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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diagnose PK



BergischerJung
07.12.2008, 00:03
Hallo zusammen. Vorige Woche habe ich die Diagnose PK erhalten, Thorax und Abdomen Ct waren in Ordnung, MRT ist am Montag. Ich gehe einfach mal davon aus(auch der radiologe und mein Uro gehen von einem negativen Befund aus) das auch der in Ordnung ist.Ich stelle meinen Pathobefund hier mal ein mit der Bitte um Therapieoptionen. Ich fühle ich bei meinem Doc gut aufgehoben, möchte aber mal Eure Meinung zu folgendem hören:

Mittelgradig differenziertes Adenocarcinom Beidseits der Prostata,nachweisbar in je etwas knapp 10 Vol% der Stanzbiopsate links apical und rechts lateral ohne erkennbare Lymphangiosis oder Venangiosis carcinomatosa neben einer gewöhnlichen nodülaren Prostatahyperplasie mit einer geringenretentionsbedingten Prostatitis links basal, zentral und lateral sowie rechts basal, zentral und apical.Bei klinisch offenbar unauffälligen Sono und Tastbefund mit Serum PSA 27,0ng/ml ergibt sich nach jetziger Kenntis:
TNM: G2 -pT1c(bzw 2c) - pR1
Gleason Score: 3+3=6 entsprechend Grad II


Kann eigentlich der recht hohe PSA Wert eine Mischung von der Entzündung und des PK kommen?
Ich bin für jede Info dankbar und durch ein Gespräch mit meinem Doc nicht mehr so down wie vor 2 Wochen

Helmut.2
07.12.2008, 00:48
Hallo BergischerJung,

neben einer gewöhnlichen nodülaren Prostatahyperplasie mit einer geringenretentionsbedingten Prostatitis Soweit ich in diesen paar Worten lese, hast Du eine leicht vergrößerte und Entzündung in der Prostata, sie sollte erst mal kuriert werden, denn daher kann der erhöhte PSA-Wert von 27 ng/ml herrühren!
TNM: G2 -pT1c(bzw 2c) - pR1
Gleason Score: 3+3=6 entsprechend Grad II Eventuell solltest Du noch einen Anforderung eines Zweitbefunds (http://www.prostatakrebs-bps.de/index.php?option=com_content&task=view&id=112&Itemid=108) machen lassen um dann sichere Diagnose zu haben und entsprechen zu therapieren!

Mach Dir jetzt keine so schlimme Gedanken über dies nicht gerade angenehme Nachricht. Du muß jetzt klare Gedanken fassen und eins nach dem andern angehen lassen!

Melde Dich, wenn Du die Diagnose vom MRT hast!

Du solltest noch dein Alter angeben und der Anfangs PSA bevor Du biopsiert worden bist.
Mach es Gut
Helmut

BergischerJung
07.12.2008, 01:14
Ich bin 65 Jahre, mein PSA war bei 35, dann erhielt ich erstmal ne Ciprobay Kur wegen fragl Prostatitis und der 27 PSA ist der letzte vor der Biopsie

Heribert
07.12.2008, 09:30
Hallo BergischerJung,
der histopathologische Befund ist eindeutig. Ein Teil des hohen PSA ist sicher noch der Entzündung geschuldet, spielt aber bei der Diagnose "PCa" keine wesentliche Rolle. Wenn der MRT-Befund eine klare Begrenzung des Tumors innerhalb der Kapsel vermuten läst, solltest Du Dich um eine nerv- und gefäßbandschonende OP bemühen oder mit einer LDR oder HDR-Brachy-Therapie auseinander setzen. Diese Therapien haben das Ziel den Krebs zu heilen. Die Nebenwirkungen sind unterschiedlich ausgeprägt und solltest Du unbedingt in Deine Überlegungen mit einbeziehen.
Eine Grundlage für Deine Überlegungen kann außer dem, was Dir Dein Urologe schon gesagt hat, der "Erste Rat" im KISP - Link im Kopfteil dieser Seite - sein.

Wichtig ist außer der sorgfältigen Diagnostik, die bei Dir erfolgt, in Ruhe und Besonnenheit, den für Dich besten Weg zu finden. Die Zeit dazu hast Du!

Alles Gute und einen schönen Sonntag
Heribert

Daniel Schmidt
08.12.2008, 09:18
Hallo BergischerJung,
der histopathologische Befund ist eindeutig. Ein Teil des hohen PSA ist sicher noch der Entzündung geschuldet, spielt aber bei der Diagnose "PCa" keine wesentliche Rolle.

Für die Diangose Prostatakarzinom spielt das keine Rolle, für die Therapieauswahl schon.

Bei einem PSA von 27 wäre ich sehr vorsichtig mit Seeds nur zu behandeln.
Aus meiner Sicht gehört eine Hormontherapie zu einer in Frage kommenden Strahlentherapie bei dem erhöhten PSA dazu. Ob Seeds das geeignete Verfahren bei diesem PSA, dem beidseitigem Stanzbefall und der (vermutlich) grossen Prostata ist, bleibt fraglich.
Wäre der PSA bei 7, würde man eine alleinige Strahlentherapie machen können.