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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spermienflüssigkeit und Gebärmutterhalskrebs



Martina Kausch
04.09.2006, 08:07
Auch wenn sich diese Meldung auf wissenschaft.de primär auf den Gebärmutterhalskrebs konzentriert, halte ich die Meldung dennoch für so interessant, dass ich sie hier einstellen möchte. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich damit das Thema des Forums haarscharf verfehle, aber das Risiko gehe ich ein. ;)

Hier nun die Meldung:



Gefährliches Hormon

Substanz in der männlichen Samenflüssigkeit verstärkt das Wachstum von Gebärmutterhalskrebs

Ein Hormon in der männlichen Samenflüssigkeit beschleunigt das Wachstum von Gebärmutterhalskrebs. Der Botenstoff namens Prostaglandin verstärkt das Zellwachstum und die Bildung von Blutgefäßen. Tumorzellen reagieren besonders intensiv auf Prostaglandin. Das haben Forscher aus Großbritannien und Südafrika herausgefunden. Sperma kann für Frauen mit frühen Stadien des Gebärmutterhalskrebses daher ein zusätzlicher Risikofaktor sein, sagen die Wissenschaftler. Ihre Ergebnisse liefern neue Argumente für Kampagnen zum Gebrauch von Kondomen, vor allem in Afrika und Südamerika, wo Gebärmutterhalskrebs am weitesten verbreitet ist.
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Prostaglandin reguliert normalerweise das Immunsystems und das Zellwachstum im menschlichen Körper. Auch die weiblichen Geschlechtsorgane selbst bilden dieses Hormon. Den Forschern zufolge enthält die Samenflüssigkeit jedoch eine tausendmal höhere Konzentration an Prostaglandin als die weiblichen Geschlechtsorgane. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass die Samenflüssigkeit einen Hormoncocktail enthält, der im Körper der Frau wahrscheinlich dazu führen soll, die Chancen auf eine Befruchtung zu erhöhen. Die Tumorzellen des Gebärmutterhalskrebses besitzen besonders viele Schlüsseleiweiße, die auf Prostaglandin reagieren. So konnten die Forscher auch tatsächlich ein beschleunigtes Wachstum beobachteten, als sie Krebszellen mit Samenflüssigkeit in Kontakt brachten.
(...)

Den gesamten Artikel können Sie HIER (auf http://www.wissenschaft.de) (http://www.wissenschaft.de/wissen/news/269302.html)lesen

Carola-Elke
04.09.2006, 21:27
Hallo Martina,

vor kurzem erst hieß es verheißungsvoll, die Impfung gegen das HPV soll Frauen vor Gebärmutterhalskrebs schützen; nun sind die Prostaglandine im Sperma des Mannes als die angeblich schuldigen Übeltäter identifiziert worden - was soll "frau" nun wirklich denken und konsequenterweise tun?

http://www.medical-tribune.ch/deutsch/kongresse/Reporter/2006/eurogin_2006/inhalt.php

Seit vielen Jahrzehnten kann man beobachten, dass Nonnen und Jungfrauen signifikant seltener am Zervixkarzinom erkranken - es kann ja nun jeder/ jede eigene Schlüsse draus ziehen. ;) - eigentlich ist das keine "neue", bahnbrechende Erkenntnis.


"Allerdings ist auch eine Infektion und anschließende Erkrankung ohne einen Sexualkontakt mit Eindringen (Penetration) des Penis eines Partners möglich. Dies erklärt den seltenen Befall von Jungfrauen und Nonnen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Zervixkarzinom


"Einer US-Studie zufolge ist das Risiko, einer durch das Humane Papillom-Virus hervorgerufenen Entzündung erheblich geringer bei Benutzung von Kondomen während des Geschlechtsverkehrs."

Das Dumme dabei: Falls es die Prostaglandine im Sperma sind, würde eine Frau die Monogamie nicht wirklich schützen sondern bei einer intensiven Partnerschaft u.U. das Risiko sogar erhöhen, weil man als Paar meistens nicht abstinent lebt - wie Alleinstehende z.B.. Um das herauszufinden, benötigte man also eine Langzeitstudie zwischen Singles und Nicht-Singles verschiedener Altersstrukturen. Ob wir das noch erleben?

Schöne Grüsse,

Carola-Elke