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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Noch einmal: Osteonekrose (Kiefernekrose)



RalfDm
02.05.2006, 11:07
Liebe Mitstreiter,

kürzlich war nach längerer Zeit mal wieder zur allgemeinen Kontrolle bei meinem Zahnarzt. Bevor ich aufbrach, warf ich noch schnell den PC an und druckte mir http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Osteonekrose.pdf aus. Ich drückte dem Zahnarzt nach der Begrüßung den Artikel in die Hand und deutete ihm an, warum mich das Thema beschäftigt. Er setzte sich hin, überflog die Seiten, bekam immer größere Augen und sagte schließlich, dass er zwar von seiner Standesorganisation jede Menge Informationen dieser Art bekomme, hiervon aber noch nie etwas gehört habe, und dass Kiefernekrose eine ganz, ganz üble Sache sei.
Ich gehe davon aus, dass es der Mehrzahl der Zahnärzte hierzulande so geht. Deshalb meine Bitte an Euch: Wenn Ihr mal wieder zum Zahndoc geht, nehmt den Artikel mit, sagt dem Arzt, dass hiervon Frauen im BK- und Männer im PK-fähigen Alter betroffen sein können und sensibilisiert ihn für das Thema.
Und wenn bei Euch eine Behandlung mit einem Bisphosphonat ansteht - geht vorher zum Zahnarzt und lasst Euch daraufhin durchchecken, dass nicht in absehbarer Zeit eine Zahnextraktion ansteht, und wenn ja, dann lasst es vor der ersten Bisphosphonat-Injektion machen. Schaut Euch im Forumextrakt - Nebenwirkungen - Kiefernekrose das Foto mit dem freiliegenden Kieferknochen an. So etwas würde sicher jeder von uns gerne vermeiden.
Gekommen bin ich jetzt auf dieses Thema über einen "Referrer" (Verweis zur KISP-Präsenz auf einer Fremdseite), der sich auch mit dem Thema befasste und auf die o. g. Datei verwies: http://www.iphpbb.com/board/ftopic-17031864nx27110-18.html

Ralf

HorstK
02.05.2006, 15:40
Hallo Ralf,

danke für den Hinweis.
Morgen habe ich einen Termin beim Zahnarzt, da werde ich ihn auf dieses Problem ansprechen und ihm den Ausdruck überreichen.

Gruß, HorstK

Haimer
01.03.2018, 00:03
Der Post ist zwar schon über 10 Jahre alt aber aus meiner Sicht leider sehr aktuell :-(

Ende 2017 bekam ich starke Zahnschmerzen. Mein Zahndoc hat erstmal alles ausgiebig geröntgt und bei zwei Zähnen im Oberkiefer eine Wurzelbehandlung durchgeführt. Leider wurde es nicht besser - Weihnachten war eine Qual. Im Januar wurden schliesslich die zwei oberen hinteren Backenzähne gerissen. Das verbesserte die Situation etwas aber zufriedenstellend war es nicht.
Nächste Baustelle war die über 20 Jahre alte Brücke im Unterkiefer. Die saß lt. Röntgenbild etwas streng und drückte auf den Kiefer. Also raus mit dem Teil, die restlichen Zähne wurzelbehandelt und ein Provisorium eingesetzt. Die Schmerzen liessen nicht nach. Dann wurde das Zahnfleisch aufgeschnitten, der Kieferknochen abgefräst und alles wieder vernäht. Die Schmerzen blieben, Zahndoc ratlos, Überweisung zum Kieferchirurgen. Ein Blick auf die Ruinen: Kiefernekrose!

Ursache ist die jahrelange Behandlung (1x monatlich) mit Zometa und XGeva. Hilft zwar gegen Knochenmetastasen aber hat eben diese unangenehmen Nebenwirkungen. Nach Info des Kieferchirurgen bleibt das Zeug 20 - 30 Jahre im Körper aktiv und wird nicht abgebaut.

Nachdem ich 14 Tage Antibiotika genommen habe, sind die Kieferschmerzen weg. Wie es jetzt weitergeht, ist unklar. Worst Case ist, den Unterkiefer im betroffenen Bereich aufzusägen und irgendwas mit Platten und Schrauben einzusetzen. Hört sich nicht gut an ... :-(

Soviel Info zu den Bisphosnonaten ...