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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zometa - Dauer Wirksamkeit



owolfie
03.07.2006, 20:50
Hallo,

seit Mai 2003 erhalte ich alle 3 Wochen eine Zometa-Infusion, da bei mir Knochenmetastasen vorhanden sind.
Bei einem CT vor 2 Wochen ist entdeckt worden, dass eine verschobene Fraktur der 7. Hinterrippe rechts und eine unverschobene Rippenfrakturen links dorsal 9.Rippe vorhanden ist. Die verschobene Fraktur bereitet mir bei be-
stimmten Bewegungen Schmerzen.
Nun habe ich irgendwo mal gelesen, dass die Wirksamkeit von Zometa nach einer gewissen Zeit ausläuft. Wer weiß darüber etwas?
Als Ergänzung noch dazu. Derzeit nehme ich 2x täglich 2 Tabletten Estracyt.

Gruß Wolfgang

JürgenS
06.07.2006, 15:48
Hallo owolfie

Zoledronsäure gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, den sogenannten Biophosphonaten, die den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen. Zoledronsäure hemmt den gesteigerten Knochenabbau, was zu einer Stärkung des Knochens führt und verhindert gleichzeitig den für das Prostatakarzinom charakteristischen übermäßigen Aufbau von schwacher Knochensubstanz.
Wenn der Knochenabbau gehemmt wird, zeigt die Knochendichte anscheinend einen Anstieg. Das kehrt sich jedoch nach einiger Zeit ins Gegenteil um. Wenn die Knochen wegen des gehemmten Abbaus dichter werden, werden sie eigentlich schwächer, da sie sich nicht erneuern und an die fortwährend wechselnden Kräfte, denen sie ausgesetzt sind, anpassen können. Der Anstieg der Knochendichte verlangsamt sich und das Risiko von Frakturen steigt, da die Knochen spröde und brüchig werden.
Wie lange dieser Prozess dauert dürfte individuell verschieden sein, es gibt allerdings eine Studie:

Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie mit Zometa (Zoledronsäure) zur Prävention von Knochenmetastasen bei Hochrisiko - Prostatakarzinompatienten

Diese Studie ist über 48 Monate ausgelegt. Man könnte also vier Jahre als Anhaltspunkt für die Dauer-Wirksamkeit von Zometa nehmen.


Viele Grüsse

PS Ich habe noch einmal nachgesehen. In dieser Studie werden alle 3 Monate 4g Zoledronsäure durch intravenöse Infusion verabreicht. Ich nehme an, das ist ein Drittel der Dosis, die Du jetzt bekommst. Das relativiert das ganze natürlich.

owolfie
06.07.2006, 21:42
Hallo JürgenS,

herzlichen Dank für die Information. Mir wird einiges klarer.
Also, echt brisant.
Diese Studie, die du erwähnst, finde ich wo?

Gruß
owolfie

JürgenS
07.07.2006, 19:03
Hallo owolfie,

Die Studie über Zometa findest Du nicht im Internet. Frag Deinen Uro-/Onkologen.

Studie: Protocol No. CZO L446G DE 08 AUO 38/03 LKD ETHIK, Benjamin Franklin, Berlin.

Die Studie bringt Dir aber nichts. Sie untersucht die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Zometa zur Prävention von Knochenmetastasen. Wenn man welche bekommt, fliegt man raus, und wenn man schon welche hat, kommt man nicht rein.

Du solltest Deinen Arzt fragen, ob man die Metastasen bestrahlen kann. Ich weiß nicht, was Du sonst noch gegen Osteoporose unternimmst. Man sollte auf alle Fälle Calcium/Vit D, Magnesium und Bor supplementieren, keine übersäuernden Nahrungsmittel wie Weißmehlprodukte, Kaffee und Schwarzen Tee, Fleisch (und auch keine Kuhmilch), Süßigkeiten und Fett zu sich nehmen, da diese basische Substanzen z.B aus den Knochen ziehen. Statt dessen sollte man basische Lebensmittel wie frisches, sonnengereiftes Obst, Schwarzen Johannisbeersaft, milchsauer Vergorenes (z.B Sauerkraut, aber ohne Schmalz oder Kasseler), Kräutertees, frisches Gemüse, besonders Blattgemüse und Hülsenfrüchte, Shiitake und Vollkornreis zu sich nehmen.

Grüsse
JürgenS

owolfie
10.07.2006, 16:27
Hallo,

weiteren Dank für die Hinweise. Werde wegen Bestrahlung der Metastasen
mit dem Onkologen sprechen. Leider sind es einige, die zu bestrahlen sind.

Gruß
owolfie

zuerij
11.07.2006, 12:28
Halo owolfie,
Wenn Du Weiteres über Metastasen- Bestrahlung weisst, wäre ich sehr daran interessiert. Ich wurde nach einer Wirbelsäulen- OP dort bestrahlt mit dem Zweck, eventuellen Restumor zu killen und so die Tumorlast zu senken.
Betreffend der Knochenmetastasen erhielt und erhalte ich die Auskunft, dass die Metastasen systemisch seien und daher eine Bestrahlung nicht machbar. Wie Du schreibst: es sind einige....
Gruss und Kopf hoch
Z

owolfie
13.07.2006, 19:03
Hallo zuerij,

sobald ich etwas in der Richtung weiß, werde ich mein Wissen weitergeben.
Erst muss ich eine OP des linken Keilbeins über mich ergehen lassen.
Dort hat sich eine Knochenmetatase gebildet, die auf den Augennerv drücken
kann.

owolfie