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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zometa ausetzen?



PetraB
28.10.2008, 20:20
Hallo Ihr!
Ist es normal, dass bei Bestehen von Knochenmetastasen nur einige Monate ZOMETA gegeben wird? Bei meinem Vater ist es so, dass vor ca.einem halben Jahr Metastasen an der Wirbelsäule und am Becken festgestellt wurden. Deshalb bekommt er seitdem von seinem Urologen alle vier Wochen Infusionen mit ZOMETA, die jetzt für ein halbes Jahr ausgesetzt werden sollen! Habt ihr Erfahrungen damit? Liebe Grüße PETRA

jürgvw
28.10.2008, 20:44
Liebe Petra,

ich betrachte das Aussetzen von Zometa bei nachgewiesenen Knochenmetastasen als Kunstfehler.

Ich selber bekomme Zometa seit Juli 2006 regelmässig einmal pro Monat.

Die Herstellerfirme schreibt in ihrer Fach-Information zum Medikament:

"Bei Knochenmetastasen und multiplem Myelom wird Zometa alle 3–4 Wochen verabreicht. Die Patienten sollten zusätzlich 500 mg Calcium und 400 I.E. Vitamin D pro Tag oral erhalten."

Auch Calcium und 400 I.E. Vitamin D3 pro Tag gehören zu meiner Medikation. Allerdings werde ich von einer Onkologin behandelt; mein Urologe befasst sich nur noch mit der Injektion von Eligard und einer regelmässigen Ultraschall-Kontrolle von Nieren, Blase etc.

Deinem Vater wünscht alles Gute (und ev. einen anderen Arzt)

Jürg

dietmar
28.10.2008, 20:44
Liebe Petra,

das ist auf jeden Fall FALSCH!!! Zometa muß weitergegeben werden!
Das wirdst Du bestimmt noch öfters von anderen Forumsmitgliedern hören.
Ich wollte Dir nur gleich antworten. Bei diesem Uro würde ich ganz besonders auspassen was er verabreicht!

Dietmar

HansiB
29.10.2008, 12:27
Hallo Petra,

auch ich bin ein alter Hase, bekomme Zometa seit 2005, mit Erfolg, was nicht immer so sichtbar ist.

Natürlich muss, zumindest am Anfang, Zometa monatlich gegeben werden. Ich "strecke" mitlerweile auch auf 6 oder 8 Wochen, das ist aber meine eigene Entscheidung.

Man sollte gleich die Zähne kontrollieren und alle Herde sanieren lassen. Es besteht die Gefahr ab ca. 2 Jahren, eine Zahnnekrose zu bekommen. Manche lassen sich einige kranke Zähne rausmachen. Ich glaube jedes unnötige "Rummachen" an den Zähnen ist schädlich.

Viel Erfolg, Konrad

Tochter75
29.10.2008, 14:22
Mein Vater hat mal einige Monate mit Zometa ausgesetzt, weil er so schlechte Venen hatte, die Folge war, dass er von Null Schmerzmittel auf einen enorm hohen Verbrauch kam. Als Zometa wieder angesetzt wurde, brauchte er keine Schmerzmittel mehr. Mittlerweile ist es ihm egal, wie lange in seinen Venen gebohrt werden muss, bis die Infusion laufen kann, schließlich ist das nur alle vier Wochen und den Rest der Zeit hat er keine Beschwerden. Er würde auf keinen Fall mehr aussetzen. Übrigens, er nimmt keine Calcium-Tabletten, hat aber einen enormen Milch-Konsum, er trinkt täglich mindestens einen Liter Milch.

Gruß, Melanie

WinfriedW
29.10.2008, 14:36
Mein Vater hat mal einige Monate mit Zometa ausgesetzt, weil er so schlechte Venen hatte, die Folge war, dass er von Null Schmerzmittel auf einen enorm hohen Verbrauch kam. Als Zometa wieder angesetzt wurde, brauchte er keine Schmerzmittel mehr. Mittlerweile ist es ihm egal, wie lange in seinen Venen gebohrt werden muss, bis die Infusion laufen kann, schließlich ist das nur alle vier Wochen und den Rest der Zeit hat er keine Beschwerden. Er würde auf keinen Fall mehr aussetzen. Übrigens, er nimmt keine Calcium-Tabletten, hat aber einen enormen Milch-Konsum, er trinkt täglich mindestens einen Liter Milch.

Gruß, MelanieIch habe erhebliche Zweifel, ob Milch für uns Prostatakrebspatienten ein geeignetes Nahrungsmittel ist. Ich habe alle Milchprodukte aus meinem Speiseplan gestrichen.

http://www.ars-homoeopathica.de/index.php?id=149
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1521

WW

Tochter75
29.10.2008, 15:37
Es handelt sich um fettarme H-Milch (1,5%), und bislang bekommt sie ihm gut. Mein Vater meint immer, der Körper verlange nach dem, was er brauche.

Gruß, Melanie

WinfriedW
29.10.2008, 15:53
Es handelt sich um fettarme H-Milch (1,5%), und bislang bekommt sie ihm gut. Mein Vater meint immer, der Körper verlange nach dem, was er brauche.

Gruß, MelanieJedem das Seine!

WW

Heribert
29.10.2008, 16:31
Hallo liebe Melanie

Es handelt sich um fettarme H-Milch (1,5%), und bislang bekommt sie ihm gut. Mein Vater meint immer, der Körper verlange nach dem, was er brauche.

Winfrieds Einwand ist ja nicht aus der Luft gegriffen. Lies bitte dazu diesen Beitrag mit div. Links (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=10098&postcount=5), welche sein Vorgehen bestätigen.

Außerdem lässt sich Kuh-Milch relativ leicht durch andere Produkte ersetzen, zu denen Dir Winfried ebenfalls raten kann. Ich denke schon, dass er weiß was bei einem GS 4+4=8 von Nöten ist.

Herzliche Grüße
Heribert

HansiB
29.10.2008, 16:47
Hallo Freunde,

mein Körper verlangt auch nach vielen Sachen, die ich ihm nicht gebe, auch ich trinke keine Milch, auch keine künstlich "entmagerte" Milch. Wachstumshormone und Arachidonsäure ist trotzdem drin, von den Ernährungszusätzen im Futter ganz zu schweigen. Ich würde lieber Rocaltrol einnehmen.

Es ist sehr erfreulich das unter Zometa die Schmerzen weg sind. Ich sprach von späterer Reduzierung von Zometa, nach über 3 Jahren Einnahme bei mir, ohne Schmerzen. Auch da jedem das Seine.

Gruß Konrad

PetraB
29.10.2008, 19:01
Hallo Jürg, Dietmar, Hansi und Melanie und alle anderen, die ich nicht erwähnt habe. Kann mich leider erst jetzt melden, da ich heute viel Zeit mit meinen Eltern verbracht habe. Sie sind am Ende ihrer Kräfte, denn heute haben sie das Ergebnis der ENDOSONOGRAPHIE erhalten, welches immer noch ausstand. Leider sind zwei Lymphknoten(wie ich verstanden habe an der Lunge) auch vom Krebs betroffen... Der Arzt im Krankenhaus riet uns jetzt auch dazu, einen ONKOLOGEN mit einzubeziehen, da ja auch noch Knochenmetastasen bestehen.Jetzt meine Frage: Kennt jemand von euch einen sehr guten Onkologen im Raum Hamburg? Was ist z.B. mit der Uniklinik Eppendorf? Kann man sich dort ambulant behandeln lassen?Und bekommt man in der Regel auch schnell einen Termin oder gibt es ellenlange Wartezeiten? Evtl. soll er eine Bestrahlung erhalten. Was haltet ihr davon? Oder eher eine richtige CHEMO? Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass mein Vater diese über sich ergehen lassen würde. Er ist in einem schlechten Allgemeinzustand, oft depressiv, müde und nimmt ständig ab, da er auch keinen Appetit mehr hat. Bitte antwortet mir, denn ich brauche ein wenig Unterstützung! Liebe Grüße PETRA

Michael A.
29.10.2008, 20:19
Hallo Petra,

Einen Onkologen im Raum Hamburg kenne ich leider nicht.
Aber vielleicht ist diese Studie etwas für Deinen Vater?

<table class="BORDER" border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="100%"><tbody><tr><td class="DETAIL_LABEL" align="left">Kurztitel</td> <td>GLIVEC Studie</td> </tr> <tr> <td class="DETAIL_LABEL">
</td> <td>
</td> </tr> <tr><td class="DETAIL_LABEL" align="left">Titel</td> <td>Multizentrische, offene, Phase-II-Studie mit Glivec in Kombination mit Pioglitazon, Etoricoxib, Dexamethason und niedrig dosiertem Treosulfan für die antiinflammatorische und angiostatische Behandlung von Patienten mit hormonrefraktärem PCa. Studiennummer CSTI 571BDE59</td></tr></tbody></table>
Nachlesen kannst Du alles hier. (http://www.studien.de/includes/studien_ausgabe/studien_ausgabe.php?STUDIEN_ID=503)

Ich Wünsche Deinem Vater alles Gute, Michael A.

Tochter75
29.10.2008, 21:48
Hallo Petra,
ist meine pn, die ich dir am 19.10. geschickt habe, mit einer onkologischen Praxisklinik in HH, nicht angekommen?

Gruß, Melanie

Tochter75
29.10.2008, 21:59
Hallo liebe Melanie
Winfrieds Einwand ist ja nicht aus der Luft gegriffen. Lies bitte dazu diesen Beitrag mit div. Links (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showpost.php?p=10098&postcount=5), welche sein Vorgehen bestätigen.

Ich habe die Links gelesen. Aber mein Vater hat seine eigenen Vorstellungen von dem, was gut für ihn ist. Bisher ist er zum Glück gut damit gefahren, auch wenn ich anfangs verunsichert war, ob er sich nicht lieber an all die Ratschläge, die hier im Forum gegeben werden, halten sollte. Bislang hat der Erfolg ihm Recht gegeben für seinen eigenen Weg. Es geht ihm besser als manch anderen, die zur gleichen Zeit mit ähnlichen Werten konfrontiert wurden und alle möglichen Therapien und Ernährungsumstellungen machten. Und wenn er das für sich tut, was ihm subjektiv gut tut, wenn er das Leben genießt, was ist daran falsch? Jeder geht unterschiedlich mit der Erkrankung um. Die einen kämpfen, die anderen arrangieren sich und noch andere leben einfach, solange sie es können. Meiner Meinung nach sind alle Wege, mit der Erkrankung umzugehen, legitim, wenn der Betroffene sich mit seiner Entscheidung wohl fühlt.


Gruß, Melanie

HansiB
30.10.2008, 10:23
Hallo Melanie,

ich darf euch zu eurer "bescheidenen", den Körper schonenden Medikation und dem Erfolg damit, gratulieren. Auch ich mache, wie bekannt, die Minimalmedikation, auch mit ausgezeichnetem Ergebnis.

Ihr solltet überlegen, wie ihr die Stärkung des Körpers und die Mobilität verbessern könnt. Gerade "sportliche" Aktivitäten verbessern das Immunsystem und sind lebenverlängernd.

Viel Erfolg, Konrad

Tochter75
30.10.2008, 11:23
Hallo Konrad,
zum Thema Bewegung: Mein Vater bemüht sich (manchmal habe ich den Eindruck, er macht zuviel), alles selbst zu regeln. Am letzten Wochenende z.B. haben wir auf unserem Campingplatz alles winterfest gemacht und obwohl ich den größten Teil der Arbeit erledigt habe, war mein Vater immer fix dabei, Wände hochziehen, Stangen losschrauben und meinte am Abend auf dem Rückweg, er hätte das Gefühl, aus einem Urlaub zu kommen, weil er sich gerade so viel an der frischen Luft bewegt hatte.
Jeden Samstag gehe ich mit ihm zusammen großen Einkauf machen, da meine Mutter im Moment ja wegen ihrer Erkrankung ausfällt (gestern endlich letzter Zyklus der adjuvanten Brustkrebs-Chemotherapie mit Zielsetzung Heilung). Bei den Einkäufen mit ihm muss ich manchmal aufpassen, dass ich noch Schritt halten kann, denn er will immer den Einkaufswagen schieben, weil ihm das Stabilität gibt und dann kann er doch erstaunlich schnell flitzen.
Ich hoffe, dass das noch lange so bleibt. Eine Garantie oder Gewissheit hat ja leider niemand von uns, ganz gleich, wie der individuelle Weg aussieht.

Gruß, Melanie

HansiB
30.10.2008, 14:07
Hallo Melanie,

das hört sich doch gut an. Das sich fordern kenne ich, wenn "gesunde" Mitwanderer lange Pausen machen und sich den Bauch füllen, laufe ich noch weiter, es funktioniert noch hervorragend.

Gruß Konrad

weinreich
14.11.2008, 16:46
gehe ich auf den beitrag tochter 75 ein.

es geht nicht um die milch , sondern um calcium plus vitamin d--organisches vitamin-.

folgerichtig ist das vorbringen von jürgvw völlig richtig. ich nehme höhrere werte.

gruss manni