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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Killerbrut: Die verschwiegene Katastrophe



RuStra
26.08.2009, 11:08
In der ARD-Mediathek (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2894692) ist jetzt noch einige Wochen ein Beitrag des WDR zu sehen, der vorgestern Abend über die TV-Schirme flimmerte:

"Deutsche Ärzte gehen nicht gern ins Krankenhaus, und sie wissen auch, warum. Jedes Jahr infizieren sich in deutschen Kliniken bis zu 1,5 Millionen Patienten mit Bakterien. Bis zu 40.000 Menschen sterben daran - Jahr für Jahr. Das sind weit mehr, als hierzulande dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, mehr als an AIDS oder jeder anderen meldepflichtigen Infektionskrankheit sterben."

Beim WDR kann man sich das Manuskript als pdf bestellen (gratis), bei
Gertrud.Nippen@WDR.DE

Eine Riesen-Schweinerei, die VÖLLIG vermeidbar wäre, wie z.B. die Niederlande zeigen - wo es so gut wie keine resistenten Keime in den Krankenhäusern gibt und wo mit deutschen Patienten, die in den letzten 3 Monaten in einer deutschen Klinik waren, so umgegangen wird:

"Kranke aus Deutschland gelten in den Niederlanden grundsätzlich als Hochrisiko-Patienten"

Ich finde, hier ist eine wütende Protest-Note dieses unseren Patienten-Verbandes an das Gesundheitsministerium fällig!
Da kümmern wir uns ständig mit Blick auf die auch klinische Behandlung des PCa um die "besten Adressen" und können absolut NICHTS empfehlen in Bezug auf die "saubersten" Kliniken, weil die Schlamperei überall vorhanden ist.

Schaut euch mal den Beitrag an,
Grüsse,
Rudolf

Anonymous1
26.08.2009, 18:56
Von "verschweigen" kann keine Rede sein, die Keim- und Bakterienmisere ist ein beliebtes Thema für Wiederholungssendungen.

Siehe hier aus 2005 zum Beispiel: http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/hippokrates/ARTE_20Gesundheitsmagazin/Archiv/828940.html

HorstK
26.08.2009, 20:43
Dreckspatzen in Weiß:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/273/315166/text/

noch mehr:

2. Juli 2001
AWMF übernimmt Arbeitskreis "Krankenhaushygiene"
Das Präsidium der AWMF hat im Mai 2001 beschlossen, den "Deutschsprachigen Arbeitskreis für Krankenhaushygiene" zukünftig als Arbeitskreis der AWMF zu führen. Damit wird die Entwicklung praxisgerechter Hygiene-Empfehlungen noch enger an die wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften gebunden.
http://www.hygiene-klinik-praxis.de/
http://www.medknowledge.de/fach/hygiene.htm

Suitum
26.08.2009, 21:26
In der ARD-Mediathek (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2894692) ist jetzt noch einige Wochen ein Beitrag des WDR zu sehen, der vorgestern Abend über die TV-Schirme flimmerte:

"Deutsche Ärzte gehen nicht gern ins Krankenhaus, und sie wissen auch, warum. Jedes Jahr infizieren sich in deutschen Kliniken bis zu 1,5 Millionen Patienten mit Bakterien. Bis zu 40.000 Menschen sterben daran - Jahr für Jahr. Das sind weit mehr, als hierzulande dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, mehr als an AIDS oder jeder anderen meldepflichtigen Infektionskrankheit sterben."

Beim WDR kann man sich das Manuskript als pdf bestellen (gratis), bei
Gertrud.Nippen@WDR.DE

Eine Riesen-Schweinerei, die VÖLLIG vermeidbar wäre, wie z.B. die Niederlande zeigen - wo es so gut wie keine resistenten Keime in den Krankenhäusern gibt und wo mit deutschen Patienten, die in den letzten 3 Monaten in einer deutschen Klinik waren, so umgegangen wird:

"Kranke aus Deutschland gelten in den Niederlanden grundsätzlich als Hochrisiko-Patienten"

Ich finde, hier ist eine wütende Protest-Note dieses unseren Patienten-Verbandes an das Gesundheitsministerium fällig!
Da kümmern wir uns ständig mit Blick auf die auch klinische Behandlung des PCa um die "besten Adressen" und können absolut NICHTS empfehlen in Bezug auf die "saubersten" Kliniken, weil die Schlamperei überall vorhanden ist.

Schaut euch mal den Beitrag an,
Grüsse,
Rudolf


Ich kann Rudolf nur zustimmen. Ich habe mir im vergangenen Herbst im Klinikum Traunstein ein Helikobakter Aureus - antibiotikum resistent - eingefangen und 4 Monate intensivster Therapie gebraucht, um das Biest wieder los zu werden. Die hygiensichen Bedingungen in dem Kreiskrankenhaus waren in der Urologie erschütternd: 3 Patienten pro Zimmer, jeweils 2 Zimmer mit einem Klo und einem Waschbecken. Dusche über den Gang. Pfleger chronisch überlastet.

Schönen Gruss

Suitum

Suitum
26.08.2009, 21:30
Ich kann Rudolf nur zustimmen. Ich habe mir im vergangenen Herbst im Klinikum Traunstein ein Helikobakter Aureus - antibiotikum resistent - eingefangen und 4 Monate intensivster Therapie gebraucht, um das Biest wieder los zu werden. Die hygiensichen Bedingungen in dem Kreiskrankenhaus waren in der Urologie erschütternd: 3 Patienten pro Zimmer, jeweils 2 Zimmer mit einem Klo und einem Waschbecken. Dusche über den Gang. Pfleger chronisch überlastet.

Schönen Gruss

Suitum
Wer sich einmal einen Helikobakter aureus in einer Klinik eingefangen hat, der weiß wie schwer es ist, so einen antibiotikum resistenten Bg wieder loszuwerden. 4 Montae diversester Kombipräparate aus Sufonamiden und Penizillinen mit den bekannten Nebenwirkungen. Wie machen das bloß die Holländer ??

Schönern Gruß, Suitum

RuStra
26.08.2009, 21:54
Wie machen das bloß die Holländer ??



sie untersuchen mehr, und zwar zu anfang - bis zum ergebnis wird der frisch aufgenommene patient isoliert

und der mikrobiologe hat das sagen bei der antibiotika-anwendung, nicht der arzt - durch falsche antibiotika-anwendungen entstehen resistenzen

Heribert
26.08.2009, 21:56
Hallo Suitum,
also was denn nun? Einen Helicobacter pylori oder einen Staphylococcus aureus oder beide?

RuStra
26.08.2009, 21:56
Damit wird die Entwicklung praxisgerechter Hygiene-Empfehlungen noch enger an die wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften gebunden.


in dem film wurde gesagt, dass das problem in der einhaltung der richtlinien liegt: "empfehlungen" können eingehalten werden oder auch nicht. wenn keine sanktionen drohen, läuft alles weiter seinen (a)sozialistischen gang.

Suitum
26.08.2009, 22:34
Sorry, Heribert, es war der Staphylococcus aureus, - hab mich einfach vertan.

Gruss . Suitum

HorstK
26.08.2009, 23:04
in dem film wurde gesagt, dass das problem in der einhaltung der richtlinien liegt: "empfehlungen" können eingehalten werden oder auch nicht. wenn keine sanktionen drohen, läuft alles weiter seinen (a)sozialistischen gang.

Welch ein Fortschritt in der Entwicklung praxisgerechter Hygiene in Deutschland:

Von "Empfehlungen" im Jahr 2001 zu "Richtlinien" im Jahr 2009

- mit welchem Ergebnis ?