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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernährung und Umwelt



camillo
22.07.2006, 09:13
Guten Morgen, Tag oder Abend liebe Forum-Leser,
erst durch meine Krankheit wurde ich zu einer genaueren Betrachtungsart meiner Ernährungsgewohnheiten und meiner Umwelt gezwungen. Voher, als "Gesunder Mensch", ist ja so etwas nicht notwendig! Schon, nachdem ich die Augen aufmache, werde ich durch die Massenmedien auf Horroereignisse aufmerksam gemacht, wie z.B.: BSB, Vogelgrippe, Antibiotika im Putenfleisch, Farbstoffe im Rindfleisch, Konservierungs und Geschmacksverstärker - Ursachen für Demenz und Alzheimer. Schweinefleisch, Milch und Sojaprodukte erhöhen das PCa-Riskio - angeblich um das 10-fache. Bio-Diesel aus subventioniertem Raps-Anbau erhöht das allgemeine Krebs-Risko um das 10-fache. Lt. Report tragen 10-20% der angebotenen Bio-Produkte das Siegel zu Unrecht. Und es geht immer noch so weiter!
Essen wir denn nur noch Sch..... und trinken wir nur noch Gülle?
Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da hatten die Lebensmittel noch alle notwendigen Mineralien und Vitamiene, die der menschliche Körper benötigte. Muß ich unbedingt auf Nahrungs-Ergänzungsmittel, Selen, Folsäure, Vitaminpillen und Schüssler-Salze zurück greifen, um mein Immunsystem zu stabilisieren?
Ich kann heute keinen ordentlichen Einkauf für den täglichen Bedarf organisieren, wenn ich an Massenprodukte von Obst und Gemüse oder Tier und Fleischprodukte aus Tierhaltungs-Kz denke.
Vergessen wir auch bitte nicht die Hartz4-Empfänger, die von der Krankheit betroffen sind.
Eure Meinung zu dieser Thematik interessiert mich sehr.
Herzlichst Jürgen W.

Hans-W.
06.08.2006, 11:17
Hallo Camillo,
Was kann man dazu sagen - ?! Die Anwort wirst du nicht finden. Wir alle haben hier die gleichen Probleme wie "gesunde Menschen", wir sind nur mehr sensibilisiert. Jeder muss den besten Kompromiss beim Einkauf suchen den es gibt. Bei z.B. Gemüsesorten bist du besser dran, tiefgefrorene Ware einzukaufen weil darin wesentlich mehr Vitamine etc. drin sind als angeblich frische Ware im Supermarkt. Die guten alten Zeiten, die du ansprichst waren ev. gar nicht so gut, wir waren damals nur nicht so gut informiert wie heute. Ein Tip noch - lass das Fleisch weg.
Gruß,
Hans-W.

KlausUwe
06.08.2006, 23:45
Hallo Camillo und Hans.

Essen aus der Tuete und Kübel, vorgefertigte Massenware: Längst haben Food - Design - Produkte der Nahrungsmittelindustrie ihren Siegeszug in Gaststätten und Hotels angetreten, längst quellen die Regale der Supermärkte mitvergleichsweise teuren ''Convenience"" - Produkte über. Von Fertigwaren ist hier die Rede. Dem Einheitsbrei und Einheitgeschmack begegnen wir überall.

Selbst Produkte; von denen wir glauben, dass sie eigentlich nur natürlich sein können, werden behandelt und manipuliert.

Nun ist jedem , der eine Hamburger - Braterei oder anderes Fasfood - Lokal aufsucht; bewusst, dass dort vorgefertigte, zentral hergestellte Waren fertig gebraten und arrangiert werden. Doch auch in einer feineren Gaststätte mit handgeschriebener Schiefertafel an der Wand passiert oft nichts anderes. Die Arbeit des so-genannte Kochs besteht häufig darin, das er Dosen öffnet, Kübelweise Massenware umrührt oder Tueten aufreist und das Ganze nur noch aufwärmt. Einheitsware bedeutet Einheitsgeschack.

Es gibt fast nichts mehr, was es nicht fertig gibt: Suppen, Salate, Pastasossen, Beilagengemüse, Chili con Carne, Chicken - Wings, Fischfilet, Scampi - Speisekartoffeln in fast allen Zubereitungformen, Gulasch und anderes Geschnitzeltes, Cordon bleu, Fleischspiesse; und Sauerbraten,oder Trockenei, das mit Wasser vermischt - Rührei gibt.
Man braucht in solchen Fellen keine Köche oder Köchinnen mehr.

Na dann guten Appetit

Alles Gute

KLAUS UWE

RuStra
07.08.2006, 23:17
Vielleicht ein Beitrag zur Frage der Zusammensetzung der Nahrung, speziell dem Verhältnis von Kohlenhydraten zu Fetten und Proteinen.

Das halte ich für den einen grossen Diskussionsstrang.
Der zweite ist die Sauberkeit und Qualität der Nahrung.
Der dritte die Bekämpfung der nach wie vor (und akkumliert in unserem body: immer mehr) von unserer nach-mir-die-sintflut-Ökonomie herausgehauenen Schadstoffe.

Barry Sears und Kollegen haben im American Journal for Clinical Nutrition einen Vergleich der Atkins-Diät mit der Zone-Diät gemacht und kommen zum Ergebnis, dass die Zone-Diät (die von Sears erfunden wurde) besser ist.

Beiden Ernährungsweisen ist die Kritik am zu hohen Kohlenhydrat-Konsum in der westlichen Welt gemeinsam.
(Und Krebs-Patienten sollten beim Thema Kohlenhydrate hellhörig werden, haben doch die meisten Krebs-Zellen einen heftig erhöhten Bedarf an Glukose ...)

Zur Begrifflichkeit "Ketogenic Diet" hier zunächst ein Link mit einem interessanten Artikel auf deutsch über die "Ketogene Diät":

http://www.ironsport.de/KetoTheorie.htm


In dem Frage-und-Antwort-Feature von heute
auf der Sears-homepage
www.drsears.com

fragte jemand nach einem Wechsel von Atkins zu Zone:


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http://www.drsears.com/askdrsearsfeatureopen.page

2006-08-07

Switching from the Atkins to the Zone Diet

Q. I've been on the Atkins diet for about three years, and I'm trying to get off it without gaining a whole bunch of weight. (I think I lost about five pounds on it.) I'm planning on trying to have a baby in about two years so I know I can't stay on a carb-free diet. I want to try to switch to the Zone Diet. What's the best way I can handle this?

A. My recent article (May 2006) in the American Journal of Clinical Nutrition indicates that the Zone Diet is superior to the Atkins diet in terms of fat loss and blood lipid chemistry. Unlike the Atkins diet, you can follow the Zone Diet for life. Just make sure that every meal is rich in non-starchy vegetables and selected fruits like berries with enough low-fat protein to cover the palm of your hand.

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Mein kürzlich im AJCN veröffentlichten Artikel hat gezeigt, dass die Zone Diet der Atkins Diet in Sachen Fettabbau und Blutfett-Chemie überlegen ist. Anders als bei der Atkins Diet kann man die Zone Diet ein Leben lang machen. Man muss nur sicherstellen, dass jedes einzelne Mahl reich an nicht-stärkehaltigem Gemüse und ausgewählten Früchten wie Beeren ist mit ausreichend fettarmem Protein, einer Handvoll.

Anbei der Abstract der AJCN-Studie.

gruss,
Rudolf

+++++++++++++++++++

American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 83, No. 5, 1055-1061, May 2006

http://www.ajcn.org/cgi/content/abstract/83/5/1055


ORIGINAL RESEARCH COMMUNICATION

Ketogenic low-carbohydrate diets have no metabolic advantage over nonketogenic low-carbohydrate diets1,2,3

Carol S Johnston, Sherrie L Tjonn, Pamela D Swan, Andrea White, Heather Hutchins and Barry Sears

1 From the Department of Nutrition, Arizona State University, Mesa, AZ (CSJ, PDS, and AW); Conscious Cuisine, Scottsdale, AZ (SLT); and Inflammation Research Foundation, Marblehead, MA (HH and BS)


Background:
Low-carbohydrate diets may promote greater weight loss than does the conventional low-fat, high-carbohydrate diet.

Objective:
We compared weight loss and biomarker change in adults adhering to a ketogenic low-carbohydrate (KLC) diet or a nonketogenic low-carbohydrate (NLC) diet.

Design:
Twenty adults [body mass index (in kg/m2): 34.4 ± 1.0] were randomly assigned to the KLC (60% of energy as fat, beginning with 5% of energy as carbohydrate) or NLC (30% of energy as fat; 40% of energy as carbohydrate) diet. During the 6-wk trial, participants were sedentary, and 24-h intakes were strictly controlled.

Results:
Mean (±SE) weight losses (6.3 ± 0.6 and 7.2 ± 0.8 kg in KLC and NLC dieters, respectively; P = 0.324) and fat losses (3.4 and 5.5 kg in KLC and NLC dieters, respectively; P = 0.111) did not differ significantly by group after 6 wk. Blood ß-hydroxybutyrate in the KLC dieters was 3.6 times that in the NLC dieters at week 2 (P = 0.018), and LDL cholesterol was directly correlated with blood ß-hydroxybutyrate (r = 0.297, P = 0.025). Overall, insulin sensitivity and resting energy expenditure increased and serum -glutamyltransferase concentrations decreased in both diet groups during the 6-wk trial (P < 0.05). However, inflammatory risk (arachidonic acid:eicosapentaenoic acid ratios in plasma phospholipids) and perceptions of vigor were more adversely affected by the KLC than by the NLC diet.

Conclusions:
KLC and NLC diets were equally effective in reducing body weight and insulin resistance, but the KLC diet was associated with several adverse metabolic and emotional effects. The use of ketogenic diets for weight loss is not warranted.

Key Words: Ketogenic low-carbohydrate diets • nonketogenic low-carbohydrate diets • weight loss • adults • insulin resistance