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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : zusätzlich zur Hormonbeh. Methatastasen Bestrahlen lassen ?



jofa04
31.10.2011, 13:17
Hallo,
mein man hat Pk mit Metastasenbildung im lllium und sacrum Links (Becken). Kleinere Herdbefund auch am Schenkelhals links. Keine pathaoligische Vergrößerung der Lymphknoten. Die Prostat scheint begrenzt. Dies Ergebnis wurde anhand eines Kernspintomographie sowie eine Computertomographie gestellt. Die Biopsie ergab das alle 12 Stanzen Tumorinfilltration enthalten .Geleasen score 4+5 psa 103 klinisches stadium G3-G4. Mit der Hormanbehandlung wurde sofort begonnen tägl. 50 mg Bicalutamin sowie die 3 Monatssprite Trenantone Zometainfusion soll es in 14 Tagen geben.Ich habe den Arzt gefragt ob nicht eine Bestrahlung zusätzlich sinnvol ist, er ist dagegen.Meinung von anderen Ärzten hohlen wir uns noch ein. Würde gerne eure Erfahrungen mit Bestrahlung ect wissen.Wir verstehe nicht warum man nicht zusätzlich bestrahlt?
Gruß jofa04

BurgerH
31.10.2011, 16:02
Hallo,

die Bestrahlung ist eine lokale Behandlung und wirkt nur kurativ (heilend), wenn der Prostatakrebs noch keine Metastasen abgesetzt hat.

Bei dem hohen PSA-Wert ist davon auszugehen, dass der PK bereits Metastasen abgesetzt hat, wie auch die Bildgebung andeutet.

Die Bestrahlung einzelner Knochenmetastasen dagegen kann insbesondere, wenn die Metastasen Schmerzen verursachen sinnvoll sein.

Zu der Hormonbehandlung würde ich den Urologen auf die Bisphosphonatbehandlung mit "Zometa" oder dem neuen Medikament gegen Knochenmetasten "Denosumab" ansprechen.

Im Patientenratgeber Prostatakarzinom II finden Sie weitergehende Informationen zur Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms:


<big></big><big><big><big><big></big></big></big></big><big></big><big><big><big><big><big><big><big><big>Prostatakrebs II Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom:</big></big></big></big> <big><big><big><big>http://www.krebsgesellschaft.de/download/patientenleitlinie_pca2_100818.pdf (http://www.krebsgesellschaft.de/download/patientenleitlinie_pca2_100818.pdf)</big></big></big></big></big></big></big></big>

Gruß

Hansjörg Burger

Daniel Schmidt
31.10.2011, 17:52
Bestrahlung macht prinzipiell Sinn, wenn:

1. Schmerzen durch die Metastasen bestehen
2. Die Metastasen Probleme (bald) verursachen (könnten), z.B. Nervenkompression, Knochenbruch

Bei der Metastase im Schenkelhals, sollte man sich das sicherlich überlegen. Bei den anderen Metastasen, muss man die CT-/MRT-Bilder erstmals anschauen. Eventuell ist es dort ebenfalls sinnvoll. Wenn man ehe in der Region bestrahlt, kann man sich überlegen ob sogar die Prostata zu bestrahlen wäre, da man sonst später bei einer notwendigen Bestrahlung aus einem anderen Grund (z.B. Harnröhren-Tumorblutung) es eventuell schwierig aufgrund der Vorbestrahlung sein könnte.

Also:
Kompliziertes Thema, am besten direkt mit einem Strahlentherapeuten vor Ort besprechen. Wo wohnen Sie?

jofa04
31.10.2011, 19:00
Hallo,
Wir wohnen in der Nähe von Marburg, haben morgen dort in der Klinik einen Termin und nächste Woche in Acchen bei Prof. Heidenreich. Schmerzen hat er bis jetzt noch keine.
Gruß Jofa04

Daniel Schmidt
01.11.2011, 06:28
Marburg hat eine gute Strahlenklinik im Uniklinikum. Sie können sich einfach dort einen Termin geben lassen.