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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vertrauen zum Arzt



Hans-Herbert Jochum
03.09.2006, 14:14
Seit dem 28.8.2006 habe ich Gewissheit:

PK Gleason Score 8 (4+4) G2-3 PSA: 21

Die Vorgeschichte:

Vor etwa 3 Jahren stellte mein Hausarzt bei einem PSA Test einen Wert von 9 fest und schickte mich zu einem Urologen. Es wurde eine
Biopsie durchgeführt, ohne Ergebnis und mein Urologe gab "Entwarnung".

Mein Hausarzt hatte bei der gleichen Vorsorgeuntersuchung Diabetes
festgestellt und meine Aufmerksamkeit galt ganz dieser Krankheit.

Im Juli 2006 stellte mein Hausarzt bei einem erneuten PSA Test einen
Wert von 16 fest. Ich bekam Panik und war am nächten Tag beim
Urologen. Der sagte: "Da müssen wir etwas tun". Das klang
nicht sehr beunrühigend.
Ich fragte ihn noch einmal eindringlich:"Wir wollen am Wochenende in
Urlaub fahren, soll ich den Urlaub verschieben?"
"Nein, Sie waren nun 3 Jahre nicht bei mir gewesen, auf die paar Tage
kommt es nun auch nicht mehr an!"
Er entnahm eine Blutprobe für einen erneuten PSA Test und vereinbarte
einen Termin (stationär) für eine Biopsie am 9.8.2006
Als ich in der darauffolgenden Woche das Ergebnis erfahren wollte,
musste ich feststellen, dass mein Urologe bis 28.8.2006 in Urlaub
war.
Ich stand die ganze Zeit unter großer Spannung. Hinzu kam, daß meine
Frau sich in dieser Zeit einer schweren Bauchoperation unterziehen
musste, was mich zusätzlich belastete.
Das Ergebnis meiner Biopsie und des letzten PSA Tests erfuhr ich dann
am 28.8.2006 >Gleason Score 8 (4+4) G2-3 und
PSA 21
Als Theraphie hat mir mein Urologe zwei Möglichkeiten genannt:

1. RPE
2. Strahlentherphie

Inzwischenh nehme ich Androcur und soll am kommenden Dienstag eine
Hormon-Spritze bekommen, welche ? weiß ich nicht.

Kein Wort davon, dass es empfehlenswert sei, ein Knochen-Szintigramm
und eine Computertomographie durchzuführen.
All das habe ich erst hier im Forum erfahren.

Meine Fragen an die "erfahrenen" Forumteilnehmen:

1. Mein Vertrauen ist erschüttert. Sollte ich mir einen neunen
Urologen suchen?
2. Es es am besten, mich in einer Gemeinschaftspraxis
von einem Urologen und Onkologen behandeln zu lassen?

3. Wohin wende ich mich am besten? Ich möchte nicht vom Regen in die Traufe kommen. Ich wohne in Frankfurt am Main.
Könnt Ihr mir eine Empfehlung geben?

Viele Grüsse

HerbertJ

Gerd Unterstenhöfer
03.09.2006, 14:36
Lieber Herbert,

ich bin der Leiter der SHG Prostatakrebs, Uwe Peters, Rhein-Main.

Wenn Du magst, kannst Du mich gerne anrufen, damit wir Deine Fragen im Gespräch klären.

Herzliche Grüße

Gerd

Gerd Unterstenhöfer
06252 727 69

Hans-W.
08.09.2006, 13:51
Hallo Herbert,
bin kein Leiter einer SHG, nur Betroffener der vor 1,5 Jahren in einer ähnlichen Situation war. Ich würde mir an deiner Stelle schnellstmöglich einen anderen Urologen suchen. Du schreibst dass dir RPE und Strahlentherapie angeboten wird und bekommst statt dessen eine Hormonblockade einfach so ohne Erklärung? Deine Ausgangswerte sind im Grenzbereich und du solltest definitiv weitere Untersuchungen machen lassen bevor du dich zu einer weiteren Behandlung entscheidest z.B eine DNA Bild Zytometrie, CT, Szinti, Röntgen der Lungen, Ultraschall Nieren, etc. Ich denke, dass Gerd dir bereits örtliche Hilfe angeboten hat wenn du ihn angerufen hast-ich würde das an deiner Stelle tun.
Alles Gute,
Hans-W.