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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brauche Hilfe



Niki27
09.03.2009, 12:20
Hallo zusammen

Ich bräuchte etwas Hilfe und würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte.

Meinen Vater (63) hat man vor drei Wochen den Verdacht auf Krebs mitgeteilt da sein Wert bei 19 lag, zwei Tage danach hat man eine Biopsie gemacht. Der befund war leider Positiv ( bösartig ) und letzte Woche wurde ein CT gemacht wegen dem Verdacht das er schon gestreut hat. Leider Wissen wir diese ergebnisse noch nicht aber ich hoffe das es nicht so ist.
Nach diesen ganzen schreckens Nachrichten hab ich das www durch forstet und versucht mich schlau zu machen, aber leider bin ich jetzt nur noch mehr durcheinander da ich nicht wirklich was mit diesem Ärztelatein anfangen kann.
Ich würde gerne wissen was eventuell alles noch auf meinen Vater zu kommt da ich mir große Sorgen um ihn mache und ich mir ziemlich Hilflos vorkomme.

Bitte kann mir vielleicht einer helfen? Niki

Monika.l
09.03.2009, 12:48
Hallo,man müsste noch den Gleason Score wissen,und das Grading.Wahrscheindlich wird der Befund des Ct nichts zeigen,denn mein Papa hat einen Wert von 100,und man hat nichts gesehen,ich denke man wird ihm eine Hormontherapie vorschlagen.Der Prostatakrebs wächst sehr langsam,das du dir Sorgen machst,kann ich nachvollziehen,ging mir genauso,(schau doch mal in mein Profil).Du kannst mich auch gerne privat anschreiben,wenn es dir hilft,bin zwar kein Profi,aber jeder austausch tut gut,

liebe Grüß Moni

weinreich
09.03.2009, 12:53
hallo nickii 24

man muß erstmal wissen...die angabe fehlt...wie der gleason-wert ist.

dann kann man sagen,ob ein szintigramm gemacht werden muß.

eine ct-aufnahme bringt nicht viel. hier gibt ist die untersuchungen mit...pet..ct oder..mrt mit der endorektalenspule.
erst einmal müssen mehr angaben gemacht werden,dann melden sich schon die forumsteilnehmer.

gruss aus hamburg

manni

Niki27
09.03.2009, 13:02
Vielen lieben dank an euch.

Leider weiß ich auch nicht mehr da wir 150 km entfernt wohnen und meine Mutter jedesmal anfängt zu weinen wenn ich was frage und mein Vater gar nicht darüber spricht aber ich werde versuchen die ganzen werte zu bekommen.

Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben ich bin fix und fertig aber ich werde alles versuchen damit ich noch mehr informationen von meinen Eltern bekomme.

Lieben gruß Niki

weinreich
09.03.2009, 13:06
hallo nikki

du kannst dich auch,oder dein vater, an eine selbsthilfegruppe wenden.

dies bringt sicherheit.
der bundesverband hat eine liste..... bps....
ich bin mitglied der shg promann-hamburg.

mir hats viel gebracht.

gruss aus hamburg

manni

weinreich
09.03.2009, 13:13
hallo nikki

immerhin hats du in ca. 40 minuten ca 23 hits.

zur zeit sind es leichte fragestellungen. warum wird nicht geantwortet.

nicht so gut....... nikki ist doch völlig neu.

gruss aus hamburg

manni

Silberschatten
09.03.2009, 13:24
Liebe Niki,

ich kann Dir gut nachfühlen. Uns, also meinem Papa und eben meiner Mutter & mir ging es vor 2 Jahren, kurz vor Weihnachten so, und wir mussten mit den ganzen Untersuchungen bis nach Neujahr warten! Und dann dauert das ja alles so furchtbar lange, Schrecklich.

Meinen persönlichen Erfahrungen nach kann das alles ganz unterschiedlich laufen. Der Tipp mit der Selbsthilfegruppe ist gut. Deine Eltern brauchen halt auch erstmal nen Moment, ebenso wie Du, um damit klar zu kommen. Je mehr man dann weiss, wie genau es aussieht, umso "einfacher" ist es dann immerhin, sich damit auseinanderzusetzen. Momentan steht ja einfach nur diese riesige, furchtbare Diagnose im Raum, ohne Details. Und selbst mit Details gibt es so unterschiedliche Meinungen - gerade von Betroffenen auch noch.. Aber man darf sich da nicht verunsichern lassen. Jeder Mensch ist anders....

Aber, in guten Fällen kann es auch heissen, dass gar nicht operiert werden muss, "nur" Hormontherapie zB. und vielleicht erreicht Dein Papa dann ein ganz hohes Alter, ohne den Krebs überhaupt ganz schlimm wahrzunehmen!! Vielleicht wird er auch operiert und hat dann nie wieder Probleme damit!

In einer Selbsthilfegruppe lernt man die verschiedensten Leute kennen, mit den unterschiedlichsten Verläufen und Therapieformen. Vielleicht kannst Du Deine Eltern ja tatsächlich behutsam darauf bringen, da mal vorbeizugehen. Den Menschen da geht es doch genauso!

Fachlich kann ich Dir nicht so viel erklären, sorry. Aber, ich drück Dir die Daumen, dass Ihr Euch bald mit der Diagnose auseinandersetzen könnt, mit etwas weniger Panik. Auch wenn's schwer ist. Wir haben uns immer gesagt: Es gibt soo viele Männer, die leben damit. Manche sogar mit wenig Problemen. Also gibt's die Möglichkeit, dass es bei uns auch so wird. Und mein Papa ist nicht gerade der Optimist in Person. Aber, mit familiärer Unterstützung kommt man weiter, Tag für Tag!

Alles gute!

Silberschatten

Niki27
09.03.2009, 13:24
Danke Manni ich werde mich da mal schlau machen.

Mein Vater würde da nicht hingehen da er so tut als wäre es nur eine leichte Erkältung. Aber ich glaube das er genauso viel , wenn nicht noch mehr Angst hat und deshalb versucht alles schön aussehen zu lassen.
Mein Opa hatte auch PK und mein Vater hat seinen leidensweg mitbekommen.Ich war damals noch zu klein daher weiß ich nicht wirklich viel darüber aber er hatte überall Metastasen ausser in der Lunge.

Niki27
09.03.2009, 13:33
Lieber Silberschatten

danke auch dir für deine Lieben Worte.

Eine OP muß sein das haben die Ärzte schon gesagt da der PK sehr bösartig sein soll (laut Ärzte).
Habe auch gerade erfahren das morgen die restlichen Ergebnisse da sein werden und das mein Bruder mitgeht um die restlichen Werte zu bekommen. Ich hoffe das wir dann endlich gewissheit haben was nun los ist und wie es weiter geht.

Niki

silver dollar
09.03.2009, 14:39
Lieber Silberschatten

danke auch dir für deine Lieben Worte.

Eine OP muß sein das haben die Ärzte schon gesagt da der PK sehr bösartig sein soll (laut Ärzte).
Habe auch gerade erfahren das morgen die restlichen Ergebnisse da sein werden und das mein Bruder mitgeht um die restlichen Werte zu bekommen. Ich hoffe das wir dann endlich gewissheit haben was nun los ist und wie es weiter geht.

Niki
Moin Niki,
es ist schwer so was zu verarbeiten, trotzdem wichtig zu einer Beurteilung waere, ich versuch das mal im Detail zu schildern
a)der PSA Wert vor der Biopsie
b)aus der histologischen Untersuchung der Gleason Score da steht z.B. 3+3=6, im wesentlichen definiert sich hier die Agressivitaet des Karzinoms
c)eine Tumorklassifizierung faengt mit T an z.B. T2b
d)es waere sinnvoll zu wissen wie viele Stanzen bei der Biopsie genommen wurden und wie viele wo von einem Karzinom infiltriert sind
e)Dein Vater hat an sich eine Lebenserwartung die es schwer macht den Krebs ohne groessere Therapien einfach auszusitzen in der Hoffnung mit dem Krebs durch was auch immer statt durch den Krebs zu sterben
f)kurative also Therapien mit einem Ansatz nicht Garantie der Heilung
sind entweder Radikaloperation mit meistens Lymphknotenentfernung
oder Strahlentherapie in verschiedenen Varianten
g)vor Therapieentscheidung sollten m.E. auf der Basis der vorgenannten Werte noch weitere Detaildiagnosethemen erfolgen.
Denke das ist erst mal genug fuer den Anfang, es sagt sich leicht, weis ich, aber selbst wenn es ein Karzinom der Prostata ist, dann bestehen eine Menge Moeglichkeiten zur kurativen und/oder palliativen Behandlung.

Ich druecke die Daumen

Gruss aus dem Norden

Bernhard A.
09.03.2009, 22:25
Hallo Niki !
<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-comhttp://forum.prostatakrebs-bps.de/ /><o:p></o:p></P><P><FONT face=
Hast Du schon den „ersten Rat“ gelesen ?
Oben in der dritten Reihe dieser Maske kannst Du K I S P anklicken und dann in der linken Reihe den „Ersten Rat“.
Von Dir ein


OP muß sein das haben die Ärzte schon gesagt da der PK sehr bösartig sein soll (laut Ärzte).

Wenn Du diese Informationen gelesen hast, wirst Du über Dein vorstehendes Zitat eventuell anders denken.
Ihr müsst Eure Entscheidungen selber treffen und die Ärzte als guter Ratgeber und Helfer betrachten. Mit den „Nebenwirkungen“ Eurer Entscheidung müsst Ihr auch allein fertig werden.
<o:p></o:p>
Gruß
Bernhard A.
__________________________________________________ ______
Wer sich treiben lässt, kann das Ufer nicht bestimmen
(gehört im NDR-Radio)

<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
<o:p></o:p>

Tochter75
10.03.2009, 20:41
Hallo Nikki,
die Ungewissheit ist ganz schlimm, ich bin im Sommer 2007 auf das Forum gestoßen, weil mein Vater Ende Mai 2007 unter ganz gruseligen, lebensbedrohlichen Umständen mit der Diagnose konfrontiert wurde (s.Profil). Der Gleason Score ist bei ihm 4+5=9, Harnblaseninfiltration, Lymphknotenmetastasen und Knochenmetastasen, Ausgangs-PSA 783 (!).

Also so ungefähr das schlimmste am PK, was einen ereilen kann.

In zwei Monaten ist es zwei Jahre her, dass wir mit diesen gravierenden Werten konfrontiert wurden und meinem Vater geht es immer noch gut. Nach langem hin und her und dem Rat seines wirklich guten Urologen macht mein Vater gerade eine Chemo mit Taxotere, er hat gerade den 3. Zyklus hinter sich und es geht ihm erstaunlich gut. Er hat überhaupt keine Nebenwirkungen (am erstauntesten ist meine Mutter darüber, die im letzten Jahr wegen Brustkrebs eine Chemo hatte, bei der es ihr sehr schlecht ging), außer leichtem Haarausfall, aber noch sind seine Haare vorhanden, wenngleich gelichtet, aber das fällt bei ihm, er ist jetzt 76, noch nicht so auf. Sein Urologe meint, mit der Chemo halten wir den PK erst mal zwei weitere Jahre in Schach und dann sehen wir weiter.

Wichtig ist: Niemals den Mut verlieren! Egal, wie gruselig die Befunde sind, es ist niemals ein akutes Todesurteil und wenn man positiv mit der Sache umgeht, hat man immer noch viel Lebensqualität.

Gruß, Melanie