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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Probleme mit Zometa



OZZY44
10.08.2008, 12:18
Liebe Leidensgenossen,

Vorab vielen Dank Euch allen für die wertvollen Infos , die mir als stiller Betrachter in den letzten Monaten öfters geholfen haben.
Unangenehme Zometa- Nebenwirkungen , wovon erfreulicherweise viele
verschont bleiben, haben mich bei meiner ersten Zometa- Infusion vor
3 Wochen völlig umgehauen.

Trotz der kleineren Menge von nur - 2 mg. in 500 cl. Kochsalzlösung und in
ca.40 Minuten - . Ca. nach 12-14 Stunden nachts, nach der Infusion, fingen die unerträglichen Knochenschmerzen an. Am stärksten im Brustkorb
links, aber auch die Hände usw. Die Finger der rechten Hand wurden völlig
steif. Ich konnte mich im Bett nicht mehr zur Seite drehen. Der Tag nach der Infusion: Schüttelfrost, weiterhin Knochenschmerzen , abends stieg
das Fieber bis 39,2. Der zweite Tag wieder im Bett, Schüttelfrostanfälle,
Fieber, einmal kalt ,einmal heiss am ganzen Körper.
Ich nehme alle 4-5 Stunden eine Paracetamol.
Am dritten Tag lassen die Schmerzen und Fieber langsam nach, dafür ist meine linke Gesichtshälfte ganz schön dick angeschwollen.
Erste Anlaufstelle mit der Angst, das nun eventuell auch noch bekannte
Kieferprobleme sich schon anmelden, war der Zahnartzt, der zum Glück
keine Kieferprobleme feststellen konnte. Danach HNO- Artzt, der auf
Schwellung der Ohr-Speichel- Drüse unter dem linken Ohr tippt !!
Nach Einnahme von Antibiotikum nimmt die Schwellung nach 3 Tagen ab.

Nun steht in 6 Tagen 2. Zometa - Infusion an. Mein Uro nimmt jedesmal 2 Tage vorher Blut ab um sicher zu sein, ob die Nierenwerte in
Ordnung sind.
Die Fragen an die vielen erfahrenen Freunde

1. Würdet Ihr nun auf die üblichen 4 mg. steigern ?

2. Mich beschäftigt die Frage , ob die Knochenschmerzen nach Zometa
vermehrt die metastasierten Bereiche treffen .
Dass bei mir lt. Szinti die meist betroffene Beckenschaufel , wo ich z.Zt.
22x 2 gy Bestrahlungen bekomme,keine Zometa- Schmerzen verursacht
hat, widerspricht dieser Theorie. Trotzdem gibt es sicherlich einen
Grund hier und da gar nicht und anderswo ganz stark ! Wieso ?

3. Meine letzte Frage ist, findet Ihr, dass ich mit HB mit Trenantone,
Androcour , Zometa und vielen Vitaminen und Lebensmittelergänzungen
etc. auf dem richtigen Weg bin . Oder läuft da irgend etwas falsch
oder ungenügend ?

Vorab vielen Dank und Grüße an alle.

OZZY

helmutS
10.08.2008, 16:55
Hallo Ozzy,
auch ich hatte bei der ersten Zometa-Infusion im April 2007 heftige Schmerzen. Nicht ganz so schlimm wie bei Dir. Bekomme eine Infusion alle 6 Monate als Prophylaxe. Hatte den Arzt gebeten mir nur 2 mg zu verabreichen. So wie es auch Dr. Strum im PK-Ratgeber empfiehlt. Arzt hatte das aber abgelehnt und mir 4 mg gegeben, so wie er es immer macht. Am Tag nach der Infusion, abends, hatte ich dann fürchterliche Schmerzen, als würde mir jemand den Brustkorb zerdrücken. Auch 39 Fieber. Das dauerte etwa 6-7 Stunden. Dann haben die Schmerzen nachgelassen. War aber noch 1-2 Tage ziemlich kaputt.
Wegen dieser Probleme vermutete der Arzt bei mir Knochenmetastasen. Deswegen habe ich später in Ulm PET/CT etc. machen lassen. Es wurde aber nichts gefunden.
Bei der 2. Infusion dann keine Probleme mehr, außer einer etwas erhöhten Temperatur.
Etwa 1/3 der Patienten sollen wohl bei den ersten 1-3 Infusionen ziemliche Nebenwirkungen haben.
Alles Gute und Grüße
Helmut

HansiB
10.08.2008, 20:53
Hallo Ozzi,

ich bekomme seit Jahren Zometa, ohne die geringsten Nebenwirkungen. Problem der Zahnnekrose, in ca. 2 Jahren möglich.

Ich bin kein Bestrahlungsfreund, waren Schmerzen feststellbar? Ich würde gefühlsmäßig nicht Zometa und Bestrahlung gleichzeitig machen, wenn überhaupt Bestrahlung. Ich kenne von einem Freund, Zometa mit Chemo zusammen gegebem, mit grausigen Nebenwirkungen.

Ich habe auf 2 - 3 monatige Zometagabe umgestellt, meine Metastasen ruhen. Seit neuestem läuft die Infusion 1 Stdt, ohne die geringsten Nierenprobleme von Anfang an, diese müssen nicht sein.

Ich würde die 3 HB versuchen, achte auf das PSA in Verbindung mit dem Antiandrogen. Dieses kann "umdrehen" und das PCa ernähren, bei mir nach 8,5 Monaten Einnahme.

Man hat schon gehört, daß so starke Reaktionen ein Zeichen eines guten Ansprechens sind. Es gibt eine lange Liste von möglichen Nebenwirkungen, ich kenne niemand mit solchen Reaktionen wie bei dir.

Viel Erfolg, Konrad

jürgvw
10.08.2008, 21:29
Lieber Ozzy

Nebenwirkungen sind bei Zometa zu Beginn recht häufig; auch ich hatte ein wenig Fieber. Ähnliches Wie Du hat offensichtlich Helmut erlebt, der Dir aber bezeugt, was die meisten Zometa-Patienten feststellen: Ab der zweiten Infusion geht es besser, und in der Regel bleibt es dann, wenn überhaupt, bei leichtem Fieber und Müdigkeit am Tag nach der Infusion.

Konrad würde "gefühlsmässig" Bestrahlung und Zometa nicht gleichzeitig anwenden. Ich kann nicht als Gefühl, sondern als Tatsache in meinem persönlichen Fall feststellen, dass sich Zometa und Bestrahlung bestens vertragen haben. Ebensowenig habe ich mit Chemo, begleitet von Zometa, schlechte Erfahrungen gemacht und kenne auch keinen Freund, dem das passiert wäre.

Alles Gute wünscht Dir

Jürg

LiselG
10.08.2008, 21:51
Hallo Ozzy,

die Probleme mit Zometa hatte mein Mann auch nach der 1. Gabe (4mg)
allerdings 14 Tage lang. Erst nach Einnahme von 10mg Fortecortin ver-
schwanden die grippeartigen Symptome.Nach 2 Monaten hat er die näch
ste Infusion erhalten. Nun aber ganz langsam infundiert (2Std.) und
dazu Fortecortin. seitdem hat er Zometa alle 4 Wochen bekommen,an-
fangs noch mit 1 Paracetamol ,inzwischen ohne und mit kürzerer Laufzeit.
Auch zusammen mit der Chemo hat er es gut vertragen.
Die Bestrahlung,die er im gleichen Zeitraum mit der 2. Gabe bekam,rief
keine Nebenwirkungen hervor.
Ich war ganz schockiert, als ich deinen PSA- Verlauf gesehen hatte,so ein
Anstieg und dann keine Reaktion! Aber jetzt ist ja der Wert am Sinken u.
ich wünsche,dass er noch weiter fällt !
Liebe Grüsse
LiselG

HansiB
11.08.2008, 11:14
Hallo Jürg,

meinst du Knochenbestrahlung + Zometa. Ich spreche von Zometa und Chemo am gleichen Tag, mit Kreislaufzusammenbruch! Jeder Körper reagiert anders.

Gruß Konrad

WernerS
11.08.2008, 14:47
Hallo liebe Mitbetroffene,

schaut doch bitte mal hier:

http://www.prostatakrebse.de/informationen/lbs-index.html

Anschließend im linken Auswahlfeld (mit blauer Schrift) auf Medikamente klicken und anschlie0end Zometa wählen.

Gru0
WernerS

Harro
11.08.2008, 15:09
Erschöpfende Zusammenfassung

Hallo, WernerS, das ist eine gelungene Rückblende in genau die Zeit, als ich erstmals Kontakt zu einer SHG-Prostatakrebs bekam und auch noch Uwe in Mannheim beim Besuch unserer SHG kennen lernen konnte. Diese gesammelten Werke beinhalten ein unglaubliches Reservoir an Fakten und Erfahrenswerten. Hab Dank dafür. Hin und wieder muss man einfach mal mit der Nase drauf gestoßen werden.

"Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden"
(Franz Kafka)

Gruß Hutschi

OZZY44
11.08.2008, 19:15
Hallo Helmut, Konrad, Jürg, Liesel, Werner, Hutschi ,

Vielen Dank für Eure Antworten. Gutes Gefühl draussen gehört zu werden.

Vor den Bestrahlungen ( inzwischen habe ich 15 x 2 gy bereits hinter mir,
noch 7 mal folgen ) hatte ich bei längeren Spaziergängen Schmerzen an
der Hüfte bzw. Beckenschaufel- Gegend. Diese waren aber ca. 3 Wochen vor der Zometa Infusion bereits verschwunden. Ich habe mich
trotzdem für den Anfang mit Zometa entschieden, weil Knochenmetas-
tasen, lt. Szinti und CT , soweit mit diesen Methoden möglich, nachgewiesen waren. Konrad , bist Du wegen den Nebenwirkungen nicht
für die gleichzeitige Anwendung von Bestrahlung und Zometa, oder gibt
es Gund zur Annahme , dass sie sich gegenseitig in der Wirkung behindern ? Was Nebenwirkungen betrifft , habe ich abgesehen von den beschriebenen ersten 4 Tagen bis heute, wie Jürg auch, keine gehabt.
Mit der Ernährung des PCa durch Antiandrogene, werde ich auf der Hut sein.
Ja Liesel, es war und ist heute nicht leicht damit fertig zu werden, dass ich fast ein Jahr ahnungslos gewesen bin.
Vielleicht wirst Du Dich wundern, ich habe
immer noch diesen Urologen, weil er eigentlich selbst ziemlich
betroffen über diese Panne war und sich heute Mühe gibt.

Helmut, dass Du auch die starken Schmerzen am Brustkorb hattest,
auch wenn es sich komisch anhört, ist beruhigend. Denn gerade bei Brustkorbschmerzen denkt man an alles mögliche. Das sind die kleinen
wertvollen Dinge, die man auch unter `Medikamente- Zometa ` nicht
lesen kann.
Nochmals vielen Dank und liebe Grüße an Euch alle.

OZZY

WernerS
11.08.2008, 19:46
Erschöpfende Zusammenfassung

Hallo, WernerS, das ist eine gelungene Rückblende in genau die Zeit, als ich erstmals Kontakt zu einer SHG-Prostatakrebs bekam und auch noch Uwe in Mannheim beim Besuch unserer SHG kennen lernen konnte. Diese gesammelten Werke beinhalten ein unglaubliches Reservoir an Fakten und Erfahrenswerten. Hab Dank dafür. Hin und wieder muss man einfach mal mit der Nase drauf gestoßen werden.

Hallo Harald,
Wir müssen uns bei Ralf (RalfD) für seine wertvolle Arbeit bedanken.

Gruß
WernerS

OZZY44
19.08.2008, 13:27
Nebenwirkungen bei der 2. Zometa Infusion ( wieder 2 mg. in 500 cl. NaCl
und 45 Min. ) waren ähnlich wie beim ersten mal, jedoch mit weniger
Knochenschmerzen und ohne Zahn u. HNO - Arzt Besuch.
Kreatinin 1,4 - deshalb möchte mein Urologe erstmal bei 2 mg. bleiben.
Ich hoffe , es ist nicht zu wenig !
13.08.08 - PSA 2,5 - ( 11 Wochen nach Trenantone- Anfang- damals
PSA 106 )
Das erste mal Testestaron- Messung : 56 ng/dl

Im Vergleich zu vielen anderen Betroffenen unter HB, erscheint mir dieser Wert ziemlich hoch .

Viele Grüße an alle

OZZY

Helmut.2
19.08.2008, 18:40
Hallo OZZY,


Das erste mal Testosteron- Messung : 56 ng/dl Dieser Wert ist nicht zu hoch, denn er entspricht ja 0,56 ng/ml und sollte noch mehr nach unten gehen, denn der Kastrationsniveau (http://www.prostatakrebse.de/informationen/html/dia_ts.html)liegt bei 0,2 ng/ml oder 0,69 nmol/l und wenn Du Erfolg haben möchtest dann solltest Du diesen Wert schon erreichen!

Gut so, weiter machen, Gruß Helmut

OZZY44
20.08.2008, 10:00
Hallo Helmut,

Im Eifer des Gefechtes habe ich den Unterschied zwischen ml und dl übersehen. Deine Nachricht brachte nun zum zweiten mal die Erleichterung.
Vermutlich sind die Neben Nieren für den, doch noch ein wenig zu hohen Wert zuständig.

Vielen Dank und Grüße

OZZY

Willibald B.
27.03.2011, 11:37
Hallo Ozzy und alle, die von dieser Thematik betroffen sind,
ich möchte an dieser Stelle meine Erfahrung mit Zometa ergänzen - auch wenn Eure Beriochte schon aus 2008 stammen (meine gesamte PCa-Krankengeschichte ist in meinem Profil hinterlegt).
Meine 1. Zometa Infusion am 18.3.2011 mit 4 mg hat am 2. Tag zu den von Dir und anderen Betroffenen beschriebenen sehr starken Nebenwirkungen geführt: Fieberanfall, extreme Schmerzen in alle Knochen, unerträglich in den Zehengelenken (wie Gichtanfall), Schüttelfrost, Hitzewallungen.
Anruf beim Urologen: Das sei in 9 Jahren Anwendung in so schwerer Form nie passiert. Dringende Empfehlung, sofort mein Blut untersuchen zu lassen.
Da ich gerade aus Südafrika zurückgekommen war (Krügerpark), und die Symptome auch bei Malaria beschrieben werden, habe ich die Blutuntersuchung im Tropeninstitut Tübingen machen lassen. Befund: Blutwerte außer erhöhten Entzündungswerten normal, Nierenwerte bestens, keine Malaria. Gegen die Schmerzschübe in den Knochen, Gelenken und Muskeln habe ich dann ein Breitband-Antibiotikum verschrieben bekommen. Damit konnte die inzwischen regelmäßig gegen Nachmittag auftetenden Fieberschübe verhindert werden. Allerdings trat gegen Mitternacht wieder ein Fieberschub für ca. 2 Stdn. auf. Morgens wieder ohne Beschwerden. Dann wieder Knochenschmerzen, die mal in den Schultergelenken, mal im Rückenbereich oder in den Händen (Fingerkrümmen und Zufassen nur unter starken Schmerzen und wie blockiert möglich).
Nächster Tag ohne Probleme, alle Knochenschmerzen und Gelenkschmerzen wie abgestellt. Gegen Abend Ziehen im rechten Bein, steigert sich ins Hüftgelenk, kein Einschlafen möglich. Schmerztablette genommen. Morgens pitschnassgeschwitzt aufgewacht (wohl wieder Fieberschub gehabt aber vor Erschöpfung dabei offensichtlich tief geschlafen). Halb benommen heute früh den Strat von Formel1 angesehen, langsame Besserung. Jetzt, gegen Mittag Zustand als sei nichts gewesen, keinerlei Beschwerden mehr, allerdings recht schlapp und antriebslos.

Bin gespannt wie das weitergeht. Am 18. 4. steht die 2. Infusion bevor. Werde vorher Fotecortin nehmen, wie es im Beitrag von LiselG beschrieben ist.

Ich wollte das hier mal dokumentieren, ihr seid nicht allein mit diesem Problem. Übrigens: Im Beipackzettel werden diese Nebenwirkungen als "Häufig" bezeichnet. Man denkt nur immer, dass man nicht darunter fällt.

Gruß an alle

Willibald B.

Helmut.2
29.03.2011, 18:45
Grüß Dich Willibald B.


Meine 1. Zometa Infusion am 18.3.2011 mit 4 mg hat am 2. Tag zu den von Dir und anderen Betroffenen beschriebenen sehr starken Nebenwirkungen geführt: Fieberanfall, extreme Schmerzen in alle Knochen, unerträglich in den Zehengelenken (wie Gichtanfall), Schüttelfrost, Hitzewallungen.


Ich Zitiere aus meinem Arztbericht vom 26.11.2010, dieser ist hier (http://www.myprostate.eu/?req=user&id=108&page=report) in ganzer Länge einzusehen:


Eingriffe:
Herr Fleig erhielt nach Kontrolle des Labors (s.o.) über 3h Lv. 30 mg Pamidronsäure/500 ml NaCI 0,9% in unserer Tagesklinik. Diese wurden komplikationslos vertragen.
Hinsichtlich der erneuten Bisphosphonat-Therapie in 3 Monaten bitten wir Herrn Fleig
kurzfristig mit uns über die selbe Tel. Nr. (08158-23-710) Kontakt aufzunehmen und einen Termin zu vereinbaren.Lieber Willibald, Du solltest unbedingt darauf bestehen, daß die Infusion mindestens eine Stunde beibehalten wird und nicht nur das, sondern das Zometa 4 mg mit mindestens 500 oder gar 1000 ml NaCI 0,9 % = 0,9 %ige Kochsalzlösung verdünnt fusioniert wird! Damit solltest Du mit solchen verehrenden Nebenwirkungen wie oben keine Probleme mehr haben!

Alles gute bei deiner nächsten Bisphosphonat Therapie (http://www.pca-info.de/bisphosphonat-therapie/)
Helmut

Hans-J.
29.03.2011, 21:31
Hallo Willibald,

ehe ich 2 mg Zometa infundiert hinnehmen müßte, wäre die Überlegung anzustellen, statt die Zolodronsäure auf Ibandronatsäure umzusteigen. Fast alle, die dieses Bisphonphonat erhalten, berichten über eine gravierende, bessere Verträglichkeit. Das Präparat heißt Bondronat.

Freundliche Grüße
Hans-J.

Klaus (A)
30.03.2011, 10:56
Hallo Freunde,

Habe bis vor kurzem 4 Jahre lang Bisphosphonat - Infusionen bekommen und zwar die ersten beiden Jahre Zometa und die letzten beiden Jahre Bondronat.
Hatte beides gut vertragen.

Anstatt Bisphosphonate bin ich jetzt auf den Wirkstoff Denosumab umgeschwenkt (Medikament heisst "Prolia" - monoklonale Antikörper); das ist eine ganz neue Möglichkeit.
Es handelt sich hier um ein kleines Implantat in die Bauchdecke, das man nur alle 3-4 Monate setzen muss.
Habe Prolia zum erstenmal vor 7 Wochen erhalten: keine Nebenwirkungen gehabt.

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Denosumab bei PK/Knochenmetastasen vielleicht noch wirksamer ist als Bisphosphonate.

Dachte, dass mein Hinweis vielleicht für einige von Euch von Interesse ist.

Klaus

Hans-J.
31.03.2011, 09:54
Hallo Klaus,

Prolia wurde mir auch von meinem Onkologen angeboten, vor einem Jahr als es noch nicht zugelassen war.
Laut Prospekt und ersten Studien, sollte es nebenwirkungsärmer sein, aber keine signifikanten Verbesserungen gegenüber den Bi's.

Berichte bitte weiter, denn eine Nadel in der Vene, ist auch nicht so angenehm.

Hattest du bei der subkutanen Injektion an der Einstichstelle irgendwelche Reaktionen?

Freundliche Grüsse
Hans-J.

Klaus (A)
31.03.2011, 11:05
Hallo Hans-J.,

zu deiner Frage:

1. hatte keinerlei Nebenwirkungen/Probleme mit Prolia Implantat.

2. Google einmal mit
"denosumab knochenmetastasen prostata";
da findest Du jede menge Berichte, die von einer "deutlichen Überlegenheit von Denosumab über Zometa" schreiben.

Grüsse
Klaus

LowRoad
31.03.2011, 12:52
Hallo Willibad, Helmut, Hans-J, Klaus & Kollegen,
in der Zulassungsstudie wurde PROLIA/DENOSUMAB in 120mg/4-Wochen Dosis eingesetzt! 60mg (eine Spritze) alle 3 Monate ist zur Osteoporosetherapie geeignet, aber sicher unzureichend bei vorhandenen Knochenmetas! Nebenwirkungen sind selten, aber da auch an anderen Stellen RANK/RANKL Rezeptoren sitzen, z.B. Haut, kann es zu entzündlichen Reaktionen kommen - selten.

Ich hatte weder mit Zometa noch mit Prolia jemals Probleme. Prolia spritze ich mir selbst, brauche also nicht so oft zum Doc. Achtung: kühl lagern!

Juergen + Waltraud
04.04.2011, 12:11
Hallo,

nach dem Bericht der Fa. Amgen wirkt die Spritze sogar 6 Monate; oder habe ich da etwas falsch gelesen? Wann kann man Prolia nach einer Chemo einsetzen?

Gruß
Jürgen + Waltraud

jürgvw
04.04.2011, 13:58
Hallo Jürgen und Waldtraut,

nach den Fachinformationen von Amgen ist Prolia (60 mg/ml) tatsächlich im Abstand von sechs Monaten anzuwenden. Zu beachten ist (wie bei Zomata), dass der Patient genügend mit Kalzium und Vitamin D versorgt wird.


Beim Wechsel von einem anderen Osteoporose-Präparat zu Prolia sollte die erste Spritze erst dann erfolgen, wenn der Zeitpunkt für die vorgesehene Verabreichung des ursprünglichen Medikaments da ist.

Eine parallele Verwendung von Prolia neben Chemo wird nicht ausgeschlossen, doch wird zu Vorsichtsmassnahmen im Hinblick auf die Vermeidung einer Kiefernekrose geraten.

Ich selber bekam Zometa und später Eligard parallel zu Chemo, und zwar ohne Probleme. Allerdings habe ich mit meiner Zahnärztin ein Abkommen für eine sorgfältige Zahnkontrolle alle sechs Monate.

Alles Gute!

Jürg