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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwankungen PSA



alex9999
26.03.2012, 15:17
Hallo an alle,

vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen schon gesammelt und kann mir ein paar Tips geben...

Ich bin 51 Jahre alt. Vor ca. 9 Jahren habe ich bemerkt, dass beim Wasserlassen nicht alles wie vorher läuft. Der Urologe hat damals einen PSA Wert von ca. 4 ng/ml festegestellt (ich schreibe ca. da in meinem Fall die Zahlen nach Komma überhaupt keine Rolle spielen). Nachher stiegen PSA Werte bis ca. 10 ng/ml vor 4 Jahren. Damals habe ich meine erste Biopsie mit 4 Stanzen bekommen. Ergebnis - negativ, Prostata vergrößert. Danach blieb der PSA-Wert innerhalb von 2 Jahren bei einem Wert von 12-13 ng/ml. Genau vor zwei Jahren gab es einen Sprung auf 19 ng/ml und ich habe meine zweite Biopsie mit 24 Stanzen bekommen. Ergebnis - negativ. Nach einigen Monaten ging PSA auf 12-13 ng/ml wieder zurück und blieb da ca. 2 Jahre lang. Aber vor 4 Wochen wurde schon wieder ein Sprung auf 19 ng/ml gemessen. Die nächste Messung kommt in einer Woche und dann muss etwas entschieden werden.

Ich gehe zum Urologe alle 3 Monate. Weder Abtasten noch Ultraschallsonde haben was gezeigt. Nachts muss ich einmal aufstehen.

Wer hat ähnliche Entwicklung gehabt? Wohin fährt dieser Zug?

Danke im Voraus
Alexander

Heribert
26.03.2012, 16:47
Hallo Alexander, willkommen im Forum.

Um bei Deiner bildlichen Ausdrucksweise zu bleiben, der Zug kann sowohl eine evtl. abakteriell entzündete Prostata hinter sich her ziehen, als auch eine Prostata, die einen Tumor in sich birgt. Und wie man so schön sagt können es auch Läuse und Flöhe sein.
Aber mal im Ernst, auch wenn die Saturationsbiopsie (24 Stanzen) keinen Tumor getroffen hat, besteht dennoch die Möglichkeit, dass einer da ist. Du schreibst nichts davon, wie groß die Prostata ist, ob schon Versuche mit einer antibiotischen Behandlung erfolgt sind, ob schon mal Keime im Urin nach Prostatamassage gefunden wurden.
Wenn das schon alles erfolgt ist, würde ich den Urologen mal fragen, bevor eine erneute Biopsie oder sogar eine diagnostische Ausschälung ins Visier genommen wird, ob mit einer MRT, einer Elastographie oder einem Farbdoppler nicht mehr zu sehen ist als mit einem normalen Ultraschall, um dann evtl. gezielter biopsieren zu können. Eine weiter Möglichkeit wird hier (http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/BiopSee-R-MRT-navigierte-stereotaktische-Prostatastanzbiopsie.117448.0.html) aufgezeigt. Das macht aber nur Sinn, wenn die Fragen nach Größe und antibiotischer Behandlungen geklärt sind.

Wenn Dir näheres bekannt ist, melde Dich wieder.

Herzliche Grüße
Heribert