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LiselG
19.10.2008, 20:09
Hallo,

melde mich nach langer Zeit wieder einmal,denn die Krankheit meines Mannes
schreitet immer weiter fort. Nach 11 Zyklen Taxotere -von Febr. bis Juni,
(niedr. dos. Regime)und 2 Gaben Mitoxandron Juli,August, stieg der PSA-Wert
auf 455 (Sept.), anfang des Jahres war er 89. Inzwischen hatte der Arzt fuer
ihn die Teilnahme an einer Studie mit Trabectidin(Yondelis ) zu erreichen,
aber er war nicht ausgewaehlt,-Sein neuer Vorschlag: die Einnahme von Capecitabin (Xeloda).Hat jemand Erfahrung damit?
Leider hat mein Mann ganz viele Metastasen, praktisch in der ganzen Wirbelsaeule und der Schaedeldecke, eine davon wächst in der rechten Augenhöhle. Inzwischen kann er mit diesem Auge nur noch ganz verschwommen sehen.Ob das durch Bestrahlung wieder besser werden kann?

Gegen die Schmerzen klebe ich ihm Fentanyl-Pflaster,Fischoelkapseln nimmt er nun auch ein.Er ist unglaublich tapfer und hat noch so viel Lebenswillen.
Letzte Woche feierten wir den 66. Geburtstag.
Hat jemand Erfahrung mit Avastin? Ob das noch helfen könnte?

Bin dnkbar für jeden Rat
LiselG

jürgvw
19.10.2008, 22:04
Liebe Lisel,

ich weiss, dass meine Onkologin gelegentlich Avastin "Off Label" (weil für diese Krankheit in der Schweiz und wohl auch in Deutschland noch nicht zugelassen) auch bei Prostatakrebs einsetzt, habe aber nie mit ihr darüber gesprochen, weil es in meinem Fall (noch) nicht nötig erschien. Jetzt ist sie im Urlaub, und ich werde sie erst am 28. Oktober nach ihren Erfahrungen fragen können. Wenn ich etwas herausbekomme, das Deinem Mann nützen könnte, mache ich Dir Bescheid.

Eine allgemein gehaltene Übersicht zu Avastin findest Du übrigens hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Avastin; sie zeigt, dass das Medikament zwar nur für wenige bestimmte Erkrankungen zugelassen ist, dass aber viele Studien im Gange sind mit dem Ziel, den Anwendungsbereich auszudehnen. Weitere Informationen findest Du im Forumextrakt des KISP: http://www.prostatakrebse.de/informationen/lbs-index.html.

Leider kann ich Dir mit meinen Hinweisen kaum helfen, doch finden die Ärzte Deines Mannes doch noch Lösungen, die hilfreich sein können.

Liebe Grüsse und beste Wünsche

Jürg

PS: Hast Du schon daran gedacht, zur Behandlung der Schmerzen einen Schmerztherapeuten beizuziehen; solche gibt es in allen grösseren Spitälern. Es könnte nämlich einmal die Situation entstehen, dass die Pflaster nicht mehr genügend wirken, und in einem solchen Fall sollte man sofort auf eine andere Medikation umstellen können, um unnötige Schmerzzustände zu vermeiden.