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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Klinik für Prostata-OP



Chrissie
19.06.2006, 13:02
mein Paps ist noch im Frühstadium und hat sich für eine OP entschieden.
Jetzt scheiden sich die Geister wegen der Klinik in die er gehen soll,
sein Hausarzt kümmert sich überhaupt nicht darum und man bekommt
keine Aussage.
Meine Frage weiß jemand ob das Klinikum Augsburg ok ist oder ob er lieber
nach Ellwangen gehen soll.
Augsburg wäre besser wegen Wohnort Nähe.

OliverB
22.06.2006, 00:12
Hallo Chrissie,
das UKE in Hamburg ist eine gute Adresse ... ich wohne zwar in Berlin, habe mich aber auch dort operieren lassen ... ein Forums-Freund von mir war in Heidelberg und dort auch sehr zufrieden ... über Augsburg und Ellwangen habe ich noch nichts gehört, aber vom Wohnort würde ich die Wahl der Klinik nicht abhängig machen ... die meisten sind nur 1 Woche drin ... entscheidend ist vielmehr, dass man sich für eine Klinik und ein OP-Team entscheidet, das viel Erfahrung mit diesen Operationen hat und möglichst 1000 Operationen im Jahr durchführt ...
Gruß Oliver

Carola-Elke
22.06.2006, 00:21
Hallo Chrissie,

ich kann mich Olivers Empfehlung guten Gewissens anschließen!

Wenn das zu weit weg ist, könntest du noch an München-Großhadern denken und dich mal dort näher erkundigen? Vielleicht wissen dazu Forumteilnehmer etwas mehr.

Viele Grüsse,

Carola-Elke

Zayani
22.06.2006, 06:20
Hallo Chrissie, mein Lebensgefährte wurde in München in der Klinik der Barmherzigen Brüder von Prof. Altwein operiert. Ich kann Prof.Altwein nur empfehlen, ebenso die Klinik.
Alles Gute für Ihren Vater !

WinfriedW
22.06.2006, 12:44
Das Dumme ist halt, dass die Kliniken ihre Qualitätsberichte selbst schreiben. Die angerichteten Katastrophen sind dort selbstredend nicht aufgeführt.



Wenn man die Möglichkeit hat, seinen persönlichlichen Operateur bei den Vorbesprechungen kennen zu lernen, ist das m.E. sehr positiv und anzustreben.

Das würde ich auf jeden Fall tun, mir den Typen, der mir den Bauch aufschneidet, vorher anschauen.

WW

Anonymous2
22.06.2006, 13:12
Jetzt wird es aber langsam "unheimlich".
Wenn ein Betroffener in einer Klinik ein Informationsgespräch über eine mögliche Totaloperation führt, spricht er in der Regel nicht mit dem "Typen", der ihm den Bauch aufschneidet. Operationspläne (Dienstpläne) regeln grundsätzlich wer an einem bestimmten Tag die OP durchführt. Ausnahme grundsätzlich man ist privat krankenversichert. Aber auch dann hat man keine Garantie vom Chef persönlich operiert zu werden. Letzlich ist die Gesamtzahl der Totaloperationen in dem betreffenden Krankenhaus u.a. ein Gradmesser für die Qualität.
Noch etwas zu den "Katastrophen." Auch die niedergelassenen Urologen breiten nicht aus wann sie bei den Therapieentscheidungen in die falsche Schublade gegriffen haben. Umgekehrt müssen sie die Fehler der Operateure behandeln. Insofern muss sich der Betrofffene auf allen Ebenen durch Gespräche etc. informieren. So läuft es zumindet in den meisten Selbsthilfegruppen !

Gruß Franz

WinfriedW
22.06.2006, 13:50
... Wenn ein Betroffener in einer Klinik ein Informationsgespräch über eine mögliche Totaloperation führt, spricht er in der Regel nicht mit dem "Typen", der ihm den Bauch aufschneidet. ...
Gut, das ist deine Erfahrung, ich habe andere!


...Insofern muss sich der Betrofffene auf allen Ebenen durch Gespräche etc. informieren. So läuft es zumindet in den meisten Selbsthilfegruppen ! Das sind doch meine Worte!

Bei der Auswahl meiner Klinik waren mir die hiesigen Selbsthilfegruppen nicht sehr behilflich, aber eines kann ich die sicher sagen: Hier werden auch Namen von Operateuren genannt und nicht nur Namen von Kliniken. Und dann gibt es auch die kuriose Situation, dass es Oberärzte gibt, die einen besseren Ruf haben als ihre privat liquidierenden Chefs.

WW

astral
22.06.2006, 15:03
Hallo,
ich war 04.2004 bei Prof. Altwein als PKV. Ich war dort sehr zufrieden, das OP Ergebnis steht in meinem Profil. Ich bin auch weiterhin in der dortigen Klinik, Barmherzige Brüder München - Romanstrasse, zur Nachsorge und habe den besten Eindruck bisher.

Astral

Urologe
22.06.2006, 21:14
Das Dumme ist halt, dass die Kliniken ihre Qualitätsberichte sebst schreiben. Die angerichteten Katastrophen sind dort selbstredend nicht aufgeführt.



Das würde ich auf jeden Fall tun, mir den Typen, der mir den Bauch aufschneidet, vorher anschauen.

WW

Hallo,

in gewisser Weise hat WW Recht. Der Q-Bericht einer mir sehr vertrauten Klinik hat nicht so sehr viel mit meiner persönlichen Erfahrung zu tun.

Früher war es bei uns das 11. Gebot: Der OPERATEUR klärt SEINEN Patienten auf. Heute machen das die Studenten, die kaum eine handvoll der OPs gesehen haben. Haufenweise habe ich Patienten, die aus der Klinik kommen und NICHT WISSEN, WER sie operiert hat!!

ABER: Ich finde, es ist IHR GUTES RECHT, VOR DER OPERATION ihren "Mann" kennen zu lernen und Sie sollten bei einem SO entscheidenden Eingriff darauf bestehen. Und nur in diesem Gespräch können Sie sicher sein, das ggf. bestimmte Wünsche berücksichtigt werden. Und nur wenn "die Chemie stimmt" sollten Sie der OP und dem Operateur zustimmen. (Wenn ich jemanden nicht mag, werde ich trotzdem mein Bestes geben, aber was wenn mein Unterbewusstsein mir einen Streich spielt??)

Gruss
fs

WinfriedW
23.06.2006, 09:04
... in gewisser Weise hat WW Recht. ...
Nachdem es sich hier einige SHG-Leiter zum Sport gemacht haben, auf mich einzudreschen, zucke ich schon zusammen, wenn einer seinen Beitrag mit: „Jetzt wird es aber langsam "unheimlich"“, eröffnet. Da tut es meiner Seele gut, wenn mir eine hier im Forum geachtete Person auch mal Recht gibt.

Über die Frage, wie erkenne ich eine gute Klinik, habe ich mich im vergangenen Jahr mit Prof. Dr. Schulze-Seemann (Urologischen Klinik der Uni Freiburg) per Email ausgetauscht. Prof. Dr. Schulze-Seemann gab damals zu bedenken, dass es u. U. besser sein könnte, an einem Zentrum operiert zu werden, an dem zwei Chirurgen 200 Operationen durchführen, als an einem Zentrum, an dem 10 Operateure 600 Fälle bearbeiten.

Wie auch immer das ist, jedenfalls dürfte es an einem kleineren Zentrum einfacher sein, mit dem ausführenden Operateur auch persönlich zu sprechen. In meinem Falle richtete sich der OP-Termin nach dem Dienstplan des Operateurs und nicht umgekehrt und wurde eigens deshalb verschoben, wobei man dazu einschränkend anmerken muss, dass es sich der Chef nicht nehmen ließ, diesen verschärften Fall selbst in die Hand zu nehmen.

Übrigens hatte ich auch von Heidenreich in Köln das Versprechen, dass er persönlich mich operieren würde. Dieses zumindest äußerlich etwas schmuddelige Uniklinikum in Köln ist nicht unbedingt einladend. Da macht das kleine „Belegkrankenhaus“ in dem ich operiert wurde, einen sympathischern Eindruck. Auch das ist, neben der räumlichen Nähe, ein Stück Lebensqualität.

Gruß Winfried


PS. Übrigens erhalte ich ab und an auch nicht öffentlichen Zuspruch. Nicht jede(r) möchte sich öffentlich in unsere Raufereien einschalten. Auch das tut mir manchmal gut.

HorstMUC
23.06.2006, 23:12
Urologische Klinik Planegg (bei München) unbedingt zu empfehlen, wenn OP, dann möglichst Chef-Op durch Dr. Forster. Ehem. Kollege von Dr. Praetorius.


Viele Grüße
HorstMUC

HorstMUC
23.06.2006, 23:13
HorstMUC
Neuer Benutzer

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Urologische Klinik Planegg (bei München) unbedingt zu empfehlen, wenn OP, dann möglichst Chef-Op durch Dr. Forster. Ehem. Kollege von Dr. Praetorius.


Viele Grüße
HorstMUC