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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fettleibigkeit muss nicht sein



RuStra
02.07.2006, 14:04
Hallo insbesondere unter Fettleibigkeit Leidende,

die von Barry Sears in die Welt gesetzte Ernährungsweise ("Zone Diet") hat nun den anbeblich dicksten Menschen der Welt erreicht, Manuel Uribe, s. den Bericht in Bild-Online:

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/06/27/mexikaner-fettleibigkeit-uribe/mexikaner-fettleibigkeit-uribe.html

Was sind das für Bilder, dass Herr Uribe überhaupt noch lebt, ist ein Wunder.

Sears hat ihn in Mexiko besucht, deshalb auch das Foto von ihm mit Manuel Uribe, hier das, was er selbst dazu schreibt:

http://www.drsears.com/zonemondaysfeatureopen.page?zoneMondayID=257

Es ist eben schon was dran an den Argumenten für diese spezielle Ernährungsweise und der Supplementierung von Fischöl - und über den Zusammenhang von Fettleibigkeit, Östrogenproduktion und Prostatakrebs muss ich mich nicht auslassen. Also, Fettleibigkeit muss als Risikofaktor nun wirklich nicht sein.
Manuel Uribe befolgt seit 4 Monaten die Sears-Ernährungsweise und nimmt 17 Gramm EPA / DHA täglich.


gruss aus hh,
Rudolf

Briele
02.07.2006, 21:14
Lieber Ulrich,

mir ist klar, "WASSER" ist nicht das Thema, aber Deine Bemerkungen über das Trinkwasser in Hamburg - hm, die geben mir zu denken.

Ich war der Meinung, der allergrößte Teil kommt aus Tiefbrunnen in der Heide, auch nicht zu vergleichen mit dem Hochquellwasser in meiner österreichischen Heimat, aber immerhin.

Und nun ist die Trinkwasserversorgung so wie an Bord einer Raumfähre, bzw. so, wie ich sie mir dort vorstelle?

Ich hab versucht etwas im Internet zu finden, aber da sind nur Jubelberichte wie gut das Wasser ist.

Kannst Du mir einen Hinweis geben wo ich kritische Berichte nachlesen kann?

Jetzt trink ich ein Gläschen Wein.

Liebe Grüße
Briele

Briele
03.07.2006, 14:19
Lieber Ulrich,

danke für den einen Link und auch für die anderen.

Gestern abend hab ich mir Deine "Tipps" ausgedruckt, sie gelesen und dann meinem Mann auf den Kopfpolster gelegt. Sehr interessant und beeindruckend!

Der Haferbrei ist ja überhaupt eine gute Sache. Meine Mama hat einige Zeit in Schottland gelebt; für sie war er ein oft eingesetztes Mittel - Mahlzeit. Und als sie dann Chemotherapien hatte, in den ersten Tagen DAS Essen, das sie immer vertrug.

Ich wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüße Briele

KlausUwe
08.07.2006, 16:45
Lieber Rudolf.

Ratschläge, wie man schnell und dauerhaft Pfunde verliert, gibt es viele. Doch Experten entlarven so manche Diätregel als reinen Mythos.

1. Das Abendessen setzt besonders an.

Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, sagt Prof. Joachim Westerhoefer von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Der Körper speichert nicht benötigte Kalorien nun mal, egal, wann ich sie zu mir nehme. Für das Gewicht ist die über den ganzen Tag aufgenommene bzw. verbrauchte Energie von Bedeutung. Gedünsteter Fisch mit Gemüse etwa ist deshalb abends genausogut für die Figur wie mittags.

2. Diätwillige müssen auf Fett verzichten.
Das stimmt, Fett ist kalorienreich, aber einige Bestandteile von guten Fetten sind für den Körper anerlaesslich, so Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernaehrungsmedizin und Diaetenik in Aachen. Sie sollten also darauf achten, mit den in diesem Sinn notwendigen Fettkalorien auch wichtige Naehrstoffe aufzunehmen. Heisst: Schlechte Fettlieferanten wie Pommes, Wurst und Schokolade reduzieren und dafür auf Seefisch, Pflanzenöle oder Nüsse zu setzen. Deren ungesättigte FettSäuren regulieren Cholesterinwerte und vermindern das Infarktrisiko.

3. Gesunde Lebensmittel sind Figurfreundlich.

Obst, Gemüse und Vollkornprodukte - das sind die Saeulen einer gesunden Ernährung. Doch diese Nahrungsmittel sind nicht zwangsläufig Kalorienarm, gibt Sonntag zu bedenken.
So bringt es eine Portion Vollkornmuesli ( 50 g ) mit Milch auf etwa 350 Kalorien, eine Banane auf 110.
Oft ist aber nicht das Vollkornbrot selbst die Kalorienbombe, sondern der Fette oder suesse Belag. Also ist die Menge der gesunden Lebensmittel ausschlaggebend, aber auch, was sie dazu essen.
Im rechten Mass sind nährstoffreiche Vollkornprodukte bei einer Diaet durchaus sinnvoll, weil ihre Ballaststoffe sättigen und die Verdauung fördern.

4. Fünf Portionen pro Tag sind Pflicht.

Mehrere kleine Mahlzeiten bewahren vor Heißhunger, heisst es. Daher soll man öfter kleine Portionen essen.
Für einige Menschen mag das stimmen, aber es gibt individuelle Unterschiede, und wissenschaftlich ist diese These nicht gesichert. Wer dazu neigt, zu viel zu essen, verliert bei den kleinen Snacks den Überblick.
Das Problem bei fünf kleinen Mahlzeiten ist, das viele Menschen dabei das Wort klein ignorieren und somit den gegenteiligen Effekt erzielen, sagt Westenhoefer.

5. Kohlenhydrat - Eiweiß - Kombination meiden.

Solche Tipps basieren auf der Trennkostlehre, nach der unser Körper Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verarbeiten kann. Daher sollen sie zeitversetzt gegessen werden. Einst zur Vermeidung von Krankheiten ersonnen, glauben mittlerweile viele, dass TrenntKost auch ein Diätrezept sei. Doch die Theorie ist schlicht falsch, so Westenhoefer. Menschen können sehr wohl beide Stoffe gleichzeitig verdauen. Wer mit der Methode abnimmt, ernährt sich wahrscheinlich bewusster, und außerdem steht viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan.
Das ist Figurfreundlich.

Gruss

UWE

RuStra
30.01.2007, 22:12
Hallo Ralf,

bist Du so nett und verschiebst dieses Thema "Fettleibigkeit" in das Ernährungs-Teilforum, da ist es besser aufgehoben, denke ich, danke.

Grüsse,
Rudolf

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Dr. Charles "Snuffy Myers"
Beating Prostate Cancer: Hormonal Therapy & Diet

S. 128
Chapter 10
Diet & Lifestyle
Unterabschnitt Obesity & Prostate Cancer (Fettleibigkeit und PK)

Fett zu sein kann das Riskiko, progressiven PK, besonders hormon-resistenten, zu bekommen, erhöhen. Zahlreiche Forscher haben bereits über einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und ungünstigen Ergebnissen bei Prostatakrebs-Patienten berichtet, aber diese Debatte bleibt kontrovers. Jedoch gibt es steigende Evidenz dafür, dass einige der hormonellen Veränderungen, die durch Fettleibigkeit ausgelöst werden, Krebswachstum befördern.

Die Forschung hat eine Reihe neuer Hormone identifiziert, die Essen regulieren und das Fettwerden. Eine der bestuntersuchten ist das Leptin. Wissenschaftler entdeckten das Leptin, als sie mit Mäusen mit einer genetischen Predisposition zur Fettleibigkeit arbeiteten. Wenn diesem Mäusestamm Leptin injiziert wurde, verloren sie einen signifikanten Anteil ihres Körperfetts, was bestätigte, dass es der Leptin-Mangel war, der zur Fettleibigkeit führte. Später konnten Forscher zeigen, dass Leptin durch Fettzellen in grossen Mengen produziert wird, so wie sie sich mit Fett füllen. Das Ergebnis ist, dass der Zuwachs von Körperfett die Produktion eines Hormons ankurbelt, das sodann die Fettproduktion begrenzt, indem die Nahrungsaufnahme verringert wird und durch andere Stoffwechsel-Änderungen. Im Kontrast dazu: Fasten führte zu einem schnellen Rückgang der Leptin-Produktion bei Mäusen.

Für eine Weile sah es so aus, als ob Leptin-Gaben ein effektiver Weg zur Behandlung von Fettleibigkeit seien, aber diese Hoffnung schwand, als klar wurde, dass Leptin viel mehr machte als Körperfett reduzieren. Fettleibigkeit steht im Zusammenhang mit erhöhter Inflammation der Arterien und anderer Gewebe. Und die am meisten benutzte Methode, diese Inflammation zu messen, ist der ultrasensitive C-reaktives Protein Test (CRP). Ein erhöhter CRP-Wert wird nun als ebenso wichtig bei der Risikoabschätzung für Herzerkrankungen betrachtet wie der Cholesterin-Wert. Und wir wissen mittlerweile, dass Leptin Inflammation stimuliert, indem es ein Protein freilässt, das Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) genannt wird sowie ein weiteres Protein, das IL-6. (Man kann nun schlussfolgern, dass viele der ungünstigen Konsequenzen der Fettleibigkeit das Ergebnis der chronischen Leptin-Erhöhung sind.)

Sowohl Leptin als auch IL-6 stimulieren das Wachstum von menschlichem Prostatakrebs und erhöhte Level von jedem dieser Proteine steht im Zusammenhang mit einer schlechten Prostatakrebs-Prognose. Inbesondere stimuliert Leptin das Wachstum von hormonresistentem Prostatakrebs. Also: Leptin ist direkt oder indirekt mit Fettleibigkeit verknüpft, mit Inflammation, kardiovaskulären Krankheiten und Prostatakrebs-Progression.

Beim Menschen führt Kalorien-Reduktion zu einem schnellen Abfall des Blut-Leptins wie auch des TNF, des IL-6 und des CRP. Wie ich schon gesagt habe, haben die erfolgreichsten Programme zur Gewichtsreduzierung alle die Ernährungsweise und Übungen zum Inhalt. Die Forschung hat wiederholt gezeigt, dass körperliche Übungen zirkulierendes Leptin reduziert, wie auch TNF, IL-6 und CRP. Je länger man diese Übungen macht, umso tiefer sinkt der Leptin-Pegel. Um die maximale Reduktion zu erreichen, scheinen Übungen von mehr als 1 Stunde nötig zu sein. Ultra-Marathon-Läufer oder Läufer, die Rennen bis zu 50 oder 100 Meilen auf sich nehmen, bringen diesen Prozess zu einer ultimativen und sehr dramatischen Unterdrückung des Leptin.

HansiB
02.02.2007, 14:57
Hallo Rudolf,

ich danke dir wieder für deinen interessanten Bericht, ich bin wirklich kein Kriecher, aber vieles bestätigt meine laienhafte, gefühlsmäßige Meinung.

So wie du, gehöre auch ich mehr zu den Leichtgewichten. Vielleicht auch ein Grund, meiner anscheinend noch nicht vorhandenen Hormonresistenz.

Wie mein Leptin Wert ist, weiss ich nicht, mein CRP-Wert, für mich ein Entzündungsmarker, liegt bei > 1,0, also nicht schlecht, wie ich meine. Auch die Cholesterinwerte, WW verspottet mich deshalb, werden trotz HB immer besser. Ich interessiere mich schon lange dafür.

Du hast doch sicher eine Meinung über meine Bio-Bran Einnahme auch da werde ich verspottet, ich glaube wir sprachen früher schon darüber.

Auch an der Feinnadelbiopsie-Debatte bin ich sehr interessiert. Ich wäre gern bereit, meine aDNA-Z. durch eine zweite kontrollieren zu lassen. ich hab es schon einmal angeboten, aber wie üblich ohne Resonanz.

Gruss Hans