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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine andere Chemo, Erfahrungen undAuffassungen



wernerp
17.09.2008, 09:12
Einen Gruß zuvor allen Lesern. Hier will ich mit meinen Erfahrungen bei Estramustin fortsetzen. Mein PSA stieg dann mit einer PSAVZ von 160 Tagen und war zuletzt am 9.07.08 bei 12 und am 18.08.08 bei 18 gelegen. Bei diesen Werten kann man noch abwarten und sich gemeinsam mit den Ärzten überlegen, welche Therapien zur Anwendung kommen sollten . Mein gesundheitlicher Zustand ist zufrieden stellend und ich bin beschwerdefrei, obwohl das PET in Bad Berka LK-Metastasen fand. Meine Urologen und die Radiologen meinen, der Schaden und der Nutzen einer Therapie ist abzuwägen . Bei Chemo mit Taxotere und /oder Bestrahlung ist mit Beschädigungen und massiven Nebenwirkungen zu rechnen und ich will zuallerletzt eine diesbezügliche Notbremse ziehen.
Bei einer Gesundheitsmesse lernte ich die Autorin des Buches „Schulmedizinisch aufgegeben! Was nun?"(1) Sie hatte ein metastasierendes Ma-Ca, eine Chemo vorzeitig abgebrochen und in der Hufeland-Klinik Bad Mergentheim ist sie vom Krebs gemäß ausgestellter Zertifikate befreit worden und erreichte Remission. Sie wohnt 7 km entfernt von meinem Wohnort. Wir betreiben regen Erfahrungsaustausch.
Ich wollte auch in diese Klinik, doch meine Krankenkasse konnte die Kosten einer Behandlung in dieser Privatklinik mit alternativer, ganzheitlichen Methoden nicht tragen und hat mir andere, ähnliche Kliniken benannt.
Zwischenzeitlich habe ich mich weiter mit der pH-Wert- Frage beschäftigt. Dazu kann ich folgende Literatur empfehlen:
1. Gesundheit durch Entschlackung, P. Jentschura u. a.
2. Krebs- Krankheitsanalyse und Behandlung auf Grundlage des pH-Wertes, L. Saganis – eine exakt , wissenschaftliche Abhandlung.
3. weniger zu empfehlen ist:
Die pH-Formel für das Säure-Basen-Gleichgewicht, von R.O.Young.u.a. mit etwas abstrusen Auffassungen über „Urzeugung" und Anwendung von MMS bzw. Chordioxid . Formeln kommen nicht vor, wohl aber brauchbare Diätvorschläge. Der Verzehr von Hefe in jeder Form wird allerdings abgelehnt und nicht empfohlen.
Gemäß meinen Vorstellungen und den Hinweisen habe ich versucht meine pH-Wert des Urins anzuheben auf Werte, die mit einem pH-Meßgerät auf Werte bis +/- 0,02 genau gemessen werden können. Tatsächlich konnte ich Werte von 7,30 bis einmal 8 erreichen. Dies wurde erreicht durch alkalische Vollbäder (pH ca. 9),1 g BiCa-Norm/ d, ca. 1/2g Kaliumcarbonat/d (Pottasche) mit Aldi-Calcium(1000mg) und Aldi-Magnesium in Wasser gelöst.
Tägliche Zufuhr von frischen, selbst hergestelltem Gemüse- Obst-Säften aus einer speziellen Presse. Weiterhin habe ich eine 6 wöchige Bierhefe-Kur, frisch aus einer nahegelegenen Bierbrauerei gemacht. Der PSA-Verlauf entspricht allerdings nicht den Erwartungen.
Er ist mit einer PSAVZ von 70 Tagen auf 18 gestiegen.

Demnach ist diese Form der Entsäuerung kontraproduktv.
Dann hatte ich Gelegenheit anlässlich einer Zometa-Infusion meinen Blut-pH-Wert zu messen. Frisch war der pH-Wert bei 7,44 gelegen, aber langsam stieg er an bis auf 7,60. In der Vene herrscht ein höherer CO2-Partialdruck und das Blut verliert gewissermassen die Kohlensäure, wie bei einem Sektglas, was an der Luft steht, wo kaum CO2 vorhanden ist. Das ist in der Literatur beschrieben und man muß intravasal messen.
Hinsichtlich der Beeinflussung des Krebswachstums durch pH-Werte gibt es unterschiedliche Meinungen. Es gibt auch Leute, die mit einer pH-Absenkung den Krebs bekämpfen wollen. Da wird einmal RMS-rechtsdrehende Milchsäure-angewandt
Dr. Fryda schreibt:"Wobei sich milchsäurereiche und an Vitaminen und Spurenelementen
Obstsäfte wegen ihres Gehalts an Vitaminen und Puffersubstanzen besonders gut eignen. Wenig Fleisch, um eine Ansäuerung des Gewebes nicht zu verstärken, aber viel Vollkorn-Getreide-Produkte, die wegen ihres Schlackenreichtum und des Gehaltes an Vitaminen der B-Gruppe zur Darmsanierung beitragen.
Zur Ansäuerung des Blutes muß monate-, ja jahrelang rechtsdrehende Milchsäure in stabiler Formgegeben werden [ RMS = RechtsdrehendeMilchSäure). Und dies auch zur Eliminierung saurer Stoffwechselschlacken aus dem Gewebe sowie zur biologischen Neutralisierung der Tumor-links-Milchsäure zur razemischen Milchsäure.
Erfahrungsgemäß dauert es genau 5 Wochen, bis es bei Krebskranken zum Umkippen des pH-Wertes kommt, das heißt, bis der Blut-pH-Wert saurer ist als der Gewebe-pH. Ich kann aber bis jetzt nicht erklären, warum es gerade 5Wochen Wochen dauert."
Auch Dr. K Maar in „ Die Wahrheit über Prostakrebs" will mit einer Säurevergiftung durch Absenken des pH-Wertes Maßnahmen gegen den Krebs einleiten.
Hinsichtlich des Umganges mit unserem Krebsleiden müssen wir eine schmale Gratwanderung unternehmen.
Anfangs war die absolute Vernichtung des Feindes Krebs angesagt.
Stahl, Strahl und Chemo war die Devise!
Diese Aufassung erinnert an den Euthanasie-Gedanken, der Vernichtung unwerten Lebens.
Jetzt erleben wir gewissermaßen eine Umkehr. Es ist der Gedanke der Redifferenzierung, also gewissermaßen einer Reparatur des entarteten Zellstoffwechsels. Wenn es demnach gelänge, die entartete Krebszelle wieder in Normalbetrieb zurück zu verwandeln, was bekämen wir dann?
An den Stellen der Metastasen ganz normales Drüsengewebe? Ist dann der Zähler der die Anzahle von Teilungen auch zurückgestellt und beginnt dann die Apoptose? Wird von „Oben" der Befehl zur Selbstzerstörung gegeben oder es beginnt sofort die Apoptose?
Das wissen wir nicht!
Ich bin ab gesternzur Behandlung in der Veramedklinik am Wendelstein, wozu Grünes Licht von meinen Urologen und der Krankenkasse gegeben ist. Wir werden sehen, wie es dann weitergeht.
1. http://www.kollinger-partner.de/html/heidrun_erhardt.html.
Es grüßt Werner und ich freue mich auf das Echo

Schorschel
17.09.2008, 13:21
...Es ist der Gedanke der Redifferenzierung, also gewissermaßen einer Reparatur des entarteten Zellstoffwechsels....

Hallo Werner!

Ich bin sehr beeindruckt von Deiner methodischen Herangehensweise - typisch Naturwissenschaftler!

Inhaltlich kann ich nichts Sinnvolles beitragen, weil ich bisher noch nicht gezwungen bin, mich sehr intensiv mit meinem Untermieter auseinander zu setzen. Daher kratze ich mit meinen Gedanken gerade mal an der Oberfläche herum.

Das Thema der Redifferenzierung gehe ich in Form der Zellsymbiosetherapie an, bei unverändert massiver Unterstützung meines Immunsystems. Über Letzteres habe ich mehrfach hier berichtet.

Ich habe jetzt (in unmittelbarer Nachbarschaft!!) einen Heilpraktiker gefunden, der längere Zeit bei Tisso gearbeitet hat. Das ist sehr hilfreich, und bei ihm mache ich jetzt eine klassische Chelat-Ausleitungstherapie, auch weil eine Haaranalyse bei mir eine sehr hohe Quecksilberbelastung gezeigt hat.

Die Chelat-Therapie soll ja auch generell allen möglichen "Schrott" und Schlacken ausleiten, so dass dann die Wirkstoffe, auch die Tisso-Geschichten, ihre volle Wirkung entfalten können.

Das geht jetzt bis Weihnachten. Ich warte mal ab und berichte dann wieder.

Dir wünsche ich alles Gute, vor allem auch bei der jetzt begonnen Behandlung in der Klinik.

Herzliche Grüße

Schorschel

JochenM
17.09.2008, 15:16
Hallo Werner,
ich habe das Buch "Schulmedizinisch aufgegeben" auch gelesen und fand es beeindruckend, welche Methoden hier alle zur Anwendung kamen. Leider habe ich auch gehört. dass nach dem Tod von Chefarzt Dr. Wöppel hier erhebliche Abstriche in der Behandlung zu machen sind. Daher bin ich sehr gespannt, auf Deine Erfahrungen in der Veramedklinik am Wendelstein. Auf jeden Fall halte ich Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Therapie.
Petra