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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unser Gesundheitswesen – ein Selbstbedienungsladen?



hans.z
12.12.2011, 18:11
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Untreue? Staatsanwalt ermittelt gegen KV-Vorstände<o:p></o:p>

Jetzt könnte es brenzlig werden für die drei Vorstände der KV Berlin: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue und wird die umstrittenen Zahlungen von knapp 550.000 Euro überprüfen.<o:p></o:p>
(…)
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Die drei Vorstände der KV sollen insgesamt 549.000 Euro, die als Überbrückungsgeld gedacht waren, zur erfolgsunabhängigen Prämie umgewidmet haben und den neuen Vorsitzenden der VV zur Auszahlung überrumpelt haben. (http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/681980/praemie-bringt-kv-vorstand-bedraengnis.html)<o:p></o:p>
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Hier geht es weiter…
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/683281/untreue-staatsanwalt-ermittelt-kv-vorstaende.html (http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/683281/untreue-staatsanwalt-ermittelt-kv-vorstaende.html)
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Warum die Aufregung? Die Versicherten bezahlen ja alles… LLL
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Prämie bringt KV-Vorstand in Bedrängnis<o:p></o:p>

Der Berliner KV-Vorstand soll 550.000 Euro, die als Überbrückungsgeld gedacht waren, zur erfolgsunabhängigen Prämie umgewidmet haben und den neuen Vorsitzenden der VV zur Auszahlung überrumpelt haben.<o:p></o:p>
(…)
Als "ungeheuerlich" und "dickes Ei" werden die Vorgänge aus dem Umfeld der KV bezeichnet. Etwa 550.000 Euro sollen in den alten Dienstverträgen mit dem Vorstand für den Fall vorgesehen gewesen sein, dass die Vorstände nicht wieder gewählt werden und ihre Praxistätigkeit wieder hauptberuflich aufnehmen. <o:p></o:p>

Alle drei Vorstände führen ihre Ämter weiter. Das Geld sollen sie dem Bericht zufolge dennoch erhalten haben. Es sei nachträglich umgewidmet worden zu einer erfolgsunabhängigen Prämie.<o:p></o:p>
(…)
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Hier geht es weiter…
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/681980/praemie-bringt-kv-vorstand-bedraengnis.html (http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/681980/praemie-bringt-kv-vorstand-bedraengnis.html)
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…und die Leistungen werden in schöner Regelmäßigkeit gekürzt. Tumorpatienten werden in der ihnen verbleibenden Zeit trotz "Nikolaus-Urteil" immer wieder vor die Gerichte gezwungen, um die ihnen zustehenden Leistungen einzuklagen. LLL
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Ist doch alles in Ordnung, oder?
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Frohe Weihnachten allerseits :)
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Urologe
12.12.2011, 20:45
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Warum die Aufregung? Die Versicherten bezahlen ja alles… LLL
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Hallo Hans,

da unterliegen Sie einem RIESEN Missverständnis. Natürlich ist die ganze Sache eine Schweinerei, ABER zahlen tun die Zeche AUSSCHLIESSLICH die niedergelassenen Ärzte.
Denn derzeit zahlen die Krankenkassen den Gegenwert von EINEM Monatsbeitrag an Kopfpauschale an die KV mit befreiender Wirkung für ein ganzes Jahr!
Das heisst wie oft, zu wievielen Ärzten Patient geht ist ALLES damit abgedeckt. Die KV muss entsprechend mit den Geldern haushalten und sie verteilen.
Bedient sich jemand, wie diese Herren, vorab an dem Topf bleibt schlicht und ergreifend weniger zu verteilen an die niedergelassenen Kollegen.
Der Patient, Versicherte, die Kasse spüren nicht das Geringste davon!!!!

Gruss
fs


Die Kopfpauschale ist eine jährliche Pauschalzahlung einer Krankenkasse, die fast die gesamte kurative ambulante ärztliche Behandlung eines Versicherten - Person, die in der gesetzlichen Krankenkasse (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/GKV) krankenversichert ist - einschließlich aller Untersuchungen abdeckt und nach § 85 SGB V (http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__85.html) "mit befreiender Wirkung" an eine Kassenärztliche Vereinigung (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/Kassen%C3%A4rztliche_Vereinigung) (KV (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/KV)) geleistet wird. Seit 2009 (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/2009) wird die Kopfpauschale pro Versicherten - also nicht mehr (wie vor 2009) nur pro zahlendes Mitglied - an die KV (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/KV) bezahlt. Durch die Umstellung kommt es aber nicht zu Mehreinnahmen für die Ärzte, weil die neuen Kopfpauschalen pro Versicherten niedriger sind als die alten pro Mitglied

hans.z
12.12.2011, 23:12
Hallo Hans,

da unterliegen Sie einem RIESEN Missverständnis. Natürlich ist die ganze Sache eine Schweinerei, ABER zahlen tun die Zeche AUSSCHLIESSLICH die niedergelassenen Ärzte.
Denn derzeit zahlen die Krankenkassen den Gegenwert von EINEM Monatsbeitrag an Kopfpauschale an die KV mit befreiender Wirkung für ein ganzes Jahr!
Das heisst wie oft, zu wievielen Ärzten Patient geht ist ALLES damit abgedeckt. Die KV muss entsprechend mit den Geldern haushalten und sie verteilen.
Bedient sich jemand, wie diese Herren, vorab an dem Topf bleibt schlicht und ergreifend weniger zu verteilen an die niedergelassenen Kollegen.
Der Patient, Versicherte, die Kasse spüren nicht das Geringste davon!!!!

Gruss
fs


Die Kopfpauschale ist eine jährliche Pauschalzahlung einer Krankenkasse, die fast die gesamte kurative ambulante ärztliche Behandlung eines Versicherten - Person, die in der gesetzlichen Krankenkasse (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/GKV) krankenversichert ist - einschließlich aller Untersuchungen abdeckt und nach § 85 SGB V (http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__85.html) "mit befreiender Wirkung" an eine Kassenärztliche Vereinigung (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/Kassenärztliche_Vereinigung) (KV (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/KV)) geleistet wird. Seit 2009 (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/2009) wird die Kopfpauschale pro Versicherten - also nicht mehr (wie vor 2009) nur pro zahlendes Mitglied - an die KV (http://forum.prostatakrebs-bps.de/wiki/KV) bezahlt. Durch die Umstellung kommt es aber nicht zu Mehreinnahmen für die Ärzte, weil die neuen Kopfpauschalen pro Versicherten niedriger sind als die alten pro Mitglied


Hallo fs,
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wenn es um die Verteilung des Topfes geht, haben Sie in dem speziellen Fall Recht. Es wurden hier die niedergelassenen Ärzte geschädigt. Wenn es gut läuft, was allerdings selten zu erwarten ist, werden die Forderungen der Ärzte nach angemessener Vergütung erfüllt. Aber auch das zu verteilende Geld der KV kommt schließlich und letztendlich von den Beitragszahlern.
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Mir ist es völlig schleierhaft, dass sich die niedergelassenen Ärzte nicht besser organisieren können, um ihre Interessen und letztendlich auch die Interessen der Patienten gegenüber der KV bzw. den Kassen besser vertreten zu können. Trotz der eigentlich vorhandenen Lateinkenntnisse lässt sich die Ärzteschaft regelmäßig von den Kassen nach dem Prinzip „Divide et impera!“ am Nasenring durch die Arena schleifen. Und dabei vergessen eben diese Ärzte, dass sie gleichzeitig auch die Interessen ihrer Patienten mitvertreten. Denn Patienten (und Versicherte) dürfen eigentlich nur zahlen, ohne dass sie auch nur im Detail ein Mitspracherecht haben. Es wird leider viel geklagt – im Sinne von Jammern - , aber für „Aktion“ ist man offensichtlich viel zu bequem oder es ist unschicklich.

Seit Jahrzehnten muß ich miterleben, wie sich die Ärzteschaft zunehmend von den Kassen ausbeuten, der Therapiefreiheit berauben und über Regresse in Richtung wirtschaftlichen Ruin treiben lässt. Manchmal liest man etwas über Zunahme von Burnout und bipolaren Störungen in der Ärzteschaft. Auf den kollektiven qualifizierten Aufschrei der Ärzteschaft warte ich jedoch bis heute vergebens. Dabei wird das System über kurz oder lang kollabieren.
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Sie und Ihre Kollegen werden dann angestellt sein bei der AOK, Barmer oder irgendeiner BKK. Sie werden aufwachen und sich fragen: „Warum haben wir nicht rechtzeitig dagegen etwas unternommen? Warum haben wir die Zeichen und den Trend nicht erkannt?“
Und man wird Ihnen sagen müssen: „Kopf in den Sand war nicht die Lösung. Man hätte etwas tun müssen, als noch etwas möglich war.“
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Wir befinden uns in der prekären Situation, dass zwei gegensätzliche Systeme (Pharma- und Geräte-Industrie hier und GKV dort) einen erbitterten Kampf um die Töpfe führen. Zwischen diesen Blöcken werden die Patienten, die Ärzte und sogar mittlerweile die Apotheker zerrieben.
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Wenn man der Industrie Korruptions- und Abhängigkeitspolitik vorwirft, schüttelt sie sich kurz und sagt: „Na und, ein paar schwarze Schafe!“ Der Pharma Kodex wird eben an einer unwesentlichen Stelle etwas modifiziert. Das war es!
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Den Ärzten (und mittlerweile auch den Apothekern) wird seitens der Kassen ständig pauschal und unsubstantiiert Unredlichkeit und Abrechnungsbetrug vorgeworfen (Ausnahmen gibt es und werden auch entsprechend behandelt.). Anstatt sich dagegen massiv zu wehren, verkriechen sie sich in der Hoffnung, dass das Gesundheits-Armageddon an ihnen vorbeiziehen möge. Dabei verkennen sie sträflich, dass bei den Aktionen der Kassen eiskaltes Kalkül zugrunde liegt. Ergo, es geht auch hier quasi um die Systemfrage.
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Die Industrie kann man von Korruptionsbestreben nicht heilen. Dies ist praktisch systemimmanent. Die Ärzteschaft jedoch kann es möglicherweise schaffen, durch entsprechende Weichenstellungen schwarze Schafe zu isolieren, damit Pauschalvorwürfe nicht mehr greifen können. Aber wer inkompetente Kollegen ständig und wiederholt als Funktionäre in die entsprechenden Gremien, z.B. KV, entsendet, darf sich nicht wundern, wenn der eine oder der nächste Regress die eigene Praxis in existenzielle Schwierigkeiten bringt.
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Mea culpa, ich habe jetzt vielleicht zu weit ausgeholt. Mir ging es darum, herauszuarbeiten, dass Ärzte und Patienten letztlich in einem Boot sitzen. Unsere Gegner, unbefangene Betrachter werden da etwas zucken, sitzen in der Industrie und bei den Kassen. Es wäre wünschenswert, wenn über das Problem auch wieder mehr Ärzte nachdenken würden.
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In diesem Forum eigentlich ein Nebenthema. Aber man darf nicht vergessen, dass in diesem Bereich die Therapieentscheidungen vorformuliert und vorentschieden werden. Der Kassenpatient bekommt eben nicht alles, was er/sie auch tatsächlich benötigt.
Aber vielleicht einen Wellness-Urlaub auf Kassenkosten?
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Man möge mir meine zugespitzte Bösartigkeit nachsehen. Klartext fördert das Verständnis.
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Frohe Weihnachten & gute Gesundheit
hans.z

hans.z
21.12.2011, 05:46
Zu meinem Weihnachtswunsch / Unterpunkt:
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Sauberkeit der Industrie bei legaler Gewinnerwirtschaftung
<o:p></o:p>http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?6997-Wunschthread-Part-II&p=60466#post60466 (http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?6997-Wunschthread-Part-II&p=60466#post60466)<o:p></o:p>
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Warnung vor fehlerhafte Brust-Implantate aus Frankreich <o:p></o:p>
Mindestens 19 Fälle von gerissenen PIP-Implantaten in Deutschland<o:p></o:p>

Wenige Stunden nach Berichten über fehlerhafte Brustimplantate des französischen Herstellers PIP hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vor der Verwendung solcher Implantate gewarnt: Allein in Deutschland seien 19 Fälle bekannt, bei denen Implantate in der Brust der Patienten gerissen waren, hieß es.<o:p></o:p>
Die Gesamtzahl der Frauen die in Deutschland PIP-Implantate bekommen haben, sei nicht bekannt, teilte das zuständige Bundesinstitut weiter mit. Auch sei bislang nicht geklärt, ob ein Zusammenhang zwischen dem Brustimplantat und mindestens acht Krebsverdachtsfällen in Frankreich bestehe.<o:p></o:p>

Die französischen Behörden hatten festgestellt, dass die meisten seit 2001 hergestellten PIP-Brustimplantate nicht mit dem ursprünglich vorgesehenen Silikon-Gel, sondern mit wesentlich billigerem "hausgemachtem Gel" gefüllt worden waren. Dadurch steigt das Risiko von Rissen bei den Implantaten und in der Folge auch von Entzündungen.<o:p></o:p>

http://www.tagesschau.de/inland/implantat100.html (http://www.tagesschau.de/inland/implantat100.html)
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Kriminelle Energie ist heutzutage eine der maßgeblichen Triebfedern in der Wirtschaft.
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PIP verkaufte auch nach Deutschland<o:p></o:p>

Die südfranzösische Firma PIP, die die fehlerhaften Implantate herstellte, existiert seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Sie hatte 80 Prozent ihrer Prothesen ins Ausland exportiert. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte im April 2010 vor den Produkten gewarnt, die auch in Deutschland verkauft wurden. Bereits damals hatten die französischen Behörden den Vertrieb und die weitere Verwendung der Silikongel-gefüllten Brustimplantate untersagt.

Die französischen Behörden hatten festgestellt, dass die meisten Brustimplantate des Herstellers PIP, die seit 2001 hergestellt wurden, nicht mit dem ursprünglich vorgesehenen Silikongel gefüllt waren. Staatsanwalt Jacques Dallest hatte in Marseille gesagt, die Firma habe stattdessen ein „hausgemachtes Gel“ verwendet, wodurch das Risiko von Rissen bei den Implantaten und in der Folge auch von Entzündungen erhöht sei. Das verwendete Gel sei zehn Mal billiger als ein ordnungsgemäßes Gel gewesen. Dadurch habe die Firma PIP rund eine Million Euro jährlich gespart.<o:p></o:p>
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http://www.focus.de/gesundheit/news/krebs-durch-silikonimplantate-30-000-franzoesinnen-sollen-implantate-entfernen_aid_696009.html (http://www.focus.de/gesundheit/news/krebs-durch-silikonimplantate-30-000-franzoesinnen-sollen-implantate-entfernen_aid_696009.html)
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Wenn ich Kritik am derzeitigen Gesundheitssystem äußere, wird mir immer vorgehalten, ich würde alles negativ sehen und es handele sich immer um bedauernswerte Einzelfälle, ja eigentlich nur verzeihliche Irrtümer.
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Mitnichten: <o:p></o:p>
Die Nachrichtenlage sieht dann doch immer etwas anders aus. Es muß also irgendwie System darin liegen. Betrug als oberstes Handlungsprinzip?
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Zu dem Schluß muß man kommen, wenn man sich intensiver mit dem Gesundheitswesen auseinandersetzt. Wenn ein Fall mal öffentlich wird, ist das Geschrei groß. Etwas mediales Nachgeplänkel, das war’s. Danach machen die anderen weiter, heilfroh, dieses Mal nicht erwischt worden zu sein. Beim nächsten Aufkippen sind die Verantwortlichen, wie bei Wanderheuschrecken, schon wieder in einem anderen Unternehmen und waschen nicht nur ihre Hände in Unschuld.
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Warum fällt mir da eigentlich immer Max Liebermann ein?<o:p></o:p>

hans.z
21.12.2011, 07:39
Vielleicht ein kleiner Nachschlag zum vorhergehenden Beitrag:
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Olympus<o:p></o:p>
Razzia wegen Bilanzskandal<o:p></o:p>
Mittwoch, 21.12.2011, 06:38<o:p></o:p>
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In Japan hat die Staatsanwaltschaft die Büros des Kameraherstellers Olympus durchsucht. Dabei sollte Beweismaterial gegen die früheren Top-Manager des Unternehmens sichergestellt werden. Ihnen wird die Verschleierung von Verlusten in Milliardenhöhe vorgeworfen.<o:p></o:p>
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Olympus hatte nach Erkenntnissen einer vom heutigen Management eingesetzten Prüfungskommission über mehr als ein Jahrzehnt Verluste von insgesamt 134,8 Milliarden Yen (aktuell rund 1,3 Mrd Euro) verschleiert. Die Fehlbeträge aus Anlagegeschäften in den 90er Jahren waren mit überhöhten Zahlungen bei Übernahmen vertuscht worden, statt sie in der Bilanz zu verbuchen. Auch die Börsenleitung schaut sich das Ausmaß der Fälschungen an und könnte die Aktie vom Handel ausschließen. Etwa, wenn sich die Affäre noch ausweiten sollte oder doch noch eine Verbindung zur organisierten Kriminalität nachgewiesen würde.<o:p></o:p>
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(…)<o:p></o:p>
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http://www.focus.de/panorama/vermischtes/olympus-razzia-wegen-bilanzskandal_aid_696150.html<o:p></o:p>
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Olympus ist einer der größten Hersteller optischer Geräte im medizinischen Bereich (z.B. Darmspiegelung, Blasenspiegelung usw.). <o:p></o:p>

hans.z
19.01.2012, 02:46
Mitunter wird vereinzelt Kritik an der Veröffentlichungspraxis von relevanten Studiendaten durch die Pharma-Industrie geübt.
Soll heißen, Studiendaten werden von Unternehmen oft selektiert nach positiv und negativ veröffentlicht, wobei die negativen Erkenntnisse häufig verschwiegen werden und selbst nach Intervention von entsprechenden Institutionen zurückgehalten werden.

Hier ein Beispiel für patientenfeindliche Unternehmenspolitik, das keine Ausnahme, sondern eher die gängige Praxis in dem Bereich darstellt.



Cochrane: Neuer Wirbel um Tamiflu

Mittwoch, 18. Januar 2012

Rom/London – Meta-Analytiker der Cochrane Collaboration und das Britische Ärzteblatt (BMJ) werfen dem Hersteller Roche vor, Daten zum Grippe-Medikament Tamiflu zurückzuhalten und dadurch eine unabhängige Bewertung zur Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments zu erschweren.
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Der enorme wirtschaftliche Erfolg von Tamiflu steht nach Ansicht vieler Beobachter in einem gewissen Gegensatz zur medizinischen Leistung seines Wirkstoffs. Roche erzielt mit Tamiflu jährlich einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Im Jahr 2009, auf dem Gipfel der Neuen Influenza (H1N1) sollen es laut Wirtschaftspresse sogar 3,37 Milliarden US-Dollar gewesen sein. Viele Länder bevorrateten sich damals mit dem Medikament. Dies geschah in der Hoffnung, dass die Einnahme von Tamiflu die Ausbreitung der Epidemie bremsen werde. Vor allem aber sollte Tamiflu schwere Komplikationen der Grippe und damit ein Überlastung der Kliniken durch schwere Krankheitsfälle verhindern.


(...)

Hier weiterlesen...
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48804




Hier ist also die Politik gefordert.
Studienergebnisse müssen lückenlos veröffentlicht werden, damit sich die Fachwelt und nicht zuletzt die Patienten umfangreich informieren können. Der derzeitige Zustand des Verschweigens und scheibchenweise Veröffentlichens, erinnert doch sehr stark an aktuelle Geschehnisse um die Immobilie "Bellevue".

Nicht der Profit, sondern das Wohlergehen der Patienten sollte im Fokus der unternehmerischen Aktivitäten stehen. Wenn man mit Erfüllung dieser Forderung auch Umsatz machen kann, ist dies legal, legitim und sogar förderungswürdig.

Wahrhaftige Grüße
hans.z