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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Da bin ich wieder



premme
06.02.2010, 12:57
Hallo,
es ist wieder soweit, ich muß / will mich wieder an Euch wenden.
Ich bin ja ehrlich, habe in der letzten Zeit versucht alles etwas zu verdrängen, da ich ja noch andere Baustellen im Körper habe.
Habe gerade mein Profil ergänzt. Ihr braucht nicht nachzusehen, ich schreibe es kurz hier.
Ausschabung März 09.
Dann PSA : Juli 09 = 0,285, Sept. 09 = 1,980, Dez. 09 = 4,590

Er steigt also wieder. Mein Doc sprach gleich wieder von Total OP, oder Hormonspritze. Meine "Zweitmeinung" beruhigte und meinte, in 2 Monaten nochmal PSA messen und Stanzen.
Nun ist die Zeit bald wieder ran, hatte mir Feb. 2010 als Untersuchungstermin gesetzt

Bin ja gewillt was zu unternehmen, aber was ?. Alles soll Nebenwirkungen haben. Ich weiß, die Entscheidung muß ich selbst treffen.

Hatte vor 3 Monaten Knochenzyntigramm, Betreff WS, Befund: Neigt zu Entzündungen, deshalb fast täglich IBO nehmen.

Vielleicht habt Ihr ein paar Ratschläge für mich.

Danke
Gruß premme

Daniel Schmidt
07.02.2010, 12:41
Sie sind noch jung und brauchen eine Behandlung, die Sie von diesem Tumor heilen soll.

Mit einer alleinigen Hormontherapie und weiteren TUR-Ps kann man davon ausgehen, dass Sie den Tumor für die nächsten Jahre beherrschen können.
Allerdings wird nach ein paar Jahren spätestens der Tumor hormonrefraktär werden, streuen und Sie werden leider vermutlich daran sterben.
In dem jetzigen Stadium kann man sich sowohl für eine OP wie auch für eine Bestrahlung entscheiden.
Damit sind die Heilungsaussichten gut.
An Ihrer Stelle würde ich noch ein Bild vom Becken jetzt machen.

Falls Sie noch nicht beim Strahlentherapeuten waren, dann sollten Sie bald hingehen. Entscheiden kann man sich nicht, wenn man sich nicht informiert.

premme
09.02.2010, 08:39
Hallo Herr Daniel Schmidt,
war gestern beim Uro, Blut-PSA. Nach einem Gespräch sind wir erstmal so verblieben, ist der Wert gesunken, weiter abwarten, mit PSA Kontrolle.
Ist er gestiegen, werde ich, da ich keine OP oder Hormonbehandlung möchte, mich einer Bestrahlung unterziehen.
Er will mich dann an ein bekanntes Behandlungszentrum überweisen. Dort dann erstmal Gespräch über Art usw.
Es gibt ja mehrere Behandlungsmöglichkeiten.
Frage: Kann man eine besonders empfehlen ?.
Vielleicht können sie mich beraten ?

Gruß premme

Daniel Schmidt
09.02.2010, 17:34
An Ihrer Stelle würde ich in die Uni (Charité) gehen.

manni1
09.02.2010, 18:04
Hallo premme,

würde dir dringend empfehlen schnell etwas zu unternehmen, und lasse dich in einer guten und bekannten Klinik beraten. Denn man weiß nie wie schnell die Krebsgeschichte voran geht. Lies ruhig mal meine Geschichte, wir sind der gleiche Jahrgang.
Alles Gute!

Lg manni1

spertel
09.02.2010, 18:18
Hallo premme

Ich habe mich im letzten Jahr in der Charité, Campus Virchow, Amrumer Str. im Wedding einer IMRT-Strahlentherapie erfolgreich unterzogen.

Mein Ansprechpartner war Oberarzt Dr. Böhmer, ein guter Mann......sprich den einfach mal an. Einziger Nachteil, man hat dort offensichtlich nur einen Linearbeschleuniger, wenn der mal streikt gibt´s längere Wartezeiten oder man wird wieder nach Hause geschickt.

Ich würde dort mal vorsprechen, aber bedenke, es gibt recht lange Wartezeiten.

Gruss

Spertel

premme
20.02.2010, 17:08
Hallo,
Danke Daniel Schmidt, mann1, und spertel für eure Beiträge.
Habe mich nun entschlossen, fahre am Montag, dem 22.02.2010 nach Hamburg in die Martini Klinik. Habe dort eine Sprechstunde bei Prof. Huland.
Ich werde in diesem Thread dann weiter berichten.
Bis dann.
Gruß premme

premme
23.02.2010, 07:58
Temin steht.
Wie bereits geschrieben, war ich gestern in Hamburg. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Prof. Dr. Huland und Auswertung meiner mitgebrachten Unterlage, Befund, Berichte usw. wurde ein OP-Termin für den 22.04.2010 vereinbart. Totale Entfernung durch die Bauchdecke. Andere Möglichkeiten wurden nicht in Betracht gezogen, da im Bereich meiner zweimaligen Leistenop. rechts, sich starke Verwachsungen befinden. Klima und Info waren sehr gut.
Gruß premme

Pinguin
23.02.2010, 08:24
Hallo Reiner, "Entscheidung macht frei". Diese 3 Worte gab mir Hansjörg, der Leiter der hiesigen SHG mit auf den Weg, nachdem ich Anfang 2007 durch eine PET in Ulm Hinweise bekam, mit einer Radiatio dem Tumor Paroli bieten zu können. Obwohl 4 Wochen Wartezeit hinzunehmen sind, Du aber ohnehin leidensfähig bist, sollte das Dein Nervenkostüm kaum belasten. Ich wünsche Dir und Deinem ausführenden Chirurgen einen glücklichen Verlauf und ein ruhiges Händchen. Es wird bestimmt alles gut werden, und Silver Dollar (Guenther) hat überhaupt keinerlei Zweifel, dass Prof. Huland selbst die Ektomie vornimmt.

<TABLE class=a-auto><TBODY><TR><TD class=quote-quoteMQuote style="WIDTH: 303px">"Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft"
</TD></TR><TR><TD class=quote-quoteMAuthor style="WIDTH: 303px">
(John Knittel)

</TD></TR></TBODY></TABLE>

silver dollar
23.02.2010, 10:43
Hallo und Silver Dollar (Guenther) hat überhaupt keinerlei Zweifel, dass Prof. Huland selbst die Ektomie vornimmt.

Harald Harald !!
wenn er das in der Martini mit Prof. Huland im Rahmen der Aufnahmeprozedur ausmacht dann operiert auch Prof. Huland und nicht ein anderer Arzt, wobei die Prof. Graefen, Heinzer und die Oberaerzte mit Dr. Schlomm an der Spitze allesamt sowohl von der Zahl der Operationen als auch vom Erfolg her sicher nicht handwerklich schlechtr arbeiten

premme
23.02.2010, 12:18
Hallo Hutschi und silver dollar,
Danke für Eure schnellen Antworten. Ca. 2 Monate ist ja nun noch eine lange Zeit, aber er hatte vorher keinen Termin mehr frei. Er macht es auch. Das Gespräch war wirklich Super.
Gruß premme

Pinguin
23.02.2010, 17:31
Harald Harald !!

Moin Guenther, mittlerweile ist Dir doch meine immer leicht scherzhaft angehauchte Hamburger Flachserei ein wenig geläufig geworden ? Die 2 Ausrufe- oder Ausrufungszeichen sehe ich also durch die selbe, nein die gleiche Brille. Gruß aus der Heimat des besten Dornfelders.

"Die Natur hat uns zwei Ohren, aber nur einen Mund gegeben"
(Benjamin Disraeli)