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Horst M.
23.08.2006, 14:17
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Hallo Forumsteilnehmer, seit gestern neu im Forum und seitdem darin gestöbert, wage ich es jetzt, nachstehend mein Problem zu schildern. Bei mir (72, 183/83, kein Sportler aber sonst noch gut beieinander) wurde in 07.06 Prostatakrebs festgestellt. Bei der Biopsie (Sättigungsbiopsie) wurden jeweils 10 Biopsien aus dem rechten und linken Prostataanteil entnommen. Biopsien aus den Jahren 2002 und 2005 waren noch negativ. Die jetzige Biopsie veranlasste mein Urologe aufgrund des innerhalb des letzten Jahres von ca. 8 auf jetzt 12,8 angestiegenen PSA-Wertes. Kein Tastbefund. Seit über 10 Jahren bin ich in urologischer Behandlung wegen mehr oder weniger ständig gereizter Prostata, vermehrtem Harndrang, (nachts 2-4 mal) und schwachem Durchfluss. Die Reiz-Beschwerden werden seit längerer Zeit durch Einnahme von Diclofenac SL 100 im Rahmen gehalten.
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Biopsiebefund: „ Bei der TRUS wurde inhomogenes Parenchym mit vereinzelten Verkalkungen festgetellt, Volumen: 29 ml. Histologisch handelt es sich um Anteile eines mäßig differenzierten Adeno-Carcinoms der Prostata in beiden Seitenlappen (G2/Gleason 3+3=6)
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Mikroskopischer Befund 1:“Adenomyomatöse Veränderungen , fokal hochgradige, periglandulär betonte chronische Entzündung. Mikrolithiasis, Atrophi. Kleinherdig in einem Stanzbiopsat nachweisbare atypische tubuläre Proliferate. Keine sicher abgrenzbare Basalzellbegrenzung. Die luminalen Zellen weisen z.T. prominente Nukleonen auf. (Die Proliferate machen etwa unter 5% der Anschnittfläche aus.
<!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--> Mikroskopischer Befund 2: „Adenomyomatöse Veränderungen, Mikrolithiasis, Atrophie, Kleinstherdig nachweisbare atypische, klein-tubuläre Proliferate. Die Zellkerne weisen Nukleonen auf. Eine typische Basalzellbegrenzung ist nicht nachweisbar. Die Proliferate machen etwa um 5% der Anschnittfläche aus.“ In diesem 2.Befund fehlt die Angabe über die
Anzahl der befallenen Stanzbiopsate. Röntgen und CT-Untersuchung waren o.B..
<!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--> Mein Urologe schickte mich zu einem OP-Vorbereitungsgespräch in das UKE in Hamburg.. Ergebnis: Mir wurden alle Behandlungsmöglichkeiten (äußere/innere Bestrahlung sowie Radikal-OP) erläutert, aber letztlich – so wurde mir vermittelt – käme für mich nur die Radikal-OP infrage. Insbesondere wegen meiner chronischen Entzündung und des verminderten Durchflusses. Beide Probleme würden bei einer Seeds-Therapie sich noch verschlimmern. Ein Bestrahlungsspezialist, der noch gehört wurde, sieht dieses Problem nicht.
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Und nun stehe ich da, bin einigermaßen durcheinander und bitte um Hilfe. Gibt es Therapie-Erfahrungen über gleichgelagerte Fälle (PK und Prostatitis)? .
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Viele Grüße Horst M.

RuStra
23.08.2006, 21:11
Hallo Horst,


klar, dass Du erstmal durcheinander bist - zumal sich die Experten wie üblich gleich widersprechen ...

Das hab ich vor 4 Jahren auch erlebt, ich war auch im UKE wg. OP-Vorbereitung, dann wurde ich mit dem Tipp verabschiedet, doch sofort zum Stoppen des Krebses eine Hormonblockade zu machen. Bei meinem Urologen stiess das auf heftigsten Widerspruch - und so war ich, ehe ichs mich versah, mitten im Theater.


Aber Du kannst Dich bei einem Gleason 3+3 erstmal ruhig hinsetzen und hast jede Menge Zeit, alles sacken zu lassen.


Was wir hier meist als erstes empfehlen zu lesen, ist von Ralf-Rainer Damm geschrieben, das findest Du unter:


http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/Erste_Ratschlaege.pdf
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Sodann möchte ich Dir Prof.Bonkhoff und gleich darunter Prof.Böcking ans Herz legen, der erste Referenzpathologe, für eine Zweitmeinung über Deine 20 Stanzen, er ist auf Prostatakrebs spezialisiert:
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http://www.prostapath.org/deutsch/d-zweitmeinung.html
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Der andere ist Cytopathologe und kennt sich mit der Methoder der DNA-Zytometrie aus - damit kann man die Menge an DNA in den Zellen messen und so schauen, was sich im Zellkern bei den Krebszellen getan hat.
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http://www.med.uni-duesseldorf.de/cytopathologie/hp_boeck.htm


Für beide Untersuchungen sollte Dein Urologe eine Überweisung ausschreiben.


Der Sinn dieser Aktion -noch bevor Du Dich entscheiden musst, ob nun OP oder Seeds oder sonstwas- ist, die Prostatakrebs-Diagnose genau abzusichern und den Befund, der Dir derzeit vorliegt (Du schreibst selbst, dass über den krebsigen Anteil in den Stanzen nichts steht), zu ergänzen.


Grüsse aus HH,
Rudolf

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Hajoke
24.08.2006, 16:01
Hallo Horst M.,
darf ich fragen , wie alt Du bist?
Ich bin jetzt 72 und habe mich mit 69 bei gleason 3+4=7 einer Seedsimplantation unterzogen.Leider habe ich die Bedeutung der schon vor der OP vorhandenen geringen Miktionsschwierigkeiten unterschätzt, sodass sich kurz nach der OP eine Totalblockade des Harnabflusses einstellte. Diese ging auch nicht zurück, sodass ich nach 14 Monaten Kathederwechsel mir einen Prostata-Stent einsetzen ließ. Dieser hat nunmehr nach 17 Monaten guten Erfolg gezeigt.
Erst viel später habe ich aus einem Vortrag von Dr.Machtens(Hannover) gehört, dass man die geringen Miktionsprobleme vor der Seedsimplantation mittels einer spärlichen Resektion der prostatischen Harnröhre behandeln muß, um nach der Seedsimplantation diese Harnblockaden zu minimieren.
Ich will damit sagen, dass in Deinem Fall mit einer solchen spärlichen oder behutsamen Aushobelung durchaus die Seedsimplantation eine mögliche Option sein kann.
MfG
Hajoke

Horst M.
24.08.2006, 21:55
Hallo Hajoke, danke für Deinen Beitrag. Interessant und völlig neu für mich. Ich werde versuchen, mich in dieser Richtung weiter zu informieren. Ich bin ebenfalls 72 Jahre alt. Alles Gute für Dich.

Gruß Horst M.