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KlausThom
14.08.2006, 20:13
Hallo Zusammen,<o:p></o:p>
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vor einigen Wochen wurde auch ich mit der Diagnose PCa geschockt und sofort von meinem Urologen für eine RPE an einen Operateur in München empfohlen, der hier wohl unzählige nervenerhaltende OP-Erfolge aufzu-<o:p></o:p>
weisen hat.<o:p></o:p>
Für einen ersten pre-OP-Untersuchungs-/Vorstellungstermin verlangt dieser Arzt aber MRT-/Thorax-Rö.-Bilder,die aber von den Radiologen angeblich erst vier Wochen nach der Biopsie gemacht werden können, um die Bildqualität zu maximieren (die OP kann wohl sogar erst 8 Wochen nach der Biopsie erfolgen).<o:p></o:p>
Zwischenzeitlich habe ich mich nun einem anderen Operateur in einer Uro-Klinik vorgestellt, der mir kurzfristig einen OP-Termin anbot und keine dieser o.g. Forderungen stellte, sondern das MRT für total überflüssig bezeichnete.<o:p></o:p>
So befinde ich mich derzeit also in dieser Warteschleife, bin ziemlich beunruhigt, da ich meine, dass die Zeit drängt und fühle mich von meinem Urologen sogar mangelhaft informiert und fremdbestimmt.<o:p></o:p>
Somit stehe ich unter einem ziemlichen Entscheidungs-druck: soll ich noch warten, das MRT machen, oder die OP vorziehen?<o:p></o:p>
Nun wäre ich sehr dankbar zu erfahren, ob vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. einen Weg für sich gefunden hat, der auch für mich sinnvoll sein und mich ein wenig beruhigen kann.<o:p></o:p>
Hier noch meine Daten, die mir evtl. jemand beurteilen kann:<o:p></o:p>
PSA: 4,67 Alter: 61 J. P-Vol: 21g.<o:p></o:p>
Gleason Pattern für das ausgedehnt im rechten Seitenlappen nachweis-<o:p></o:p>
Bare Adenokarzinom der Prostata : 4+3 Gleason Score: 7<o:p></o:p>
Bisheriges Tumorstadium:<o:p></o:p>
pT1c GIIb (path.-urol.-Arbkr.) G3 (Mostofi/WHO)<o:p></o:p>
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Wäre schön,andere Meinungen hierzu zu erhalten.<o:p></o:p>
Danke im voraus,Klaus<o:p></o:p>
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OliverB
14.08.2006, 22:11
Hallo Klaus,

ich gehöre zwar nicht zu den ausgewiesenen Experten dieses Forums, möchte Dir aber dennoch als Betroffener, der die ganze Sache von PSA-Test, Biopsie, Diagnose über OP bis zur AHB selbst durchgemacht hat, folgenden Rat geben:

Dein Gleason-Score deutet meiner Meinung nach auf einen Befund mit agressiveren Anteilen des Karzinoms hin. Du solltest daher nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen, um mit einer Therapie zu beginnen. Das heißt aber nicht, das Du überstürzt handeln sollst.

Da Du mit 61 Jahren noch relativ jung bist, würde ich an Deiner Stelle auch eine kurative Therapie bevorzugen, sofern diese anhand der Ausgangsbefunde erfolg versprechend erscheint. Mein Gleason war bei der Biopsie 3+3=6 und wurde dann durch den Pathologen nach der RPE auf 3+4=7 berichtigt. Dein Ausgangs-Befund ist mit 4+3=7 leider noch etwas schlechter.

Meine Anmeldung und Krankenhaus-Aufnahme waren recht unspektakulär. Ich bin am 02.01.06 ohne weitere Befunde zur stationären Aufnahme nach Hamburg gefahren und wurde dort am Aufnahmetag noch mal per Ultraschall untersucht, biopsiert und geröntgt (Thorax). Am nächsten Tag lag ich dann schon unter dem Messer und genau nach einer Woche wurde ich bereits entlassen (zunächst mit Beinkatheder – dieser wurde nach einer weiteren Woche entfernt).

Sofern Du bei Deinem Entschluss für eine RPE bleibst, ist aus meiner Sicht ganz entscheidend, einen erfahrenen und guten Operateur sowie ein erfahrenes Team auszuwählen. Damit hast Du sicher die Qual der Wahl – das kann Dir niemand abnehmen und ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du eine für Dich richtige Entscheidung treffen kannst.

Einige der kompetenteren Forumsteilnehmer werden Dir sicher weitere Tips geben.

Gruß Oliver<O:p</O:p