PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vernünftige Vorgehensweise?



fragende
01.08.2006, 11:45
Guten Tag zusammen,

bei meinem Vater wurde aufgrund eines erhöhten PSA-Wertes (den ich leider nicht weiß) eine Biopsie durchgeführt. Nun hat er von seinem Urologen erfahren, dass das Ergebnis der Gewebeprobe unklar sei und in vier Wochen erneut eine Biopsie duchgeführt werden soll.
Leider (?) ist mein Vater im Umgang mit Ärzten sehr gutgläubig ("Er ist der Arzt", "Er wird schon wissen, was er macht" etc.) und ich drehe eher durch, weil er keine kopierten Befunde hat, nicht weiß, was denn bitte ein unklarer Befund ist... Meine Frage: Kann es einen medizinischen Grund haben, dass die nächste Biopsie erst in vier Wochen durchgeführt wird (warum nicht schnellstmöglich?) oder wäre es sinnvoll, da auf ein schnelleres Vorgehen zu drängen?
Vielen Dank und viele Grüße,
Fragende
<!-- / message -->

ruggero1
01.08.2006, 20:11
Liebe Fragende,
es ist schon sehr schwierig, eine Stellungnahme abzugeben, wenn die Hinweise so spärlich sind. Wie alt ist denn Ihr Vater? War er bisher regelmäßig zu den Vorsorge-Untersuchungen, und wie waren die PSA-Werte? Wie hoch war denn der Wert, der Anlass zur Biopsie gab? Und wie Sie schon richtig sagen, wäre eine Angabe darüber, warum der Befund "unklar" war, auch ganz hilfreich.
Also insgesamt besteht noch erheblicher Klärungsbedarf, bevor etwas zu der zweiten Biopsie innerhalb von vier Wochen gesagt werden kann. Ich persönlich hatte schon genug davon, nach einer einzigen die ganzen Antibiotika schlucken zu müssen, weil ich die nicht gut vertrage. Vielleicht besteht dieses Problem bei Ihrem Vater nicht, aber risikolos sind zwei Biopsien innerhalb von vier Wochen sicherlich nicht.
Könnten Sie nicht versuchen, alle wesentlichen Informationen zu erhalten und hier einzubringen?
Alles Gute!
Rüuggero1

Klaus-Jürgen
02.08.2006, 10:29
Liebe Fragende,

MEine Oma meinte immer: bloss nicht dran rühren!
Biopsien sind m.E. grundsätzlich ein Eingriff und eine Belastung für die Prostata auch mit den Möglichkeiten der Streuung, d.h. Öffnen des Tumors durch die Nadelstiche und Streuung über die Stichkanäle in die Blutbahnen.
Andererseits kann es sein, dass bei der ersten Biopsie der Tumor gar nicht getroffen wurde?! Es sind also noch viele offene Fragen mangels fehlender Informationen. Vielleicht stellen sie einfach mal alle Infos die sie haben hier ins Foum.
Alles gute
Klaus-Jürgen

PeterP
02.08.2006, 23:25
Hallo "Fragende",
ein "unklares" Ergebnis heist hier im Klartext, es wurde kein malignes Gewebe in den Biopsieproben gefunden. Da die Prostata bei der Biopsie quasi in einem Raster gestochen wird, müsste der Tumor zumindest noch klein genug sein, um sich dazwischen zu "verstecken".
Somit besteht bestimmt kein Grund zur Panik und man sollte die Sache mit Überlegung angehen. Aber was ist, wenn Ihr nach der nächsten Biopsie genauso schlau dasteht wie jetzt? Keiner kann garantieren, das die Nadeln beim zweiten mal ins schwarze treffen.
Es wäre jetzt vielleicht zuerst eine PET-CT angebrachter, um zumindest eine genauere Orientierung über die Position des Tumors zu haben, sofern überhaupt etwas sichtbar wird.
Viel Erfolg
PeterP