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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PCa; Quo vadis ???



Harald
28.08.2006, 15:15
Nach vierzehntägiger Recherce im Internet und Abendlektüre "Ein Ratgeber zum Prostatakrebs" habe ich mir einen kleinen Überblick über PCa verschaffen können. Auf Anraten im Forum habe ich ein Zweitgutachten von Prof. Bonkoff anfertigen lassen, welches nun auch vorliegt und im Profil erfasst ist.

Da bei mir lt. Prof. B. das (sichtbare) Karzinom noch relativ klein ist und 25 Stanzen (3 davon positiv mit PCa) und 2 Monate vorher 16 Stanzen kein PCa festgestellt wurde kann dieses Ergebnis als einigermaßen repräsentativ eingestuft werden.
Meine Fragen:
1)Sollen und könnten noch andere Marker oder Verfahren herangezogen werden um größere Aufhellung rund um das PCa für die Feststellung zB der Aggressivität zu ermöglichen? So wie ich Prof. Bonkoff verstanden haben macht zB DNA Zytometrie bei mir nicht all zu viel Sinn.
2) Lt. Prof. Bonkoff könnte ich alle Therapiearten ins Auge fassen.
Jene Gespräche, die ich hier bis jetzt in meiner Heimat mit Ärzten geführt geführt habe gehen alle eindeutig in Richtung "Radikale". Im Forum lese ich,die (nervenschonende) R. betreffend, immer 2 Namen (Prof. Huland in Hamburg u. Prof Stief im Klinikum Großhadern). Ist schon jemand von diesen Herren operiert worden und welche Erfahrung hat er gemacht?
3) Man liest immer wieder, daß die Strahlentherapie zB Brachy, weniger Nebenwirkungen (Impotenz, Inkontinez) nach sich zieht. Stimmt das?
4) Bei mir wurde auch Prtostatitis festgestellt. Im Vorjahr wurde ich bereits, jedoch ohne Erfolg (PSA stieg von 4.5 auf 6) mit Ciprofloxacin 500 mg OP II 2x1 (20Stk) und Avodart 1x1 behandelt. Ich nehme an, daß ein Teil meines PSA auf die Prostatitis entfällt. Ich glaube es könnte Sinn machen über mehrere Wochen Ciprofloxacin 2x250 mg einzunehmen und damit die Entzündung zu vertreiben und das PSA neu zu messen. Stimmt meine Annahme?
5) Meine bevorzugte Therapie wäre "see and wait" und so schnell wie möglich eine "alternativ" Therapie zu beginnen. Ich habe bei "Schorschel" von der AHIT Methode gelesen. Kann mir vielleicht jemand über soche Alternativtherapien im allgemeinen und über konkrete Erfahrung im besonderen bei der AHIT seine Erfahrungen mitteilen. (Die vielversprechende Stellungnahme von Dr. Kief habe ich schon gelesen)
6) Gibt es eine konkrete Prostatadiät?
7)Was mich natürlich am meisten beschäftigt ist die Frage, wie lange kann ich mir Zeit lassen für eine Therapieentscheidung und wenn ich mich für SEE and WAIT entscheiden würde auf welchen Wert kann (freies) PSA oder andere Maker nach eventueller Prostatatisbereinigung steigen um zu gewährleisten, dass ich nicht an meinem sondern mit meinem PCa sterbe, bzw die Option verspiele "jede Therapie" in Anspruch zu nehmen.



Liebe Grüße an das Forum und besten Dank für die Bemühungen
Harald

PS
Hätte unser alter (österreichischer) Kaiser ein PCa gehabt hätte er sich im Forum sicherlich mit seinem Wahlspruch "viribus unitis" verabschiedet