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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Etwas zum Schmunzeln



cligensa
03.09.2006, 18:35
Liebe Forumsteilnehmer,
der Markt für Nahrungsergänzungsmittel, die gegen Krebs wirksam sein sollen, ist ein Milliardenmarkt, in den sich einige begnadete Verkaufsmanager im Schafspelz der edlen Hilfe gegen die böse Schulmedizin eingeschlichen haben und wir müssen auch in Zukunft damit rechnen, dass noch mehr diesen Versuch machen werden. Es lohnt sich finanziell.

Auf der anderen Seite ist das natürlich auch eine Möglichkeit, die wir alle furchtbar gerne nutzen würden, wenn sie effektiv sind, weil eben die Schulmedizin nicht selten Lösungen bereitstellt, die einer Wahl zwischen Pest und Cholera ähnelt. Außerdem ist es auch psychoonkologisch höchst effizient, wenn Patienten ihre Überzeugungen in die Tat umsetzen und selbst Wege suchen und manchmal auch finden, wie sie mit ihrer Krankheit leben können. Das gilt für andere Krankheiten ebenso wie für Krebs.

Wissenschaftliche Studien zu Nahrungsergänzungen gibt es leider nicht sehr viele, manche widersprechen sich. Aber die sind meist immer noch besser als anekdotische Einzelfälle einiger Scharlatane, die zum Beleg der Wirksamkeit dienen sollen. Jeder, der eine alternative Möglichkeit aufzeigt, sollte wenigstens eine Anzahl von Patientenergebnissen unter wissenschaftlichen Gesichtspunkte ausgewertet und haben und belegen können, so dass eine evidenzbasierte Erfolgsmöglichkeit erkennbar ist.
Grüße
Christian

Na dann müssen wir uns doch mal mit Studien etwas näher befassen <o>:p</o>:
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Und was mache ich jetzt? Von Axel Hacke<o></o>
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Ich esse übrigens zum Frühstück keine Eier mehr, seit ich gelesen habe, dass (medizinischen Studien zufolge) die im Ei enthaltenen Stoffe Carotin und Retinol besseres Nachtsehen bewirken.<o></o>
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Warum sollte ich morgens meine Fähigkeit zum Nachtsehen verbessern, das wäre verrückt.<o></o>
Eier nur abends, es sei denn Schokoladeneier!
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Schokolade macht glücklich, wie medizinische Studien ergeben haben. Sie enthält Substanzen, die an die Opiatrezeptoren im Gehirn andocken, die für körpereigene Glückshormone bestimmt sind, genau: die Endorphine.<o></o>
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Ähnliches gilt ja für Tomaten. Ich glaube, es hat was mit dem Farbstoff Lycopin zu tun, der in ihnen steckt und dessen Aufnahme im Körper noch verbessert wird, wenn man die Tomaten erhitzt – falls ich mich richtig an entsprechende medizinische Studien erinnere. Aber ich erinnere mich in der Regel gut, denn ich esse viel Linsensuppe, und Linsen erhöhen die Gedächtnisqualität enorm, wenn man entsprechenden medizinischen Studien folgt.<o></o>
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Ich darf sagen, der schönste Tag in meinem Leben wurde mit einem Frühstück aus Schokolade und erhitzten Tomaten eingeleitet, es war reines Glück, zumal ich ein Glas Rotwein gegen Arteriosklerose eingenommen hatte. Regelmäßiger Rotweingenuss macht Arterienverkalkung praktisch unmöglich, haben medizinische Studien mehrmals belegt.<o></o>
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Außer Tomaten esse ich nur wenig Gemüse, seit medizinische Studien ergeben haben, dass Obst und Gemüse erheblich weniger vor Krebs schützen, als Verfasser medizinischer Studien lange Zeit glaubten.<o></o>
Dafür trinke ich mehr Kaffee. Über Jahrzehnte hinweg hieß es in medizinischen Studien, Kaffee senke den Flüssigkeitsspiegel im Körper so dramatisch, dass man zu jeder Tasse ein Glas Wasser trinken solle.<o></o>
Das ist aber unwahr, belegen neueste medizinische Studien.<o></o>
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Hingegen ergibt sich aus allerneuesten medizinischen Studien, dass Kaffee vor Leberkrebs und Parkinson schützt. Und russische Forscher haben in einer medizinischen Studie herausgefunden, dass Kaffee ängstlich mache.<o></o>
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Sie verabreichten Ratten koffeinhaltige Getränke und beobachteten dann, dass sie sich vor abgedunkelten Ecken ihres Käfigs fürchteten, die Ratten jetzt, nicht die Forscher. Ich bestätige das.<o></o>
Nach zwei Tassen Kaffee fürchte ich mich vor dunklen Ecken meines Käfigs dermaßen, dass ich nach dem Wärter rufe und ihn um erhitzte Tomaten bitte.<o></o>
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Interessant, dass Lakritze Herpesviren zur Selbstzerstörung treibt, wie ich einer medizinischen Studie entnahm. Andererseits kann sie, wie mehrere medizinische Studien belegen, zu Bluthochdruck führen. Ich warte da noch weitere Studien ab, wobei ich irritiert wurde durch eine Meldung, derzufolge 80 Prozent aller medizinischen Studien mangelhaft seien. Jedenfalls ist dies das Ergebnis einer medizinischen Studie... .<o></o>
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Quelle: Tagesspiegel vom 27.3.05<o></o>
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