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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leider auch einen nicht guten Befund



Lothar Sch.
28.07.2011, 12:13
Kurz zu meiner Person, bin "erst" 47Jahre und habe vor 2 Wochen mehr oder weniger aus Zufall eine Blutuntersuchung machen lassen.
PSA 2,6 (noch Verträglich)
PCI3 Wert 100. (Das ist heftig)
Dann begann die Maschinerie zu arbeiten.

Biopsi , CT, Screnning usw.

Meine Werte
Von 10 Zylinder 3 mit Befall 2x 10% und 1x 50%
Gleason pattern 3+3 = Gleason Score 6

Ich las mich mal nicht Verrückt machen, lese zwar viele, viele verschiedeneMeinungen, aber die Entscheidung muss ich selbst treffen. Bzw. Finde auch keineAntwort.<o:p></o:p>
Mein Vorteil(?) sagt mein Arzt, ich bin frühzeitig dran es eilt nicht von heute auf morgen.

Habe 4 Vorschläge von Mediziner erhalten. 3 kommen in die nähere Auswahl. (Dazu brauche ich eure Hilfe, Meinung)

1. Prostata kompl. entfernen (kommt überhaupt nicht in Frage)
2. Brachytheraphi (Kann ich mich schon anfreunden)
3. Bestrahlung von ausen in Rechts der Isar (Habe ich erst Gespräch)
3. Protonenbestrahlung Rinecker (Wäre mein Favorit aber???) Teuer usw. Aber ist teuer nicht irrelevantfür diese Krankheit, ist doch egal was das kostet, Hauptsache es hilft oderist genauso gut oder besser wie die anderen Therapien.

Jeder will natürlich seine Sache verkaufen, der Chirurge das rausschneiden, der Strahlentherapeut seine Strahlen. Leider <o:p></o:p>
Nun natürlichmeine Fragen.<o:p></o:p>
1. Gibt es hier im Forum nicht ein paar Leute die schon bei Rinecker waren und mir bisschen was erzählen können. <o:p></o:p>
2. War schon jemand bei Bestrahlen im rechts der Isar (Prof. Dr. ,ed. Molls) und kann mir seine Erfahrung mitteilen.<o:p></o:p>
Danke an alle im Voraus für die Hilfe.

skipper
28.07.2011, 12:55
Hallo Lothar,
was spricht gegen das komplette Entfernen der Prostata ?
War letztes Jahr vor der gleichen Entscheidung wie du jetzt , mit 48 Jahren. Wie du meinem Profil entnehmen kannst habe ich mich für die OP entschieden und bin mit dieser Entscheidung bisher sehr zufrieden.
Jede Therapie hat ihre Risiken ! Auch bei Strahlenbehandlung gibt es Risiken !
Gruß Skipper

Reinardo
28.07.2011, 13:42
Hallo Lothar:-

Du kannst natürlich mit Kanonen auf Spatzen schießen und der Spatz ist dann tot. Viel hängt davon ab, was Du im Leben noch vorhast, denn mit jeder radikalen Therapie bist und bleibst Du in dieser oder jener Hinsicht behindert. An von Dir nicht genannten Optionen fallen mir ein: die HIFU-Therapie. Diese belastet minimal und hat die Möglichkeit des Nerverhalts durch nur partielle Prostata-Zerstörung, die Option des Wait-and-See, auch von den Leitlinien her möglich; die zeitlich befristete Dreifache Hormonblockade (DHB) nach Leibowitz.
In Deinem Erkrankungsstadium hast Du noch das Privileg, aus einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen zu können.
Alles Gute, Reinardo

skipper
28.07.2011, 13:58
Hallo Lothar, Hallo Reinardo,
die Aussage von Reinardo das man mit jeder radikalen Therapie behindert ist , entbehrt jeder Realität .Ich weis nicht warum Reinardo so eine Aussage trifft? Eigene Erfahrung ?
Einem 47 jährigen , mit guter Chance auf Heilung eine nicht kurative Behandlung wie die DHB zu empfehlen ist kein guter Rat!!!!
Viele im Forum wären froh mit dieser Ausgangslage eine wirklich kurative Therapie angehen zu können. 3 von 10 Stanzen positiv , dazu eine mit 50% Befall , da wäre ich mit AS vorsichtig.
Gruß Skipper

spertel
28.07.2011, 15:00
Hi Lothar

Wer hier, in welcher Form auch immer, behindert ist, lasse ich an dieser Stelle mal offen.

Da Du Dich in jedem Fall auch gegen eine OP ausgesprochen hast, werde ich hier nicht den Versuch unternehmen, Dich vom Gegenteil zu überzeugen. Hauptsache, Du wirst wegen Deiner noch zu erwartenden Lebensspanne von ca. 30 Jahren diesen Entschluß nicht bereuen.

Ein Hinweis sei mir an dieser Stelle noch gestattet; ich warne Dich dringend davor, den Ist-Zustand Deiner Erkrankung zu unterschätzen. Die Folgen dieser Fehleinschätzung, die häufig genug auftritt, mußt Du ganz allein ausbaden.

Wenn Du Dich allerdings für den Rest Deines Daseins mit den Problemen rund um diese Krankheit beschäftigen willst brauchst Du nur den Ratschlägen von Reinardo zu folgen.

Mein Tip...tu´das bloß nicht !!!

Mach´lieber das Richtige (.....und das ist in diesem Alter und Stadium die OP)

Gruss

Spertel

Lothar Sch.
28.07.2011, 15:10
Danke für die aufmunterden Worte. Meine Frau wäre auch für, raus mit den Ding. Aber bin noch in der sogenannten Findung.

Günter55
28.07.2011, 15:11
Hallo Lothar, Spertel und alle Anderen!

Ich denke Ralf Damm, Moderator dieses Forums, hat dazu einen guten Beitrag ins Netz gestellt. Siehe hier (http://www.prostatakrebse.de/informationen/pdf/gruende_fuer_dhb.pdf)

Die Entscheidung für das Eine oder Andere muss letztendlich Jeder selbst treffen. Ich persönlich würde mich wahrscheinlich für eine OP mit der Option zum Nerverhalt entscheiden oder für eine LDR-Brachy. Sicherheit wäre mir hier lieber als "unverstümmelt".

Liebe Grüße
Günter

spertel
28.07.2011, 15:15
Du hast eine sehr kluge Frau, Lothar !!!

Höre auf sie.........

LG

Spertel

Reinardo
28.07.2011, 18:10
Hallo Spertel:-

es hat vor Jahren hier im Forum erbitterte Grabenkämpfe gegeben zwischen den Verfechtern radikaler Therapien und den Anhängern der DHB, die wir nun hier nicht wieder aufleben lassen sollten. Nur wenn Du schreibst:

"Wenn Du Dich allerdings für den Rest Deines Daseins mit den Problemen rund um diese Krankheit beschäftigen willst brauchst Du nur den Ratschlägen von Reinardo zu folgen."

dann bitte ich Dich nur, Deine eigene Krankheitsgeschichte in Deinem hier hinterlegten Profil nachzulesen. Deine Krankheit bist Du nicht losgeworden, obgleich Du alles mitgemacht hast, was die Urologie zu bieten hat, von OP, Bestrahlungen bis hin zu einer völlig unnötigen Lymphadenektomie. Wenn Dein PSa-Wert nun wieder leicht ansteigen sollte, wirst Du auch noch eine Hormonblockade machen müssen. Jeder Therapieschritt barg aber auch seine Risiken.
Die DHB habe ich Lothar nicht empfohlen, sondern nur als eine Option erwähnt. Den Unterschied hast Du offenbar nicht gesehen.

Gruß, Reinardo

spertel
28.07.2011, 18:45
Reinardo, Du willst offenbar immer noch nicht wahrhaben, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, ob man zum Zeitpunkt der Diagnosestellung 47 Jahre alt oder fast 70 ist.

Ich darf Dich korrigieren; Stand Dezember 2010 war ich diese Krankheit los, da mein PSA nach den erfolgten Therapien im nicht nachweisbaren Bereich verblieben ist.

Ob es so bleibt liegt nicht in meinen Händen, die nächste PSA-Messung wird den weiteren Verlauf zeigen. Ich wüßte im Nachhinein auch keine Alternative, die mir diese Entwicklung garantiert hätte.

Im übrigen wäre mir völlig neu, dass eine Hormontherapie, ganz gleich welcher Art, frei von Nebenwirkungen sein soll.

Ebenso liegst Du bei der grundsätzlichen Beurteilung der Nebenwirkungen einer OP wiederholt völlig daneben. Trotz der von Dir richtig aufgezählten Therapien erschließt sich mir nicht, weshalb ich mich nun behindert fühlen sollte.

Bis auf einen leichten Harndrang erinnert mich lediglich der schmückende Bauchschnitt an die Ereignisse der vergangenen Jahre.

Gruss

Spertel

Schorschel
28.07.2011, 18:46
Hallo Lothar,

wenn das mit dem "das Ding muss raus" nur so einfach wäre! Der normale Urologe ergänzt diesen Satz noch durch die Aussage "dann haben Sie für den Rest Ihres Lebens Ruhe". Letzteres stimmt sehr oft eben nicht!

Ob Deine Frau ihre Aussage (mit der Sie Dir vielleicht nur Mut machen will?) auch dann noch wiederholt, wenn sie sich über die Wahrscheinlichkeiten von Nebenwirkungen (Potenzschwäche - eventuell bis hin zur Impotenz - und Inkontinenz) informiert hat?

Mit 3 positiven Stanzen von 10 bist Du definitiv kein "Active Surveillance"-Kandidat mehr, zumal 10 Stanzen - je nach Prostata-Größe - nicht wirklich repräsentativ sein können.

Was Du m.E. überlegen könntest, wäre Brachy/Seeds, wobei man dann noch wissen müsste, wie groß Deine Prostata ist und wo die positiven Herde gefunden wurden (eher zentral --> wäre gut; eher Randlage --> wäre schlecht für Seeds. So habe ich das zumindest immer verstanden).

Zur Protonen-Therapie kann ich nichts sagen. Mir scheint das bei ihren Verfechtern eine Glaubensfrage zu sein. Der Strahlentherapeut Daniel Schmidt, von dessen Meinung ich sehr viel halte, wird jedenfalls nicht müde zu betonen, dass es keinen Nachweis dafür gibt, dass die Protonentherapie anderen Strahlentherapien überlegen ist.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidungsfindung, wobei Du nach meiner Empfehlung vor allem darauf hören solltest, was Dir - nachdem Du Dich gründlichst informiert haben wirst - Dein Bauchgefühl sagt.

Alles Gute!!

Schorschel

SAGI00
28.07.2011, 19:53
Hallo Lothar,
Raus oder nicht Raus (scheint mir) ist hier die Frage. Ich persönlich habe nach der Diagnose garnichts anderes gedacht und auch so gehandelt. Heute bin ich sehr froh darüber den richtigen ''Handwerker'' gefunden zu haben.
Heute frage ich mich manchmal ''was war da eigentlich ?? zumal alles so eingetroffen ist wie es mir mein behandelnder Arzt vorher gesagt hat.
Ich wünsche Dir eine Entscheidung, die als Ergebnis mindestens so gut ausfällt wie bei mir!
Ciao und alles Gute
Sigi

Andy63
28.07.2011, 21:41
Guten Abend Lothar

10 Stanzen ...... alles getroffen ..... Befund ist leider klar Krebs - Lösung ?

Mit Betrahlung ist v i e l l e i c h t alles in Ordnung oder auch nicht und die OP danach wird schwierig falls nicht gar unmöglich.

Protonenbestrahlung da wirst du nicht viel dazu rausfinden evtl. versuchen und hoffen das es zum Ziel führt.

OP - Guter Arzt der was von seinem Fach versteht - frühzeitiges entdecken hilft dir zur Nervschonenden OP welche in Deinem Alter dir die Potenz und auch die Kontinenz erhalten sollte und du bist "fast" auf der sicheren Seite.

Den Weg musst du selber finden jeder hat ja so seine Punkte über die man sich sorgen macht in der Situation.

Ich habe zur OP entschieden und würde mich wieder für die OP entscheiden.

Ich wünsche Dir viel Glück und Mut auf Deinem weiteren Weg.

Gruss Andy

Lothar Sch.
29.07.2011, 08:10
Hallo, Andy, dein Bericht auf der www. myprostata.... hat mir sehr gut gefallen. Du bist ein Kämpfe, auch ich bin ein Kämpfer. Ganz langsam aber sicher kann ich mich mit dem Gedanken anfreunden " das Ding muss raus". Aber werde trotzdem nächste Woche die 3 Beratungsgespräche wahrnehmen.
1. Termin Seeds einsetzen Brachytherapie
2. Termin Bestrahlung von aussen
3. Termin " Das Ding muss raus"

Noch kurze Frage bin aus Oberbayern, wer kann mir hier eine gute Klinik empfehlen die das Ding rausmachen. Habe was von Starnberg, Planneg gehört. Mein Urologe schickt mich nach Rosenheim.

Nochmals vielen dank an alle die mich hier unterstützen und Beraten.
Vielen, vielen Dank

spertel
29.07.2011, 10:33
Hi Lothar

Zur weiteren Meinungsbildung empfehle ich Dir das Profil von "Dammerl" und seine Beiträge und Erfahrungsberichte.

Diese sind sehr interessant und dürften Dir weiterhelfen; er war in Starnberg und wurde dort von Dr. Prätorius operiert.

Aber lies selber......

Alles Gute

Reinhard

Siegfried51
29.07.2011, 10:48
Hallo Reinardo,

die HIFU-Therapie als völlig harmlos darzustellen, finde ich von Dir nicht in Ordnung. Nach Angabe des Westdeutschen Prostatakrebszentrums erleiden 80% der Patienten innerhalb von 5 Jahren einen Rückfall. Und den Arzt muss man dann erst mal finden, der danach noch eine OP wagt.
Die Hormontherapie ist keine kurative, sondern nur eine aufschiebende Therapie, d. h. das Tumorwachstum wird lediglich gestoppt und das nur vorübergehend, abgesehen von den Nebenwirkungen, die eine Hormonblockade verursacht.

Liebe Grüße
Siegfried

Siegfried51
29.07.2011, 10:55
Hallo Lothar,

die OP birgt die Chance, vom PK vollständig geheilt zu werden und das willst Du doch sicher auch! In Deinem Alter hast Du noch mindestens 30 Jahre vor Dir! Von einer Verstümmelung kann bei einer OP nicht die Rede sein. Bei Deiner Ausgangslage hast Du die Chance, weder inkontinent noch impotent zu werden. Ich habe jedenfalls die OP gewählt, da ich noch eine eventuell notwendige Bestrahlung als weitere Option offen lassen wollte. Umgekehrt ist das leider nicht möglich. Ich war nach der OP sofort kontinent. Mit der Potenz muss man allerdings Geduld haben! Auch wenn man nervschonend operiert wird, sind die Nerven vorübergehend mal irritiert und das kann bis zu zwei Jahren dauern. Folge bitte dem Rat von Spertel.

Liebe Grüße
Siegfried

premme
29.07.2011, 13:50
Hallo Lothar,
Ich bin der festen Überzeugung, das dein erster Thread zu schnell, nach dem Befund, von dir geschrieben wurde.
Deine vier Vorschläge solltest du in aller Ruhe durchgehen.
Du hast schon einige Antworten bekommen, eine so, die andere so.
Auch ich bin ein RPE'ler.
Bin mit meiner damaligen Entscheidung noch heute zufrieden.
Deshalb meine Bitte, bleib ruhig, mach dich schlau, und gehe alle Vor- Nachteile durch.
Hoffe auf eine gute Entscheidung.
Gruß
Reinhard

rembert
29.07.2011, 14:06
Hallo Lothar,
ich bin mit 43 Jahren letztes Jahr operiert worden und stehe Dir gerne für Auskünfte zur Verfügung bei Bedarf.
Gruss Rembert

SAGI00
29.07.2011, 16:24
Hallo Lothar,
Ich kann Dir Starnberg empfehlen, Mein damaliger Operateur war vorher in Planegg Chefarzt. Er hats gut gemacht und er hatte ja auch schon über 5000 OPs Erfahrung.
Sein Nachfolger ist sein Sohn, der mit Dr. Dudek (der kommt auch aus Planegg und hat viel Erfahrung) weiter operiert.
Grosshadern ist wohl auch sehr gut. Die ''barmherzigen Brüder'' in München Nympfenburg sind auch eine Urologische mit viel Erfahrung.
Auch die Urologische Klinik in Augsburg bei Frau Prof. Dr. D. Weckermann -die ein eigenes Verfahren entwickelt- hat, hat sehr gute Ergebnisse.
Zu den Rosenheimern kann ich nichts sagen.
Entscheidend ist nach meiner Meinung immer: Der Operateur muss viel Erfahrung haben (mehr als 500 OPs) und gute Ergebniss vorweisen können

Gruss Sigi

Reinardo
29.07.2011, 16:39
Hallo Siegfried:-

Die HIFU-Therapie habe ich nicht als harmlos vorgestellt sondern als schonend. Sie wird in Teilnarkose durchgeführt, dauert nur 1 - 2 1/2 Stunden und ist infolge technischer Automatik vom Geschick des Operateurs weitgehend unabhängig. Das Verfahren ist in einer "Patienteninformation Prostatakrebs - Krankheitsstadien, Therapiemöglichkeiten, HIFU-Behandlung" der Berliner Charité beschrieben, welche die Behandlung auch durchführt. In der Broschüre wird auch über Studienergebnisse berichtet, die den von Dir genannten Zahlen widersprechen. Bitte nenne oder schreib mir über PN eine genauere Quelle, wo Du Deine negative Zahl her hast.

Über die Wirksamkeit der Hormontherapie brauchst Du mich nicht zu belehren. Damit habe ich mich auseinandergesetzt wie kaum ein Zweiter hier im Forum. Sie kann (als DHB) kurativ wirken, solange der Tumor sich noch im Anfangsstadium befindet und in toto eine homogene hormonsensible Zusammensetzung aufweist. Ich sehe da immerhin eine Chance, den Krebs ohne radikale Behandlung los zu werden, insbesondere, wenn man diese Therapie mit komplementären Verhaltensweisen wie Nahrungsumstellung, Vitamin-D, Bewegung etc. unterstützt. Ein kluger Mann hat einmal gesagt: "Ich tue wenig gegen meine Krankheit, aber ich tue viel für meine Gesundheit."

Gruß, Reinardo

Harald_1933
29.07.2011, 18:44
Lieber Reinhard,


Die HIFU-Therapie habe ich nicht als harmlos vorgestellt sondern als schonend.

Hier (http://www.prostatakrebs-bps.de/index.php?option=com_content&task=view&id=121&Itemid=178) wird verdeutlicht, was Dir bekannt ist, wie eine HIFU abläuft. Es mag sich jeder selbst ein Bild machen, ob das nun mehr schonend oder harmlos ist.

In diesem (http://multivu.prnewswire.com/mnr/edap/49862/) Beitrag wird sogar von 83% Patienten nach 10 Jahren berichtet, bei denen nach Behandlung eine Biopsie keine Krankheit mehr ergab.


"Ein Mensch weiß nicht, was er weiß, bevor er weiß, was er nicht weiß"
(Thomas Carlyle)

skipper
29.07.2011, 21:06
Hallo Lothar,
ich zitiere aus dem Buch von Dr.Stephen Strum: Ein Ratgeber zum Prostatakrebs Seite 16:"Das Ergebnis der Erstbehandlung hängt stark von den Fähigkeiten des Arztes ab, daher erhöht die Wahl des bestmöglichen Arztes (eines Könners) Ihre Erfolgschancen beträchtlich."
Das Buch empfehle ich dir, es hat mir und vielen anderen sehr geholfen die Materie besser zu verstehen.
Was man so hört ist Starnberg gut.
Gruß Skipper

wassermann
30.07.2011, 10:00
Hallo Lothar,
du machst ohnehin alles richtig, wenn du die verschiedenen Optionen für dich überprüfst und möglichst mehrere verschiedene Ärzte nach ihrer Einschätzung fragst. Nur so wirst du zu einer Entscheidung kommen, hinter der du auch stehst und mit der du gegen die Krankheit kämpfen kannst. Letzteres sage ich bewusst, denn ich halte wenig von den verniedlichenden Bezeichnungen wie "Untermieter" und "Haustier", wenn es um eine Krebserkrankung geht, die dir Metastasen in den Knochen und anderswo und letztlich den Exitus bescheren kann. Ob du einen so aggressiven Tumor in dir trägst, weißt du trotz der Biopsieregebnisse nicht, denn Understaging, d.h. eine Unterschätzung des Tumorvolumens bzw. seiner Aggressivität nach Biopsie, ist an der Tagesordnung (s.a. mein Profil).
Ob die OP die selig machende Therapie sein wird, sei dahin gestellt. Ich persönlich bin sehr gut damit gefahren. Von Behinderung - auch 5 Jahre danach- keine Spur, weshalb ich auch auf den Schwerbeschädigtenausweis verzichtet habe. Ob ich geheilt bin, wissen die Götter. Aber was ist Heilung? 5 Jahre Rezidivfreiheit? Dann bin ich es. Aber eben nur, bis es wieder losgeht. Meine Suche nach Männern, die nach 10 und mehr Jahren rezidivfrei sind, verlief bisher fast ergebnislos.
Also, mach dir keine Illusionen. OP scheint mir die vernünftigste Option für deine Ausgangslage. Alleine schon wegen der Möglichkeit relativ problemlos nachzubessern, wenn nötig (auch wenn dieser Gedanke von manchen hier belächelt wird: Pfeil im Köcher). Für Protonenbestrahlung gibt es auch gute Gründe oder auch für den Weg Bernhard A.s, der innere und äußere Bestrahlung kombinierte.
Entscheidend ist immer das Quentchen Glück, vor allem aber das Können der Ärzte. Dir als Oberbayern rate ich, auch einmal über die Grenze zu blicken. Ich habe mich von Prof. Schmeller in Salzburg operieren lassen und bin von London aus dorthin gefahren.
Ich wünsche dir eine gute Entscheidung und beste Genesung.
Gruß
Wassermann

skipper
30.07.2011, 11:05
Die Nebenwirkungen der DHB wie sie von Anwendern selbst beschrieben werden:
Hitzewallungen,Brustschwellung,Gewichtsanstieg,Müd igkeit, Schlaflosigkeit, Potenzprobleme/-verlust , Stuhlprobleme , andere Nebenwirkungen, wie .z.Bsp. erhöhte Herz-Kreislauf Risiken ....
Nachzulesen hier: http://www.myprostate.eu/?req=user&id=62&page=report
Wenn das mal keine radikale Behandlung ist ?
Gruß Skipper

Günter55
30.07.2011, 12:56
Bei mir kommen noch sehr schmerzhafte Gelenkentzündungen dazu.

Liebe Güße
Günter

HorstK
30.07.2011, 13:29
bin "erst" 47Jahre


Frag doch mal die Roth-Zwillinge
Wie geht's den beiden heute - mit 49 J.
http://www.roth-zwillinge.de
http://www.roth-zwillinge.de/index.php?module=faq

JürgenS
30.07.2011, 15:58
Frag doch mal die Roth-Zwillinge
Wie geht's den beiden heute - mit 49 J.
http://www.roth-zwillinge.de
http://www.roth-zwillinge.de/index.php?module=faq

Das musste ja kommen. All die Beiträge im Fernsehen und in der Presse über pCa Operationen zeigen nur die Paradepatienten, bei denen alles super verlaufen ist. Friede, Freude, Eierkuchen und Happy End. All jene Patienten mir Impotenz, Inkontinenz. Stenosen, Rezidiven werden unter den Teppich gekehrt.

Der Fairness halber sollte man auch mal in die Rehas gehen und zeigen, was da so abläuft. Ich kann mich immer noch an einen Vortrag von Dr. Bliemeister erinnern, in dem er das ganze Leid von PCa Operierten in der Reha schildert.

JürgenS

Harald_1933
30.07.2011, 16:01
Unter diesem (http://www.myprostate.eu/?req=user&id=62&page=report) Link ist von Nebenwirkungen keine Rede, die mich, allerdings nicht so heftig wie manche andere Betroffene, auch geplagt haben. Es wird schlicht vermerkt:

"Die dreifache Hormontherapie - als Erst-Therapie - zu machen war ein Fehler!
Ich habe dadurch 4 Jahre Zeit vertrödelt!"

Im Nachhinein könnte ich das auch wohl so sehen, obwohl ich die dreifache Hormonblockade nach Dr. Bob Leibowitz nicht konsequent weiter geführt habe, weil mir der dazu empfohlene leichte Chemo-Cocktail nicht behagte. Auch Christian Ligensa ist es letztlich nur durch Hinzunahme etlicher teilweise umstrittener, sehr teurer und nicht zugelassener bzw. auch nicht einmal von den Privatkrankenkassen zur Erstattung anerkannter Medikamente gelungen, bis heute durchzuhalten.


Wenn das mal keine radikale Behandlung ist ?

Was ist nicht radikal, das einem an Krebs erkrankten Patienten zum Überleben verhelfen könnte? Das deutsche Verb heilen drückt nicht präzise aus, was damit tatsächlich gemeint sein könnte, das Lateinische unterscheidet zwischen "curare" dem Behandeln von Beschwerden, und "sanare" der Rückkehr zur Gesundheit.


Frag doch mal die Roth-Zwillinge
Wie geht's den beiden heute - mit 49 J.
http://www.roth-zwillinge.de
http://www.roth-zwillinge.de/index.php?module=faq (http://www.roth-zwillinge.de/index.php?module=faqChapeau)[/quote]

Chapeau! Interessanter Vorschlag. Es ist in letzter Zeit etwas still geworden um diese auch nicht zur Legendenbildung tauglichen Vorbilder zur allein richtigen Therapie bei PCa.

"Der Weise weiß, was er tun soll. Der Könner weiß, wie er es tun muss. Der Fleissige tut es"
(Japanisches Sprichwort)

skipper
30.07.2011, 16:09
Da hast du leider Recht JürgenS . Um so wichtiger ist die Aussage von Dr.Strum im Beitrag #23
Harald 1933 : Du musst auf Beurteilungen klicken , dann geht es weiter.....
Gruß Skipper

RalfDm
30.07.2011, 17:01
Das Buch empfehle ich dir, es hat mir und vielen anderen sehr geholfen die Materie besser zu verstehen.
"Ein Ratgeber zum Prostatakrebs" ist im Handel nicht mehr lieferbar. Eventuell kann bei der Geschäftsstelle des BPS in Gehrden (http://www.prostatakrebs-bps.de/index.php?option=com_content&task=view&id=260&Itemid=96) noch ein Restexemplar ergattert werden - wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Ralf

Reinardo
30.07.2011, 21:41
Hallo:-

Der "Ratgeber zum Prostatakrebs" von Stephen B. Strum (engl. A Primer on Prostate Cancer) wurde, soweit ich das in Erinnerung habe und hierzu aus der Ferne etwas sagen kann, im Jahre 2005 mit Mühe und hoffnungsvollem Engagement unter der Regie des Bundesverbandes BPS ins Deutsche übersetzt und hat es seitdem trotz Reduzierung des Preises nicht einmal zu einer zweiten Auflage gebracht. Dass dieses hervorragende Buch von der deutschen Leserschaft, insbes. aber von der Fachwelt der Urologie so zögerlich angenommen wurde, ist bedauerlich. Über die Gründe kann man mutmaßen.
Wer des Englischen mächtig ist, kann sich dieses Standardwerk aber auch über den Internet Versandhandel problemlos aus Amerika beschaffen. Der Wechselkurs ist günstig.

Gruß, Reinardo