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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prostatakrebs mit diffusen Knochenmetastasen



claudia16lara
09.08.2006, 08:50
Vor einer Woche wurde bei meinem Vater (64 J.) Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt.
Hier die Details:
Diagnose:
Stanzbiopisch ossär metastasiertes Prostata-Ca (Histo: Adeno-Ca, G3, Gl. 3+4=7, 100 % rechts, 50 % links)
diffuse Knochenmetastasen
Therapie:
Einleitung einer antiandrogenen Therapie mit Androcur 100 2 x 1 für weitere 14 Tage, dann überlappende Einleitung einer LH-RH-Analoga-Therapie.
Verabreichung einer Bisphosphonatinfusion (Zometa, 4 mg) 1 x monatlich
PSA bei Aufnahme: 3702
PSA bei Entlassung: 2832
nach 4 Tagen mit Androcur.
Nun zu meinen Fragen:
Können wir anhand des gesunkenen PSA-Wertes davon ausgehen, dass die Hormontherapie anschlägt?
Ist die Therapie richtig angesetzt?
Was mir richtig Sorgen macht, ist dieser wahnsinnig hohe PSA-Wert. Wie sind die Prognosen?
Vielen lieben Dank an alle, die uns helfen können.
Gruss
Claudia

Urologe
09.08.2006, 09:23
Hallo Claudia,

die Therapie ist im Prinzip richtig.

Androcur 100 gibt es nicht, nur 50 und 10 mg Tabletten - welche nimmt er.
Die Dosis 2 x 100 mg wäre OK.


Wichtig wäre Anfangs aber eine Maximaltherapie, um so schnell wie möglich
die "Notbremse" zu ziehen.

Dazu gehören Amdrocur, LH-RH-Analoga, 5-a-Reduktase, Zometa, Calcium, Vit. D3, Calcitriol, Vit. E, ggf. Honvan oder low-dose-Chemo. Eine Samarium-Behandlung muss erwogen werden.

Machen Sie sich hier ersteinmal in den Texten schlau.

Gruss
fs

claudia16lara
09.08.2006, 09:46
Mein Vater bekommt

2 x 50 mg morgens
2 x 50 mg abends