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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anstieg des PSA-Wertes von <0,5 auf <0,7



Dieter-Karl
28.08.2006, 19:06
Hallo Forumsteilnehmer!
Zwei Jahre nach radikaler Prostata OP stieg mein PSA Wert von < 0.05 auf < 0.07 an.Eine Wiederholungsmessung nach etwa sechs Wochen ergab denselben Wert.Was kann hierfür die Ursache sein, hat jemand Erfahrung damit?
Dieter-Karl

Urologe
28.08.2006, 20:15
Hallo,

es ist alles OK - es wurde nur auf einen anderen PSA-Test (vermutlich biomerieux Vidas) umgestellt.

Beide Werte bedeuten nur: PSA unterhalb der Messgrenze

Gruss
fs

spertel
28.08.2006, 20:19
Hallo Dieter-Karl
Bevor es Anlaß zur Besorgnis gibt, solltest Du genau abklären, ob die Messungen (< 0,05 bzw. <0,07 ng/ml) im gleichen Labor mit dem gleichen Meßverfahren durchgeführt worden sind. Hast Du den Urologen gewechselt ?
Es gibt im Zuge der Nachsorge bei der PSA-Messung unterschiedliche untere Nachweisgrenzen. Diese können, wie bei mir, bei 0,04 ng/ml oder 0,05 ng/ml oder auch bei 0,07 ng/ml liegen.
Da die letzte Messung bei Dir "kleiner" als 0,07 ng/ml ergeben hat, nehme ich ganz stark an, dass hier unterschiedliche Systeme benutzt worden sind.
Du solltest dies abklären, bevor du dir Gedanken machst.
Alles Gute
Reinhard

Hans-W.
29.08.2006, 07:19
Hallo Dieter-Karl,
kann sein, dass nicht alle Krebszellen erwischt worden sind und jetzt wieder so weit gewachsen sind dass sie genügend PSA produzieren um auf sich aufmerksam zu machen. Sind die Messungen alle im gleichen Labor gemacht worden? Wie war dein PSA direkt nach der OP und danach in den letzten 2 Jahren bis zum Anstieg auf <0.05? Deine Frage gehört übrigens nicht hier hin sondern unter Diagnose, Therapien...dort wird man schneller auf dich aufmerksam als hier im Testforum.
Alles Gute,
Hans-W.

LudwigS
29.08.2006, 11:03
Hallo Forumsteilnehmer!
Zwei Jahre nach radikaler Prostata OP stieg mein PSA Wert von < 0.05 auf < 0.07 an.Eine Wiederholungsmessung nach etwa sechs Wochen ergab denselben Wert.Was kann hierfür die Ursache sein, hat jemand Erfahrung damit?
Dieter-Karl
Hallo Dieter-Karl,

Messfehler mal ausgeklammert, kann der PSA-Anstieg bei einer Verdoppelungszeit von 5 Jahren sowohl von gutartigem als auch bösartigem Restgewebe des OP-Bereiches stammen.
Bei metastatischen Vorgängen hat man meist höhere Anstiegsgeschwindigkeiten.
Wenn es in dem Tempo so weitergeht, wirst du wahrscheinlich uralt damit.

Anders bei dem nachfolgenden Beispiel:

http://hometown.aol.de/Ludwig2GER/Mona.jpg


Als ich dem Betroffenen die Hochrechnung zeigte, war er flugs im MRT.

Dort wurde auch gleich ein Lokalrezidiv diagnostiziert und umgehend bestrahlt.

Ob noch etwas Metastatisches zusätzlich mit dahintersteckte, dazu fehlt mir die Rückmeldung.

Gruss Ludwig







(http://hometown.aol.de/Ludwig2GER/Mona.jpg)

LudwigS
29.08.2006, 11:15
Hallo Forumsteilnehmer!
Zwei Jahre nach radikaler Prostata OP stieg mein PSA Wert von < 0.05 auf < 0.07 an.Eine Wiederholungsmessung nach etwa sechs Wochen ergab denselben Wert.Was kann hierfür die Ursache sein, hat jemand Erfahrung damit?
Dieter-Karl
Hallo Dieter-Karl,

Messfehler mal ausgeklammert, kann der PSA-Anstieg bei einer Verdoppelungszeit von 5 Jahren sowohl von gutartigem als auch bösartigem Restgewebe des OP-Bereiches stammen.
Bei metastatischen Vorgängen hat man meist höhere Anstiegsgeschwindigkeiten.
Wenn es in dem Tempo so weitergeht, wirst du wahrscheinlich uralt damit.

Anders bei dem nachfolgenden Beispiel:

http://hometown.aol.de/Ludwig2GER/Mona.jpg


Als ich dem Betroffenen die Hochrechnung zeigte, war er flugs im MRT.

Dort wurde auch gleich ein Lokalrezidiv diagnostiziert und umgehend bestrahlt.

Ob noch etwas Metastatisches zusätzlich mit dahintersteckte, dazu fehlt mir die Rückmeldung.

Gruss Ludwig







(http://hometown.aol.de/Ludwig2GER/Mona.jpg)

LudwigS
29.08.2006, 11:18
Hallo Forumsteilnehmer!
Zwei Jahre nach radikaler Prostata OP stieg mein PSA Wert von < 0.05 auf < 0.07 an.Eine Wiederholungsmessung nach etwa sechs Wochen ergab denselben Wert.Was kann hierfür die Ursache sein, hat jemand Erfahrung damit?
Dieter-Karl Hallo Dieter-Karl,

Messfehler mal ausgeklammert, kann der PSA-Anstieg bei einer Verdoppelungszeit von 5 Jahren sowohl von gutartigem als auch bösartigem Restgewebe des OP-Bereiches stammen.
Bei metastatischen Vorgängen hat man meist höhere Anstiegsgeschwindigkeiten.
Wenn es in dem Tempo so weitergeht, wirst du wahrscheinlich uralt damit.

Anders bei dem nachfolgenden Beispiel:

http://hometown.aol.de/Ludwig2GER/Mona.jpg


Als ich dem Betroffenen die Hochrechnung zeigte, war er flugs im MRT.

Dort wurde auch gleich ein Lokalrezidiv diagnostiziert und umgehend bestrahlt.

Ob noch etwas Metastatisches zusätzlich mit dahintersteckte, dazu fehlt mir die Rückmeldung.

Gruss Ludwig

Hans-W.
29.08.2006, 16:26
Hallo Dieter-Karl,
ein PSA Anstieg nach RPE ist ein Indikator, dass bei der OP nicht alle Krebszellen erwischt worden sind. Diese brauchen dann etwas Zeit um sich durch ihre PSA Absonderung wieder bemerkbar zu machen. Du wirst sicher weiter deine Werte spätestens jede 3 Monate Messen lassen und dann wirst du sehen, ob und wie schnell sich der PSA Wert entwickelt. Vermutlich wird dir dann eine HB nicht erspart bleiben. Wie waren denn deine Ausgangswerte (kannst du in deinem Profil angeben wenn du willst damit nicht jeder danach fragen muss). Es wäre besser gewesen, deine Frage unter "Erste Hilfe... zu stellen weil hier im Testforum ganz andere Dinge normalerweise zu finden sind. Wer nicht so tief herunterließt wird deine Frage erst gar nicht finden.
Beste Grüße,
Hans-W.

Berntt
21.06.2007, 22:00
PSA < 0,12 heisst lediglich, PSA Wert liegt unterhalb der Nachweisgrenze der angewendeten Messmethode. Das PSA liegt irgendwo zwischen 0,00 und 0,11.

Wenn vorher PSA < 0,07 ( irgendwo zwischen 0,00 und 0,06) angegeben wurde, heisst das lediglich, dass eine andere Messmethode benutzt wurde und nicht unbedingt dass Dein PSA Wert vorher niedriger war und jetzt angestiegen ist.

Gruss Berntt

wassermann
21.06.2007, 22:22
Hallo Klaus Thom und Berntt,
da wäre ich ein bisschen vorsichtig. Werte um die 0,1 sind für viele Anlass, sofortige Therapiemaßnahmen einzuleiten. Ich würde mich umgehend um eine genauere Messmethode bemühen; je genauer umso besser nach einer OP. 0,01 ist ein optimales postoperatives Ergebnis.
Keine Panik, aber auch nichts verpassen!
Alles Gute
Wassermann

Urologe
22.06.2007, 07:54
Hallo Herr Thom,

ich würde in der Tat mal ein Labor aufsuchen, dass PSA bis an die 0.01 8oder tiefer) Grenze bestimmt - aber generell kann hinter allen drei Werten theoretisch das gleiche PSA (z.B. 0.03) stecken. Also kein Grund zur Panik.

Gruss
fs

Harro
22.06.2007, 09:24
Interpretation des PSA

Hallo Dieter-Karl,

inzwischen bin ich im Besitz einiger Drucksachen von Priv. Doz. Dr. A. Semjonow, der über das obige Thema schon vor Jahren aufschlußreiche Erkenntnisse veröffentlicht hat. Hier wird besonders auf die Schwierigkeiten bei der Interpretation des Prostataspezifischen Antigens hingewiesen.
So heißt es z.B., daß nach radikaler Prostatektomie eine meßbare PSA-Konzentration als Hinweis auf einen Residualtumor gilt. Durch die Verfügbarkeit von PSA-Meßverfahren mit einer unteren Nachweisgrenze
< 0.1 ng/ml sind auch hier Interpretationsprobleme entstanden, da PSA in sehr niedrigen Konzentrationen auch ohne verbliebene Reste eines Prostatakarzinoms nachweisbar sein kann.

Der komplette Vortrag von Dr. A. Semjonow ist unter:
www.kup.at/urologie (http://www.kup.at/urologie) zu bekommen, wobei ich unter "Suchen" nur A.Semjonow eingegeben hatte, um zu dem Vortrag zu gelangen.

"Die Hoffnung ist das Morgenrot der Freude und die Erinnerung ihr Abendrot" (Jean Paul)

Gruß Hutschi