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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Multikanal 3 Tesla MRT am IKRN



Harro
21.08.2008, 21:04
Text gelöscht

RalfDm
21.08.2008, 22:27
Wo wir beim Thema sind:

Auch in Norddeutschland gibt es inzwischen ein 3-T-MRT-Gerät:

<meta http-equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8"><title></title><meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 2.4 (Win32)"><style type="text/css"> <!-- @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } --> </style> conradia
RADIOLOGISCHE PRAXEN
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Ralf

Harro
05.09.2008, 07:53
Ergänzung

Hallo, im "Mannheimer Morgen" erfährt man heute dieses (http://www.morgenweb.de/region/mannheim/artikel/20080905_srv0000003091551.html)

"Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach der Fähigkeit, Erfahrungen zu machen"
(Georg Bernard Shaw)

Gruß Hutschi

Harro
08.09.2008, 18:23
Bericht

Hallo, das Symposium "Neue Dimensionen in der Magnetresonanztomographie" war eine wirklich eindrucksvolle Demonstration der noch gesteigerten Möglichkeiten mit dem noch leistungsfähigerem Gerät "Multikanal 3 Tesla MRT". Prof. Dr. med. Stefan Schönberg, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin vom Universitätsklinikum Mannheim wies in seiner Eröffnungsrede auch darauf hin, dass die MRT bei 3T eine überlegene Bildqualität gepaart mit höchster räumlicher und zeitlicher Auflösung bietet und ermöglicht die Durchführung neuartiger, funktioneller MR-Techniken, die die bereits hohe Genauigkeit der MRT weiter steigern. Am Universtitätaklinikum Mannheim wird der 3T-MR-Tomograph zum einen für eine Verkürzung der Aufnahmezeiten bei verbesserter Bildqualität verwendet werden. Dies erlaubt gerade bei der muskuloskeletalen Bildgebung neue Einblicke in die strukturellen und biologischen Veränderungen degenerativer Erkrankungen. Zum anderen eröffnet der neue 3T-MR-Tomograph neue Möglichkeiten krankheitsspezifischer Bildgebung zum Beispiel bei der Ganzkörper-MRT bei onkologischen Patienten oder der funktionellen und morphologischen Abklärung von Hirntumoren, degenerativen Hirnerkrankungen sowie des Herzens, der Prostata und der Nieren. Bei der Gefäßdarstellung mit der MR-Angiographie wird erstmals der Schritt von der räumlichen zur zeitlichen Auflösung komplett vollzogen. Damit können den Patienten einerseits schnellere und somit angenehmere Untersuchungen angeboten werden. Andererseits minimieren die neuartigen Untersuchungsprotokolle Mehrfachuntersuchungen und verkürzen damit die Zeit zwischen der Diagnose einer Erkrankung und dem Beginn der Therapie. Damit erlaubt der neue 3T-MR-Tomograph in idealer Weise das Erreichen sowohl medizinischer als auch gesundheitsökonomischer Ziele.

Mit dem Vortrag "Neue Horizonte in zeitlicher und räumlicher Auflösung" beeindruckte PD Dr. med. Henrik Michaely. Die Ausführungen unter dem Titel "Moderne Diagnosealgorithmen für die koronare Herzkrankheit" von PD Dr. med. Tim Süselbeck waren beeindruckend und überzeugend. Dr. med. Ulrich Kramer von der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen gab imposante Einblicke bei der Betrachtung "Schnelle MR-Herzbildgebung bei 3 Tesla". Auch die "Umfassende Diagnostik der Lungenembolie mit der kardiovaskulären Ganzkörper-MRT bei 3 Tesla" wurde den zahlreich erschienenen, leider überwiegend medizinischen Experten in spannender Form durch PD Dr. med. Christian Fink näher gebracht. Die "Schnellere und robustere ZNS-Diagnostik bei 3 Tesla durch den Einsatz neuer Spulen und Sequenztechniken" wurde von Frau Dr. med. Ulrike Attenberger vom Institut für Klinische Radiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München bei ihrem temperamentsvollen Vortrag ins rechte Licht gerückt. "Gewebecharakterisierungen bei neurologischen Erkrankungen mit der Hochfeld-MRT" hieß das Thema von Prof. Dr. med. Achim Gass, leitender Arzt der Neurologie/Neuroradiologie der Universitätskliniken Basel. Schließlich informierte Prof. Dr. med. Lothar Schad, Lehrstuhl für Computerunterstützte Medizin der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg über "Neue Kontraste in der MRT: Natrium-Bildgebung bei 3 Tesla". Wahrlich eine imponierende Abfolge der unendlichen vielen Details der Bild-Auflösung.
Der gemeinsame Besuch der 3 Tesla-Installation im Haus 4 war Abschluß und Höhepunkt dieses für mich ereignisreichen Tages, was wohl auch für den ebenfalls anwesend gewesenen Hansjörg Burger gelten dürfte.

"Schach ist wie die Liebe; allein macht es weniger Spaß"
(Stefan Zweig)

Gruß Hutschi

marsjürg
16.09.2008, 08:02
Hallo Hutschi,
besten Dank für den Bericht. Mich würde interessieren, ob es Informationen gab über einen Vergleich des 3 Tesla MRT mit der PET/CT bei der PK Diagnose bzw. könnte man statt PET/CT ein MRT machen lassen.
Gruß Jürgen

Harro
16.09.2008, 08:23
Vergleich MRT - PET

Hallo, Jürgen, zu Deiner obigen Frage kann ich Dir direkt antworten, weil ich anlässlich der Besichtigung des neuen 3 Tesla -Magnetoms Herrn Prof. Schönberg genau diese Frage gestellt hatte. Er gab zu, dass die Beurteilung der Lymphabflüsse mittels C11-Cholin-PET vorteilhafter wäre, während für den Bereich um die Prostata herum incl. des Beckenbereiches die MRT zu empfehlen sei. Unter Verwendung der endorektalen Spule ist ohnehin der Bereich Prostata unglaublich präzise erkennbar. Die MR-Spektroskopie, die ja die körpereigene Cholin-Produktion anzeigt und durch den Vergleich zu Citrat exakt farblich anzeigt, wo sich noch maligne Bereiche befinden, kann man natürlich auch evtl. betroffene Lymphknoten erkennen, aber eben nicht so perfekt wie durch C-11-Cholin-PET.

"Durch die Gasse der Vorurteile muss die Wahrheit ständig Spießruten laufen"
(Indira Gandhi)

Gruß Hutschi