Ein guter älterer Freund hatte mit 76 Jahren nach früherer RPE und ca. 3 Jahren HB1 nach Progression Metastasen in der BWS entwickelt und schon deutlich an Gewicht verloren. Obwohl ich ihn mit Unterlagen zur Therapie mit Nizoral versorgt (und ihm auch intensiv geraten hatte) wurde diese als experimentelle Therapie abgelehnt. "Wir probieren einmal die Chemo" wurde gesagt.
Er bekam die übliche Monatsdosis - war danach zu keinerlei weiterer Therapie fähig - und wurde ein halbes Jahr später beerdigt.
Mir sind also durchaus auch negativ verlaufene Fälle bekannt. Aber genau aus diesem Grunde rate ich auch so dringend zur Low-Dose-Chemo.
Warum bitte soll man nicht nach einer oder zwei Infusionen abbrechen können, wenn man merkt, dass der Magen-Darmbreich nicht damit klarkommt?
Der Onkologe wird das schon von sich aus tun, wenn er den Titel eines Arztes verdient.
Dann ist auch das Immunsystem noch nicht zusammengebrochen. Wo soll da das große Risiko liegen?
Jeder reagiert individuell anders auf Medikamente. Für manche ist schon die LHRH-Sprize allein eine Katastrophe, mache liegen nach Zometa flach und bei manchen hat auch die Chemo keine Wirkung. Auch Nizoral wirkt bei 1/3 nicht.
Aber die Chemo hat beim grössten Teil der Patienten eine gute Wirkung, auch wenn es kein leichter Weg ist. Aber sie muss mit Bedacht und der nötigen Vorsicht durchgeführt werden und bei den Hochrisiko-Fällen auch in einem möglichst frühen Stadium.
Das bei uns PCA-Patienten die Chemo erst in einem späten Stadium propagiert wird, ist ein Blödsinn. Die Pfeile, die sich die Ärzte da "im Köcher" behalten, treffen oft nur noch den Patienten.
Alles Gute für Dich,
Gruß Peter