PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach RPE PSA zu hoch - und jetzt???



kranker Daddy
14.03.2008, 20:04
Nach RPE gestern der Befund. PSA zu hoch. Lypmhen auf der einen Seite haben was abbekommen.

In der Klinik wird "Konferenz" gehalten ob 3 Monatsspritze oder Bestrahlung. Konferenz aber leider erst Ende nächster/Anfang übernächster Woche.

REHA Platz ab 25.4. in Drabach. Wer hat Erfahrungen???

Was jetzt?

Gespräch mit Ärtztin: Keine Sorge, haben alles entfernt....ABER....

Da wir noch keinen schriftlichen Befund haben bitte schnell Meinungen was ich morgen in der Klinik noch fragen kann bzw. muss.

LG
Die Schwiegertochter

Helmut.2
14.03.2008, 21:35
Liebe Schwiegertochter

Nach RPE gestern der Befund. PSA zu hoch
Wie hoch ist denn nun der PSA-Wert, Testosteron und BAP, Bitte, Einheiten angeben!

In der Klinik wird "Konferenz" gehalten ob 3 Monatsspritze oder Bestrahlung. Konferenz aber leider erst Ende nächster/Anfang übernächster Woche.
Am besten beides und aber 8 Tage zuvor Casodex 50 - 150 mg/Tag

Gespräch mit Ärtztin: Keine Sorge, haben alles entfernt....ABER...
Weil die Lympfe auch was haben, desshalb Spritze und Casodex und später dann die RT=Bestrahlung aber nicht IMRT!

REHA Platz ab 25.4. in Drabach. Wer hat Erfahrungen???
Da habe ich keine Erfahrung, bei Wildetal oder Quellental könnte ich schon eine Empfelung aussprechen, auch wegen der Inkontinenz nach der OP

Lieben Gruß, Helmut

Heribert
15.03.2008, 00:56
Hallo Judi


Nach RPE gestern der Befund. PSA zu hoch. Lypmhen auf der einen Seite haben was abbekommen.

Wenn die RPE am 6.3. war, und das Ausgangs-PSA ca. 70ng/ml, ist bei einer Halbwertzeit von 3 Tagen jetzt bestenfalls mit einem Wert von 4,5ng/ml zu rechnen.
Den pathologischen Befund von der Prostata sollte sich Dein Schwiegervater aushändigen lassen. Ebenso das OP-Protokoll und den OP-Bericht. Und spätestens jetzt sollte er darauf bestehen, die Ploidie der Tumorzellen mittels DNA-Zytometrie bestimmen zu lassen, wie schon mehrfach geraten.


In der Klinik wird "Konferenz" gehalten ob 3 Monatsspritze oder Bestrahlung. Konferenz aber leider erst Ende nächster/Anfang übernächster Woche.

Bevor das nächste 3-Monatsimplantat verabreicht wird, würde ich ein Colin-PET/CT anfertigen lassen. Das kostet zwar bei ges. Versicherten, es hat dafür eine viel bessere Aussagekraft als ein MRT. Das muss aber geschehen bevor mit einer weiteren Hormonblockade begonnen wird.


REHA Platz ab 25.4. in Drabach. Wer hat Erfahrungen???

Heisst der Ort wirklich Drabach? Noch nie von gehört. - Sollte es sich um Traben-Trarbach an der Mosel handeln, würde ich mangels urologischer Fachkompetenz um eine AHB-Klinik mit urologischer Leitung bitten.

Ansonsten ist jetzt auf jeden Fall von Deinem Schwiegervater ein kühler Kopf verlangt. Übereilte Entschlüsse können jetzt in die total falsche Richtung laufen. Selbst 4 Wochen Verzögerung bringen keinen Vorteil. Eine sofort eingeleitete Ernährungsumstellung kann dagegen sehr wohl Vorteile bringen. Mediterane Kost, sehr viel Gemüse, sehr wenig Fleisch, Seefisch usw. stärken das Immunsystem. Dazu bitte mal die letzten Beiträge über Ernährung & Nahrungsergänzung studieren. HansiB wird sich sicher dazu melden, er hat diesbezüglich die größte Erfahrung.

Über die Wichtigkeit der DNA-Zytometrie, zur richtigen Therapieentscheidung hat Knut Krüger (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=24850&postcount=269) erst gestern einen ausführlichen Beitrag ins Forum gestellt.
Als genau so wichtig würde ich den Beitrag von Wolfgang aus Berlin (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=24842&postcount=12) erachten.

Herzliche Grüße und alles Gute für Schwiegerpapa
Heribert

LudwigS
15.03.2008, 09:00
Wenn die RPE am 6.3. war, und das Ausgangs-PSA ca. 70ng/ml, ist bei einer Halbwertzeit von 3 Tagen jetzt bestenfalls mit einem Wert von 4,5ng/ml zu rechnen.Wenn die 3-Monatsspritze Mitte Dezember gegeben wurde, müsste sie derzeit noch wirken, d.h. auch ohne OP das PSA im 0,- Bereich liegen.
Wenn man das PSA nach OP als zu hoch einschätzt, wäre es schon wert, PSA-Verlauf und Testosteron vor OP zu hinterfragen, um die Wirksamkeitkeit der Spritze zu kontrollieren- wenn es bei der Hektik überhaupt bestimmt wurde.

Die Wahrscheinlichkeit, eine organbegrenzte, durch OP heilbare Erkrankung zu haben, war mit PSA 67 vor der Spritze und GS 4+4 und dadurch
mit statistisch 30 cm³ Tumorvolumen ohnehin nahezu Nulll.

Hier eine Untersuchung mit 318 operierten Patienten in den USA:

<table border="1" cellspacing="1"><tbody><tr><td valign="top" width="42%">Tumorvolumen
</td> <td valign="top" width="23%">
Patienten
</td> <td valign="top" width="35%">
Zahl (%) kuriert

</td> </tr> <tr> <td valign="top" width="42%"> < 0.5 cm³
</td> <td valign="top" width="23%">
17
</td> <td valign="top" width="35%">
16 (94)
</td> </tr> <tr> <td valign="top" width="42%"> 0.5 - 2 cm³
</td> <td valign="top" width="23%">
91
</td> <td valign="top" width="35%">
73 (80)
</td> </tr> <tr> <td valign="top" width="42%"> 2.0 - 6.0 cm³
</td> <td valign="top" width="23%">
129
</td> <td valign="top" width="35%">
65 (50)
</td> </tr> <tr> <td valign="top" width="42%"> 6.1 - 12 cm³
</td> <td valign="top" width="23%">
49
</td> <td valign="top" width="35%">
11 (22)
</td> </tr> <tr> <td valign="top" width="42%"> >12 cm³
</td> <td valign="top" width="23%">
32
</td> <td valign="top" width="35%">
2 (6)
</td> </tr> <tr> <td valign="top" width="42%"> gesamt
</td> <td valign="top" width="23%">
318
</td> <td valign="top" width="35%">
167 (100)
</td></tr></tbody></table>


Gruss Ludwig

BurgerH
15.03.2008, 09:08
Hallo Judi,

bei der REHA-Klinik handelt es sich vermutlich um die Staufenburg-Klinik in Durbach.

Durbach liegt in der Nähe von Offenburg im mittleren Schwarzwald.

Ich selbst war dort dreimal zur AHB und REHA und kann die Klinik nur empfehlen.

Gruß

Hansjörg Burger
Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

kranker Daddy
15.03.2008, 09:28
habe keine Werte bisher. Fahre heute in die Klinik.

Ja-es ist die Staufenburg Klinik im Schwarzwald.

LG Judi