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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : welche Hormone + Bestrahlung nach RPE???



Ewald-EL
07.06.2008, 22:04
Hallo und guten Abend... und uns Allen eine nette Fußball-EM !

Bin mit meiner jetztigen Situation im Grundsätzlichen zufrieden.
Die RPE vor 38 Tagen und die nachfolgenden Werte sind nach Angaben der Ärzte im Rahmen dessen was zu erreichen war...

Jedoch erbitten wir Euch um Hilfe bei der Findung der optim. Bestrahlung und die Frage wie sieht das Forum die verabreichten Hormone ???

Danke Euch für Infos und schönen Sonntag! Ewald - EL

RPE am 28.04.2008 GS 4+5 PSA 19,5
Vor Hormonbeginn am 16.05.2008
PSA 0,4 ng/ml Testo = 4,46

ab 17.05.08 tägl. 50mg Casodex (für 4 Wochen als "leichter Übergang" zur 3-Mon-Hormon-Spritze)
PSA 0,1 ng/ml am 29.05.2008 (vor Hormonspritze)
29.05.08 Beginn 3-Mon-Spritze Zoladex, 10,8 mg

1. Bestrahlungsberatung am 04.06.2008:
Empfehlung: MRT vorab und ab Ende Juni (ca.8 Wochen nach RPE) perkutane Betrahlung: Dosis muß berechnet werden nach Einmessung, dann Simulation usw.
2. Bestrahlungsberatung am 05.06.08 in Osnabrück
IMRT ist dort möglich, neue Klinik, guter Eindruck, auch MRT als Anfangskontrolle und dann Einmessung etc...

Es wurde bei beiden Beratungen für uns Laien nicht klar definiert was wie exakt als Strahlentheraphie wird... ! ?? Ärzte sagen uns: Wird erst bestimmt wenn man "eingemeßen" wird / ist ... ! ??
Allen weiteren Daten stehen in "meinem Profil"

jürgvw
07.06.2008, 22:12
Hallo Ewald,

aus meiner Sicht ist die Hormontherapie, die man Dir vorgeschlagen hat, nicht genügend, wenn, falls ich das richtig verstanden habe, Cosadex wieder weggelassen werden soll. Auf jeden Fall habe ich gute Erfahrungen gemacht mit der ADT 2, die Zoladex oder Eligard mit Caodex kombinierte. Oft wird auch eine ADT 3 durchgeführt, bei der noch Avodart oder Proscar hinzugenommen wird.

Hinsichtlich der Bestrahlung habe ich keine Erfahrung, doch wird sich sicher jemand finden, der Dir Deine Frage beantwortet.

Gruss und beste Wünsche!

Jürg

Urologe
08.06.2008, 09:28
Hallo Ewald EL,

bei Ihnen ist schon alles festgelegt aber für Leidensgenossen in Ihrer Situation - ich würde aber nach einer solchen Situation wie der Ihren - hoher Gleason, recht hohe PSA vor OP - mit der Therapie warten bis Sie den PSA-Nadir erreicht haben und nicht gleich "drauf mit dem Hammer".

Hintergrund meiner Empfehlung: Wenn Sie sofort Hormone und Bestrahlung bekommen - wie wissen wir, ob und was die OP gebracht hat und ob Residuen (Reste) verblieben sind.

Die Höhe (bzw. Tiefe) des PSA-Nadirs und der Verlauf des evtl. Wiederanstiegs (linear, exponentiell) sagt etwas über die Lokalisation der potentiellen Reste aus. (bei systemische Rezidiv können Sie sich die Bestrahlung und deren zusätzliche Nebenwirkung ersparen).
Ggf. könnte sogar eine PET/CT erwogen werden um das Residuum zu lokalisieren - das könnte dann in die Bestrahlung mit einbezogen werden.

(A propos PET: die Techniker Krankenkasse will als Erste im Rahmen von IV-Verträgen - integrierte Versorgung - PET bei allen Tumoren bezahlen, weill sich gezeigt hat, dass sich bei bis zu 75% die Therapie danach ändert)

Alle diese Informatione sind ihnen mit sofortiger Hormontherapie nicht mehr zugänglich!

Abgesehen davon sollte ein Gleason 9 nicht mit einer einfachen HB behandelt werden - hätten Sie nur lokal Reste - OK. Aber haben Sie systemisch einen Befund ausserhalb des Strahlenfeldes - haben diese Zellen unter der HB1 das Potential sehr schnell hormontaub zu werden - und dann haben Sie sich ein echtes Problem "herangezüchtet".

Gruss
fs