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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bedeutung des nadir



wassermann
02.07.2006, 09:43
Hallo,
Ich möchte erne noch einmal auf eine länger zurückliegende Thematik zurückkommen, die damals im Sande verlaufen ist.
In seinem Beitrag "Wieviele Radikale habt ihr..." hat Dr. Eichhorn die Bedeutung des nadir hervorgehoben und u.a. behauptet, dass beim Erreichen eines PSA-Wertes von z.B. 0,01 nach RPE es "so gut wie nie" zu einem Rezidiv kommt. Wer weiß dazu mehr? Gibt es hierzu auch Studien? Kann jemand dies aus eigener Erfahrung bestätigen oder muss es bedauerlicherweise widerlegen?

Alles alles Gute
Wassermann

Bernhard A.
02.07.2006, 12:50
Hallo Wassermann !

Nachstehendes hat lange auf der BPS-Seite gesstanden.

Gruß
Bernhard A.



Ultrasensitiver PSA-Nadir unter Testosteron-inaktivierenden Pharmazeutika sagt eineffice:office" /><O:p></O:p>
frühzeitige Progression von Prostatakrebs genau voraus<O:p></O:p>
M. C. Scholz, R. Y. Lam, R. I. Jennrich, S. B. Strum,<O:p></O:p>
B. W. Guess, H. J. Johnson; Prostate Oncology Specialists,<O:p></O:p>
Marina Del Re y, CA; University of California Los Angeles,<O:p></O:p>
Los Angeles, CA<O:p></O:p>
Einführung: Es werden Marker für Prostatakrebs gebraucht, die Männer identifizieren, denen es<O:p></O:p>
bestimmt ist, eine frühzeitige Progression zu Knochenmetastasen (EPBM) zu erleiden. Prostatakrebs<O:p></O:p>
ist einzigartig empfindlich für Pharmazeutika, die Testosteron inaktivieren (TIP), besonders,<O:p></O:p>
wenn TIP vor dem Beginn einer Knochenmetastasierung verabreicht werden. Moul et al (J Urol;<O:p></O:p>
2005, 171 : 1 141 -7) haben von medianen Ansprechraten von >10 Jahren berichtet, die typisch<O:p></O:p>
sind, wenn Männer mit steigendem PSA nach operativem Eingriff TIP bekommen. Bei einer solchen<O:p></O:p>
wirksamen Behandlung verlangt das Vorhersagen von EPBM einen Marker, der eine mangelhafte<O:p></O:p>
Wirksamkeit von TIP anzeigt. Ein erhöhter PSA-Nadir ist ein wahrscheinlicher Kandidat für<O:p></O:p>
diese Rolle.<O:p></O:p>
Methode: Eine retroperspektive Durchsicht der Krankenblätter von 159 Männern mit Prostatakrebs,<O:p></O:p>
die vor Januar 2000 mit TIP und mit negativen Skelettszintigraphien und PSA <100 begonnen<O:p></O:p>
hatten. Der prädiktive Wert von Gleason-Summe, Ausgangs-PSA- PSA-Verdoppelungszeit,<O:p></O:p>
klinischem Stadium und des ultrasensitiv bestimmten PSA-Nadirs wurde untersucht. Das TIP<O:p></O:p>
bestand aus sowohl einem Antiandrogen als auch einem LHRH-Agonisten.<O:p></O:p>
Ergebnisse: Die mediane Verlaufskontrolle betrug 9,25 Jahre. Die medianen Werte für das Alter<O:p></O:p>
der Patienten, das Ausgangs-PSA, den PSA-Nadir und die PSA-Verdoppelungszeit betrugen 65,9;<O:p></O:p>
9,6; 0,03 bzw. 10 Monate. Sechzig Männer wurden folgendermaßen eingestuft: T1c-T3b, 46 mit<O:p></O:p>
PSA-Rezidiv, und 53 mit Stdium T3c, D0 oder D1. 35 Männer entwickelten EPBM. Der PSANadir<O:p></O:p>
liefert die genaueste Anzeige für EPBM (Tabelle). Nur 8 % der Männer mit einem PSANadir<O:p></O:p>
von =0,05 hatten ein EPBM, verglichen mit 78 % mit hohen Nadiren. Eine Cox-Regressionsanalyse<O:p></O:p>
ergab, dass der PSA-Nadir, die Gleason-Summe und eine PSA-Verdoppelungszeit <12<O:p></O:p>
Monate unabhängig voneinander eine EPBM anzeigten. Die mediane und die längste Zeit bis zum<O:p></O:p>
PSA-Nadir waren 4 bzw. 8 Monate.<O:p></O:p>
Schlussfolgerungen: Ein ultrasensitiv bestimmter PSA-Nadir ist ein genauerer Indikator für eine<O:p></O:p>
frühzeitige Progression zu Knochenmetastasen (90 %) als die Gleason-Summe (75 %) und ist zudem<O:p></O:p>
empfindlicher und spezifischer (72 % vs. 37 % bzw. 95 % vs. 86 %). Diese vom PSA-Nadir<O:p></O:p>
gebotene Information kann bei praktisch allen Patienten innerhalb der ersten acht Monate nach dem<O:p></O:p>
Beginn des Verabreichens von TIP gewonnen werden (97 %).

<O:p></O:p>