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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : metastasen in fast allen knochen bestrahlung von innen macht das sinn?



gelika288
16.12.2010, 17:23
so mein opa ist aus dem krankenhaus raus.bei ihm wurde im oktober ein prostata ca festegestellt welches auc h schon gestreut hat.auf die hormantherapie spricht er recht gut an der pas wert ist vonn 222 auf 86 auf 59 runtergegangen.nun hatte er ganz massive schmerzen im linken fuß der auch schon richtig angeschwollen ist und schmerzen in der rechten leiste.der ortopäde konnte nichts feststellen und hat uns geraten die harnsäure testen zu lassen.die harnsäure ist aber auch ok.nun hat der urologe ihn ins krankenhaus geschickt.dort haben sie eine knochenszintigrahie gemacht wobei sich rausgestellt hat das er in fast allen knochen metastasen hat im ganzen becken der ganzen wirbelsäule,rippen und in den beiden schultern und im linken schienbein was nun auch seine schmerzen im bein erklärt.in den organen ist aber nichts zu sehen.nun soll er eine bestrahlung bekommen,bei der er ein radioaktives mittel gespritzt bekommt und er ein paar std dableiben muss.macht so eine therapie denn einen sinn?

BurgerH
17.12.2010, 08:45
Hallo,

studieren Sie bitte den Patientenratgeber Prostatakarzinom II für das Lokal fortgeschrittene und metqastasierte Prostatakarzinom. Auf den Seiten 57 - 59 wird die Behandlung von Knochenmestastasen erlätuert. Unter anderem auch die Radionuklidtherapie, die Ihr Großvater erhält.

Eine weitere Möglichkeit der Therapie wäre die Behandlung mit Bisphosphonaten.

Hier der Link zum Ratgeber:


Prostatakrebs II Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom:

http://www.krebsgesellschaft.de/download/patientenleitlinie_pca2_100818.pdf

Den Ratgeber können Sie auch in gedruckter Form kostenlos beim BPS in Gehrden anforndern:

info@prostatakrebs-bps.de<info@prostatakrebs-bps.de>

Alles Gute für Ihren Vater!

Hansjörg Burger
Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.</info@prostatakrebs-bps.de>

Reinardo
17.12.2010, 20:59
Hallo:-

Ich habe mir diesen Ratgeber, der lt. Autorenverzeichnis von prominenten Mitgliedern des Prostatakrebs-Selbsthilfeverbandes BPS mitverfasst ist, einmal durchgelesen und kann aus eigener Lektüre bestaetigen, dass die Nebenwirkungen der moeglichen Therapien vollstaendig und klar verständlich beschrieben sind. Diese sind weder relativiert oder beschönigt, wie es leider bei anderen "Ratgebern" der Fall ist, z.B. bei den Blauen Bändchen der Deutschen Krebshilfe.
Gelika ist also gut beraten, wenn sie sich mit ihrem Vater den empfohlenen Ratgeber durchliest, damit sie wissen, was im Gefolge dieser "evidenzbasierte Therapien" auf sie zukommt.

Reinardo

PeterP
19.12.2010, 00:21
Hallo Gelika,
es ist wichtig, daß Dein Großvater eine komplette Hormonblockade erhält. (Die "Spritze", Casodec und Avodart). Wenn er einen guten PSA-Nadir erreicht, kann er noch lange beschwerdefrei mit dem Zeug leben. Im Falle von Schmerzen oder Komplikationen im Skelett hilft auch eine lokale Bestrahlung sehr gut.
Alles Gute für Deinen Opa,
Peter

Reinardo
19.12.2010, 18:33
Hallo Peter:-
Nach Deinem Profil hattest Du die ganze Palette guter Diagnostik zur Verfügung, bist offenbar gut versichert und hattest einen der besten Privatärzte. Für Gelikas Opa trifft das nach dem Wortlaut ihrer Anfrage zu urteilen wahrscheinlich nicht zu. Als Kassenpatient hätte er nach "evidenzbasierter Therapie" nicht einmal Anspruch auf Avodart. Auch ein CT ist nicht drin, und selbst für das recht teure Casodex bräuchte er einen wohlgesonnenen Urologen. Chemotherapie, nur als Taxotere, bekommt er erst, wenn die Hormonbehandlung nicht mehr wirkt, und auch dann nur in schwer verträgliche Dosis.
Nach meinem Wissensstand würde die von Dir vorgeschlagene Hormontherapie nur Sinn machen, wenn sie frühzeitig mit einer "leichten" Chemotherapie kombiniert würde, wie Leibowitz sie vorschlägt Aber das sage man mal einem Urologen!

Gruss, Reinardo

Daniel Schmidt
20.12.2010, 09:54
Nach meinem Wissensstand würde die von Dir vorgeschlagene Hormontherapie nur Sinn machen, wenn sie frühzeitig mit einer "leichten" Chemotherapie kombiniert würde, wie Leibowitz sie vorschlägt.
Völliger Schwachsinn.
Solche unqualifizierte Aussagen verursachen nur Verunsicherung.

Bernhard A.
21.12.2010, 12:23
Hallo !

Es gibt einige hier im Forum, die mit Reinodos Vorschlag gute Erfahrungen gemacht haben (Dr. F. Eichhorn).
Zitat:


Völliger Schwachsinn.
Solche unqualifizierte Aussagen verursachen nur Verunsicherung.

Alle Anderen würden wegen dieses Schreibstiles einen Verweis erhalten !

Gruß
Bernhard A.

Reinardo
21.12.2010, 15:59
Hallo Bernhard:-

In dieser Frage hat es hier im Forum schon einmal auf Expertenebene eine Diskussion gegeben, und zwar unter http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?1949-Biopsieergebnis, welche mich sehr beeindruckt und meine aus dem Studium der Veröffentlichungen Tribukaits und Böckings gewonnene Überzeugung bestärkt hat, dass die unterschiedslose Anwendung von nur Hormontherapie bei fortgeschrittenem Prostatakrebs bis hin zur Hormonresistenz ein schwerer therapeutischer Fehler ist. Es wird aber wohl noch einige Zeit vergehen, bis die Urologischen Behandlungsrichtliniuien entsprechend geändert werden. Der Anstoß hierfür wird wahrscheinlich nur über Amerika kommen.

Ob der Strahlentherapeut Daniel Schmidt seinen gehaltvollen Kommentar aus eigenem Antrieb abgegeben oder von seiner Fachgesellschaft beauftragt ist, dieses Forum von Renegatentum zu säubern und in ein strammes "Der-Patient fragt - der Experte-antwortet"- Forum umzugestalten, weiss ich auch nicht.

Gruss, Reinardo

Daniel Schmidt
22.12.2010, 10:40
Ob der Strahlentherapeut Daniel Schmidt seinen gehaltvollen Kommentar aus eigenem Antrieb abgegeben oder von seiner Fachgesellschaft beauftragt ist, dieses Forum von Renegatentum zu säubern und in ein strammes "Der-Patient fragt - der Experte-antwortet"- Forum umzugestalten, weiss ich auch nicht.


Schon wieder ein Forumsbenutzer mit Wahnvorstellungen!

Es gibt keine Daten für eine Überlegenheit einer frühen Chemotherapie vor Erreichen einer Androgenresistenz beim Prostatakarzinom.
Man kann es zwar machen und vielleicht fällt der PSA sogar tiefer damit.
Ob man was Gutes damit tut und man deswegen länger lebt, weiss kein Mensch.

Es gibt einfach keine Studien zu. Die theoretischen Überlegungen von den Herren Tribukait und Böcking sind ganz nett, bleiben aber nur Theorie.
Daher kann man eine frühe Chemotherapie vor Ausschöpfung der antihormonellen Behandlung aktuell nicht empfehlen.

Chemotherapie ist eine eingreifende Therapie, die durchaus auch negative Aspekte hat hinsichtlich Lebensqualität und sogar unter Umständen gefährlich sein kann. Man darf auch nicht vergessen, dass die RTOG eine grosse Studie abbrechen musste, die den Stellenwert der Chemotherapie parallel zur Bestrahlung bei nicht-metastasierten Patienten mit Prostatakarzinom als Erstbehandlung untersuchen sollte.
Das Problem lag darin, dass die Patienten viele Nebenwirkungen der Chemotherapie durchmachen mussten und ein paar sogar an deren Folgen gestorben sind.

Aktuell wird der Stellenwert der frühen Chemotherapie beim fortgeschrittenem Prostatakarzinom im Rahmen der britischen STAMPEDE Studie getestet. Die Patienten werden dort in verschiedenen Studienarme randomisiert und erhalten von Anfang an entweder nur Hormontherapie oder eine Kombination aus Hormon- und Chemotherapie.
Bis Ergebnisse von dieser und anderen Studien vorliegen, gibt's keinen Grund für eine frühe Chemotherapie beim Prostatakrebs.

hartmuth
22.12.2010, 14:11
Schon wieder ein Forumsbenutzer mit Wahnvorstellungen!

Sagen wir’s so: Es ist schon erstaunlich, wenn ein Klinik-Angestellter ohne Risiko scheinbar den gesamten Arbeitstag über Zeit hat, im Forum zu lesen und zu schreiben, mittlerweile bereits 1188 Beiträge. Andere hätten bei so ausgedehnter privater Tätigkeit während der Arbeitszeit längst schon eine Abmahnung erhalten und wären gefeuert. Die viele „Freizeit“ während der Arbeitszeit läßt die Vermutung zu, dass entweder die Klinik erstaunlicherweise nicht ausgelastet ist oder unser Strahlentherapeut für besondere Zwecke „freigestellt“ wurde. Es mag jeder davon halten was er will.

Aber sei’s drum. Für das Forum sind seine Beiträge wertvoll, solange sie sich auf sein Fachgebiet beschränkt und dies ist fortgeschrittener PK sicherlich nicht. Zum Glück sind seine Beiträge überwiegend wertvoll. Leider büxt er ab und zu aus, wenn es nicht nach seinem Evidenz-Lehrbuch geht.


An anderer Stelle hatte ich einmal ausgeführt:
Die Frage der Frühzeitigkeit beginnt sich eigentlich schon dort zu stellen, wo es um Hochrisikopatienten geht, die bislang weder einen HRPC oder auch noch keine sichtbaren Metastasen entwickelt haben….. Können dadurch Metastasen hinausgezögert und evtl. ein verlängertes Überleben erreicht werden? Hier fehlen prospektive Studien und mit wenigstens Evidenzstufe II wurde ein Vorteil bislang m.W. nicht belegt. Interessant jene Studien, die bei Hochrisikopatienten die Wirkung einer kombinierte Chemo neoadjuvant vor RPE oder bzw. adjuvant bei RT plus ADT beobachteten (z.B. PMID: 20143429 oder PMID: 20846737). Auch hier setzt sich der Gedanke um, eine frühzeitige Anwendung könne einen Benefit bringen und dafür spricht aus meiner Sicht einiges.



Aktuell wird der Stellenwert der frühen Chemotherapie beim fortgeschrittenem Prostatakarzinom im Rahmen der britischen STAMPEDE Studie getestet. Die Patienten werden dort in verschiedenen Studienarme randomisiert und erhalten von Anfang an entweder nur Hormontherapie oder eine Kombination aus Hormon- und Chemotherapie.

Wäre ein frühzeitiger Einsatz einer leichten begleitenden Chemotherapie „Schwachsinn“, wie oben geäußert, gäbe es auch diese Studie nicht.


Bis Ergebnisse von dieser und anderen Studien vorliegen, gibt's keinen Grund für eine frühe Chemotherapie beim Prostatakrebs.

Natürlich gibt es Gründe. Warum soll es diese Gründe beim Mamakarzinom geben und beim Prostatakrebs nicht? Warum soll man warten, bis bösartige HRPC-Zellen sich bis zu einer Größenordnung ausbreiten, die nur noch geringe Chancen auf Remission zuläßt? Bei allen therapeutischen Schritten wird argumentiert, den Krebs möglichst frühzeitig zu bekämpfen, bevor er zum Risiko der Unbeherrschbarkeit wird. Nur hier soll dieses Argument nicht gelten? Warum soll diese Annahme Schwachsinn sein?

Ist es nicht eher Schwachsinn, sein Denken und Handeln allein von Evidenzdogmen leiten zu lassen?
Grüße
Hartmut

PeterP
23.12.2010, 00:27
Hallo Reinardo und Gelika, die durch das ganze Palaver jetzt wahrscheinlich ziemlich verunsichert ist.

Ich habe mal in die neuen S3-Richtlinien reingeschaut, die seit 2009 gibt.
Es steht da eine Formulierungen drin, die für uns interessant ist und im Zweifelsfall eine Auseinandersetzung mit dem Urologen, der Kasse oder dem MD der Kasse ermöglicht:

- Bei der Hormontherapie des metastasierten Prostatakarzinoms
kann u.a. ...
Die kombinierte, maximale Androgenblockade als Primärtherapie zum Einsatz kommen.

Die PET-CT ist mittlerweile ebenfalls Kassenleistung. Man muß nur bei seiner Kasse anfragen.

Ich bin leider auch nur Kassenpatient bei der Barmer. In der Anfangszeit meiner Behandlung hat Dr. Eichhorn noch Kassenpatienten behandelt. D.h. auch während der frühen Chemo.
Ich habe das Glück, daß mir mein Hausarzt seit dieser Zeit zur Seite steht und mich nach den Empfehlungen von Dr. Eichhorn behandelt. Ich hatte damals schon den größten Teil meiner Chemo-Infusionen nach Protokoll von Dr. FE bekommen und erhalte auch heute mein monatliches Zometa und alles andere durch ihn.
Die Aufwendungen, Beratungen und Telefongespräche mit Dr. FE muß ich natürlich jetzt aus eigener Tasche zahlen. Das ist aber erträglicher, als sich dauernd mit einem inkompetenten Urologen auseinanderzusetzen.

Wie Du ja auch weist, bewerten die Spezialisten das nicht-Erreichen und/oder Halten des PSA-Nadirs unter 0,1 bei maximaler Androgenblockade als Indikation für eine frühe Chemo.
Daher ist es im Moment noch zu früh für eine derartige Empfehlung an Gelikas Vater. Ich nehme auch an, daß er bereits in einem hohen Alter ist, wo der Allgemeinzustand sehr in diese Überlegung einzubeziehen ist. In diesen Fällen wäre dann der Low-Dose-Chemo eindeutig der Vorzug zu geben. Zum einen ist die Anfangsdosis bedeutend erträglicher und zum anderen kann die Behandlung rechtzeitig abgebrochen werden, falls sich der Zustand stark verschlechtert.

Grüße,
Peter

gelika288
26.12.2010, 18:33
hallo,
mein opa ist 82 jahre alt.
es tut mir seht leid aber ich verstehe eure fachchinesisch teilweise nicht so richtig.
also er bekommt seit oktober seine hormonspritze die er alles 3 monate bekommen soll und alle 4 wochen eine zometa infusion.das ct,mrt und die knochenszintigraphie haben ergeben das er in fast allen knochen metastasen hat bis auf das rechte bein das linke bein teilweise und die beiden arme.sonst ist alles befallen bis auf die organe.die äeztin meinte man könne ihm nur die schmerzen nehmen und diese radionuklidtherapie durchführen.

hier ein paar daten aus seinem kh befund:

diagnose:
prostatakarzinom mit ausgedehnter knochenmarkkarzinose
Ed10/2010
psa initial 222ng/ml
Tumorstadium T4NxM1
Therapieverlauf;einleitung einer androgen therapie mit eligrad s.c
Bisphosphat-therapie mit zometa infusion

der psa wert lag am 9.12.2010 dann schon bei 59.

er bekommt jetzt fentanyl tts 12
ideos kautabl
metamizol
omeprazol
bicalutamid 50 mg
calcium bt
zometa infusion alle 4 wochen
und alle 3 monate die spritze

Hans-J.
27.12.2010, 08:19
Hallo gelika,

verunsichern wollte dich sicherlich niemand.
Der Zwischendisput hatte einen tiefen Hintergrund - und wenn man so will - auch sein Ziel erreicht, nämlich deine Fragen abzulenken, zu verunsichern und Uneinigkeit von erfahrenen Betroffenen herbeizuführen.

Ich glaube jedoch, dass dieses Ablenkungsmanöver nicht den gewünschten Erfolg hatte.

Es wäre aber auch sehr wichtig gewesen, die nachgereichten Informationen direkt hier einzustellen.

In Anbetracht der systemischen, fortgeschrittenen Situationen bei deinem Vater wurde eine ADT2 eingeleitet. Verbessern kann man diese - siehe Peter - mit der Aufstockung auf ADT3 mit Avodart, einem 5 alpha Reduktasehemmer.

Calzium ist sehr wichtig, warum hier aber ideos+calzium genommen wird ist zu hinterfragen. Wichtig sind dabei die Einbauhelfer D3 und K. um optimal Calzium dem Körper verfügbar zu machen.

Bei Bicalutamid wäre auch noch die Option einer Aufstockung in Erwägung zu ziehen, wenn der PSA nicht schnell genug herunterkommt.
Die Zometagabe ist sehr gut und absolut erforderlich.

Bei Metamizol solltest du das wissen:
<TABLE class=newsKastenLinks cellSpacing=0><TBODY><TR><TD>zum Thema

Hinweis des BfArM (http://www.bfarm.de/cln_028/nn_424276/DE/Pharmakovigilanz/risikoinfo/metamizol.html__nnn=true)
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft „UAW – Aus Fehlern lernen“ (http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&p=metamizol&id=64385)

</TD></TR></TBODY></TABLE>
Das BfArM weist darauf hin, dass Metamizol bei vorbestehenden Störungen des blutbildenden Systems nicht angewendet werden darf. Das Blutbild einschließlich Differenzialblutbild solle während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden. Der behandelnde Arzt habe auf Zeichen einer Agranulozytose zu achten und auch den Patienten über das Risiko und mögliche Symptome aufzuklären. Mögliche Zeichen sind: Verschlechterung des Allgemeinbefindens, Fieber und Entzündungen im Bereich der Schleimhäute.


Zu Fentanyl:
Wegen seiner starken schmerzstillenden Wirkung wird Fentanyl häufig perioperativ, das heißt vor, während, und nach einem operativen Eingriff, eingesetzt. In Form von Hautpflastern wird es als Analgetikum (http://de.wikipedia.org/wiki/Analgetikum) bei starken, chronischen Schmerzen von Krebskranken (http://de.wikipedia.org/wiki/Krebs_(Medizin)) als auch in der Analgesie (http://de.wikipedia.org/wiki/Analgesie) von chronischen Nicht-Tumor-Schmerzen (wie z. B. muskuloskeletale Schmerzbilder) eingesetzt. Im Rettungsdienst (http://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsdienst) kann Fentanyl bei akuten Schmerzzuständen vom Notarzt (http://de.wikipedia.org/wiki/Notarzt) verabreicht werden.
Fentanyl wirkt vorwiegend stark schmerzlindernd (analgetisch (http://de.wikipedia.org/wiki/Analgesie)) und beruhigend (sedierend (http://de.wikipedia.org/wiki/Sedierung)). Es ist etwa 100-mal so potent (http://de.wikipedia.org/wiki/Analgetische_Potenz) wie Morphin (http://de.wikipedia.org/wiki/Morphin) (gemessen am Gewicht ist nur ein Hundertstel der Menge an Fentanyl nötig, um die gleiche Wirkung zu erzielen), besitzt eine höhere Wirksamkeit (das Wirkungsmaximum ist höher), während seine Wirkdauer in der Regel deutlich kürzer ist. Fentanyl wirkt bei einer intravenösen (http://de.wikipedia.org/wiki/Intraven%C3%B6s) Gabe nach 2 bis 5 Minuten. Die Halbwertszeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Halbwertszeit) liegt bei 3–12 Stunden, wobei nach 30 Minuten der Blutspiegel unter die therapeutische Breite (http://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische_Breite) sinkt. Die zur Behandlung effektive Dosis (ED<SUB>50</SUB> (http://de.wikipedia.org/wiki/Effektivdosis)) liegt bei 0,01 mg/kg Körpergewicht, die tödliche Dosis (LD<SUB>50</SUB> (http://de.wikipedia.org/wiki/Letale_Dosis)) bei 3,1 mg/kg Körpergewicht. Letztere Angabe bezieht sich allerdings auf Ratten. Beim Menschen führen in der Regel schon deutlich niedrigere Dosen zum Tod durch Atemdepression (http://de.wikipedia.org/wiki/Atemdepression). Fentanyl ist in übrigen Nebenwirkungen gleichzusetzen mit den Nebenwirkungen von Morphin.
Fentanyl ist lipophil (http://de.wikipedia.org/wiki/Lipophilie), d. h. gut fettlöslich und verteilt sich daher schnell in fetthaltigem Gewebe. Fentanyl wird hauptsächlich in der Leber (http://de.wikipedia.org/wiki/Leber) verstoffwechselt und nur zu weniger als 10 % unverändert über die Nieren (http://de.wikipedia.org/wiki/Niere) ausgeschieden.
Abhängig von der Dosis und dem Gesamtzustand des Patienten beeinträchtigt Fentanyl die Wahrnehmungsfähigkeit, wirkt beruhigend und führt zu Bewusstseinstrübungen bis hin zu einem schlafähnlichen Zustand. Deshalb wird es im klinischen Bereich zur Anästhesie (http://de.wikipedia.org/wiki/An%C3%A4sthesie) (Narkose (http://de.wikipedia.org/wiki/Narkose)) eingesetzt.
Haupteinsatzgebiet ist die Gabe als Schmerzmittel (http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerzmittel) bei Operationen in Verbindung mit einem Schlafmittel und wahlweise einem muskelentspannenden Mittel (Muskelrelaxans (http://de.wikipedia.org/wiki/Muskelrelaxantien)). Je nach Wahl des Schlafmittels spricht man von „balancierter Anästhesie“ oder „totaler intravenöser Anästhesie“ (TIVA (http://de.wikipedia.org/wiki/TIVA)). Fentanyl beeinträchtigt das Atemzentrum (http://de.wikipedia.org/wiki/Atmung) und führt bei höherer Dosierung zu einer Hypoventilation (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypoventilation) – ein Atemstillstand kann zu Koma (http://de.wikipedia.org/wiki/Koma) oder zum Tod führen. Deshalb ist eine ständige Überwachung mit Beatmungsmöglichkeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Beatmung) erforderlich. Eine Ausnahme bilden Patienten, die auf fentanylhaltige Wirkstoffpflaster eingestellt wurden. Durch die gleichmäßige Wirkung und die im Vergleich zur Anästhesie meist deutlich geringeren Dosen ist nach einer Einstellungsphase keine dauerhafte Überwachung der Vitalfunktionen nötig.
Aufgrund der Lipophilie (http://de.wikipedia.org/wiki/Lipophilie) wird Fentanyl teilweise schwer kontrollierbar im Fettgewebe eingelagert und wieder freigegeben. Deshalb werden heute anstelle von Fentanyl häufig die verwandten Stoffe Alfentanil (http://de.wikipedia.org/wiki/Alfentanil), Remifentanil (http://de.wikipedia.org/wiki/Remifentanil) und Sufentanil (http://de.wikipedia.org/wiki/Sufentanil) verwendet.

Zu Omeprazol:
Omeprazol ist ein Protonenpumpen-Hemmer. Er blockiert die Protonenpumpe und unterdrückt damit die Abgabe von Magensäure aus der Magenschleimhaut in den Magen. Die angegriffene Schleimhaut wird nicht mehr von der aggressiven Magensäure geschädigt und kann gut abheilen.

Omeprazol wird oft in Kombination mit Antibiotika verabreicht, da eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori häufig die Ursache der Beschwerden ist.

In Anbetracht des Medikamentenmixes ist die Frage erlaubt: Wie sind die Auswirkungen und Wechselwirkungen auf den betroffenen Menschen?
Gibt es hierfür randomisierte Studien?
Evidenzgestütze Medizin?
Erfahrungsberichte?

Gelika, achte bei deinem Vater auf zeitnahes Staging der Blutwerte, besonders hier Testosteron - dass jetzt schon unter 0,2 sein sollte.
Sollte das nicht der Fall sein, spreche die behandelnden Ärzte auf verstärkende Mittel zum Testo.-Entzug an. ( leichte Dosis ) z.B. Dexamethason

Schalte evtl. Doppelmobbelmedikation aus, achte kritisch auf Nebenwirkungen. Versuche das Immunsystem so weit als möglich zu schonen, evtl. zu verstärken.

Sollte die PSA Absenkung unbefriedigend sein - hier nach 4 Monate 0,05ng/ml - Wechsel der Spritze in Betracht ziehen.
Bleibe kritisch, hinterfrage, stelle die Lebensqualität vornean.

Meine besten Wünsche
Hans-J.

RalfDm
27.12.2010, 09:37
es tut mir seht leid aber ich verstehe eure fachchinesisch teilweise nicht so richtig.
Hallo Gelika,

das ist auch jedem von uns so gegangen, als wir von einem Tag auf den anderen mit der Krankheit konfrontiert waren, mit der die meisten von uns bis dahin noch nie Berührung gehabt hatten. Um nicht mit den Erläuterungen jedesmal wieder bei Null anzufangen, gibt es das umfangreiche Verzeichnis von Begriffen und Abkürzungen rund um den Prostatakrebs, zu dem Du im Kopf dieser Seite einen Link (http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/abkuerzungen.pdf) findest ("Begriffe & Abkürzungen"). Dieser Hinweis gilt auch für jede(n) Andere(n), für den oder die ein Begriff oder eine Abkürzung unverständlich ist.

Ralf

Daniel Schmidt
08.01.2011, 17:25
Sagen wir’s so: Es ist schon erstaunlich, wenn ein Klinik-Angestellter ohne Risiko scheinbar den gesamten Arbeitstag über Zeit hat, im Forum zu lesen und zu schreiben, mittlerweile bereits 1188 Beiträge. Andere hätten bei so ausgedehnter privater Tätigkeit während der Arbeitszeit längst schon eine Abmahnung erhalten und wären gefeuert. Die viele „Freizeit“ während der Arbeitszeit läßt die Vermutung zu, dass entweder die Klinik erstaunlicherweise nicht ausgelastet ist oder unser Strahlentherapeut für besondere Zwecke „freigestellt“ wurde. Es mag jeder davon halten was er will.
1. Sie kennen meine Arbeitszeiten nicht.
2. Ich bin beruflich gut ausgelastet, bin aber auch Nichtraucher und arbeite schnell&effizient.





Wäre ein frühzeitiger Einsatz einer leichten begleitenden Chemotherapie „Schwachsinn“, wie oben geäußert, gäbe es auch diese Studie nicht.

Ich bitte Sie.
STAMPEDE ist eine Pharmafirma-gesponsorte Studie. Klar kann es sein, dass letztendlich ein Überlebensvorteil für die frühe Chemotherapie rauskommt. Bis aber die Studie abgeschlossen ist und die Ergebnisse publiziert sind, bleibt der frühe Chemotherapieeinsatz vor Erreichen einer Hormonresistenz keine Therapie, die man empfehlen kann.
Was wir sicherlich wissen, ist dass ein solcher Einsatz mit Lebensqualitätsverlust eingehen wird, denn Chemotherapie verursacht Nebenwirkungen, die Hormontherapie nicht verursacht. Und wenn man mit der Chemotherapie früher anfängt, hat man auch mit diesen Nebenwirkungen länger zu leben.
Dazu zählen Haarverlust und sinkende Blutwerte.



Warum soll es diese Gründe beim Mamakarzinom geben und beim Prostatakrebs nicht?
Weil Mammakarzinom im Vergleich zu Prostatakarzinom besser auf Chemotherapie anspricht.
Wir haben rund ein Dutzend Chemotherapeutika, die fürs MammaCa zugelassen sind und ein deutlich längeres Überleben als die alleinige Hormontherapie versprechen.
Fürs Prostatakarzinom haben wir eins: Taxotere.

Es fehlen einfach die Studien. Und bis die Studien vorliegen dürfen wir einfach nicht Anderes empfehlen. Chemotherapie ist eine ernste Sache, man kann auch dabei draufgehen.

gelika288
12.01.2011, 08:13
hallo,
ich habe mal eine frage.
mein opa hat am 5.1.2011 eine radionuklidtherapie bekommen und nun ich der psa wert wieder angestiegen.anfang dezember lag der pas wert bei 63 (2.12.2010)eine woche später (8.12.2010)bei 52 und nun nach der radionuklidtherapie (5.1.2011) ist der wert wieder angestiegen aus 150 am anfang ca oktober 2010 hatte er einen wert von 222.er bekommt im moment eligard gespritzt.der ap wert ist von über2300 auf kanpp 1000 gesunken.kann mir evtl jemand sagen ob es normal ist das der psa wert ansteigt wenn man eine radionuklidtherapie bekommen hat?ich bin nämlich sehr beunruhigt.

Heribert
12.01.2011, 09:19
Hallo Gelika,

die Radionuklidtherapie soll die Krebszellen zur Apoptose (absterben) bringen. Dabei wird durch den Zerfall eine größere Menge PSA freigesetzt. Das könnte die Ursache für diesen Anstieg sein. Der sinkende AP-Wert kann auch als Zeichen der geringeren Ausbreitungsaktivität des Knochenumbaus gesehen werden. Also zunächst sehe ich diese Veränderung noch als positiv an und würde die nächste Messung abwarten um zu sehen ob das PSA dann wieder absinkt.

Gruß Heribert