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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hochrisikogruppe und Alternativmedizin



Jürgen M.
09.07.2006, 15:55
Hallo,

ich zähle mit meinen Werten zur Hochrisikogruppe und musste nach einem Gespräch mit meinem Arzt einsehen, dass es in diesem Fall in erster Linie auf die bestmögliche schulmedizinische Therapieoption ankommt. Nahrungsergänzung und alternative Methoden in Ehren- aber bitte die Reihenfolge beachten. Dieses Thema betreffend hat sich einmal eine Ärztin ganz klar geäussert: "wegbeten" kann man den Krebs nicht! Fakt ist auch dass mit der weitverbreiteten Angst der Betroffenen auch sehr viel Geld gemacht wird. Auch ich finde mich (leider) unter den "jeden Strohhalm Suchenden" und habe schon viel Geld ausgegeben für das eine oder andere vermeintlich gut wirkende "Mittelchen". Die Frage ist ob man so konsequent ist und die doch meistens sehr eigenmächtigen Therapien auch langfristig durchhält um die Effizienz zu beweisen. Was mich betrifft habe ich jedenfalls meine Prioritäten wieder neu geordnet.

Schöne Grüsse aus Bayern
Jürgen M.

RuStra
09.07.2006, 22:55
Hallo,
ich zähle mit meinen Werten zur Hochrisikogruppe und musste nach einem Gespräch mit meinem Arzt einsehen, dass es in diesem Fall in erster Linie auf die bestmögliche schulmedizinische Therapieoption ankommt.

Hallo Jürgen,
den Beweis, bei Krebs die kompetente Behandlungs-Antwort liefern zu können, hat die Schulmedizin nur bei wenigen Krebsen bisher liefern können, bei „Hochrisiko-PK“ ist das nicht der Fall. Die „bestmögliche schulmedizinische Therapieoption“ – wie gut ist sie wirklich, gemessen am fortgeschrittenen, metastasierten PK?
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Nahrungsergänzung und alternative Methoden in Ehren- aber bitte die Reihenfolge beachten.


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Wie es in den Wald hineinruft, schallt es heraus: „Nahrungsergänzung“ und „alternative Methoden“ - wenn Du nur das in Deiner Gegenüberstellung zu „schulmedizinische Therapieoption“ stellst – machst Du den Vergleich viel zu unterbelichtet. Abgesehen davon, dass ich ohnehin nicht viel von der Unterscheidung Schul- und Sonstwie-Medizin halte – für uns Patienten ist gut, was hilft, egal aus welcher medizinischen Ecke – das Adjektiv „alternativ“ ist nicht beliebt in der „komplementären“ Krebstherapie und auch das ist wieder ein Adjektiv, das nur ein fauler Kompromiss ist, wo die „Alternativen“ unter dem Druck der „offiziellen“ Onkos der direkten Konfrontation ausgewichen sind. Ist doch die Frage: Wenn Krebs ein biologisches Phänomen ist, wie kann man dann ohne biologisches Erklärungs- und Behandlungskonzept auskommen? Die Standard-Therapien OP, Bestrahlung u. Chemo folgen allesamt dem Vernichtungs-Konzept und brauchen ein tieferes (biologisches, biochemisches) Verständnis nicht: Krebs ist tödlich, er muss eliminiert werden, egal wie.

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Dieses Thema betreffend hat sich einmal eine Ärztin ganz klar geäussert: "wegbeten" kann man den Krebs nicht!
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Sie will sagen, da muss stattdessen etwas wirklich Wirksames gemacht werden. Bloss ist weder das, was die Schulmedizin vorzuschlagen hat, besonders effizient noch ist das, was jenseits der Schulmedizin vorgeschlagen wird, nur einfach „Gesundbeten“. Insofern ist das wieder nur so ein unqualifierter Spruch eines Arztes / einer Ärztin, der nur Stimmung erzeugen soll, als Argument aber Banane ist.
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Fakt ist auch dass mit der weitverbreiteten Angst der Betroffenen auch sehr viel Geld gemacht wird.
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ja, und das meiste Geld wird mit unnützen Standard-Therapien gemacht.
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Auch ich finde mich (leider) unter den "jeden Strohhalm Suchenden" und habe schon viel Geld ausgegeben für das eine oder andere vermeintlich gut wirkende "Mittelchen". Die Frage ist ob man so konsequent ist und die doch meistens sehr eigenmächtigen Therapien auch langfristig durchhält um die Effizienz zu beweisen. Was mich betrifft habe ich jedenfalls meine Prioritäten wieder neu geordnet.



<o =""></o>Was hast Du denn gemacht? Mit welcher Überlegung? Was hat gewirkt, was nicht? Wenn Du Dich von Deiner Eigenmächtigkeit abgrenzt, willst Du damit sagen, dass Du bei der kompetenten Mächtigkeit von Ärzten besser aufgehoben bist?
Das würde ich nur von ÄrztInnen annehmen, die auch tatsächlich kompetent sind, der von Dir konsultierte Dr.Eichhorn sicher, wie auch Forums-Uro fs oder andere, aber so viele sind es nicht, auch in der Onko-Szene nicht.
Was ist Krebs? Was Prostatakrebs? Ist das das irgendwie genetisch oder sonst wie heraufbeschworene Ansammeln von Mutationen bis zu dem Zeitpunkt, wo die Mutanten dann ihr Krebs-Eigenleben beginnen oder ist das ein Stoffwechselproblem, das aus chronischem Stress entstanden ist? Was auch immer, irgendeine konkrete Vorstellung davon, was es ist, sollte bei solch einer schweren Erkrankung da sein, wie sonst soll man zu aller Voraussicht nach erfolgreichen Therapien kommen? Was sagt denn dein Arzt dazu? Oder die Ärztin, die nicht gesundbeten will?



Schöne Grüsse aus Bayern
Jürgen M.

<o =""></o>schöne grüsse zurück aus HH,
Rudolf

LowRoad
14.03.2014, 13:31
Ich wärme mal diesen uralt Thread auf, um eine Diskussion über die Alternativmedizin bei Krebserkrankungen anzustoßen. Oben hat der Vorsitzende des "Bundes-Netzwerk fortgeschrittener Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.", in dem momentan große Aufregung wegen dieses Themas herrscht, der uns allen bekannte Rudolf, sein Statement abgegeben. Was ist also dran an der Alternativmedizin bei Krebs? Zum Einstieg ein Video:

Wir heilen besser! Verspricht die Alternativmedizin zu viel? (http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/10092013-wir-heilen-besser-100.html)

Es darf diskutiert werden...