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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prognosen nur für "Alte"?



wassermann
16.09.2006, 09:45
Hallo,
den Verdacht, dass die weit verbreitete Meinung, die Prognosen seien bei PK insgesamt eher günstig, auch darauf beruht, dass PK meist ältere Männer befällt, die während der Krankheit ohnehin an anderen Ursachen sterben, hege nicht nur ich. Dass diese Aussage in dieser Form unwissenschaftlich ist, weiß ich übrigens. Es geht mir um den Trend.

Mich würde einmal interessieren, ob es ältere Forumsteilnehmer gibt, die vor 10, 15 oder mehr Jahren als 40 - 55 Jährige diagnostiziert und behandelt wurden und bis heute rezidivfrei leben. Oder kennt ihr solche Fälle aus euren SH-Gruppen?
Bei der Durchsicht von Profilen bin ich noch nicht auf solche Historien gestoßen.
Wäre mal interessant, oder?

Alles Gute
Wassermann

RalfDm
17.09.2006, 09:59
Hallo Wassermann,

wer vor zehn Jahren, also sagen wir 1995, diagnostiziert und therapiert wurde, musste fünf Jahre lang auf ein Internet-Patientenforum zum PK warten. Das KISP-Forum war meines Wissens das allererste, und es ging Ende 2000 online. Wenn der Betreffende in diesen ersten fünf und allen darauffolgenden Jahren kein Problem mehr mit seinem Krebs hatte, dann hatte er auch keinen Anlass, nach einem solchen Forum zu suchen, als es sie dann gab (KISP, BPS). Solche Forumsteilnehmer wirst Du wahrscheinlich vergeblich suchen.

Ralf

wassermann
17.09.2006, 10:31
Hallo Ralf,
vielen Dank für die Antwort. Du hast sicherlich Recht mit deiner Analyse. Das habe ich ja auch so erwartet. Deshalb stellte ich die ZUsatzfrage, ob jemand solche (Ex-)patienten überhaupt kennt.
Studien und Statistiken wie die freundlicherweise zu dieser Frage ins Forum gestellte (Danke!) gehen nur am Rande auf die Fragestellung ein, denn diese Zahlen kennt man ja mehr oder weniger.
Wie auch immer, vielleicht findet sich ja noch jemand.
Schönen Sonntag
Wassermann

BurgerH
17.09.2006, 12:52
Hallo Wassermann,

Guck mal in mein Profil. Ich bin zwar erst seit 6 Jahren mit dem PK konfroniert und habe erfolgreich alle drei schulmedizinischen Therapien (OP, HB und Bestrahlung) hinter mir nach einem miserablen Befund: pT3b, N1, RX und MX und Gleason 7 (4 + 3).

Mit dem Begriff "Heilung" gehe ich vorsichtig um, da ich weiß, dass ein Rezidiv auch nach Jahren und Jahrzehnten auftreten kann.

Gruß

Hansjörg Burger
SHG Prostatakrebs Rhein-Neckar

wassermann
19.09.2006, 17:52
Hallo,
vielen Dank für eure interessanten Beiträge.
Mir ging es ganz unwissenschaftlich einfach darum, von jemandem zu hören, der tatsächlich rezidivfrei über lange Jahre hinweg ohne zusätzliche Therapien nach Ersttherapie (REP, RT u.ä.) lebt und als jüngerer Mann diagnostiziert wurde. Bei den Prognosen um die 80% muss es solche Leute ja irgendwo geben.
Mir ist klar, dass diese Spezies im Form rar sein muss, denn was sollte ein "Geheilter" an Rat hier suchen? Doch könnte es ja Leute geben, deren Interesse an der Sache geweckt wurde und/oder Betroffenen helfen wollen, und sei es nur durch Solidaritätsbekundung.
Wenn es nicht interessant ist, sei's drum. Steht ja nur in der Plauderecke.
Alles Gute!
wassermann