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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : OP-Bericht verschwunden



grolman
17.10.2009, 17:31
Am 12.08. wurde ich in der MHH an der Prostata operiert, bin nach wie vor inkontinent. Ich forderte mehrfach einen OP-Bericht an, die erste Seite erhielt ich nach nochmaliger Aufforderung am 24.09. danach hieße es der OP-Bericht wäre auch nicht mehr in der Krankenakte!!! Was kann und sollte ich unternehmen?

Gruß Dirk aus Hannover

Norbert52
19.10.2009, 19:36
Hallo Dirk,

ich glaube, Dein Beitrag ist hier falsch... Verschiebe ihn mal in die Rubrik "Gesundheitspolitik, Recht und Soziales". Ich bin sicher, dass Dir da jemand kompetent antworten kann. Ich habe leider keine Ahnung würde aber in jedem Fall auf die Aushändigung des "verschwundenen" OP Berichtes bestehen.

Bonne chance und Gruss,

Norbert

Pinguin
19.10.2009, 20:17
Hallo Norbert,

das ist hier die von Dir angegebene Rubrik.

@ Dirk, Du hast Anspruch auf die Krankenakte, und zwar ohne wenn und aber. Es wird sich dann sicher um eine Fotokopie handeln, für die Du aber nicht zur Kasse gebeten werden kannst. Ein solcher Bericht kann auch nie verschwinden, weil er in einem Klinikum in jedem Falle per PC abgespeichert wurde. Also bitte, hartnäckig am Ball bleiben.

Anonymous2
20.10.2009, 11:56
Hallo Norbert,
bitte beachte diese Hinweise:
"Dein" Urologe muss in der "Deiner" Krankenakte einen Bericht des Krankenhauses über die erfolgte OP haben. Bitte um eine Kopie dieses Berichtes. In der Betrefffzeile steht u.a. grundsätzlich auch das Aktenzeichen des Krankenhauses bzw. am Ende des Berichtes der Name des Arztes. Als nächstes dann einen Brief per Einschreiben an die Leitung der Verwaltung und unter Nennung des Aktenzeiches u/o Namen des Arztes den OP-Bericht (in der Regel erhält man einen Auszug) anfordern. Ich würde aus taktischen Gründen die bereits vergebliche Anforderung nicht erwähnen.

Zur Inkontinenz:
Diese Nebenwirkung der OP muß nicht auf einen "Fehler" des operierenden Arztes zurückzuführen sein. Deshalb muß der OP-Bericht nicht immer entsprechende Hinweise etc. enthalten. Je nach der Größe der Prostatakapsel und der Krebsausbreitung wird ein angemessener Teil der Harnröhre entfernt. Es kann dann vorkommen, dass der zweite Schließmuskel in Mitleidenschaft gezogen wird. Dieser Muskel kann aber auch aus anderen Gründen bereits eine "Vorschädigung" aufweisen. Diese Umstände lösen dann evtl. eine Inkontinenz aus. Ob dieser Umstand zu reparieren ist, sollte ein Urologe mit entsprechenden Erfahrungen (Klinik mit großer Urologie) abklären. Insofern u.U. entsprechende Auskünfte einholen (Selbsthilfegruppe).

BurgerH
20.10.2009, 13:08
Am 12.08. wurde ich in der MHH an der Prostata operiert, bin nach wie vor inkontinent.?


Hallo Dirk,

das kann einige Monate dauern, bis die Kontinenz wieder hergestellt ist. In der Regel max. 1 Jahr.

Bei mir waren es rund 9 Monate nach der OP. Heute bin ich zu 100% kontinent.

Gruß

Hansjörg Burger
Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

grolman
21.10.2009, 17:50
danke Hansjörg Burger,

warst Du nach der OP zur REHA, wenn ja wo und kannst Du es empfehlen?

BurgerH
21.10.2009, 17:57
warst Du nach der OP zur REHA, wenn ja wo und kannst Du es empfehlen?

Ja, ich war in der Staufenburg-Klinik in Durbach, das liegt in der Nähe von Offenburg in der Ortenau, im mittleren Schwarzwald.

Ich bin ein Durbach-Fan wegen:



Qualität und Atmosphäre in der Klinik
der guten Weinlage (rot und weiß)
der guten Gastronomie
der Nähe zu Frankreich, Strasbourg ist nur etwa 20 Minuten entfernt

Gruß

Hansjörg Burger
Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

Anonymous1
21.10.2009, 18:01
danke Hansjörg Burger,

warst Du nach der OP zur REHA, wenn ja wo und kannst Du es empfehlen?

Hallo Dirk, dieser Frage entnehme ich, dass Du nicht zur AHB warst. Hast Du denn wenigstens Kontinenzübungen nach Anleitung gemacht? Hast Du keine Kontinenz-Verbesserung seit OP?

grolman
28.10.2009, 17:31
Hallo Dirk, dieser Frage entnehme ich, dass Du nicht zur AHB warst. Hast Du denn wenigstens Kontinenzübungen nach Anleitung gemacht? Hast Du keine Kontinenz-Verbesserung seit OP?

AHB wurde vom Sozialdienst der MHH abgelehnt, daher mache ich jeden Tag Kontinenzübungen, hat aber bisher keine Verbesserung gebracht.

SAGI00
28.10.2009, 18:14
Hallo grolman,
eine AHB kann nicht abgelehnt werden sie steht dir gesetzlich zu ! gehe zu deinem URO und verlange, dass das formular ''MUSTER 60'' vom uro ausgefüllt wird, anschliessend damit zur Krankenkasse, die es wiederum an die BFA/ LVA weiterleitet. Dann kommen natürlich wieder formulare für die AHB zurück die der URO nochmal vervolständigen muss. das ganze paket wieder zur krankenkasse die es dann wieder an die BFA/ LVA schickt. die zusage kommt dann schnell (dauert keine 2 wochen). bei mir wars so !
ciao und alles gute !

Heribert
28.10.2009, 23:36
Hallo Grolmann,

Für Niedersachsen (http://www.deutsche-rentenversicherung-braunschweig-hannover.de/nn_35010/DRVBSH/de/Inhalt/__Downloads/AHB-Brosch_C3_BCre,templateId=raw,property=publication File.pdf/AHB-Brosch%C3%BCre) gelten diese Richtlinien zur AHB

Eine ganz allgemein gefasste Abhandlung findest Du hier... (http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Anschlussheilbehandlung-17.html)

Der Sozialdienst des Krankenhauses hat über eine Auswahl nicht zu befinden sondern lediglich, die Antragstellung in Verbindung mit dem Behandelnden Arzt zu unterstützen. Es gibt natürlich so arogante Chefs, die nach einer RPE behaupten, dass ihre Patienten wegen des hervorragenden Ergebnisses keine AHB benötigen und es Ablehnen den "Befundbericht zum Antrag auf Anschlussrehabilitation (AHB) (http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_18862/DRVB/de/Inhalt/Formulare__Publikationen/Formulare/Aerzte/gro_C3_9Fdruckformulare__aerzte/g1409__1410__gro_C3_9Fdruck,templateId=raw,propert y=publicationFile.pdf/g1409_1410_gro%C3%9Fdruck)" zu erstellen.

Als Betroffener, dessen Kontinenz nicht wiederhergestellt ist, kannst Du auf eine stationäre AHB, auch mit formlosem Antrag, an den für Dich zuständigen RV-Träger bestehen.

Herzliche Grüße
Heribert