PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Behandlungstherapie ok?



Peter F.
18.08.2006, 08:29
Hallo alle zusammen,
bei mir war die Diagnose im Nov. 04, metastasierentes PK, PSA 43 ug/l,
T3c,N1,M1 Gleason 7 (4+3), mit Lymphknoten u. LWS-Metastasen,
Behandlung partielle Androgenblockade mit Trenantone sei Jan. 05,
perkunanter Radiato vom 10.05-30.06.05, Zometa-Infusionen zur
Knochenstabilisierung seit Sept. 05, begleitende Medikamente mit Iscador,
Selenase, Zinkorotat u. Caligen D, zufriedenstellende Remission mit einem
PSA-Wert von 0,21 ug/l, im Juni 06 Anstieg des PSA auf 0,7 ug/l,
im Juli auf 1,1 ug/l und im August auf 1,8 ug/l, darauf erfolgte ein
2-Phasen Ganzkörperskelettzintigraphie/Thorax und eine Computertomo-
graphie der LWS und des Beckens, Befund keine Veränderung gegenüber
der letzten Untersuchung im Febr. 06, mein Urologe schlug mir nun vor
zusätzlich noch Casodex einzunehmen und vorab noch eine Bestrahlung
der Brust vorzunehmen, was meint Ihr?
Gruß
Peter F.

PeterP
19.08.2006, 02:06
Hallo Peter,
es wäre sicherlich sogar besser gewesen, die Casodex und auch Proscar (s. DHB nach Dr. Leibowitz) schon früher hinzuzunehmen. Eine max. Androgenblockade wirkt auf jeden besser.
Heist die Angabe "PE bds. positiv" im persönlichen Profil Prostata-Entfernung oder nur Probe-Entnahme? Falls die Prostata noch drin ist, könnte der jetzige PSA-Anstieg auch der "PSA-Buckel" nach (erfolgreicher) Bestrahlung sein. Die Sache sollte aber in Anbetracht der Metastasierungen und der vermutlichen Agressivität bei einem Alter von 56 Jahren sehr Mißtrauisch betrachtet werden.
Wurden schon die Tumormarker CGA, NSE, CEA und PAP gemessen und waren sie im Normalbereich? Erhöhtes CGA und NSE kann auf neuroendokrine PCA-Zellen hindeuten, die bereits primär androgenresistent sind. Dann wäre z.B. eine Chemo-Therapie notwendig.
Mehr Klarheit bringt auch eine Nachuntersung der Gewebeproben mit den Tests der Gewebetumormarker, auch DNA-Zytologie, die eine gute Aussage erbringen, welche Therapieform am wirkungsvollsten oder auch weniger ist und welche Tumorzellpopulationen vorliegen.
Insbesondere in der jetzigen Situation sollte diese einfachen und preiswerten Untersuchungen vorgenommen werden, damit keine folgenschweren Fehler oder Versäumnisse in der weiteren Therapie passieren.
Mir ist es total unverständlich, daß die vorgenannten Untersuchungen nicht schon längst Standard bei Cleason Score´s > 3+3 sind und lieber russisches Roulette mit uns gespielt wird. Selbst in größten urologischen Zentren, die sich mit hochgestochenen "multidisziplinären Beratungen" preisen, wurden mir solche Untersuchungen nicht einmal angedeutet!
Viel Erfolg und alles Gute
PeterP