PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Manche Leute nehmen Antibiotika wie Smarties"



HorstK
19.08.2010, 00:50
Das Bakterium NDM–1 ist noch selten, die Panikmache der Boulevardzeitungen Unsinn.

Aber es zeigt: Die Zeit der Antibiotika könnte bald vorbei sein.

http://www.zeit.de/wissen/2010-08/antibiotika-ende-bakterium (http://www.zeit.de/wissen/2010-08/antibiotika-ende-bakterium)


Horst

Heribert
19.08.2010, 10:23
Wenn in einer, als seriös bezeichneten Zeitung schon Fragwürdiges zu lesen ist, dann braucht man sich nicht wundern, dass Boulevardblätter auf den Zug aufspringen.
Da steht z.B. gleich im zweiten Absatz:

Es sei schwer vorzustellen, wie Operationen, Transplantationen und die Behandlung von HIV-Patienten ohne wirksame Antibiotika aussehen sollten.

Antibiotika haben gegen Viren noch nie etwas ausrichten können. Sie haben lediglich bei Mischinfektionen von Viren und Bakterien zur Abmilderung der Infektion beitragen können. Genau hier liegt das Hauptproblem des oft falschen Einsatzes von Antibiotika, weil es bei solchen Mischinfektionen schwierig ist den/die pathogenen Keim(e) schnell zu finden um ggf. ein wirksames Antibiotikum einzusetzen, wird ein vermutet wirksames Mittel genommen, was oft nicht richtig ist. Es geht also in erster Linie darum, zuerst die pathogenen Keime zu bestimmen und dann erst das wirksame Antibiotikum einzusetzen.

Wir durchliefen immer schon Phasen, in denen es kein Antibiotikum gegen resistente Keime gab. Das Thema ist also wirklich nicht neu. Bisher hat es die moderne Forschung immer wieder geschaft auch Mittel gegen resistente Keime zu entwickeln. In den Übergangsphasen sind die Menschen auch schon vor 50 Jahren gestorben. Diese Fallzahlen sind aber immer niedrig gewesen.
Es ist wahr, dass die Zeitabstände der Resistenzentwicklungen sich verkürzt haben. Allerdings hat sich die Entwicklung neuer wirksamer Antibiotika dank moderner Techniken auch beschleunigt.

Wie gesagt, bange machen gilt nicht.
Heribert

HorstK
14.09.2010, 12:44
Die Antibiotika-Falle

Wie deutsche Ärzte unsere Gesundheit aufs Spiel setzen

Nach Recherchen des ARD-Wirtschaftsmagazins 'Plusminus' riskieren deutsche Ärzte, dass es in Zukunft keine wirksamen Antibiotika mehr geben könnte.

Selbst einfache Halsentzündungen könnten dann nicht mehr behandelt werden. Der Grund: Oft verschreiben Ärzte Antibiotika, obwohl es gar nicht notwendig ist.

Auch in diesem Herbst werden bei Erkältungen wieder zahlreich Antibiotika verschrieben, obwohl es sich in den meisten Fällen um Viren handelt, bei denen Antibiotika gar nicht helfen.

Plusminus hat eine Stichprobe bei Ärzten gemacht: mit einem erschreckenden Ergebnis.

Infektionsspezialisten warnen: Selbst einfache Infektionen könnten in naher Zukunft nicht mehr behandelt werden.

ARD-Plusminus 14.09.2010 um 21:50 Uhr


Horst

corvus
23.09.2010, 22:29
Wenn ich daran denke wie man mich in den letzten 10 Jahren mit Antib. vollpumpte wird es mir schon wie Hefe, klar ist ein paar mal ging es sicher nicht ohne, z.B. Doppelseitige Lungenentzündung 2000, Diverticulitis 2009, schwere Infektion mit noch nicht ausgeheilter Diverticulotis 2009, dann sicher auch nach der Biopsi, aber dazwischen bei mehr oder weniger schlimmen Erkrankungen, auch im Urobereich ... aber ich frage mich heute, müsste da nicht eigentlich getestet werden welches Antib. überhaupt noch genommen werden darf, wäre es nicht ratsam eine Art Pass einzuführen wo die Gaben mit Antib. zwingend eingetragen werden müssen?
Was kann man/ich heute noch tun um hier eventuell vorzubeugen wenn es mich doch noch mal erwischt und ich dann nicht das verkehrte bekomme was vielleicht nicht mehr helfen kann.
Eine gute Lebensberaterin von mir, schüttelte über viele Sachen nur noch den Kopf ... gerade bei so mancher leichtfertigen Verschreibung ... besonders im Uro Bereich mit den vielen Breitbandanwendungen.

corvus
15.10.2010, 19:08
Das erstemal seid OP geht es mir dreckig, eigentlich eher schon zu sagen ....beschissen.
Hatte jetzt zwar meine Nachuntersuchung mit gutem Ergebnis mit unter 0.3, am Abnahmetag war auch noch alles i.O eben auch der Urin.
Aber seid ein paar Tagen wieder ziehen in der Harnröhre und brennen ca. zwei Minuten nach dem wasserlassen.
Ich sprach es in der Woche beim Eröffnungstermin beim Uromann an, er deutete an das er nicht gleich mit Antib. kommen möchte ... aber wenn es nicht besser würde sollte ich wieder kommen.
Wollte heute Mittag noch hin, ließ es aber dann doch sein, nun bereue ich es fast, den es brennt und zieht wieder, hoffentlich komme ich bis Montag hin und dann? wieder Antib.? gibt es da noch was anderes?
Ich werde jetzt wieder versuchen mit Tee zu spülen und mit Honig und Propolis gegen zu steuern.
Wie ist das bei Euch, seid ihr nach OP da auch noch anfälliger als zuvor, frei von dieser Plage (brennen und drängen) war ich selten, dachte aber aber ohne Prostata gingen diese Probleme zurück ... wohl ein Irrtum.