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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PK-Geschichte eines selbst betroffenen Onkologen



RuStra
26.04.2008, 16:56
ist auch dies schon übersetzt? kann gut sein, in diesem Forums-Chaos.
gleichwohl, sensiblere English Versteher mögen Korrekturen vornehmen, im Golf-Spielen kenne ich mich nun wirklich nicht aus.



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Mittel, um eine vollständige Remission zu erreichen.

Ich glaube, dass es wichtig ist für Sie zu wissen, dass meine Ideen zu diesem Thema entstanden sind während meiner eigenen Erkrankung.

Als ich diagnostiziert wurde, war mein Anfangs-PSA über 20. Ich war 55 und hatte einen Gleason-7-Krebs auf der linken Seite und er hatte schon in die Samenblase auf dieser Seite gestreut und dann in die Lymphknoten im Becken. Es gab Krebszellen in meinem Blutstrom und im Knochenmark auf beiden Seiten des Beckens.

Zwar gab es noch kein sichtbares Metastasenwachstum (der Knochen-scan war negativ), aber es war klar, dass Krebszellen klar ausserhalb der Drüse und überall verteilt waren. Wie ich in der Einleitung schon sagte, war es Konsens bei meinen professionellen Kollegen, dass ich innerhalb von fünf Jahren mit fortgeschrittenem metastasierten Krebs erkranken und innerhalb von 10 Jahren daran versterben würde.

Wie würde ich mit dieser schweren Situation umgehen und wie würde meine Erfahrung in die Therapie-Suche einfliessen?
Es war wie beim Golf-Spielen: Ich musste den Ball eben da spielen, wo er lag.
Ich entschied, dass ich jede Stelle finden musste, wo der Krebs sich angesiedelt hatte und dann fragen, mit welchen Mitteln (oder bei welchem Golf-Club) die jeweils beste Behandlung zu erreichen war. So wie man entscheiden muss, ob man ein 9er Eisen braucht oder einen Sand-Keil setzt, was genauestens damit abgeklärt werden muss, wo der Ball sich befindet und wie man ihn unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten des Geländes spielt. [Part of deciding whether you need a 9-iron or a sand wedge is to honestly and accurately evaluate where the ball is and how to play around the obstacles in ist path.]

Für Prostatakrebs bedeutet das ein akkurates Staging.
Mein ProstaScint-scan zeigt Krebs in meinen Becken-Lymphknoten und in einem Knoten im Rücken meines Bauchraums in Nierenhöhe. Während die Becken-Lymphknoten mit Radiotherapie behandelbar waren, galt das für den einen Knoten im Rücken nicht. Also ging ich zur Johns Hopkins University, wo sie mir laparaskopisch alle Lymphknoten von den Nieren-Arterien runter bis hin zu dem Punkt entfernten, wo die Lymph-Kanäle die Bauchhöhle verlassen. Das war das beste, was ich gegen den einen Lymphknoten im Rücken tun konnte.

Dann begann ich mit Hormon-Therapie, mit Lupron, Casodex und Proscar – die Dreifache Hormonblockade [triple hormonal blockade], die ich seitdem bei den meisten meiner Patienten im Einsatz habe.
Im Mai war mein PSA unmessbar. Ich fuhr dann zu Dr.Dattoli im Community Memorial Hospital in Tampa, Florida, für eine sehr aggressive Strahlentherapie und eine Seeds-Implementierung.
Die Hormonblockade setzte ich für insgesamt 18 Monate fort. Würde ich heutzutage diagnostiziert, würde ich Hormontherapie nur 12 Monate lang machen, aber damals wusste ich nicht, was ich heute weiss. 1999 war der Standard 3 Jahre Lupron als Monotherapie und ich habe damals nicht voll verstanden, um wieviel besser die triple hormonal blockade tatsächlich ist.
Nach 18 Monaten entschied ich, dass ich genug hatte. Ich kann nur sagen, dass Ärzte, die kontinuierliche Hormonblockade vorschlagen, das nie selbst ausprobiert haben!
Also stoppte ich August 2000 Lupron und Casodex, blieb aber bei Proscar als einem Schlüssel-Element meines Erhaltungstherapie-Programms.

Zu diesem Zeitpunkt war ich dann ziemlich überzeugt davon, dass eine Herz-Gesundheits-Diät eine der Dinge war, die man im Rahmen der Erhaltungs-Therpie machen konnte, um den Krebs davon abzuhalten, zurückzukehren. Diese Überzeugung basierte auf Forschungen über die Arachidonsäure, die ich an der University of Virginia gemacht hatte. Arachachidonsäure, die in rotem Fleisch, Milchfett und Eigelb vorhanden ist. Derzeit gibt es mehr als 100 wissenschaftliche Papiere, die zeigen, dass und wie Arachidonsäure Prostatakrebs-Wachstum und –Metastasierung fördert.
So wurde die Ernährung ein entscheidender Teil meiner Erhaltungs-Therapie.

Gegen Ende der Hormontherapie wog ich 209 pounds (und ich bin lediglich 5’8’’ gross!). Nach mehreren Jahren mit dieser Ernährungsweise und mit einem gut abgestimmten Fitness-Programm wiege ich nun 145 pounds, was für meine Grösse und Figur angemessener ist. Diese Ernährungsweise wird später hier in diesem Buch noch erläutert werden und sie ist detaillierter ausgeführt in unserem Nutrition-Buch, Eating Your Way To Better Health.

Es ist etwas mehr als 7 Jahre her seit meiner Diagnose. Indem ich mich durch meine eigenen Behandlungen hindurcharbeitete, entstand ein Behandlungs-System, dass aus kompletter Remission und anschliessender Erhaltungs-Therapie besteht. Auf diese Weise entwickelte ich eine Strategie, wie ich sie in diesem Buch beschreibe. Um noch einmal die Golf-Metapher zu bemühen, meine eigene Erfahrung führte zu den jeweiligen Golf-Schlägern, die ich nunmehr in meiner Tasche mit mir führe und die ich je nach Situation des Geländes, in dem sich das Loch befindet, einsetze.

Harro
23.05.2008, 19:09
Warum kein Echo?

Hallo, Rudolf, mach uns oder wenigstens mich noch ein wenig schlauer mit Anfang und Fortsetzung. Beste Grüße nach Hamburg aus der Pfalz von einem Hamburger.

"Jeder will lieber glauben als nachdenken, und so wird nie über das Leben nachgedacht"
(Lucius Annaeus Seneca)

Gruß Hutschi

Schorschel
23.05.2008, 19:13
Wir hatten doch unmittelbar nach Erscheinen des Buches einige Kapitel übersetzt und ins Forum gestellt, um dann eine energische Aufforderung des Verlages zu erhalten, das sofort zu stoppen. Man wolle keine unautorisierten Übersetzungen kursieren haben.

Gruß

Schorschel

Harro
23.05.2008, 19:31
Schwache Erinnerung meinerseits

Hallo, Schorschel, war das nicht schon im vergangenen Jahr?

"Wo echter Hang zum Nachdenken, nicht bloß zum Denken dieses oder jenes Gedankens herrscht, da ist auch ein Fortschreiten"
(Novalis)

Gruß Hutschi

Schorschel
23.05.2008, 20:57
Hallo, Schorschel, war das nicht schon im vergangenen Jahr?



Unten das traurige Ergebnis vieler Übersetzungsstunden von einigen Mitstreitern (einschl. mir)...

Schorschel

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1645

hartmuth
23.05.2008, 23:40
Hallo Schorschel, Hutschi, Rudolf,
natürlich besteht Interesse an der Überstetzung, auch meinerseits. Wenn diese vorliegt, dürfte doch einem privaten Austausch nichts im Wege stehen.
Das läßt sich doch sicherlich elektronisch verschicken auf Anforderung.
Prüft das mal bitte. Danke vorweg.

Gruß Hartmut

Schorschel
24.05.2008, 12:00
...ist auch dies schon übersetzt? kann gut sein, in diesem Forums-Chaos...


Hallo Rudolf,

sei bitte vorsichtig mit dem Einstellen von übersetzten Sequenzen aus Snuffy Meyers' Buch (siehe meinen Beitrag von gestern hier im Thread). Ich weiß nicht, ob die Leute hier ab und zu reinschauen...

Viele Grüße

Schorschel

RuStra
24.05.2008, 12:06
Hallo Rudolf,

sei bitte vorsichtig mit dem Einstellen von übersetzten Sequenzen aus Snuffy Meyers' Buch (siehe meinen Beitrag von gestern hier im Thread). Ich weiß nicht, ob die Leute hier ab und zu reinschauen...

Viele Grüße

Schorschel

die können sowieso kein Deutsch.
aber im ernst: wir sollten offiziell als BPS an Dr.Myers herantreten und nach einer deutschen Übersetzung seines Buches fragen.
grüsse,
Rudolf

Ulrich
24.05.2008, 15:09
die können sowieso kein Deutsch.
...

1. gibt es Suchmaschinen im Internet, die sehr fein Speicherorte im Netz anzeigen

2. gibt es Übersetzungsmaschinen im Netz, die ausreichend genau sind, um eine Übersetzung ins Deutsche zu enttarnen.

Das Internet so gläsern, wie es kein Glaskoffer sein kann!

RuStra
24.05.2008, 19:11
da ich mich gerade mal wieder mit diagnose- u. therapie-optionen beim hormonrefraktären PK beschäftige, darf der INSIGHTS-Artikel von Dr.Sartor (http://www.promann-hamburg.de/Texte/HB/Insights-Sartor.pdf) nicht fehlen.
aber ich hatte nicht mehr in Erinnerung, dass dieser Onkologe auch mal beim National Cancer Institute der USA gearbeitet hat, zusammen mit Snuffy Myers:

"Es gibt ein wechselndes Spektrum von AUPK-Patienten. Als ich 1989 auf diesem Gebiet zu arbeiten anfing, wurde der PSA gerade eingeführt. Manchmal erhielten wir in der Klinik den ersten PSA, den ein Patient überhaupt hatte. Patienten kamen mit Knochenmetastasen und
Schmerzen, und nicht selten wies das CT grosse Lymphknoten nach. Ich berechnete den durchschnittlichen PSA in unserer Klinik im National Cancer Institute, als ich dort zusammen mit Dr. „Snuffy“ Meyers arbeitete, und der durchschnittliche PSA betrug in etwa 550 ng/ml. Das trifft heute nicht mehr zu. Jetzt haben wir Patienten, deren PSA nach einer Hormontherapie gerade anzusteigen beginnt. Ich behandle oft Patienten mit einem PSA von
0,3 oder 0,4 ng/ml mit ansteigender Tendenz. Ich behandle ebenfalls Patienten, deren PSANadir keinen optimalen Grad erreichte."