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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine andere Chemo-Auswertung



wernerp
01.05.2008, 13:30
Hallo Mitstreiter, nach über einem Jahr der Anwendung von Estramustin möchte ich die Ergebnisse darlegen. Ich lebe jetzt das sechste Jahr zusammen mit einem aggressiven PCa und gleich nach der PE verzeichnete man eine PSAVZ von 30 Tagen, was einer relativ hohe Aggressivität entspricht.
Nach 2 Jahren mit einfacher HB, stieg der PSA wieder an. Damals(2002) fand sich kein Urologe und keine KK für eine dreifache Blockade.
Diese folgte dann und sie hielt ein Jahr vor, im Anschluss kam die Chemotherapie mit Taxotere. Sie wirkte genau wie aus der Literatur bekannt, genauso genommen 6 Monate.
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=10928#post10928 Über die Anwendung von Estramustin konnte ich schon berichten.
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=2892
Das am 18.4.2008 erfolgte F18Cholin-PET ergab LK-Befall. Eine CD dazu liegt vor. Auf den Abschluss-Bericht warte ich noch. Das ist aber nicht relevant bei einer PSAVZ von 136 Tagen.
Heribert wollte dankenswerter Weise einen Threat zur Problematik des Lymphknotenbefalls aufmachen.
Hier im Forum gibt es eine Reihe von Beiträgen dazu.
Von Estramustin wird allerdings hier im Forum kaum berichtet, eher schon von Taxotere, was gewissermaßen „in“ ist.
Zunächst erst einige Bemerkungen zur PSAVZ. Auf den KISP-Seiten findet man eine Excel-Maschine, die die PSAVZ für Schrittfolgen berechnet. Am besten kann man den PSA-Verlauf an Hand der
grafischen Auftragung ersehen. Für den, der vertraut ist mit statistischen Auswertungen, sei die Regressionsgerade empfohlen. Sie gleicht Tagesschwankungen aus und es ergibt bei Auswertung von mehreren PSA-Werten, als Logarithmus aufgetragen gegen den Ablauf der Tage eine Gerade. Komfortabeler Taschenrechner mit Statistik- Programm ermöglichen eine entsprechende Auswertung( Regressionsfaktor r hier gleich 0,98). Aus dem Anstieg der Geraden errechnet sich leicht die PSAVZ.
- Der in Mathematik weniger geübte möge mir verzeihen und den Lehrern, die sie mit Mengenlehre gequält haben .—
Hier nun das Ergebnis:
1. Taxotere- Chemo: ein Jahr von PSA 0.05 bis 2,75 ergibt >in der Summe >PSAVZ 166 Tage, aus dem letzten Anstieg ( nach nur 5 Monaten Wirkdauer)) vom 31.12.06 bis 5.3.06 >PSAVZ31 Tage und eine üble Quälerei mit Nachwirkungen-
Diese Anstieg hätte nach 12 Monaten zu PSA-Werten in Zehntausender Bereich geführt
2. Estramustin vom 5.4.07 bis 17.3.9-Werte PSAVZ 136 Tage mit sehr moderater und komfortabler Lebensweise. Ich betrachte daher die Taxotere –Chemo nur als Notbremse. Es wird sich zeigen, ob es nicht noch andere Notbremsen gibt.
Es grüßt
Werner