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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorbeugen gegen Knochenmetastasen ?



Reinardo
03.08.2011, 12:36
Hallo:-

</SPAN>Die S3 Leitlinie sieht den Einsatz von Bisphosphomaten (Zoladex) vor bei fortgeschrittenem, metastatischem Prostatakrebs. Vgl. Seite 57 im evidenzbasierten Patientenratgeber zur S3-Leitlinie. Kritiker sagen hierzu, dass der Einsatz von Bisphosphonaten dann viel zu spät komme, da das Skelett durch vorangegangene palliative Massnahmen, insbes. Hormontherapie bereits zu stark vorgeschädigt sei.</SPAN>

Als ich Ende 2001 mit der Schockdiagnose Prostatakrebs konfrontiert war (PSA 8,9; Gleason 2+3), riet mir mein Orthopäde, sofort mit der vorbeugenden Einnahme von Fosamax (= Zoledronsäure, 1 x wöchentlich 70 mg) zu beginnen. Ich habe das auch bis heute befolgt.</SPAN>

Mein Gleason hat sich im Laufe der Jahre verschlechtert. Zunächst brachten DNA-Analysen im August 2007 einen peritetraploiden und im März 2008 bereits einen x-ploiden Befund, bis ich dann im März d.J. anlässlich einer palliativen TUR-P einen Gleason von 4+5 von der Charité bestätigt bekam.</SPAN>

Die Verschlechterung der Malignität über die Jahre ist ein genereller, natürlicher Prozess. In seinen Langzeituntersuchungen schreibt Tribukait, dass wiederholte Biopsien eine zeitlich fortlaufende Dedifferenzierung des Tumors zeigen würden. </SPAN>
Initial könnte in meinem Fall auch die DHB bereits eine Verschlechterung in der Malignität bewirkt haben. Mit Ausnahme von 3 Monaten in einer Notlage in 2009 habe ich aber sonst keine Hormontherapie genommen. Ich glaube deshalb, dass in meinem Fall die Hormontherapie für die Verschlechterung in der Malignität nicht die wesentliche Ursache war. Immerhin hat dieser Prozess sich über fast 10 Jahre erstreckt.</SPAN>

Auf meinen Wunsch schrieb mir mein Orthopäde daraufhin eine Überweisung für eine Scintigraphie. Mein mich damals noch behandelnder Urologe hatte mir diese wegen zu niedriger PSA-Werte verweigert. Die Scintigraphie ergab nur verletzungs- und altersbedingte degenerative Veränderungen aber keine sicheren Anzeichen für Metastasen.</SPAN>

Dass ein hoher Gleason-Wert einhergeht mit dem Entstehen von Metastasen ist zwar eine häufige Beobachtung, aber als Grundaussage nur ein Dogma. Es handelt sich zunächst ja „nur“ um eine Verschlechterung der DNA von Krebszellen mit erhöhter Streuungswahrscheinlichkeit und Streuungshäufigkeit. Ob es tatsächlich zu Metastasen kommt, ist auch von der Beschaffenheit der Organe abhängig, in denen Krebszellen andocken und wachsen können. Es gilt also zunächst, diese Organe, bei Prostatakrebs insbes. das Skelett, gesund zu erhalten. Das geschieht durch Bewegung (Belastung), Zugabe von Calcium und Vitamin D sowie eine auf Krebs ausgerichtete Ernährung. </SPAN>

Welche Rolle können aber Bisphosphonate vorbeugend gegen Knochenmetastasen spielen? Auf meine Frage schreibt mein Orthopäde mir folgendes: „Durch Alendronsäure wird der Knochenstoffwechsel weit heruntergefahren. Das bedeutet, dass Metastasen viel länger brauchen, um sich zu entwickeln. Es ist auch gar nicht die Metastase selbst, die den Schaden bis hin zum Knochenbruch verursacht. Es sind die von Metastasen angeregten Osteoklasten (= Knochenfresszellen), welche die Knochensubstanz abbauen. Das geht aber nicht, wenn Osteoklasten durch die Alendronsäure abgetötet werden.“</SPAN>

Generell ist das Vorkommen von Skelettmetastasen mit einer ungünstigen Prognose verbunden. Tribukait, der die umfassendsten und verlässlichsten Langzeituntersuchungen uns hinterlassen hat, berichtet von einem Medianwert von 2,3 Jahren gegenüber einem Medianwert von 10 Jahren bei Patienten aller Stadien und Grade ohne Metastasen. Seine Kurve zeigt jedoch auch, dass etwa 20% der Patienten mit Skelettmetastasen 5 Jahre, 10 Jahre und länger überleben können.</SPAN>
Die Frage ist also: Was können wir bei hoher Malignität vorbeugend tun, um Metastasen nicht zu bekommen? Und wie sollten wir uns verhalten, wenn wir Metastasen schon haben?</SPAN>

Gruß, Reinardo</SPAN>

helmut (i)
03.08.2011, 14:51
Die Frage ist also: Was können wir bei hoher Malignität vorbeugend tun, um Metastasen nicht zu bekommen? Und wie sollten wir uns verhalten, wenn wir Metastasen schon haben?

Hallo!

Ich schalte mich hier ein, obwohl ich bisher (erfreulicherweise) keine Veranlassung hatte, mich näher mit dieser Problematik zu beschäftigen. Der nachfolgende Hinweis ist somit eine Anregung, die ich selbst nicht bewerten kann.

Durch einen Bekannten wurde ich auf Dr. Coy http://www.johannescoy.de/index.php und die nach ihm benannte Therapie aufmerksam gemacht, der früher am DKFZ tätig war und dort das Gen Transketolase-like1 (TKTL1) entdeckte, das Zellen einen veränderten Stoffwechsel ermöglicht. In der Krebszelle ist dieser sauerstoffunabhängige Zuckerstoffwechsel entscheidend für die Resistenzbildung gegenüber Chemo- und Strahlentherapien sowie Invasivität.

Der EDIM-TKTL1-Bluttest zum Nachweis des Resistenz- und Invasitivtätsmarkers TKTL1 wird seit Anfang 2009 vermarktet. Ebenso wurden die „Therapie nach Dr. Coy“ zur Überwindung der Therapieresistenz und Hemmung der Invasivität sowie die TAVARLIN-Lebensmittel entwickelt und vertrieben.

Der Bekannte führt diese Therapie nach einer GIST - OP als Prävention gegen Metastasenbildung durch und wurde interessanterweise von seinem Urologen (!) darauf aufmerksam gemacht.

Gibt es dazu irgendwelche Meinungen bzw. Erfahrungen?

Viele Grüße
Helmut

Klaus (A)
03.08.2011, 17:33
Die S3 Leitlinie sieht den Einsatz von Bisphosphomaten (Zoladex) vor bei fortgeschrittenem, metastatischem Prostatakrebs.......


Reinardo, nur der Klarheit halber:
Du hast Zoladex wohl mit Zometa verwechselt!
Klaus

hartmuth
03.08.2011, 19:54
Hallo Reinardo,
schöner Bericht von dir, vor allem auch weil er die Bedeutung des Knochenschutzes bei PK-Erkrankung in Erinnerung ruft.
Ich nehme regelmäßig 70mg Alendronsäure die Woche, täglich 2x 1 Borkapsel und zusätzlich Calcium/D3-Tabeletten (2x 400 I.E.). Ich hoffe das hilft und stärkt die Knochen gegen die Angriffe.
Sehr interessant finde ich diese Aussage von dir, die ich mir erlaube herauszupicken:

Initial könnte in meinem Fall auch die DHB bereits eine Verschlechterung in der Malignität bewirkt haben. Mit Ausnahme von 3 Monaten in einer Notlage in 2009 habe ich aber sonst keine Hormontherapie genommen. Ich glaube deshalb, dass in meinem Fall die Hormontherapie für die Verschlechterung in der Malignität nicht die wesentliche Ursache war. Immerhin hat dieser Prozess sich über fast 10 Jahre erstreckt.
Dass 13 Monaten Androgenentzug zur Malignisierung beigetragen haben sollen, das war mir noch nie einleuchtend. Da waren andere Prozesse ausschlaggebend. Zudem bedeutet Malignisierung keineswegs Entwicklung zur Hormonunempfindlichkeit. Auch dies immer wieder eine implizite Annahme, der ich so nicht zustimmen würde. Meiner Meinung nach ist es ein überzogener Standpunkt, wenn du eine HB bei dir entschieden ablehnst. Gut wenn du sie hinauszögerst, aber eine SAB intermittierend könnte bei dir durchaus hilfreich sein. Du kannst ja mit 50mg Bicalutamid anfangen, die Wirkung beobachten und ggf. auf 100 oder 150mg steigern. Das richtet keinen Schaden an, zumal wenn nur kurzzeitig eingenommen.
Alles Gute und Gruß
Hartmut

hans.z
03.08.2011, 21:12
Hallo:-

(...)
</SPAN>Die Frage ist also: Was können wir bei hoher Malignität vorbeugend tun, um Metastasen nicht zu bekommen? Und wie sollten wir uns verhalten, wenn wir Metastasen schon haben?</SPAN>

Gruß, Reinardo</SPAN>

Hallo Reinardo,

wahrscheinlich ist diese Option hier im Forum bekannt. Ich weise trotzdem noch einmal darauf hin.



Broccoli macht Krebsstammzellen schwach
(...)
Versuche mit Zellkulturen, Mäusen und frisch isolierten Tumorzellen von Patienten zeigten: Sulforaphan hemmte die Blutgefäßbildung im Tumor und das Tumorwachstum, ohne dabei Nebenwirkungen zu verursachen. In Kombination mit Krebsmedikamenten verstärkte sich dieser Effekt noch. "Bereits im letzten Jahr zeigte eine groß angelegte kanadische Studie mit 1338 Patienten mit einem Prostatakarzinom, dass ein hoher Verzehr von Broccoli und auch Blumenkohl die Patienten vor der Metastasierung des Tumors schützen konnte", sagt Professor Herr.
(...)


http://www.organische-chemie.ch/chemie/2008okt/sulforaphan.shtm

Das ist auf jeden Fall eine zusätzliche Option, preisgünstig, ohne Risiken und Toxizität.

Viele Grüße
hans

Reinardo
03.08.2011, 21:49
Danke, Klaus(A), für die Berichtigung. Natürlich meine ich ZOMETA. Leider ist mir der Fehler wegen der Ähnlichkeit der Namen unterlaufen. Gruß Reinardo

hans.z
03.08.2011, 21:51
Ergänzung:

Hier noch ein interessanter Artikel zu den Einnahme- bzw. Verzehrmodalitäten.



Brokkoli: Sprossen plus Pulver steigern Anti-Krebs-Effekt

Brokkoli kann bekanntlich Krebserkrankungen (http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Krebs/Wissen/)vorbeugen. Entscheidend für den Schutzeffekt sei aber die Art und Weise, wie das grüne Gemüse zubereitet und konsumiert werde, sagen US-Forscher. Optimal ist demnach offenbar der kombinierte Verzehr von Brokkoli-Sprossen und Brokkoli-Pulver. Warum das so ist, erklären die Wissenschaftler der University of Illinois in der Januarausgabe des Fachmagazins "Nutrition and Cancer" (DOI: 10.1080/01635581.2011.523495).
(...)

Die Wissenschaftler analysierten Blut- und Urinproben der Teilnehmer auf der Suche nach Abbauprodukten von Sulforaphan. Das eindeutige Ergebnis: "Der kombinierte Verzehr von Brokkoli-Sprossen und -pulver hat die Sulforaphan-Aufnahme im Körper fast verdoppelt", so Jeffrey. "Die Abbauprodukte von Sulforaphan im Blutplasma und Urin waren viel früher und in höheren Mengen nachweisbar, als wenn Sprossen und Pulver jeweils allein verzehrt wurden." Das deute darauf hin, dass die Myrosinase aus den Sprossen sowohl die Sulphoran-Vorstufen in den Sprossen selbst als auch jene im Pulver in die aktive Substanz umgewandelt hatte.
(...)


http://www.netdoktor.de/News/Brokkoli-Sprossen-plus-Pulv-1134356.html

Ich bin derzeit selbst auf der Suche nach Lieferanten für einwandfreie Sprossen und verlässliches Pulver.
Vielleicht hat jemand hierzu einen Hinweis?

Viele Grüße
hans

Hans-J.
04.08.2011, 08:33
Hallo alle Miteinander,

eine Vorbeugung von Knochenmetastasen ist ein sehr weites Feld.
Bekanntlich habe ich mehrere und konnte durch Zoledronsäure, Ibandronatsäure einen weiteren Progreß nicht vermeiden.

Ob die Dediffernzierung nach höher malign daran der Auslöser ist wird zunehmend von der Forschung nicht mehr bestätigt. Auch die Prostata als solche, welcher jahrelang über Boten und Signalstoffe zur Metastasierung als Übertäter angesehen wurde, scheint es nicht zu sein.

Zur Vorbeugung von Ansiedlungen fraglicher Knochenmarkszellen kann wohl - nach dem derzeitigen Wissenstand - nur das Immunsystem durch Apoptose der Schlüssel sein. Jedenfalls so lange, bis ein geeignetes Mittel zur Verfügung steht.

Das die derzeitigen Forschungsergebnisse einen sehr komplexen Eindruck beim Betroffenen hinterlassen, ist der Komplexität der Mechanismen geschuldet.

Vielmehr sind es die Knochenmarkszellen, welche offenbar über den Transmitter eines Signal- und Botenstoffes - die Wissenschaft hat mehrere im Visier - als Auslöser zum Ansiedeln von Metastasen als Grundlage dient. Hier wird z.Z. sehr stark geforscht und es wurde auch schon hier im Forum darüber berichtet. ( Immundiagnostik und Therapie usw. )

Betrachtet man das Anfangsstaging bei der Biopsie und läßt man die Studien und die Resultate miteinfließen, muß man zum Schluß kommen, dass auch diploide TZ schon zu einem gewissen % Satz bei Betroffenen zu Metastasierung führen können. Das hat auch schon Prof. Bonkhoff/Fixemer et al. seit Jahren festgestellt.

Diese Tatsache ist bedauerlich. Die Metastasen dieser Gruppierung haben jedoch eine sehr lange Zeit bis zur osteoplastischen Auswirkung. Ob dieses dem Betroffenen eine Hilfe ist, wage ich zu bezweifeln.

Lieber Reinhard, vorbeugende Maßnahmen bei Metastasierung sind aus meiner Sicht der Dinge z.Z. nur die Immuntherapie.
Die evtl. Verzögerungen durch die bekannten Bisphoshonaten konnten bei mir weitere Knochenmetastasen nicht vermeiden. Inwieweit ein zeitlicher Aufschub gegeben ist, muß die Zeit ergeben.

@Hartmuth herzlichen Glückwunsch zu deinem guten Ergebnis der 2. ADT3

Herzliche Grüsse
Hans-J.

Harald_1933
04.08.2011, 18:14
Lieber Helmut,

ich meine mich zu erinnern, dass über das Thema Dr. Coy und seine Thesen im Forum schon einmal diskutiert wurde. Vielleicht hilft mir jemand auf die Sprünge. In dieser (http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/krebs/diese-ernaehrung-schuetzt-vor-krebs-video-9581684.bild.html)Serie berichtete auch die "BILD" Zeitung. Das Echo war jedoch relativ verhalten, weil der durchschnittliche Leser mit dem Hinweis auf das "TKTL1"-Gen wohl trotz der Erläuterungen nicht allzu viel anzufangen wußte. Durch die Flut von Büchern, die sich mit der richtigen, empfehlenswerten Ernährung bei Vorliegen eines Krebsleidens befassen, geht so etwas dann auch oft schlicht unter.

"Nichts auf der Welt ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist"
(Victor Hugo)

HorstK
04.08.2011, 19:16
...ich meine mich zu erinnern, dass über das Thema Dr. Coy und seine Thesen im Forum schon einmal diskutiert wurde. Vielleicht hilft mir jemand auf die Sprünge.


Dr. Coy - Krebs besiegen, Gesund durch Sport und eine kohlenhydratarme Ernährung

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?1553-Dr.-Coy-Krebs-besiegen-Gesund-durch-Sport-und-eine-kohlenhydratarme-Ern%E4hrung

Harald_1933
05.08.2011, 11:20
Hallo Hans-Jürgen,


Betrachtet man das Anfangsstaging bei der Biopsie und läßt man die Studien und die Resultate miteinfließen, muß man zum Schluß kommen, dass auch diploide TZ schon zu einem gewissen % Satz bei Betroffenen zu Metastasierung führen können. Das hat auch schon Prof. Bonkhoff/Fixemer et al. seit Jahren festgestellt.

man darf wohl sagen, dass Du Dich mit DNA-Ploidie nicht nur vertraut gemacht hast, sondern auch Deine Biopsate per DNA-Zytometrie hast überprüfen lassen, um neben der Befundaussage per Gleason-Score eine zusätzliche Malignitätsbeurteilung zu bekommen. Siehe hierzu nachfolgend ein Auszug aus Deiner PKH:

Zytologisches Gutachten ( Prof. Böcking )
Messung von 481 Tumorzellen, zeigt eine größte peridiploide Stammlinie bei 2,16c, eine weitere sehr breite periteploide Stammlinie sowie Häufigkeitsgipfel im Bereich von 5c. Es liegt ein periteploides DNA- Verteilungsmuster mit Übergang in ein sogenanntes X- polides Verteilungsmuster vor. Typ B zu Typ C nach Tribukait.

Durch die folgenden (http://www.knittkuhl.de/forum/pdf/Anlage-F.pdf)Erläuterungen erfährt man einiges über das Procedere.

Hans-Jürgen, in der Tat können auch diploide Tumorzellen schon für eine geringe Metastasierung verantwortlich sein, wobei sich diese Wahrscheinlichkeit im kleinsten möglichen Nennerbereich bewegt. Der vermutete Anteil eines endokrinen Prostatakarzinoms liegt dagegen immerhin schon um die 10% und ist z.B. mit dieser Variante (http://nuk.klinikum.uni-muenchen.de/therapie/011_ther_neuro_tum.php)therapierbar.

Es ist nun mal Fakt, dass sich das Prostatakarzinom in seiner definitiven Beurteilung nicht in eine allgemein gültige Schublade einsortieren läßt, die man dann auf Bedarf nur öffnen muß, um die allein richtige Wahl für eine Therapientscheidung treffen zu können. Hier noch Erläuterungen aus Pathologensicht:

Anleitung zur pathologisch-anatomischen Diagnostik von
Prostatatumoren (http://prostata-shg-bretten.de/Email_Anhang/anleitung_prostata-1.pdf)

"Die Fortschritte in der Medizin sind ungeheuer: Man ist sich seines Todes nicht mehr sicher"
(Hermann Kesten)

Hans-J.
05.08.2011, 18:36
Hallo Harald&Forum,

Knut hatte die DNA- Zytometrie auch schon einmal in einem anderen Thread aufgenommen. Leider war ich jedoch nicht anwesend und konnte hierzu kein Feedback geben.
Meinen Dank für das Feedback meines Anfangsstaging der DNA- Zytometrie. Wäre diese eine reine, dipolide oder auch noch tetraploide wäre auch meine Vorgehensweise des Herangehens an das PCa eine ganz andere gewesen.

Somit habe ich immer mein Augenmerk - auf Tumorlastsenkung - gelegt und die Metastasenlast gleichzeitig bestrahlen lassen.
Verunsichert jedoch durch die Aussagen von Tribukait et al, dass die ADT + RT sequentiell durchgeführt werden sollte, wurde in anderen Studien die parallele Behandlung präferiert. Ich entschied mich für einen Mittelweg, obwohl mir von der Logig eine nachgelagerte RT zur Erfassung von TZ die spät absiedeln, einleuchtet.

Deine Anmerkung auf "Neuroendokrin" habe ich zur Kenntnis genommen. Während deiner Abwesenheit haben wir hierzu sehr, sehr ausführlich in einem Thread uns auseinandergesetzt, leider jedoch etwas Unübersichtlich herauszufinden als Link. Dein Link ist aufschlußreich, aber auch die Uni Bonn macht Behandlungen in dieser Richtung, jedoch muß für den Rezeptormechanismus "Samarium" positiv sein. Leider ist das bei mir nicht der Fall, aber auch Neuroendokrin ist z. Z. bei mir nicht das Thema.

Die Krux - bei mir im Besonderen - ist der Tumormix, dem ich nun auch den verzögerten PSA Abfall schulde unter ADT1, jetzt ADT3.

Ich versuche vermehrt, das Immunsystem auch mit experimentellen Versuchen nicht nur zu stärken, sondern auch den Apoptosemechanismus über die Mitochondrienaktivierung und aller T- Zellen am Laufen zu halten.

Das 1. Ziel die Prostata erst einmal als Unbekannte auszufällen, scheint zunächst einmal gelungen.
Nun habe ich mein besonderes Augenmerk auf die Metastasen zu richten und deren Entwicklung.

Ich danke dir sehr für dein Interesse und die Links.

Herzliche Grüsse
Hans-J.

Reinardo
06.08.2011, 19:42
Hallo:-

Bevor ich noch etwas zum Problem der Metastasierung ergänze, möchte ich noch einmal auf die Links in Harald-33 letztem Beitrag aufmerksam machen. Beim Link unter "folgende Erläuterung" handelt es sich um eine kurzgefasste und grundsätzliche Ausführung von Univ.Prof. Dr. Böcking zur DNA-Zytrometrie und die sich aus dem Ergeniss von DNA-Analysen ergebenden therapeutischen Folgerungen. Diese knapp 5-seitige Schrift ebenso wie die von mir in anderen Beiträgen erwähnte Korrespondenz Prof. Böckings mit einem SHG-Leiter sind eine hervorragende, allgemein-verständliche Einführung in die DNA-Thematik.

Nun zurück zu den Problemen der Metastasierung. Harald zitiert eingangs aus einem Beitrag von Hans-Jürgen, jedoch ohne die hieraus sich ergebende Fragestellung nach dem Zeitpunkt der Metastasierung zu kommentieren.

In den DNA-pathologischen Untersuchungen anlässlich Autopsien hat die Forschergruppe um Tribukait in 97% Aneuploidie bei Skelettmetastasen, 88% bei Lympfknotenmetastasen und 94% bei Organmetastasen festgestellt. Aneuploidie ist in der DNA-Gradierung der höchste Grad der Malignität.
Bei Zellanalysen im Zusammenhang mit chirurgischen Interventionen hingegen lag der Anteil gering-maligner Metastasen (diploid) wesentlich höher. Hier zeigte sich im Skelett nur in 80% Aneuploidie, bei Lympfknotenmetasen sogar in nur 40%. Der Grund, weshalb Metastasen anlässlich Autopsien fast ausschliesslich aneuploide Tumorzellen aufweise, erklärt sich aus der in der Regel vorher stattgefundenen nur selektiv wirkenden Hormontherapie.
Es schließen sich hieran gewisse Schlussfolgerungen über den Zeitpunkt der Entstehung von Metastasen.

Nach Auffassung von Reformern liegt der Metastasierung das „seed and soil“-Prinzip zugrunde. „Seed“ erfolgt oder kann (!) erfolgen zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung, auch schon vor oder zum Zeitpunkt der Erstdiagnose und Biopsie. Dabei ist die Lokalisation der Metastase in der Gensignatur von Zellen des Primärtumors festgelegt. So wurden mittlerweile bei Organtumoren über 300 Gene identifiziert, welche den Ort der Metastasierung vorhersagen. Ob es dann tatsächlich zu einer Metastase kommt, hängt aber ab von organspezifischen Eigenschaften des Empfängerorgans (soil), bei Prostatakrebs insbes. dem Zustand des Knochengerüsts. - So erklären sich diploide Metastasen und insbes. auch das Phänomen, dass es trotz scheinbar gut gelungenen Operationen mit negativen Schnitträndern und Bestrahlung der Prostataloge später zu Rezidiven (Metastasen) kommen kann.

Jede Metastase, so behaupten die Reformer, entsteht aus einer einzigen Zelle des Muttertumors. Metastasen selbst metastasieren nicht. Deshalb sind Lymphadenektomien, sofern sie nicht diagnostischen Zwecken dienen, nicht mehr zeitgemäss, haben keinen Einfluss auf die Dauer des Überlebens.
Die Zeit, die eine Metastase braucht von ihrem Beginn bis zu ihrer klinischen Manifestation beträgt etwa 6 Jahre.

(Vgl. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 106, Heft 2626. Juni 2009). </SPAN>

Es folgt hieraus auch, dass es sehr wichtig ist, die potenziellen Empfängerorgane (soil) gesund zu erhalten, in unserem Fall das Knochengerüst mittels Bewegung, Vitamin D, Calcium, gesunder Ernährung (kein rotes Fleisch), Fischöl und u.U. einem leichten Bisphosphonat zur Vorbeugung gegen Osteoporose, damit Krebszellen gehindert sind, anzudocken.

Den geschilderten Thesen (seed & soil ) steht gegenüber die derzeit bevorzugte Kaskaden-Theorie, wonach der Krebs in den Anfangsstadien auf die Prostata beschränkt bleibt, und erst nach Befall der Lympfknoten in das Skelett und andere Organe metastasiert.


Ich hoffe, mit diesen Beiträgen einige weitere Hinweise zur Bildung von Metastasen gegeben zu haben.

Gruß, Reinardo
</SPAN>

Harald_1933
06.08.2011, 20:44
Lieber Reinhard,

Deine unermüdliche Hinverfolgung zu allem, was mit Zytometrie und Ploidie zu tun hat, ist bewundernswert. Besonders das Thema, inwieweit ein diploider Tumor zur Metastasierung neigt oder es korrekt zumindest bei einem äußerst minimalen Anteil bei nachträglicher Kontrolle durch wen auch immer tatsächlich realistisch wurde, birgt wieder einmal gewisse Imponderabilien. Eine Erklärungsmöglichkeit wäre z.B. auch, dass nicht gezielt Karzinomgewebe, sondern einfach die ganze Biopsie untersucht wurde, die natürlich auch normales, diploides Prostatagewebe enthält. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass die Leute, welche die Flow-Zytometrie anwenden, immer nur auf den größten peak achten und nicht auf zusätzliche kleinere, aneuploide Subpopulationen, z.b. eine bei 3c. Der Tumor muss dann nach dieser "böseren" Stammlinie benannt werden und nicht nach der diploiden.

Reinhard, wir Beide werden das Ei des Kolumbus

http://de.wikipedia.org/wiki/Ei_des_Kolumbus

in den Jahren, wo wir uns hier noch tummeln können, so wenig finden, wie die für immer gültige Faustregel zur absolut nicht nur Erfolg sondern auch Heilung versprechenden Therapie des PCa.

Herzliche Grüße Harald.

"Jede Generation lächelt über die Väter, lacht über die Großväter und bewundert die Urgroßväter"
(W. Somerset Maugham)

JürgenS
06.08.2011, 22:12
Hallo Interessierte

Die Verhinderung der Metastasierung treibt natürlich alle Schwerbetroffenen um, nur finde ich das alles Theoretisieren wenig hilfreich ist. Seit vierzig Jahren beschäftigen sich Forscher mit der Antiangiogene und versuchen der Gefässneubildung beizukommen, bisher erfolglos. Es ist anzunehmen, dass das ganze Bemühen in einer Sackgasse endet, wie so viele Forschungsansätze zuvor. Nach der Zulassung von Provenge setzt man die ganzen Hoffnungen auf Immuntherapien. Hoffentlich dauert es nicht wieder vierzig Jahre, bis man erkennt, dass man auch hier den Stein der Weisen nicht gefunden hat. Es haben sich schon so viele Hoffnungen in Luft aufgelöst, dass man erkennen sollte, nicht im Morgen, sondern im Heute zu leben und nicht in Selbstmitleid zu versinken und anderen die Schuld zuweisen.

Das Lebensrad dreht sich weiter und man sollte sich wirklich um das Machbare kümmern und nicht um was der oder der Forscher für Theorien vertritt.
Als Schwerbetroffener ist man von der Schulmedizin alleingelassen, nicht aus Bosheit, sondern aus Ohnmacht, denn sie wissen nicht was sie tun sollen. Also muss man das Problem der Metastasierung selbst angehen.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, sich mit den Zusammenhängen von Vitamin C, Kollagen, Tumoren und Metastasierung zu beschäftigen. Rudolf hat auf diesem Gebiet bereits Pionierarbeit geleistet, allerdings mit dem Ziel, maligne Zellen abzutöten, wie man in seinen posts nachlesen kann.

Ein anderer Ansatz wäre zu versuchen die Metastasierung mit oralem Vitamin C zu verhindern, was kein logistisch aufwändiges Problem darstellt. Es gibt genügend Hinweise in der Literatur, dass dies gelingen könnte, natürlich ohne Evidenz, denn da Vitamin C nicht patentierbar ist, besteht auch kein Interesse an einer Studie.

Ich wundere mich manchmal wirklich, warum dieses Thema, obwohl schon ziemlich ausführlich im Forum diskutiert, so wenig Resonanz gefunden hat ignoriert wird.

JürgenS

hans.z
07.08.2011, 01:49
Hallo Interessierte

Die Verhinderung der Metastasierung treibt natürlich alle Schwerbetroffenen um, nur finde ich das alles Theoretisieren wenig hilfreich ist. Seit vierzig Jahren beschäftigen sich Forscher mit der Antiangiogene und versuchen der Gefässneubildung beizukommen, bisher erfolglos. Es ist anzunehmen, dass das ganze Bemühen in einer Sackgasse endet, wie so viele Forschungsansätze zuvor. Nach der Zulassung von Provenge setzt man die ganzen Hoffnungen auf Immuntherapien. Hoffentlich dauert es nicht wieder vierzig Jahre, bis man erkennt, dass man auch hier den Stein der Weisen nicht gefunden hat. Es haben sich schon so viele Hoffnungen in Luft aufgelöst, dass man erkennen sollte, nicht im Morgen, sondern im Heute zu leben und nicht in Selbstmitleid zu versinken und anderen die Schuld zuweisen.

Das Lebensrad dreht sich weiter und man sollte sich wirklich um das Machbare kümmern und nicht um was der oder der Forscher für Theorien vertritt.
Als Schwerbetroffener ist man von der Schulmedizin alleingelassen, nicht aus Bosheit, sondern aus Ohnmacht, denn sie wissen nicht was sie tun sollen. Also muss man das Problem der Metastasierung selbst angehen.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, sich mit den Zusammenhängen von Vitamin C, Kollagen, Tumoren und Metastasierung zu beschäftigen. Rudolf hat auf diesem Gebiet bereits Pionierarbeit geleistet, allerdings mit dem Ziel, maligne Zellen abzutöten, wie man in seinen posts nachlesen kann.

Ein anderer Ansatz wäre zu versuchen die Metastasierung mit oralem Vitamin C zu verhindern, was kein logistisch aufwändiges Problem darstellt. Es gibt genügend Hinweise in der Literatur, dass dies gelingen könnte, natürlich ohne Evidenz, denn da Vitamin C nicht patentierbar ist, besteht auch kein Interesse an einer Studie.

Ich wundere mich manchmal wirklich, warum dieses Thema, obwohl schon ziemlich ausführlich im Forum diskutiert, so wenig Resonanz gefunden hat ignoriert wird.

JürgenS


Hallo Jürgen,<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
ich kann Deinen Schmerz und Frust verstehen. Und es ist tatsächlich so, dass mit Erfolgsaussichten ohne Rücksicht auf die Betroffenen Berufs- und Firmenpolitik betrieben wird.<o:p></o:p>
Der Antikörperboom wird noch eine Weile andauern, bis man erkannt hat, dass es letztendlich wieder einmal eher um die Börsennotierungen gegangen ist. Die Antiangiogenese hat in der industriellen Ausstülpung ihren Zenit überschritten. Die Zulassungsrücknahme bei der wichtigsten Substanz in einer Indikation ist da schon sehr deutlich. Zum Thema muß ich wohl nicht unbedingt Herrn Ludwig, Berlin, zitieren.<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
Es ist vieles richtig, was die Herren Hölzel (München) und Abel (Heidelberg) in diversen Publikationen zum Stand der Onkologie deutlich gemacht haben. Aber eben nicht alles. Es gibt noch nicht „den Durchbruch“, aber kleine Schritte in Richtung Therapieverbesserung. <o:p></o:p>
Die Spreu vom Weizen zu trennen, dafür ist u.a. dieses Forum da, wenn ich das richtig verstanden habe. Bei Durchsicht einiger Threads habe ich einen Wissensstand festgestellt, den viele Urologen eben nicht aufweisen können.<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
Zu Vitamin C hochdosiert, allerdings nicht oral, sollte man vielleicht einen eigenen Thread aufmachen, wenn ein solcher bis dato nicht existiert.<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
Viele Grüße<o:p></o:p>
hans<o:p></o:p>

MalteR
07.08.2011, 10:54
Hallo Hans-J,

Deine Anmerkung auf "Neuroendokrin" habe ich zur Kenntnis genommen. Während deiner Abwesenheit haben wir hierzu sehr, sehr ausführlich in einem Thread uns auseinandergesetzt, leider jedoch etwas Unübersichtlich herauszufinden als Link. Dein Link ist aufschlußreich, aber auch die Uni Bonn macht Behandlungen in dieser Richtung, jedoch muß für den Rezeptormechanismus "Samarium" positiv sein. Leider ist das bei mir nicht der Fall, aber auch Neuroendokrin ist z. Z. bei mir nicht das Thema.

Gezwungener Maßen muss ich mich mit dem Thema Knochenmetastasen befassen.

Du schreibst, dass der Rezeptormechanismus für Samarium positiv sein muss. Das verstehe ich nicht ganz.
Bei meiner Anfrage bei Prof. Biersack, Uni Bonn, wurde mir gesagt, das der Somatostastinrezeptor positiv sein muss, um "neuroendokrin" behandeln zu können.

Die Sm-153 Behandlung erfolgt doch mittels eines Botenstoffes, der an den Knochen bindet.

Mache ich hier einen Denkfehler?

Aus Bonn kommt doch jetzt auch der neue Ansatz zur Behandlung von Knochenmetastasen mittels der Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie. Meine Anfrage läuft. Mal sehen, ob es tatsächlich etwas Neues ist oder doch wieder der Somatostatinreptor erforderlich ist.

MalteR

Schorschel
07.08.2011, 11:13
...Ich versuche vermehrt, das Immunsystem auch mit experimentellen Versuchen nicht nur zu stärken, sondern auch den Apoptosemechanismus über die Mitochondrienaktivierung und aller T- Zellen am Laufen zu halten...

Lieber Hans-Jürgen,

das Immunsystem steht, wie Du vielen meiner Beiträge entnehmen konntest, ja auch bei mir im Fokus. Neben der AHIT mache ich mit den entsprechenden NEM's die Zellsymbiosetherapie nach Dr. Kremer.

Du erinnerst Dich ja sicher an Ulrich, der für sich den Zusatz "Mitochondrienpfleger" ausgesucht hatte, sich für die Kremer-Zellsymbiose trotz der Schwere seines PK's als Monotherapie entschieden hatte und leider schon lange nicht mehr unter uns weilt.

Es interessiert mich sehr, was Du - über das hinaus, was in Deinem Profil zu lesen ist - zu dem Themen Immunsystem und Mitochondrien tust.

Danke für einige Hinweise!!

Schorschel

JürgenS
07.08.2011, 11:28
Hallo Jürgen,<o:p></o:p>
<o:p></o:p>
ich kann Deinen Schmerz und Frust verstehen.
ich empfinde weder Schmerz noch Frust, ich bin nur etwas verwundert.

<o:p></o:p>

Zu Vitamin C hochdosiert, allerdings nicht oral, sollte man vielleicht einen eigenen Thread aufmachen, wenn ein solcher bis dato nicht existiert.<o:p></o:p>
<o:p></o:p><o:p></o:p>
Einen Thread findest du z.B. hier (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?2398)

JürgenS

Harald_1933
07.08.2011, 12:14
Hallo Hans-Jürgen,


Knut hatte die DNA- Zytometrie auch schon einmal in einem anderen Thread aufgenommen. Leider war ich jedoch nicht anwesend und konnte hierzu kein Feedback geben.

es ist wohl dieser (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?6070-Paradigmenwechsel-bei-der-Hormontherapie-II&p=57409#post57409) Beitrag gewesen, in dem auch die neu verfaßte Broschüre
"DNA-Malignitäts-Grading des Prostatakarzinoms komplementär zum Gleason-Score" per Link sichtbar gemacht wurde.


Das Lebensrad dreht sich weiter und man sollte sich wirklich um das Machbare kümmern und nicht um was der oder der Forscher für Theorien vertritt. Als Schwerbetroffener ist man von der Schulmedizin alleingelassen, nicht aus Bosheit, sondern aus Ohnmacht, denn sie wissen nicht was sie tun sollen. Also muss man das Problem der Metastasierung selbst angehen.

Wie wahr wohl, Jürgen, die Resignation klingt dank Deiner obigen Formulierung durch, und Wunder werden immer seltener. Trotzdem sollte man das ganze vielleicht noch im Köcher befindliche Umfeld des Prostatakrebses wegen der vielen noch ahnungslosen Neubetroffenen nicht unbeackert lassen. Jeder Strohhalm, auch wissenschaftlich umstrittene oder ohne Evidenz im Hinterstübchen schlummernde und doch wirksame Therapiewege sollten ergriffen werden bzw. zumindest Aufmerksamkeit finden.

"Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet"
(Andre Gide)

Hans-J.
07.08.2011, 13:54
Hallo Malte&Forum,


Gezwungener Maßen muss ich mich mit dem Thema Knochenmetastasen befassen.

Du schreibst, dass der Rezeptormechanismus für Samarium positiv sein muss. Das verstehe ich nicht ganz.
Bei meiner Anfrage bei Prof. Biersack, Uni Bonn, wurde mir gesagt, das der Somatostastinrezeptor positiv sein muss, um "neuroendokrin" behandeln zu können.

Die Sm-153 Behandlung erfolgt doch mittels eines Botenstoffes, der an den Knochen bindet.

Mache ich hier einen Denkfehler?

Nein, den machst du nicht.
Der Rezeptor "Somatostatin" sollte positiv sein zum Andocken. Die Verkürzung meiner Ausdrucksweise war mehr der Vereinfachung geschuldet. Das hatte ich auch schon in einem anderen Thread bekundet.

Es ist aber schön festzustellen, dass die Biomarker und ihre Bedeutung immer mehr bei den Betroffenen eingang finden. Hätte ich vor 2 Jahren meinem Urologen die Bestimmung des Somatostatin- Rezeptors angetragen, habe ich zunächst einmal Kopfschütteln als Antwort erhalten.


Aus Bonn kommt doch jetzt auch der neue Ansatz zur Behandlung von Knochenmetastasen mittels der Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie. Meine Anfrage läuft. Mal sehen, ob es tatsächlich etwas Neues ist oder doch wieder der Somatostatinreptor erforderlich ist.


Ja, dieses wurde ja auch schon diskutiert in einem sehr langen Thread in Verbindung mit NED. Es sollen schon ca. 250/a Fälle in Bonn sein.
Offenbar scheint es mit den Trojaner ja zu klappen.

Leider aber wird diese Therapie wohl noch als experimentell angesehen.

Herzliche Grüsse
Hans-J.

JürgenS
07.08.2011, 15:14
Wie wahr wohl, Jürgen, die Resignation klingt dank Deiner obigen Formulierung durch, und Wunder werden immer seltener. Trotzdem sollte man das ganze vielleicht noch im Köcher befindliche Umfeld des Prostatakrebses wegen der vielen noch ahnungslosen Neubetroffenen nicht unbeackert lassen. Jeder Strohhalm, auch wissenschaftlich umstrittene oder ohne Evidenz im Hinterstübchen schlummernde und doch wirksame Therapiewege sollten ergriffen werden bzw. zumindest Aufmerksamkeit finden.

(Andre Gide)

Als resigniert würde ich mich nicht bezeichnen, im Gegenteil, ich bin momentan putzmunter. Ich habe die Formulierung verwendet um eventuell "Resignierte"
aufzumuntern selbst aktiv zu werden und sich aus der Umklammerung der Schulmedizin zu lösen. Und sich auch manchmal nicht von Bedenken der offiziellen
Komplementärmedizin einschüchtern zu lassen. Aber das natürlich nur mit Verstand und Augenmaß

JürgenS

Harald_1933
07.08.2011, 15:54
Hallo Jürgen,


Als resigniert würde ich mich nicht bezeichnen, im Gegenteil, ich bin momentan putzmunter. Ich habe die Formulierung verwendet, um eventuell "Resignierte" aufzumuntern, selbst aktiv zu werden und sich aus der Umklammerung der Schulmedizin zu lösen. Und sich auch manchmal nicht von Bedenken der offiziellen Komplementärmedizin einschüchtern zu lassen. Aber das natürlich nur mit Verstand und Augenmaß.

es freut mich, von Dir zu erfahren, dass es Dir gut geht, was man auf die Schnelle nicht so leicht bestätigt bekommt, wenn man sich bei Deinen Angaben hierzu im Forumsprofil oder bei myprostate kundig machen möchte. Mir ist geläufig, dass Du in meiner Heimatstadt wohnst. Unter www.myprostate.eu (http://www.myprostate.eu) fand ich dann "Juergen Hamburg" und dessen Bericht klingt gut. Also dann weiterhin alles Gute für Dich und Deine PKH.

"Der Gelassene nützt seine Chance besser als der Getriebene"
(Thorton N. Wilder)

Hans-J.
07.08.2011, 19:46
Lieber Schorschel,

du bist schon länger im Forum und hast einiges Miterlebt. Nicht nur den Tod von Ulrich ( Mitochondrienpfleger )
Die von Reinardo angeführten Argumente - sind auf dem derzeitigen Stand der prakmatischen Umsetzung - begründet. Sie berücksichtigen, neuere Erkenntnisse der Forschung nicht.
Daher muß die Frage erlaubt sein, ob Schwerbetroffene mit diesen zur Zeit verfügbaren Unterstützungen des Immunsystems in Ermangelung nachhaltig, geeigneter Therapien ausreichende Hilfe erfahren oder nicht.

Diese Frage muß wohl eher z. Z. mit nein beantwortet werden.

Aus dem Grunde sah ich mich gezwungen, aufgrund meiner Tumormixsituation und frühzeitiger Metastasierung nach anderen unterstützenden Therapiewegen umzusehen. Da in meiner Lage nicht viel an Therapien angeboten wurde ist bekannt. Und wenn, dann die S3 konforme palliative Standardschiene, über die wir hier wohl nicht mehr zu diskutieren brauchen.

Schnell erkannte ich aber auch, dass die bekannten NEM nur eine unterstützende Immunstärkung bewirken konnten und auch bestimmte Ernährung - z.B. nach M. Coy - nicht ausreichen würden, weitere Metastasierung zu vermeiden.

Die von Reinardo genannten Zahlen der Nachlaufzeit zur Metastasierung muß - wenn man den Veröffentlichungen glauben kann - mit 5-7 Jahren angenommen werden.
Gleichwohl werden die Signal- und Botenstoffe zum Auslösen noch von der Wissenschaft kontrovers diskutiert.
Hierzu habe ich auch einige Links in verschiedenen Threads eingestellt.

Betroffene können jedoch nicht so lange warten, bis sich die Wissenschaft durch Selektion auf eine Grundlage geeinigt hat und mit der Entwicklung geeigneter Medikamente beginnt. Auch möchte ich meinen Weg daher nur mit höhster Vorsicht hier aufzeigen. Es ist mein individueller Weg und basiert auf neuere Erkenntnisse ohne jegliche Basis einer Studie. Das möchte ich hiermit nachdrücklich kundtun.

Bisher habe ich sowohl Amygladin = bittere Aprikosenkerne, als auch Weihrauch eingenommen. Und zwar intermittierend in den Pausen von ADT.
Seit August 2010 nehme ich Alpha Liponsäure in Verbindung mit Natriumdichlorazetat = DCA welches offenbar Eindruck auf PCa TZ hinterläßt, wenn man dem letzten F18/Colin/PET/CT glauben schenkt.

Aber um endgültig weitere Aussagen machen zu können, möchte ich weitere Erfahrungen sammeln und diese dann weitergeben bei Interesse.
Beide letztgenannten Mittel haben jedoch auch NW, wie hoher Blutdruckabfall und starker Glucoseabfall. Beides gehört genau beobachtet. Die HB Werte steigen und der Cholesterien wird gedrückt. Die Blutwerte und das Verhältnis verbessern sich.

Da es sich um eine Einnahme von Mittel handelt die weder durch Studien noch durch Reviews belegt sind, halte ich es für unverantwortlich, hier die Dosierung einzubringen und bitte dich - lieber Schorschel - bei Interesse dies über meine email direkt anzufordern bei Interesse.

Kanadischen Forschern ist es gelungen, Krebszellen aus drei verschiedenen Geweben mit einem Wirkstoff abzutöten, der bereits für andereTherapien eingesetzt wird: DCA.Doch ob sie damit ein Wundermittel gegen Krebs entdeckt haben, bleibt abzuwarten.<o:p></o:p>
Seit Jahrzehnten wird der Wirkstoff Dichlorazetat (DCA oder Dichloressigsäure)zur Behandlung von Stoffwechselstörungen eingesetzt, die zu einer übermäßigen Produktion von Milchsäure (Laktat) und damit zu einer Übersäuerung des Blutes führen, der sogenannten Laktat-Azidose. Evangelos Michelakis von der Universität Alberta und seine Kollegen haben 2007 menschliche Krebszellen ausder Lunge, der Brust und dem Gehirn mit diesem kleinen Molekül behandelt. DieKrebszellen - egal von welcher Tumorart - vermehrten sich nicht mehr ungehemmtund aktivierten stattdessen ihr Selbstmordprogramm (Apoptose). In weiterenVersuchen schrumpften auf Ratten transplantierte Tumore aus menschlichenKrebszellen, wenn die Tiere DCAmit dem Trinkwasser bekamen. Da der Wirkstoff dabei in Konzentrationen eingesetzt wurde, wie sie in der Therapie von Laktat-Azidose üblich sind,könnte man sofort mit Versuchen an menschlichen Krebspatienten beginnen.<o:p></o:p>
Der Warburg-Effekt<o:p></o:p>
Bislang war es in der Krebsmedizin üblich, maßgeschneiderteTherapien für die unterschiedlichsten Tumorarten zu entwickeln, da sie sich in ihrem genetischen Profil mitunter stark unterscheiden. Es wäre höchsterstaunlich, wenn eine so preiswerte Substanz wie DCA eine universelle Krebstherapie wäre. Allerdings würde das den Warburg-Effekt bestätigen.<o:p></o:p>
Otto Warburg (1882-1970), ein 1931 mit dem Nobelpreisgeehrter Biochemiker ,hatte schon in den 1920er Jahren die Beobachtung gemacht,dass Krebszellen einen ganz eigenen Stoffwechsel haben: Während gesunde Zellenden ihnen zur Verfügung stehenden Zucker unter Verbrauch von Sauerstoff bei der sogenannten Zellatmung vollständig zu Kohlendioxid (CO2) verbrennen, gewinnenTumorzellen Energie, indem sie den Zucker zu Milchsäure vergären, und zwar auch dann, wenn genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.<o:p></o:p>
Diese Eigenschaft - nach ihrem Entdecker „Warburg- Effekt“getauft - ist seit langem wissenschaftlich anerkannt. Es wurde sogar wiederholt gezeigt, dass ein Krebs sich umso aggressiver ausbreitet, je stärker ausgeprägt der Warburg-Effekt ist. Der Stoffwechsel von Tumorzellen ähnelt also dem von Patienten mit Laktat-Azidose. Es war diese Parallele, die Michelakis und seine Kollegen auf den Gedanken brachte, DCA bei Krebszellen zu testen.<o:p></o:p>
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Wenn die Zellatmung wieder einsetzt, müssen Krebszellen sterben<o:p></o:p>
Bisher gingen die meisten Experten davon aus, dass das Umschalten der Krebszellen auf Gärung auf einem irreversiblen Defekt der Mitochondrien beruht. Denn Zellatmung findet nur in den Mitochondrien statt,die Gärung dagegen läuft im Zellplasma ab. Deshalb war es für viele höchstüberraschend, dass DCA tatsächlich den erhofften Effekt hatte: Der Transport von Zuckerabbauprodukten in die Mitochondrien wurde durch DCA wieder in Gang gesetzt, so dass die Zellatmung wieder einsetzte. Für dieKrebszellen hatte das tödliche Konsequenzen, denn die Mitochondrien lösen den programmierten Zelltod der Krebszellen aus.<o:p></o:p>
Bislang hat sich allerdings noch niemand gefunden, der ausführliche Studien zu DCA finanziert. Denn die Substanz ist ja bereits auf dem Markt und damit nicht mehr patentierbar. Unterdessen tauschen Krebskranke im Internet bereits Tipps zur Einnahme von DCA aus. Dabei warnt Michelakis selbst eindringlich auf einer DCA-Internet-Seite (http://www.depmed.ualberta.ca/dca) vor den Selbstversuchen mit DCA. Zu viele Faktoren seien bislang unerforscht, mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten unbekannt.<o:p></o:p>
Studienquelle: Cancer Cell 11, 37-51 (2007)


Die Liponsäure ist ein wichtiges Coenzym. Apha Liponsäure neutralisiertfreie Radikale und ist ein sehr wirkungsvolles Antioxidans. Es wirkt außerdemvorbeugend gegen Bluthochdruck. Natürliche Vorkommen findet man in Spinat,Kartoffeln und rotem Fleisch. <o:p></o:p>
Alpha Liponsäure ist ein echtes Multitalent mit vielen gesunden Wirkungen.Mit seiner Hilfe kann dem Älterwerden gelassen entgegengesehen werden. <o:p></o:p>
Wie wirkt Alpha Liponsäure<o:p></o:p>Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die die Zellen des Körpersschädigen können. Der Organismus hat wirkungsvolle Abwehrmechanismenentwickelt, um diesen aggressiven Molekülen zu begegnen. Der Körper verwendetAntioxidantien wie zum Beispiel Vitamin C, Vitamin E und die Alpha Liponsäure,um die freien Radikale zu neutralisieren. <o:p></o:p>
Die Besonderheit der Alpha Liponsäure gegenüber anderen Radikalfängernbesteht darin, dass sie sowohl wasser- als auch fettlösliche Radikale bindenkann. Außerdem spielt sie eine wichtige Rolle bei der Regeneration oxidierterAntioxidantien (Vitamin C und andere). <o:p></o:p>
Alpha Liponsäure wirkt auch vorbeugend gegen Bluthochdruck, indem es LDLCholesterin blockiert, und somit das Risiko von Arteriosklerose (Verkalkung)senkt. Außerdem unterstützt es die Bildung von Insulin und kann deshalbDiabetes vorbeugen. <o:p></o:p>
Eine weitere Wirkung ist die Unterstützung der Funktion der Augen. AlphaLiponsäure schützt das Augengewebe, die Linse und die Retina vor Degenerationund beugt verschiedenen Augenkrankheiten vor. <o:p></o:p>
Als Coenzym im Stoffwechsel für Fette, Proteine und Kohlenhydrate steigertsie u.a. die Ausnutzung von Glukose und die Bildung von Energie in den Muskeln.Dadurch erholen sich beispielsweise die Muskeln nach einem sportlichen Trainingschneller. Durch die Alpha Liponsäure können sich auch die Gehirnfunktionenstabilisieren und verbessern. Spürbar wird das z.B. mit einem verbessertenGedächtnis. <o:p></o:p>


Bitte beachten Sie, dass ein Artikel generell einen fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.


Herzliche Grüsse
Hans-J.

Schorschel
07.08.2011, 21:39
Lieber Hans-Jürgen,

herzlichen Dank für Deine detaillierten Ausführungen, die ich erst mal in Ruhe verdauen muss. Ich kenne mich ja nicht wirklich mit all den Dingen aus, über die Mitstreiter wie LowRoad, Reinardo oder Du hier diskutieren. Ich habe das Glück, mich bisher nicht so intensiv mit meinem PK auseinander setzen zu müssen, weil es mir vergleichsweise gut geht.

Ich bin momentan in Urlaub und werde mich nach meiner Rückkehr mit Deinen Erläuterungen beschäftigen und mich dann per PN mit Dir in Verbindung setzen.

Dir wünsche ich von Herzen Erfolg mit Deiner Therapie und alles erdenklich Gute!!

Nochmals Danke und herzliche Grüße

Schorschel

Harald_1933
14.08.2011, 18:02
Hallo Hans-Jürgen,


Seit August 2010 nehme ich Alpha Liponsäure.

in diesem (http://www.provitas.org/InfoTexte/alpha-liponsaeure.pdf) Beitrag wird ausführlich beschrieben, welche Vorteile sich aus einer täglichen Dosis von Alpha-Liponsäure für den menschlichen Organismus ergeben können.

Das Buch "Alpha-Liponsäure – Das Multitalent" von Josef Pies hatte ich schon vor längerer Zeit erworben. Hier eine kurze Beschreibung:
Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, Antioxidantien zu recyceln, kann die Alpha-Liponsäure zu Recht als echtes Multitalent bezeichnet werden. Denn wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Alpha-Liponsäure auf einfachste Weise vor schädlichen Freien Radikalen schützt und man so Zivilisationskrankheiten und dem Alterungsprozess bestens entgegenwirken kann. Der Autor erläutert, worauf die Nr. 1 unter den Radikalenfängern einen positiven Einfluss hat: Diabetes und dadurch bedingte Nervenschäden, Krebs, HIV und AIDS, Alzheimer und Parkinson, Schwermetall- und
Pilzvergiftungen, Rauchen und schädliche Umweltgifte, Zellalterung…

Vor einiger Zeit erwähntest Du, dass es erforderlich wurde, die tägliche Dosierung von 600 mg um die Hälfte zu reduzieren, weil sich die Magensäfte übersäuerten. Ich kann das inzwischen auch bestätigen und habe mittlerweile einen längeren Stop der täglichen Einnahme vor dem Frühstück eingelegt. Durch eine Behandlung mit Pantoprazol befinden sich die Magensäfte mittlerweile wieder im Gleichgewicht, so dass ich nächste Woche mit 300 mg, also einer halben Tablette wieder beginnen werde. Inwieweit diese Medikamentierung uns tatsächlich eine Hilfe, auch beim in Schach halten des PCa sein kann, wird sich wohl nie wirklich festellen lassen, aber der Glaube soll ja sogar Berge versetzen.

"Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden"
(Franz Kafka)

Hans-J.
15.08.2011, 12:41
Hallo Harald,

Zitat von Harald:


Das Buch "Alpha-Liponsäure – Das Multitalent" von Josef Pies hatte ich schon vor längerer Zeit erworben. Hier eine kurze Beschreibung:
Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, Antioxidantien zu recyceln, kann die Alpha-Liponsäure zu Recht als echtes Multitalent bezeichnet werden.

Ja, in der Tat, es erscheint zunächst einmal kaum verständlich, dass sich Betroffene mit WW, AS oder weiterführende Therapien auseinandersetzen müssen, alle NEM kennen und Geld ausgeben und dieses Mittel offenbar sehr wenig bekannt ist.
Auch ich bin sehr spät darauf gestoßen und glaube, dass die wissenschaftlichen Untersuchungen hier schon sehr eindeutig und sicher sind.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich viele Betroffene schlau machen und ihre NEM dadurch wesentlich besser dem Körper verfügbar machen können. ( Bioverfügbarkeit )
Als ich meinen Onkologen einmal darauf ansprach, war A.L. ihm wohlbekannt und seine Ergänzung, dass durch den Einsatz von Alpha Lipon-R die Wirkung noch zu verbessern sei, hat mich sehr erstaunt.

Da es nicht verschriebungspflichtig ist, scheint sich jedoch das Interesse daran in sehr engen Grenzen zu bewegen.
Meine Dosierung 2 x 300/Tag, nach 14 Tagen - 3 Tage Pause, dann wieder im gleichen Rythmus.
Die hervorragende Blutdruckkonstanz - ist auch durch LH-RH Therapie z. Z. eines der stärksten positiven NW. mit der Folge einer gravierend, geringerenen Hitzewallung.

Kein Vergleich zu meinem 1. Zyklus ADT mit Trenantone, wo ich doch sehr ausgeprägte NW hatte. Der 2. Zyklus mit dem stärkeren Eligard hat eine merkantile Verbesserung zur Folge. Kein Herzrasen, keine erhöhten Blutdruckwerte - entsprechend kein Ramipril - jedoch nehme ich A.L. nie auf nüchterndem Magen.

Also glauben wir nicht nur positiv, sondern diesem Mittel traue ich mehr zu. Dazu sind die Fakten zu klar.

Herzliche Grüsse
Hans-J